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Full text of "Anweisung, wie die verschiedenen Seltenheiten der Naturgeschichte zu sammlen, zuzubereiten, zu erhalten und zu verschicken sind : nebst einer Anweisung, wie die Bäume, die Pflanzen, die Saamen und verschiedene andere Seltenheiten der Naturgeschichte über Meer zu verschicken sind : samt vielen Kupfern"

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"7 




Smithsonian 

Institution 

Libraries 



Purchased from 
CULLMAN ENDOWMENT 



9fntt>eifuna, 

n>ie t>tc t>erfc()te&enen (Seltenheiten 




ju fammfeti/ ^»bereiten, ju erhalten unb ja 

üerfcf>icfen ftnb. 

iRebjl einer 3ttt& rifun g> 

tt>te t>teS$aume,f>te 3>fTatt§en,Dte @aamett 

unö üerfc^tebcnc anöere Seltenheiten 

Der 

SUtuegefc&ic&te 

übet SStteet iu »erfefoiefe» ftnb. 

@amt vielen Tupfern. 

5luö bem grans&fifcbcn überfe$t 

»Ott 

SBoiföang Säger. 




Siüitnberg, 
verleg ^o^nn «Ötöfcael ^elismann; 

I 7 6 i. 






Li 



fei 





t er ©efcfjmacf an kr 9?atutv 
$efd)icfjte fyat frc5 feit etntgeit 
3afjrenfe&r ausgebreitet ©* 
nesroffeanja&l t>on ©eleßr* 
tm ober blofen £ie&ba&ern fcemü&ert 
ftcß t>ie merfmurbißen 2>imje , roek&e 
fcte Sftafur in t>en üerfcfjiefcenen Sauber 
ffridjen (jeroor &ringt, jfi fammfem 
allein. #e Correfponfcenten, an i>ie fit ficfj 
in Den $jlan}fHitoeu uni> anfcenoärttf 
n>ent>en muffen, uni> bit aemetmgltcf) 
ftcf) i>ie Sftaturgefdjtdtfe m'djt ätfhfcUcg 
fcefannt aema#{ja6en, finden oft mit 



„ .: . • ...- 



^orbetuc^t. 

bem Beffen SBilfen «Sdjmierigfett, bog, 
m$ man tynen auftragt , gejjorig nu 
t)OÜ^ie6en; unb bie £ieb(jaber befom< 
men oft mit groffen tWoften SDinge, bte 
übelgemä&lt unb fc&led&t befdjaffen jmb, 
unb bie (Je unter ben 5iu^fd&uß ber t>er-- 
foor6enen@adjetr fegen möffen. SDtefe 
<Sd)nHertgfeiten geben ibnen taglidj $u 
erfennen/ wie feljr man eme£ Ijtnläng* 
lief) ^eutltc^enunb au£füf)r!id)en SBetf $ 
benot&iget fet)e, um alle Sitten i>on ^3er* 
fönen in ben <5tanb ;;u fefsen, i>(\$ fie 
ba£ merfrourbigffe in ben *>erfdjiebenen 
Gattungen/ fojebroebetf i ? anl> gert>or 
bringt, unterfertig/ au^fucfjen, jube* 
reiten unb t>erfenben fonnen. 

£err t>u 4?amel, SWtglieb t>er 5tfa* 
kmie i>er ^tffenfdjafftett/ beffen £ifer 
für i>tö aufnehmen ber SJMurmiffem 

f*aft 



S3orberidjt. 
fdjaft fidj auf aM erftt-etft, naß eini- 
gen 9hi$en ba&engefcen tan, fcat in bie« 
fer Wüä>t tw einigen 3a6ren ein »or« 
treflidjeS Sßerfgen bruefen laffeit/ roel-- 
m ben Xitel fü&ret: 3lltWCtfunä 

wie W%>ättmt,Mt ^flanjen,* 
Die <3<tamm tmb ttetfcfrteDene 
andere ^erfwürbiöfeittn Ut 
StoftirsefdNcfete üUt $Rm p 
twfc&itfen imi>. 

©er 9Serfa(fer btefer ©djrift feßet* 
net aUe$ bat,- wa$ t>te <Bemäd)fe 

X 3 >n* 

* Plantes vivaces , fole&e $ftonjen namlitö/ bie 
Diele 3a&re naefc einanber auf einem Stengel 
Höben, a(tfDonn>el4>en inbemSGßetfebieSKe' 
belfi, mle man ol>nebem (eic&r abnehmen fan* 
SBan&at folc&e einige mal ^rengelgewWe 
genennet , weil man feinen eigentii^ern Slti«* 
fcrutf im JDeuffc&en t>ae finben l&nnen, 



erntet, in feinem .£)aupt<je$enftanb 
gerodfjitäu fabelt, unb in biefem <5tü* 
tf e ift fein SBerf wUjtönWs. Sflan fuu 
bet darinnen aud) einige umffdnMic^e 
Ü?ac&rtd5f roept 35erfenbun$ unb &-< 
iaitm^ ber Sfnere- Mein biefe SNa* 
tet'te tji Sei) weitem m'cfjt fo auöfu^ritcft 
obgejwnbelt roorbett/ al$ Mimifa votö 
jidj auf bie ©ewädjfe Bejte&et €tmge 
»on ben -notjwenbtgett 3u5eretmn$en/ 
umöemtjfe Üjferc auf bie Mjrtfjeilljaiv 
tefteSlttp erhalten , erforbern &iemlidj 
MiijHic&e ^anbgfiffe ; unb bie €tfa!)* 
ruttö f>at arietret/ baß aud& bte tereit* 
tt>iüi<$en Correfponbenten umffdnblt« 
djer u ib red&t genauer 2ln«>eifun0ett &u 
ber$ieid>en SSerridjtuna nofcf)j$ HfcÄt 
fcäften / roeldje a&er oftne söe^üifeforö" 
faltig flejeic&treter Spuren unn%ltcfj 



93or&eric&£ 

fo ridjtiauttb t>eutltc6 aDgefaßt werben 
fonnen/ al£ e$ t)ie ©adje erforbert. 
ISftaniftbaljer auf bie@5ebanfen gefönt* 
mett/ ba^ eine neue Slnroeifung/ worin* 
nen man öornemlid) tradjtete/ alle btefe 
.jpanbgriffe auf ba^ umftdnblidjffe ju be* 
(^reiben/ unb mit beigefügten gigurett 
$u erläutern"/ einigen SSugen fdjaffen 
fönnte, Un& Mefe* tft ber ©egenffanb 
biefeS Keinen SßerK/ meldjeS man atö 
eine Erteilter (Ergänzung ber Arbeit be$ 
.jperrn bu £amel betrauten t ann, in 9(b* 
ftc&t auf bte Subereitung unb 3$erf# 
tf ung üerfdjiebener pn Xljterreiclj k> 
jjoriger ©efdjopfe* 

503ir machen ben2(nfang mit ben936< 
geht, aß benjenigen Röteren, berenSu* 
berettung am fdjme&rften tft S)a£ er* 
p Kapitel enthalt bie Sirt unb Sßeife 
tfjnen bie £aut Ijerab au&ieljen/ unbfie 
p*>erfdji<fen/ fo baß mau fie nadjge* 
|enb$ toieber in fljre natürliche $orm 

)( 4 fcpr* 



23orbert<#t. 

bringen fann, um fie tit -ben 'Cäbtneten 

aufstellen, 

iuf baß Kapitel »oit ben SBogefa/ 
folgt unmittelbar ba$em<je »on ben mer< 
füjngen gieren. 

SBon ben »ierfüfügen Sjjieren Font* 
men mir/ in bem britten Kapitel/ auf tue 
friedjenbe £(jiere. 

£)ie 2(rt, wie man l>ie t>erfc6tet>enett 
©attungen t>on gifc&en ^bereiten unb 
»erfdjicfen foll, wirb ben 0egenftanb 
be£ werten £apitel$au&nac(jem 

&a§ fünfte wirb t>on benen arten 
bei* ©eegefc&opfe (janbeln, weldje Wim* 
fpinnen benennet werben.' S&an bat 
au# bie ©tadjelftfdje. ober SReertgef, 
unbbie ^ierpffanjien mit beigefügt. 

£>a£ fedjfte Kapitel $iM Sftadjrid)* 
t)on beit gieren / bk mit <5djalen k-< 
bt&t ftitb/ namlidj »on ben oerfdjiebe* 
nen 2(rten ber Krabben unb Ärebfe. 

3n bem fiebenben wirb aM angefü(j< 
ret/ ma* W SBerfenbung ber 3nfecten 

fo 



föorbertdjt* 

fo tt)ol ^eret*/ bte auf frei* (£rbe ftd5 auf* 
galten, aß berer/ t>ie im SBaffer leben, 
an&etrift. 

3n bem adjten wirb mm ben 3Ru< 
fcbein gebanbeit, wm benen man einige 
urteil öon untergebenen ©attungen 
bat abseidjnen laffen. 

3n bem neunten (Eapitelfommt eine 
23efdjreibung t>on ben t>erfdjiebenen Sir* 
teil/ bte 3ftufdjelnau$ bemSfteerljerauS 
Hu fielen», unb t)on ben SBerfjeugeiv 
bie man ba|u gebraucht 

S)a^jebnbe Capitel (janbelt mm einer 
©äffe üou ©eegeroädjfen, mefdje man 
lange Seit für $ patzen ge&alten Wt 
n>eld)e aber in ber %W nidjtf anber$ 
fm& , alt tia$ 3Berf unb t>k SBobnung 
wrfdjtrbener 2(rten febr fonberbarer 
Sljiere au$ ber ©attung ber Stoppen, 
3u biefer £laffe, meiere man mit bem 
allgemeinen SRamen ber ^ßolopenge« 
Nddjfe benennen ftmn,<$e!)orett bie wm 
breporen, CoraUenainfen, ©teinpjte 

)( 5 Jen, 



SOorberic&t. 

gjp) (EwaUenmoofoc. %ßiv Ijaben aucf) 
l>te <5d)n>ämme mit 5eo^fAdt/ t>erett 
Slatur nod) ntc^t redjt Wannt tff , t>te 
man aber, n>e$en J)er^c^te^etter ttafjr* 
fcfjeinfidjer Sftutfjmaffunsen , in i>tefc 
f lajfe fefcen famu 

©a$ etlfte Kapitel enthalt t)ie 23e* 
fftreibimg -be$ €oraüenfan<$, nnefofc 
djer auf bem mttteHdnbtfc&eti-SReer üb* 
ließ tff; ütfßfon au* bec SBerfteufle; 
bereit man ftdj t>a&eo bebtenet 

©iMM) I)a6en totr In bem jttblften 
Capitel Weärt ber SSerferttautts eint» 
aer girntffc tmaefet^ 5 bereit man bei) 
»ergebenen in bem SBerfefdbfl be* 
(cbrfebenm Subereitunften ■ benotfm 

-Sperr bu £amel Ht utt£ We Urlaub* 
«Mi etbeüt/ feine ©djrfft.ju ©ibe bie* 
ftr gtgemofr tigen beobrwtf en p laffen, 
ui?b bamtt, au mit unferm Siaentljum, 
in berfa&tm Sfian ftnbet barimten 



*ßorbertd)fv 

aik$, roaSman nur öerlattsenfamt, in 
ä&jiitmif&ieSerfenbunaberSBdume, 
^ftaiije»,- ©ciamenac. Sffii baben t>a^ 
jenuje, roa£ ben 3n6alt be$ brüten Ca* 
pftete au&nacf)te, n>e<$elajTen; al£ bejv 
Jen (öepijtanb eben berjentge mar, betf 
wirm unferer >2Jnmeifung baben/ abgalt', 
belwtboüen. Slberaucfj beliefern @5e* 
$ßi$<$ttbe felbft (ja&en wir un£ oft bei 
5fo^a<tf be$ #errn bu £amef gu unferm 
aspvt&ett iebient/, uub nur blol einige 
auSfubrltcbere unb umftänblicfjere £r* 
läuteruiwn iftiMfÄ 

Sftan wirb#erd(f $üpfertafefn Bei)* 
gefügt finberr, fo rool um bte 23efcljrei« 
kngen wffdnblicber unb beutüdjer &u 
matfott/ötfaudium benjemgen, bte fei* 
ne ^enntntö ber 9Raturgefc(jid)tebaben, 
einen begriff t>on ben unterfdjtebenett 
Slrten ber ©eroaäjfe *c* Bet>ju6rmöen> 
»on benen g#an!Ü wirb» 3)?an (ja* 
ftdj in biefem 6tucfe auf eine fegr ge# 
ringe 2foaa[jl t>on €yemj>e!n »on jebme* 

ber 



93orberid>t. 

ber StefibaJ (Seroftt&feic. Beo mefdjen 
man biefe S5et)!)iSlfefür not^tö eraeßtef/ 
eingefdjränft; unb man (jat nur über* 
|auptf eine 3Sorffeüunö berfelben geben 
»ollen > bte fjtnreid)enb märe, um fie 
fenntli* ju machen, ojme ftdj in eine 
eigentlidje unb genaue Prüfung einp* 
fofjen, bie nur bei) einer 2lb&anblung 
aon berSfatfurgefdjidjte erforberlidj fegn 
mürbe* 

liti tjt unnötig, ju erinnern, bafs 
man bie ©egenftänbe nicbt in ibrer na* 
türlicften ©raffe fjat motten abseid)* 
nen laffem 



i 



i 

3tw 




o? 



SttJÄlfc 



föw&erfc&t. © 4 m. 

fHnweifuna,/ wie btc t»etrf(^tet>etten @elten!>cttetf 

berfflaturaefc&i$te ju fammlen, susuberei* 

tctt/ ju erhalten unbju t>erfc|>t(f m ftnt>* ©♦ i 

i. Qtapitel, tum beriSOögefn. ©♦ i 

2. Sap/üonbenüifrfugigcn Vierern ©.36 

3. £ap, oon bm f tiec&cnfccn Vierem ©. 52 

4. (Jap* oon ben gifcfoen. <g.$7 

5. £ap* »on ben Sfteerfpmttcn, ben ®ta* 

c^elfüfc|)en unb ben Styerpftonäen. ©. 7a 

6. @ap. t>on ben $&teren / \>it mit ©4)a* 

len bebeeft jlnb« ©.88 

7. £ap. t>on ben 3nfecten, ©, 97 

8. (Jap. t>on ben ONufr&efo. ©♦ ui 

9. (Jap. t>on ben uMerfd>ieb!i<$en2irtetv t>te 

CNufc&tln au« ter ©ee &erau$ $u 



Wen 









©. 1« 



io. (Ety. »Ott ben €0?at>reporett/ (Eoraflen* 
$infen, @teinpflan&en,9tteerpjkm 
jen unb anbtrn @5etudd)fen / bie unter 
triefem tarnen befannt ftnb. @. 138 

ii. £ap. oon ben unterfc&ieblicfcen Sirten 

beä CEorallenfangfoc. (g. 1 54 

12* (Jap. Verfertigung einiger ftirniffe. @* 164 



Stometfung M £errnWi#amel. 

SÖorberi^t. @. 169 

Straueifung/ttrie bie 35«ume, ^ftan&en, 
©aamen u»b »ergebene anbere 
SKerfroürbigfeiten bei* 9?aturges 
febiefcteüber SJteer $uüer($icf"enimb. ©.177 

gfolettuitfl. 

Siagemeineunböorlauftge Einrichtungen. <§>. 177 

\ 1. £apftef. 
*8oh ber SSerfc^icfung ber 95dumc unb 

^jlmuen.., <3, 186 

1. SJbjtynitt / ^Ba!)! ber 2Mume unb ber 

«Pftanjen ; 3eiu>unb 8lrt, fie auö ber 
(Srbe ju nehmen. @.i86 

fei Slbfcfcnitt / Vertiefung Iw geraeinen 

SSdume/ unb ber jenigcn,n)elct}e man in 

bem SPnter fortbringen, fan; aud} 
r ^ ber fehhen SBdume/ wenn* man beren 

genug ^at/Utn von jebtr $rt innige 



aufwrfdjiebeiie SBeife $uwrfcbi(fett, 
unb wenn man fte nicbt in ©etvdcfce* 
fdfren gepflanzt »erfährt fann. ' @.i 9 a 
3« Wcbnitt, öon t)en feite nen 55dumen unb 
von t>cnjenige« / welche man nur im 
©ommer unb in mittetmdgiger 
£iuantitdt wegliefen fan* <S, 195 

4. $bfcbnitt/mie ntan mit ben Daumen um* 

gefyen muj? / el)e man fie $u ^$ijfe 
bringt. ^.202 

5. Slbfc&nitt/ wie man eine größere $fajal)l 

»on SSdumenober Jansen auf ein* 
maber [Riefen fann. €>.20s 

6. 9{bfd3nitt/tt)ie man mitben SSdumen unb 
©tengelgerodcfcfen auf ber @ee um? 
geben muf?» @, 210 

7. Slbfcjmitt/ wit man mit ben 33dumen 

umgeben muß, mann ftc angelanget 
iinK @»2ii 

8. W) jcfcnttt/ wie man mit benannten um* 

geben mujj/bie unter SSegS 9?ptl)ge> 
litten baben. @. 215 

9. 3lbft|nitt,oottben Slblegern unbqtfropf; 
reifen/unb oon ben Switbel? unbÄnok 
lengewdc&fen / pber t>on ben Swiebeln 
unbQBurjeltt. ©»222 

10. 5tt>fd)nitt/ einige Sfnmerfunge«/ bie 
p&m befoftberemif bie Jeiflen 2aV 
Ux beiit&effc ^228 

2 t §apw 



' - • 



* m & 

2* $ap\ttl 
53ö« ben ©damen, ©.234 

i. SJbfcfynit , allgemeine (Srinnerungeji 

uberbie@mfammlungber®aamen.©.23~j 
a. ^bfc&nitt/SorjfrUungöonben oerfc^ie? 
@aamen. 

benen Gattungen ber ©aamen, t>on 
betört fte einjufammlen unb juer* 
galten. ©♦ 237 

3. 5lbfd)nitt , »on t>er 93erfc&icftuig bei:©. 243 

4. Slbfdmitt 1 wie matt mit ben ©aamen 

umgeben mu§ ; wann fte angelangt 
ftnb. ©»246 

5:* mbfc&nitt, oon ben ©aamen / welc&c 
man au$ l)etfTen Sänbern in falte San* 
ber bringt, wie j. (£. »on ©. £>omin* 
go nacfc Sranfreicfy» ©»257 

6. SJbfcbnitt, uonben ©aamen/ weldje 
au$ bem gemalten 'SBelt&irf el in ben 
Riffen gebraut werben. ©«259 

3. gaptteU 

93on ben Riefeln / ©teinen, ^Mineralien/ 
S8alfamen/$)aräen,©ummi/(5rbpec& 
«nb wmben $unftwerfen. ©. 260 

ftta$ricf)t wegen ber ©ewätöfe/ ©aamen 
unb anberer üRerf wurbigf eiten/wann 
jle in ben #afen angelangt ftnfc ©.263 

2fatt>ei# 




9ltttt>etfun$, 

wie btc twfd)iet><men (SeftenljefoM 



t>tt 



9?<tmöefaMc&te 

in fammlen, 

zubereiten, ju chatten unb au wrft&ttfm 
fürt). 

€r|h$ gCapttcf. 



enn man SJöget wrfc&icfen 
will, fo mu§ man £l4>turtg 
geben, &a§ man feiere au& 
fuc^e y an welchen , auf roa$ 
für eine §frt fle aud) getötet 
worben.bie gebern ammenigffrn befdjd&igt/ ntc(tf 
ausgerupft, noefc blutig gewogen finb. 

31 mn 




2 <£rffe$ gTapttcU 

Wlan ttiu§ mo^l Sfdjtung gebe»/ t>a§ man hi* 
m Q3ögel verliefe, beren (gcfynabel, §tnje unb 
SSeine nidjt völlig gonj unb unoerfebrt ftnfc: 3ns 
hm tiefe er|rgebael)te ^Ijetle ben 9?aturfünbis 
gern auf eine vürjüglic^e 2frt ju ben unterfcfyei* 
benben ft'ennseicfcen ber verriebenen ©attungen 
bicnetn 

%©a e§ nidjt möglich feiw roörbe, bie großen 
SÖögel mit ifjrem $ieifcb ju verliefen, fo mu§ 
man ibnen bic .£>aut herabließen. Slber toeß 
auf eine foldje SIrt, ba§ befagte £>aut ganj unb 
unverle&t bleibt, bamit man fte öueftovfen unö 
il)r, inbem man fte roieber junebet, Ut ndmlid;e 
§orm geben fann/ meiere ber ^Öoael batte, ha 
er no$ lebte» @g giebt unterfc&ieblidje Slrten, 
ben Mogeln bie #aut berabjujieljen 2Bir wpU 
len je&t bie acmet)nltd)flen erfldren. 

abju5te(>em 

*an fa'ngt bamit an, tag man an bem ^intern 
jnwn^cbnitre mac&t/imb leibige von bort 

an 



93on Den SSögeltn 3 

öti in (Seitenlinien unb fc^ief , nabe bei) ben tiefen 
deinen ober (geblögeln üorbet), bü? &u tem 
(Stumpf teS $!üge!3 auf jeter (Beite, fortfahret, 
alhoo fte ficfo entigen muffen; SÖfrm fann 
(2.^5. %) ten 3ug ter jrüeen ©c^nitte fe* 
b*n, roefefcer burd) tie jroo Sinien DE, DF, auf 
tem Körper beö oon feiner £aut entblofren S3o* 
gelS ange&eiget ift, SOJan mu§ 2f$t foaben, Die 
Setern an ten Orten, roo tie (Schnitte burc&ge* 
J)en, auf tie (Seite $u tbun, tamit man fte nu$r 
entjroeo fefeneite. 9ftan begreifet, ta§ tiefe 
jroeen (S^nitte einen ^Binfel ausmalen roer* 
ten, tejfen Oberteil ober @pii?e an tem Jpin* 
tern fepn roirb. 

$Benn tie jnjeen (Schnitte gemalt fmb, fo 
mu§ man tie «£)aut »on tem Körper mit einem 
©cfcabmejiw, ober Sebermeffer, trennen, unb ftcfr, 
nac|) tem e6 nötl)ig ijr/ter ÄgeoberbeSJpeftg, 
bter mty nur ter Singer allein/ ta^u bebienen. 
Soor allen fingen mu§ man feljr bebutfam unb 
flemaefc tabet) »erfahren, tamit man ni$t$ &er* 

% 2 reifte. 



4 Srfrc* STapitel- 

reifte» $Jian fangt an bei) ber |)aut befl 35aud)£, 
meiere man bei) ber (Spilje nal)c an bem ^intern 
anfd§t, rco bie &roeen ©d)nitte angeln» Sftan 
legt biefe ^aut, fo wie fie ftd) »an bem Sltifd) 
trennet, auf ben SjaU jurwef. hierauf sieget 
man aud) bie £)aut »on ben @d}UigeIn l)erab. 
£)iefeg gefdjieijet, inbem man ben §u§ unb bog 
SSein gegen ben förper jurüe! fd)iebt, 3(uf 
biefe Slrt fommt ber ®d)lägel (i. $. 2. %.X.) 
au§ ber $)aut, roorinnen er jlecft, wie aug einem 
ffuttcral, beroor. $$an fd)neibet ilm an bem 
@eUnff/WO bag btmne Söein angebet, ab, rock 
$t$, nebjt bem ^Bein, wn bem Körper abgefon* 
bert unb an ber £)aut Ijdngenb bleibt» «Sttafl 
fdjabt fobenn U$ gleifd), fo noej) an bem btm* 
nen Q3ein geblieben, ab unb erfeit beffen ©teile 
mit ein wenig SBaumtüolIe, "SBerg, 9ftee.rgra$ 
ober anbern df)n!id)en «Xttaterietu . 9)?an muß 
bavauf fe&en, t>a$ biefe Materien bie ndmlia)e 
£5icfe ausmalen, meld)e H& f$Ietfcf> Ijarte, fo 
m bünne 23etn umgab, <2Benn biefeS gefdje* 

>n, 



53ött &ett SB&gefa* s 

ben, fo sieget man t>ett gu§ jurütf unb mad)t ba^ 
burcfc y t>a§ t»a^ bunne 18« in in bie ,f)aut, fo if)tn 
gjeicfrfam &um Ueberjug t>tenct / roieber hinein 
fommt; un& man mufj darauf fe&en , ta§ bie l)er* 
umgelegten Materien ta0 SSein roieber bebetfen 
Mb nid)t bauen roegf ommen/ inbem ftc baju bies 
«en follen/ ba§ ber ©c&ldgel bie nämlidje Sorm 
be&alte/ bie er mit feinem Sleifcty f)atte» 

SSSenn bie (Schlägel abgezogen unb t>on bem 
Körper getrennet jtnb, fotlwt man ben Singer, 
ober ba8 #eft bei ^nftrument^ sroifc^en ben SXtte 
tfen unb bie Jpaut/ fo man bat>on abtrennet, 
unb giebt bejrdnbig.2lcf)tung/ U§ man fubtil b<v> 
beö oerfdljret unb nidjtä jerreiffet* 9ftan fahret 
fo fort/ bi6 man an ben ©tei§ fommt 2fl$bann 
langet man mit einer <g$eere jtoifcben bie£aut 
unb ben Körper unb trennet ben ©tei§ ab be» 
feiner gufammenfügung mit bem (Kürten, unb 
nimmt ft$ babeo in 2l$t / ba% man bie ©4)wan^ 
febern, fo in bem ©teiffe jtetfen, nic&t befc&dbi* 
$« SBenn biefeg gefeiert/ fo legt man mit 

21 3 ter 



6 gtfttß "gTapttel. 

ber einen .f)anb bie Jpaut um , inbem man fte ge* 
gen ben .£)alg &u siebet, unb mit ber anfeern |)anb 
jiel)et man ben Körper auf bic enta.egen$efejte 
©eite ju, unb giebt beftdnbig tabcij Sldjtunä, 

tag man nic&ttf gerreiffe* 

■ 

SBenn man &u ben klügeln fommt, fo tren* 
«et man fte »on tem Körper bei) bem ©elenfe, 
(2. $.fig. A«) Sftan fdjabt fobann bag gleifcfc 
Ijerab, fo bie 93eine ber Slüflcl umgiebt, unb fül* 
Jet ben leeren SKaum beffelben mit QSaumrooHe 
ober andern Materien au$, wie man ben ben 
©c^dgeln getfyan i)at* 

Sftan fd&ret fort /bie |)aut umzulegen, unb 
jleljetproon bem $ä\i auf eben bie %t, als 
roie t>on einem M, ab; ndmlid; man jief)et mit 
ber einen £)anb tk £aut gegen ben 5?opf ju/ unb 
mit ber anbern sieget' man ben £afö auf bie entgeh 
gen gefejte ©eite ju» S(uf biefe QBeife fc&einet 
ber '§0/ gleicbfam als au$ einer ©djetbe, ober 
einem Futteral/ tjerüor&ufommen. SBenn matt 
ju bem $opf gefrmmen tjt , fo fahret man no# 

immer* 



föott 5ett föögcrm j 

immer fort/ bie $aut abrieben, um $#$M8 
tertJKÜ Der £irnfct>a(e ju entblöfen. 

tylan nimmt burd) t>ie untere Defnung be6 
■ftopfe* fcöö in ber £irnf$ale befi'nblic&e ©ebirn 
f)eraug, unb troefnet biefelbc mit t>cm 7 roaö man 
am erffrn beo bec |>anb 5«t^ a!^ Seinroanb/ 
ggerg je. ab, unb füllet bie gebaute £irnfd)ale 
mit calcinirtem unb ju <pufoer gemachtem ^liaun^ 
unb mit SSaumwotle ober SSBerg ou6» SJlan 
bringt fobann ben $opf unb bie ^)aut be$ 33os 
gelS wieber in ibre &age, inbem man ilm, ttermite 
teljr eines langen unb frarfen Soten^ (i. fßk. 
f. 2« $. 4. f. F. F.) jurücfyiebet, ben man mit 
einer Sftabel burx^ bie Olafenlöc^er beg S3oa,el$ 
iiefyenmuMe manüjm bie .jpaut f)erabnimmt 

Srcote tftfa t>en 35oge(n t>te £aut 

f)erab&uätef)em 

{JVie ntüotc 9(rt, ben 93ößem bie ^aut l)erab*u* 
*M jieben , ijr t>on ber erjren nur in 5lbft$t auf 
ben Ort, wo man ben ©c&nitt in bie |)aut 
ma#t, untertrieben, liefen (gefmitt ma$t 

21 4 matt 



8 grfieS £aptte!. 

man an bem 23aud)/ »on bem @nbe beg SSrufb 
beintf an, bis ju t>em Wintern, (i, ^af. i. fig.) 
Suerft t^ut man mit t»cr einen Jpanb bie gebern 
jur SKedjten unb jur Sinfen forgjdlttg weg, unb 
fo befommt man einen naefenben gletf t>on bet 
•£>aut/ mo man ben ©djnitt machen fanrt» 
9$an trennet fobann bie |>aut »on beoben Sei* 
ten btä an bie (gcbldgel ab, unb jtebet ftcb »or, 
ba§ man fte niebt jerreiffe« SBenn man ju tm 
(^cbldaeln gefommen ift, fo »erfaßt man bur#* 
auf eben fo, wie bei? ber erjten 5lrt. 

Sritte »tt, i>en $$öeln bit $otä 

l)er<*b$u$tel)ett* 

ßtf gjebt eine 9lrt oon Vögeln, bereit 55au^> 
V mit gebern,bie bidjt an einanber jmb/ unb 
mit ^flaumfebern berniafienbebetfetift, baß man 
Hfytt £aut »erberben würbe, wenn man ben 
(gc&nitt auf bem Sßaucfr machte. Sftan mu§ 
ibn auf bem SKucfen ma(ben, unb befldnbig 
bie Stbern jur SKedtfen unbjur ftnfen auf bie 
<^eite tbun, bamit man fte, wenn man be« 
©c&nitt ma#t, nie&t serfefcneibe. 



2Jon btn Sßogelm 9 

<£$ ijl au<fr.(>ier woct) anjumerfen, ba§ /Nenn 
man t>ie langen Gebern , welche tic äufitrßett 
jtnb, auf bie ©eile g,etl)an bat, ftct> oft nod) 
*pflaumfebern jtnben , wtlfye bie £aut wiebet 
bebccfen. SÖUn fann fte obne ©chatten au& 
rupfen, bannt man bie blofe £<mtöot: ftc&babe, 

&ie SSßgel, benen bie #aut ben bem 9Wen 
mu§ abgeben werben, jtnb alle @nten, $rucf? 
eilten, ( Sarcelles, jCBdnfe, ©c&manen, <2Baf* 
ferpelicant(grands-goficrs,) bd ift, alleSBafc 
feuoogel, 

£>a biefe SSogel einen fc^r groflen $epf ba* 
ben, .C.3.. ;$«f. fig- B.) fo barfman, benote* 
fcung ber #aut t>on bem £afg, nic&t b$ an ben 
<£opf fommen, fonbern man mu§ ein ©ttitf oon 
bem £a(ä baran lafien, fonjl nmtbe man t>te 
£aut jemijTen. Wlan macbt eine Defnung att 
bem obern $bfil beS ©aumenS, txrmittclfl mb 
$er man ju bem ©ebirn fommen fan. £D?a» 
nimmt fobann t)tö @)<birn berauä, fo t>iel nur 

5t 5 mö> 



* €vm ffapfteL 

fträglicl) ijr, unb t|)ut burcfc t»ic ndmlt'4>c .Cef* 
«ung calcinirten SHaun unb Dampfer in bat 
Snmre t>er Jäirnjc&aie. @6 wirb nicfct mäglid) 
feij>h / bie $autbeg |>aljcöburc^ ben ©cfonabel 
turefo auffüllen: man muß folc^eö auf ber 
(gdte »on bem S^ern be$ $örper£ tt)un« 

<2Ba$ l)ter »on bem J?opf ber (Snten unb an* 
fccrer 936gel »on ber nämlichen ©attung gefagt 
»orten ijr / btö mu§aucb bnj bem $>apageuett 
imb bety allen Vögeln beobachtet werben, bie et* 
tien fel)r groffen ßopf l)aben. Sttan mag einem 
SSogel bie «£)aut absieben, auf welche 9lrt man 
wd/fö ifÜcd gut/ rcenn man jn>i(d)en ba6 Sleifcfc 
tmb bie |)aut ; fo wie man jle wn einanber tren? 
nrt / @tü<f e »on feiner Seinroanb legt, bamit Ut 
$Mrit ober baß Seit bie Sebern nic&t »erberben 
ft'nrten. Unb wenn man ben (gdjm'tt macfjtf 
$ mu§ man ftcfc I)üteh, U$ man U$ gleifcj) be$ 
S3au$e$ ntcbt »Ott einanber f#nerbe, bieroeil 
ritebann bie ©ngeweibe f)erau$gel)en tmb alle ge* 
$ef ri unrein machen mürben. 

SBenn 



SBenn bie £aut »on bem QSogcI fyxnbQWs 
01 iff , fo mußman fegen, ob fein gett baran 
j)a'nat* gurtet jt$ eines baran, fo mug man 
fucfyen/fo siel, al^ mßglid;/ batjon megjubringetf J 
intern man Paffefbtmit einem fdjncibenben 3«* 
jlrument beputfam abfc^öbt; tm& man mu§ ftd) 
^uten/tag man ni$t ju fefyr barauf brucfe, in* 
bem man fonjt tie |)aut serfdweiben tonnte, 
£)aS gett, fo an ben ©c^Idge!n r anben Slugeln, 
unb an bem 2(nfa$ bei ^alfeffft, wirb fi$ leid^ 
hc& mit ben Sinjem roegne&men laffen. 9)2an 
betreuet fobann bie Jpaut inwcnbia, mit calcinic* 
tem unbju <Pufoer gemaltem SHaun, rooju man 
nocfc anbete ^uJwrJ&un fann, bie einen ihrlen? 
«nbburc|)bringenben©eruc^ t)on füftgcben. Sum 
(s^empt, in America unb in allen Reifen Sdnbert^ 
fann man ft# to$..€^fcfufle$ (piment) bebiV 
nen. Slber ber dampfet ifr unter, allen SRats? 
rienbiejeni^^ 

^SÖtan fopft fbbaw ben $m mit we«Wf f 
SRatetieK/ <atf Baumwolle, Sßerg $c. <m$. Sföait 

tf)Ut 



iä €r(feg gapittl 

t&ut fie nu bem ©c^nabel hinein unb (triebt jte 
mit einem ©täbgen burd). Sttan mu§ Sichtung 
geben , fca§ man ntdjt ju viel binein bringe, bamit 
man bie Jpaut nic^t alljufebr auäfpanne unb ta* 
mit ber £>al$ bie nämlicfce Söicfe behalte, bie er 
»pn Ü?atur f)atte. 

£er leere ?Kaumbe§Ä6rpergtt)trbau^(4.?:af. 
fig.'A. unb B.) mit ben nämlic&en Materien auP 
gefallet , wenn man btö §ett unb U$ §Ui\ü) mit 
einer @#eere »on bem @tei§ roeggefebnitten bat» 
SRan muß fici) wfeljen, ba§ man niefct $u febr 
!)ineinfc&neibe, inbem fonjt bi« €5(&wanjfebcm 
fyrauSgeben würben, unb man mu§ ben ©teijj 
mit calcinirtem^llaun re^t reiben» 

hierauf mu§ man bie 2tugen t)er ausnehmen, 
welkes mit einer ©c&eert, einer Stabel, einem 
(gtilet ober einem anbern fpify'gen Snffrument 
gef$ej)en farnn Sftan mujj ben biefer SSerricfc* 
Jung bie S3orft$t gebrauten, ba§ man US 2lug, 
f» man l)erau$ne&men i will, unter |tc& fd)ro 
fcamit, menn e$ allenfalls jerberiht,bie$ebertt 

an 



Söbtt'&ett föögettu % 

ölt bem S?opfe ni$t baburcfc na§ ober unrein #• 
machst tuertem $hn füllt ben leeren fKaum mit 
SSaumroolle ober antern weisen Materien au$, 
tmb nimmt barju ni«t>t mebr, aU t)in!äuglic& iff, 
um ba^ 2!ug &«9 feiner natürlichen Sorm -ju er* 
galten; unb man mu§ (6. $af* 2. %) bie %v& 
gemuimper mit einem fleinen ßneip&a'nglein (b.) 
in bie #öt)e &ief)en/ bamit man ftc nic^t &erreiffe/ 
no$ mit ber Baumwolle t)inein {4}iebe, 

dbe man bie klugen &erau$ nimmt, mujj man 
ii)re $arbe genau betrachten unb bemerfen, unb 
in ber Ofrictjrictyt, fo man ben ^naren, bie matt 
überlieft; beulegt, Reibung bauen tf)un. SMefe 
93orfu$t ift notforoenbig: benn tuenn man bie 
SSögel auffallet, (0 föt Afjfij 2(ugcn »Ott 
©r^melj an bie Stelle i&rer natürlichen* SSmn 
man jtety bie Sftüf)« nehmen wollte, an jtatt ei* 
ner blofen 9?a$ri$t »on ber garbe ber %\& 
gen, eine naefc ber Sftatur mit Sarben Aber* 
fleioete Segnung &u uberfc&iefen, jo fönnte 

*et 



ber ©cfcmeläarbeiter fte mel üollfornmener nad) 



Sttan tbut enblicfc in ten @cbnabel bie nämüV 
$en9>ufoer, welche man &u bem Körper ge* 
brauet bat; unb ttermitteljt beg bureb tte 9?as 
fenföcber offenen gabeng/ t>en man etlichemal 
umben ©dmabel berumroicfeln mu§ / fann man 
benfelben gefcbIoj[en abalten. 

SSBenn biefeg gegeben, fo umroicfelt man tk 
alfo auSgeftopfte £aut mit einer $$inbe t>im 
Seinroanb, (4. $af. fig. C.) unb fangt bep bem 
.Stopf an. CDcan mu§, bep bem Umnricfeln, $cbt 
geben/ $a§ man bic gebern biebt sufammen unb 
in ibre natürliche £age bringe, bamit fte ni$t 
rücfroärts gefebrt werben. Sttan maebt fobann 
bie SSinbc, mit einem »erfcbiebenemale berumge* 
münbenen gaben, »e|fe. SSßenn bie £aute nun 
fo auSgefüflet unb mol)l eingeroicfelt ftnb, fo ifr 
mtf mebr übrig/ als \>a§ man fte aueb gut ein* 
pacte. Unbmanmugbarauffeben,ba§bie:Sftjto 
tt J fceh&e|iefommen folleft/ lange genug fe?, U* 

» mit 



93ott fcen Söogeln. ^5 

mit t>ic Q36gel i^rcr DÖHigen gdnge nad) barinoeft 
au^gHlcecft liegen fönnen/ ebne ta§ e& nötl)ia/ifr, 
jte jufammen ju fdjieben/ un& olme t>a§ jte (t# 
an ben @nben anreiben fönnen. 

«Jftan macfct ben Anfang mit einer ?age »Ott 
weiter Materie, <$ feonun SSaumroolIe, Arg, 
red)t trocfeneö unb &orl)er gerodflerteg Wim* 
graö/ ober recfyt trocfeneS $)}oo$ je. hierauf 
f ommt fobann eine Sage t>on Söogeln , unt) matt 
füllet bte $ifre gor atö, inbem man ben Anfang 
unt) t»a^ Crnbe mit meinen Materien madjt 

^an mu§ Materien , bie einen ffarfen un& 
burctybringenben ©erucfc Ijaben, an wfcfciebenett 
Orten in ber $ifte auSßreuen. s Vlan f ann bier* 
HU ©dnfefujj, (piment,) Dampfer, ober <2Berg 
unb 33aumroou"e/ fo in ^erpentineffenj getrdnft 
roorben, gebrauc&en. S98e«n man fu$ biejel 
legten SJlittefö bebienet/ fo mu§ man Planung $e# 
ben/ ba§ man bie 35aumrooUe ober anbere mit 
Serpentin angefeuchtete Materien fo legt/ fca§ 
fic bie £dute ber SQogel ni$t unmittelbar beru^ 

reis 



i6 @ff?e$ gapittl 

tett f önnen : benn t)ie (Sffcnj würbe bte gebern 
»erberben, unb, wenn fte trocfen würbe, jte mit 
einer 2(rt oon 3irni§ überjie^en. 

SSBenn bie Äifle mit il)rem 2)ecfei jugemacbt 
-jft, fo mu§ man auf alle gugen Idnglic^te @tü* 
cfe oon Rapier ober Üeinwanb leimen ; unb man 
muß entweber ©dnfefufj, ober Qtoloquinten, ober 
anbere bittere unb fd)arfe Materien unter bem 
?eim tlwn, bamit ttai Ungejiefer abgehalten 
werbe« 

3ftan Idffct fobann bie ßifre mit $eer überdies 
\)m, unb fd?Iägt fte in eine grobe &inwanb ein, 
bie man wieberum ein? ober jroeomal mit $eer 
ubirjie^en mu§» £ierburd) bleiben tk ©acljen, 
fo in ben Giften jtnb , »or ber Seucfctigfeit »er? 
mabrt, jte mögen nun &u 2anb ober su Gaffer 
»erfcfcicft werben; unb biefe SSorftc&t foll man 
betonen Giften, bie man oerfc&icft, gebrauten, 
maö für Materien aucfc barinnen fegn mögen» 



Stott 



$Scn Gert ^ögcltt. 17 

■3?oii-Der fMrtitomfßttit f (einen 



ftatt fein ten f leinen Vögeln t>ie «Oaut ab&ie# 
** ^ f)en unb jte &ureci)t matten .'wie bie großen. 
9lm muß fnäti gröffere SCörflebt anwenben, ba^ 
mit man ifjre iptft nic^t greife, irtbem biefelbe 
jdrter ift <5$ ift ein grofier Söort&eil babei^, 
wetin man fte mit abgezogener £aut oerfc&icft, 
(nbem fte leichter in il)rer natürlichen Sorm wie# 
ber aufhellen fmb. 

<2Benn man |dö bie Sftü&e niefct nehmen ttrifl, 
ignen bie .$>aut abju&iei)en> fo mu§ man fte auf 
folgenbe 5lrt ^bereitem guerfl tbut man toi 
jgebern. an bem 33au$ auf bie (Seite, afö wen« 
man bie £aut abjieljen wollte, ©obann brueft 
man mit bem ^Daumen ober bem 3 c t0ejmger bw 
Körper über ber Sörujt; (5.$* n %•) l)ier* 
bur# werben \)ii Singeweibe gegen ben Wintern 
$u getrieben beo welchem man mit einer @c&eere ei* 
nen ©c&mttmac&t, ber gro§ genug ifr, baj$ matt 
bie in bem Körper bejmblicfye ®ebarme unb (Sin* 

25 gewei* 



18 <£rfteS gTapitcU 

geweibe leufylicjj l)erau$jiel)en f ann. SOton leb» 
rct bcn Körper unter fid)/ unb jiel)et mit 
einem 6täbgen, otcr nod) befier, mit einem 
^neipjdnglein A. (5. gaf. 2. fig.) aUeS, wa$ 
(Singeweibe ijt ; berauS, unb giebt babe» Sichtung/ 
ta§ bie $tbern ba»on entfernt bleiben, bamit jtc 
nic^t unrein gemalt werben. 

*2Senn baö (Singcrocibc aug bem Q3aud) bers 
aufgenommen ijt, fo ftyiebt man ein wenig 2ein* 
wanö/ Baumwolle ober SBerg hinein/ um fyn 
rccfet abjutrocfnem $tan jiebet foldjeS fobann 
wieber fcera uS ■, unb ftecft einen Ringer itr t)cn 
Körper be$ 93ogel$, mitwelcbem manben 55aud) 
be3 SSogelg jlarf auf einem Sifcfc brücfet, um 
fett 33rujtbein &u serquetfcben, welc&efl/ wenn 
man biefe 93orjlcfet nid)t gebrauste, bei) bem 
SlaiffteUen be$ S3ogetö, fcfcneibenb unb unfortw 
li$ fei)tt würbe. SBenn U$ QSrujrbein jers 
quetfcbtift, fo siebet man ben Singer wieber ber* 
auö unb füllet ben Körper mit 33aumwolfe> 
SBerg x* au$, weldjeä man, wrmitteljt eineS 

@tabgen$ a (6. $$% fig.) bineinfc&ieben ürib 

äufam; 



$3on bm $8c0n. 19 

sufrmmen tfopfen fann, bamit bet 93ogel feine 
natürliche ©eflalt behalte, (gobann tfid)t man/ 
iä&& ber in bem SBorf)frgel)enben gegebenen 9(n* 
weifung, t»ie kugelt fyeraug, .unb ummicfelt ben 
£*ogel mit einer SSinbe oon teinwanb, auf eben 
bie Sfrt, wie mir oben erfldret Ijaben, ta oon bett 
abgezogenen unb auSgefropften Vögeln bie Ofebe 
war. 5)a aber tag $leif$, welcbeö man nic&t 
weggenommen |df| unfehlbar faulen würbe ; fo 
ijr notfjwenbig, ba§ man ben SSogel in ein ©e* 
fd§ legt 7 fo mit einer geizigen fliegen Materie 
angefüllet ijh (*) 

<2Benn man in bem 5anbe Sßembranbroeüt 
baben fann / fo bebient man jtcf) befielben» 3ft 
©eutfefchnb unb in ben mitternächtlichen Unv 
bem fann man ^ornbranbwein nehmen ; in £>ffo 
^nbien gebraucht man SKaque , weldjeS ein 9?et& 
branbwein ijr; (tit @f)inefer nennen ij)n fäng- 
thou; in America nimmt man guefetbranb* 
wein ,berd5mlötoe ober Maffia genennet wirb. 
93 2 28emt 

O 3Me abgezogenen -5aute bet $6aeüegt man in feine 
fleißige flöliac S0?atertr. £)er ©riinö fcdt>©n tjt 
lei*t einuifenen. 



20 €vfte6 gapiteU 

3Genn bie 33ögel eine gcitlang in bem 25ranbs 
mein gemefen fmb, fe »ertaubt berfelbt jum 
$I)eil , wie leicht ju eradjten , unb wirb burd) t>ic 
S3ermifä)ung bcö Q3luteg unb be$ §ette$./ fo er 
0td bem Körper ber Spiere Ijerauege&ogen, ge* 
if$n>dcbet* SOZan mu(j baf)er biefe etfte Wateric 
•jüegfc&utten, unb roenigfrenö no$ einmal frifdjen 
SSranbnsein nehmen/ el)e man bie ©efdfie über 
gdjjgm öäüig sujcfjlitjjt, um fte ju »erfc^iefem 

.'-■■■■ 

-■<?$ ifr In'erbeö no$ ju erinnern/ bagber pure 
SSBeingeijt nidjt barf gebraucht werben ; benn er 
würbe bie Spiere/ tk man barinnen aufbebalten 
wallte, frumm unb ungejtalt machen, <2Bf nn 
man olfo nichts , atö^Beingeift, bat, fo muß man 
i\)ti mit einer geroiflen Quantität Raffers febrod* 
eben. SDie (Srfabrung tjat geleitet, bajj biefeS 
bie befte ^Proportion ijt, wenn man imeV'Brits 
tel SBaffer unb ein ©rittet *2Betngetfl nimmt : 
biefeä ifl bepldufüg \)k orbentlicfye Proportion 
bt& guten 35ranbwein$. 9)jan mu§ nebjf \>\<s 
fem auefc in biefen SSranbroein eine siemlut grofc 

fe 



SSott Den Söogcfn. 21 

fe Quantität sott calcinirtem Sllaun werfen; 
welker m'eletf jur @rl>altung aller ber bineinge* 
legten ©incje beitragt. SEBal wir bier »on bem 
SSranbwein gefagt baben, ftnbet nicbt nur beo 
ben Sßögeln ftatt/ fonbern aud) beo allen an* 
bern SDingen, bie man barinnen erbalten famv 

3Benn Vit ©efd§e wn jerbrec&licfcer Materie/ 
als tyon, ®la$ :c. ftnb/ fo mujjman fte fo ein* 
yatfen,ba§ jte in ben Stuften, mweldjeftefomnwv 
nicfct bin unb ber geworfen werben fönnen. 

3nben 2dnbern, wo man $orf surgujropf* 
fung ber ©efdffe baben fann, wirb man we$ 
tbun, wenn man folgen allen anbern Materien 
»Orabet, unb man mu§ jtcb in jebem Sanbe folss 
d)er Materien bebienen, welche am tauglidjften 
ftnb, bie ©teile bejfelben / wenn man ndmlicfc U\t 
nen baben fann, juetfeijen. 

SBenn man ©npg befommen fann, fo foH 
man bawn über bcn ©töpfel, jween flarfe Sin* 
fler bicf / ausbreiten. 2Benn ber ©op$ f)art ge* 
warben ijt, fobebecft man Um mit einem leinenen 

25 3 Um* 



W €r|tc* gTapttcT. 

Umfe&Iag, fcett man mit Sßinbfaben ober atitetn 
(forfem §aben jubinbet, 

3n Ermangelung be$ ®npfeg tft eine QSermic 
fcjjung t>on 2Bac^^ unb oon £arj fef)r bienliri), 
um ju »et&inbern, bn§ bie flugige Materie nic^t 
aus i&rem ©efa§ l)erau$r innen fann. Wan 
fannfid) aud) mit gutem Erfolg einer ftittebe* 
bienen / \>it mit ungelöstem unb wof)l ju *Puk 
»er geftofienem ßalf gemadjt wirb/ ben man mit 
gucferforup, ber in Oft ? ^töim 3atjre genen* 
net wirb, einrühret» Sttan fann aucfc f$le$; 
terbtngg eine SSlafe nehmen, wenn man nicfrtg 
befiereä f)at. 

SBenn man nidjtSfögel genug l)at/ um bie ®e* 
fd(Te unb ga§gen anzufüllen/ fo mu§ man fte 
Dollenbg gar mit fBaumwolle ober 9Berg w& 
füllen, bamit nichts »Ott bem,fo barinmn ijt, 
auf irgenb eine 2lrt t)in unb l)er geworfen werben 
fönne» 

3Ba$ l)ier von ben Söögeln iff gefagt worbtn, 
ba§ fabet aud) ©tatt beö ben merfüfjigen unb 

frie* 



93©tt t>m ?R6öeltt. 23 

friec^etibcn gieren, bei? ben 3nf«tctt unb ben 
grüßten, bie man in ©efafjen »ollflügigerStta* 
tetie »erfcjjitfet. 

(Eme andere %xt, asdgel an Orte/ t>ie 

nic&t flar jpctt entlegen jtnfy $u t>erfcl)t* 

cfen. 

>enn bie SSogel an einem Ort/ ber nidtf Jon* 
berlic& weit entlegen ift, »erliefet roer* 
ben, fo fann man ber Sttübe, i^nen tk #aut cfot 
juäieben / m§lei$enauc!) / fte in geijtigen ftäjiigen 
SRaterien $u »evfc&itfen, überhoben fet)rt. (53 
i# genug, wenn man jte naefr folgender $htl)übe 
jubereitet. 

S0?an nimmt er|Hid) bie Singeroeibe &erau$, 
ipie bep ben f leinen Söogcltty unb jlopfet (te au<& 
eben fo aus. SÄan umwitfelt fte fobann mit 
£eim»anb, wie oben atige&eiget rootben, unb legt 
(!e gleicfc barauf in ben fldrffJen 55ranbnmn, in 
welken man twberSllaun unb dampfet tljutt 
mufj. SEBenn bie Söogel »ierjefm Sage in Um 
SBranbwein gewefm unb bawn redjt burtfcbrun* 

?6 4 fi*n 



»4 SrjteS gcipM. 

gen flnb, fo pacft man ftc in eine ©cbadjtel, be* 
ren S&eile ftcfr genau fetjlieflfen, unb beobachtet 
übrigens nod) biefeg babey, ba§. man ;tt>ecbfel$* 
weis eine Jage weiter Materien / unb fobann 
eine Jage t>on 33ögeln macfct; unb in ber ßifh 
Cöänfefu§ ober Kämpfer auebreitet/ unb alle bie 
SBorftcfct, bit f$on angezeigt werben , gebraucht/ 
«m bie Jtifren einüuft^Iagen unb ju machen, \>a$ 
(te in gutem Sujranbe anlangen. 

-''.■•: 

■v ■ . : . 

QBenn man jleO , in Ermangelung ber 33aums- 
wolle ober beä SBergg, eineä SföoofeS bebienen 
will, fo mu§ man folc^es ioorf)er eine Jeitlang in 
einem Söacfofen baben liegen lafien, um e$ aufo 
jutroefnen unb bie Sm'ecteneoer, fo baran fepn 
Jönnteti, ju' »erberben. (&$ ijt triebt ju ermefien, 
ba§ bie £ü)e be$ 33acfofen$ titelt fo jtarf feg« 
tarf/ ba§ t>aö 9ttoo$ verbrenne. 

3Benn man 9#eergra$ nimmt, fo muf? matt 
i&m »ort>er , ebe man e$ gebraucht; in füfiem 
SEBafier \>a$ @alj benehmen unb el&ernacb reefct 
troefen werben laflfen. £)enn o&ne biefe 23or* 

ftc&t 



SÖott fcett 556öeltt. i$ 

(xdbt würbe t$ befldntig feucht bleibe« i meübaS 
SJleerfalj aflejeiteine ölicbt* Materie beg ftdjbäT, 
meiere bie geuc&tigfeit beruft an ju$ iie&et; uttl 
»ag man mit einem folgen Stteergrag einpaßt! 
würbe, H$ mürbe uerfault anfammen. 

35on i>en S^etu 

enu man (gger »erfc&itfen tm'll, fo macfyt 
man an jebem €nbe ein fleineS £oc& ; Wt 
bann fann man entweber burc^ ©Rütteln/ ober 
burcfy @au§en, alle*/ mag barinnen ift, beraub 
bringen, unb bic ©cfcale, o&ne ©efafor , in eitf|| 
@$a$tclmit SSaumwolle/ ^erg/^Weergraj^ 
äleije, ©dgjpänen, Sfteigjlro!) / ober anbern linj? 
ben Materien, »erliefen. 

3Benn man ©dgfpäne, @taub »on faulen* 
^oIj ; tKei^ro^ ic. gebrauebt/ fo muß man auf 
alle Sugen ber itijten lange ©tücf e »on $apie* 
ober Seinwanb leimen, bamit tiefe Sttatewn ni4kf 
herausfallen föttnen,tt>cJc&e$/ o&ne bie crfl «ige* 
Seigte&oriubt, unoermeiblitö fcon mürbe» 

S3 s SBenn 



a6 €rjfe6 Stopftet*' 

2Benn man <§»er »erfd;icfen null, um fte na$ 
iljrtr SCttftinft ausbrüten $u laffen, fo (tct>ct man 
tuo&l ein/ baJbaS <£o nufy leer fepn barf» Um 
nun aber ju öerbinbern,ba§ U& Sftmoenbige 
nißtuerberbey fomu§ man folgenbe, »on bem 
£errn t>on SKeaumur angezeigte ©tücfe, beobaefc* 
ten* Sffienn man (Summt ? 2atf bot , roeldjeä in 
Snbien gemein ijr, ober @iegeta>ac&$, fo bat>on 
gemacht tfr, fo legt man bie je Materien in reefot 
reinen 2$emget(i unb jertäji fte barinnen, um ei* 
nen girni§ barauS ju machen , mit welchem man 
fafj (S.» auf bag genauere überlebet, obne einen 
glecf &u tafjen , ber tii^jt mit girni§ bebeef t mare« 
59lan raieber()olt biefe Verrichtung jwe» ober 
breomal. 

cjßenn man fein ©ummUJöcf ober ©iegete 
ttä# Mf! fö tunft man ben Singer in.0cl ober 
in gett ein /unb bejtreic&t bamit btößt) ju wie* 
RfiKWeri malen / unb giebt taUr^ Stiftung, ha§ 
JriaÄ überall, unb jwar etlichemal/ ftnfomme, 
JA bie Swifcftnraumlein ber ©cfttlerecft ge* 
«au serftopft, unb bie 2lu$bun(hmg befien, fo 

barin^ 



fÖctt t>ett 956 geht. 27 

barinnen ift, üeri)inbert werbe ; roel$e$ ber <§nb^ 
git>ec€ ifr, ben man ju erreichen fu$t. 

SBenn alle (5$r mit §irnig überjfrufytt fmb], 
foyaeftman jte forgfdltig in weiche Sftaterieri; 
bie in Oel ober gett getrdnfet jtnb, ober man 
$ut jtein ein ®efd§ ober §ä§a,en, in weldjegmatj 
eine 2jcrmifd)ung Don Oel unb 5Ba$$ laufen 
jäfiet, beren £>i£e niefct fo flarf fcpn barf, bajj 
tbie @«er barinnen fieben ober »erberbt werben; 
welches man wirb werfen fonnen, wenn man 
ben ginger hinein jfrtft. SSBenn ber Ringer t>je 
Marine ber oermifc&ten SDJaterien roobl auefle* 
l)en fann, fo fann man felbige o&ne ©efafor (jiijf 
fte £»er giefien» 

35on M iRejten. 

/£$ giebt SSogclneirer, welche ber Sfteubegierbe 
^- feljr würbig fmb. Sttan fann jte of)ne »iele 
S8or(t$t verliefen. <5* ifr genug, wenn man 
bäS Ungeziefer umbringt, inbem man bie Sttefj« 
in einen Reifen *Wid oftn fe$t, unb jte aJfoglei<$ 
in fcinwanb witfelt. Solan mu§ (te fo einpacken, 



28 €rffeS gaptteU 

fca§ fte unterwegs flicht f önnen jcrfroffen werben, 
unb manmujj Materien ,t>tc einen ftatfm ©erucfc 
geben/ in bie Äitfe legen , unb jte t>on aufien mit 
$eer überleben Iaffen, wenn jte jugemac&t ifh 

SSJlan mujj, fo oiel e$ m&gli# ijt, ben 93ö# 
fleln eine SKacfyricfct belegen, welche bie 9lnmerü 
f ungcn, bie man über fte gemacht , enthalt. Sftan 
mu§ nämlicb anseigen, ob biefe ober jene %t in 
fcem l ? anbe nur burcbjtebet ober ibren orbentli* 
<$en Sfufentbält barinnen bat; ferner/ bie %lafc 
tung/ welche ber 93ogel ju (t$ nimmt/ ben ort, 
wo er feine ^o&nung bat, bie SSdiime, auf weis 
c&eer j!$ fe^t; ob er bie ©ümpfc, tit SBälber, 
fcie $lüffe *c fucfct. SOton mu§ aud> melben, in 
welker 3abr«i«irer(tc&- am bauffigjlen feben 
Jdffet/Unb ob er sur@peifeberSJlenfcbenbienet)e. 
(golcbe unb bergleicfcen (Srlduterungen werben 
<m$ nicbt minber nüjlic& feon be» ben anbern (Bat* 
tungen »on gieren unb ©efc&öpfen wn aller* 
|anb %tt, »on benen in ben folgehben Sapiteln 
wirb gerebet werben* 

Crflfc 



?*&■ 2$ 



Tah.I, 





, J)uran.CL u<la . 



Jy€.StLgmcmn Jecii d gcci«).jfor;\ 



grftärmtg&erl.Ä.afeL 
$on \>m 3>6gdiK 

C\ie erjfc §igur gellet einen Söogel tjoiv in 
"^ beflen £aut man einen ©$nitt gemacht 
bat, na* ber jrooten Sftettjofce, tun man ndmlicfc 
bei) bem 23rujlbein anfangt« 9ftan ftef)et fcabey 
bie Sage betr -fxinbe, fo rool derjenigen 7 welche 
tie Sebern auf t)ie ©eite t^uty afö äudb ber, mit 
welcher man t>a^ ^njfaument ^ält^ beffen SKicfc;* 
tung man jtel)et. 

F F. ijl ein langer tmb (Jarfer gaben, ben matt 
burcfcbie 0^afenlöd?er gebogen $##, bamit matt 
ben jfopf wietier beroorjie&en fann, ber in bec 
£aut be$ £aife£ fteef t, meiere man Ivat umlege« 
müfen; um ben Stogel oöüig abjujieben. 

SDie 2. gigur ffollet einen 93ogei t>or/ anfcem 
man angefangen bat/ bie £>aut »on bem §(rif$ 
ab^ufonbern. $Jton flehet/ rote manben@c&l<fe 
gel aug betraut/ bte ilm umgiebt, berauSbrütgt/ 
inbem man ibn gegen ben Körper ju (cbiebt, um 
il>n an bem mit X bejejc&neten ©efenfe abjtttöfen.'. 

<£rf W 



3o <£rfte$ gTttpitcU 

©tftäruttg fcer tu £afel. 

<JNie 3* Sigur ftellet einen $l)eil »on bem ßßr* 
^ per eineä SEogelS t>or, beften gebern man 
ni$t gejeic&net bat, um t>tc Sftütje ju erfpat)rcn/ 
unb an bem man einen ©$!ägel fielet/ ben eine 
Jpanb l)dlt. £>a$ bünne S>etn erfdjeinet blo$ y 
raeil man mit ber anbern £anb bag Sleijty mit 
ber ©(fceere be$ 3"fftumentg baoon abfd;abt. 

£)ie 4» gigur jf eilet einen Söogel oor , t>on bcjV 
fen (gcfclägel bie Jpaut jtyon abgezogen itf , unb 
beffen Slügelbein bloß uor klugen liegt ; unb man 
jteljet baran bat ©elenfe A, an meinem man 
ben glügel öon bem Körper abtöfet, 

F F iji bei* ndmüdje gaben, ber in ber erfren 
gigur ber wr|)ergel)enben $afel angezeigt ifrj unb 
ber ba&u bienet, U§ man ben unter ber .£)aut be$- 
#alfe$ jfecfenben ßopf J)eröorjie^en fann. 

: SMe 5. Sigur {teilet ben Körper be$ SSogelg 
ftr»or,tmeer iflnacfcbem man il)n abgezogen unb 
fcietjöllig äanje Jpaut baöon abgefonbert t)at. 
SRan flehet in A, an welkem «Orte bie ©c&ld* 

flel 



I 



A 






'^4^ f ^^^^^'*' 



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pa$. $£■ 



Wftef» 



Tmi II 




93on bei* Sßogefö. 3t 

gel oon fcem ßöryer ßnb abgenommen worben ; 
3n B jiebet man / wo bie Slügel ftnb abgelöfet 
roovfcen; unb in C fnbct man bcn Ort, roo ber 
Sbeil be$ $opfeg, beran ber fiaui geblieben, »Ott 
bem £alfe ift abbrennet werben. 






SDie jwo Linien DE, DF, bie auf bem äörper 
jhrf auggebrucft (mb, unb bie einen ^BinfelauS* 
macben, b#n ©piije ober Dbertbeü D tfc& att 
bem Untertbcil be$ 33aud)S beftnbet, neigen bie 
giige ber jroeen ©cbnitte an, bie man in bie #aut 
macben mut, um bie 93ögel nad) ber erflcn Sfrt, 
bie in biefer Slnnmfung ijt an bie £)anb gegeben 
roorben, abrieben. 

SDic tf.Ügur jf eilet ben Äopf .wr, ber «n 
bem iKejte ber #aut banget/ wow'n nur ein 
$b*il P ftbmifl. Sftan ftebet fcahep, roie weit 
W 4)aut umgelegt werben ijr j ingleidjen aucfc bfe 
Defnung, roelcb? burcb ben (Schnitt an ber 4>irtt* 
febale ijr gemalt roorben. 3>urd) biefe öefaunfc 
nimmt man bat ©ebirn &erau$. 5>iefe pw kü 
tern Siguren batten, ber natürlichst Orbnun$ 



3* €r|fe$ gapittl 

pn$, nacfc benen »on ber 3. ^Tafel fommen 

©fläruttg fcer 3* Srafel» 
<!jvie Sigur A jrellet einen 93ogel wr, bcflfcn 
^ #aut f$on »on bem Körper abgefont-crt 
iff, fo wie aud) bie glügel unb feie ©djIdgeU 
9ttan.(lel)et, wie bie £aut umgelegt unt) ber £alö 
abgezogen wirb/ inbem man ben Körper gegen 
bie ©eite ju jie&et, wel<$)e Derjenigen/ gegen wefc 
^e man bie £>aut umlegt, entgegen flehet tylan 
fte&et audjböbeobie Slügel unb ben @c&wan$. 

£)ie Sigur B ift ber £aB einer $nte* Wm 
wirb leicht abnehmen fönnett / fa% ber tfopf, 
na$ Proportion beg^alfeg, fefor gro§ ift, unb 
ba§ man folglich, beo 2lbjief)ung be$ 93oge!$, 
Ül nid)t t>er fußen barf , bie |>aut bi$ an ben Ort, 
wo ßcb ber £opf mit bem £als »ereiniget, ums 
itflegnt) bieweil man fonjt biefelbe jerreiffen wür* 
br> wc in ber $nweifung f«&on ift gebaut 
würbet?. 

Äflfc 



Tal. ffl. 




••'";>•-• r';J. : z ,_. 



pag. 32 ' 



Wgef. 



• Tai.W. 




T>wrarw OcL 



JJ(I S*(yrn.arnL t f*:ik Jhr'itntjt 



93ott t>ett Söö^elm 33 

(grfiarung fcer 4. £afel* 
<J\ie gigur A fallet bie abgegogene Jpaut eine* 
^P. SSogelS cor , welche mit Baumwolle ober 
anbern Iinben Sttaterien auSgefütlet ijr,bamit jie 
nid?t aWeljr einfebrumpfe, £)iefe bier ift oon 
einem Söogel/ an welkem man ben ©c&nitt an 
bem <5nbe beä SSruftbeinS angefangen, unb/ ber 
Sdngena^, bis ju bem |) intern fortgefüf)r et &at. 
©er 5lugenf<fyein geiget, bajj ber $opf, Ut $lfo 
gel, t)it ©cfcldgel unb tk SSeine an bem SKefte ber 
#aut jlnö gelaffert würben. 

2)ie Siaur B ijt bie Jpaut eineS &ÖÄ ber 
naefobererffen 5lrt abgezogen werben, ba ttdmlic^ 
bk jween in bie ^>aut gemachten ©ebnitte ben 
bem ^intern ben Anfang baben , unb ftc& fobamt 
in (Seitenlinien tjoneinanber entfernen, unb bi& 
an ben ©tumpf ber glügel geben. £)ie Jpaut 
seigt ju& aud) in tiefer gigur, wie fte mit 
Baumwolle aulgejtopft ijh 

©ie Sigur C freuet tit #aut eine« 93ogel$ 
Mt/ bie mit einer leinenen 35inbe umroicfelt unb 
iura ©npaefen bereitet ijf. 

I (ivtlfc 



sv 



34 €r(?eg gTapttcU 

gpfräg i>er ?♦ Safef* 
k ie i. gigur gellet einen f leinen 33ogel vor. 
Solan fu&et, roie man mit bem ^Daumen 
unb bem 3*to*fa8cr &<n Körper, an bem (Snbe 
fcer 25ruft, brücfet, um bie (Singeroeibe gegen Un 
Jpintern ju ju treiben. 2Wan jte()et au$ , wie bie 
gebern auf bie ©eite get&an finb, unb mit ber 
®$eerebet <Sd;nitt gemacht wirb, um bie Sin? 
$ewjbc Jerau* ju nehmen. . 

S)ie 2. Sigur f^ellct ben nämlic&en SQogel »or, 
beffenjöaud) unter jtd) gef e&ret ift , bamit man 
bie (Singemeibe l)erau^ml)men lönne/ otme bie 
^ebern unrein $u machen. OTan bebient jtc^ 
l)ter&u eine* fleinen SfrteipjängleinS A. 

©Störung fcer 6. £afel, 

g\ie i»S«gur pellet einen S3ogel »or, teflen 
iSr (Singeweibe herausgenommen jtnb, unb 
befien Snnroenbigeä man mit ber einen Jpanb, 
&ur$ Jpülfe eines ©täbgens ä,:mit: Baumwolle 
ausfüllet , unb mit beranbern, »ermittelt eine« 
$neipj<inglem$ b, ^it £aut in tot «Dp^ Ji^et. 

SDic 



f>aa> 3 4 * 



Tfto.qeC. 



Tab. V. 




Ij/Arcuwöel # 



J.Ji.Oeliamann jtai aq uajbrf. 



hm 



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•*k 












-pav. 34 ■ 



IflöfteC 



Tai. PI. 




^Durivw oel. 



J.ALoSelwnifwnjzc- o^uaffi\ 



93on pen Vögeln* 55: 

Söie 2. gigur ijr ein 93ogel, tieften Sfug attfges* 
(lochen ijr, unb ta man bie leere £)olung mit 
SSaumroolle auffüllet» $<an jtebet, rote man, 
mit einem £neip$anglein b, t)ie 9iugemmmper itt 
bitJjbty jie^et. bamit man ftenidjt serreijfe, no# 
mit ber 33aumroolle I)ineinf4)iebe. 

&ie Figuren A, B jinb jiuet) ©cfca&mejTer/ 
taoon ba^ erjre einen SKücfen unb eine frdrfere 
5Uinge bat; ba^ jroe^te B J)at eine klinge, bicw 
gorm einer Sanjeto gemalt i(h C ijr ein Äneip* 
jdngleim 

D ijr ein Snffrument, fo an bem einen @nbe 
bie ©ejralt eim$ #afen fyat: bie SBunbdrjte 
nennen e$ JfcäHfin. (Erigne.) Sftan l)at biejeS 
Snjkumente nacl) feiner natürlichen ®röfie ab* 
gcjeic^net. 

E ijr eine ©c&eer : ber Supferfrecfcer ijt %tt 
nötiget geroefen, jie um ein ©rittfyeil f leiner, al$ 
jte wirflid) feim fotl, vorjujreHen. 

F ijr eine frumme Sftabel, beren <5nbe auf tit 
@eite ber @pi§e fc&neibenb unb platt gemacht m\ 

<s 2 am 



36 3tt>et)teS gTapiteU 

(Sin jeber "äBunbatjt fennet biefe Sflabeln, fo wie 
öud? bie anbern SnifrumentC/Welc&e auf btefer 
$afel abgezeichnet fmb. 

_ m — 

Stockte* ffapttel. 

58on Den töerffijiiflen Rieten. 

Äl^an jiebet ben »ierfüfjigen gieren bie .ipaut 
<JJ% ab/ inDem man an bem 53au$ einen 
@$nitt barem mac&t, (7. $af. 1. f.) 
ben man toon oben bi6 unten an ben |)intern fort; 
führet. Wim mujj (eibigen ein wenig unter bem 
£)rt anfangen, roo bie lövufr ein (Snbe bat/ bejt| 
geilalt, ba$ er gro§ genug fep / U$ Die ©djldgel 
burdjfommen f&nnen. Sftan trennet bie $aut 
&ur SKedjten Unb £infett,bi$ an bie@d)idgel/n}ek 
cfeeman/TOie bie an ben Vögeln, abjieljet, «Jftan 
lofet bö«'^ein oon ben @cfcldg.eln an ii)rem ®e* 
lenfe ab; (7- $af. 2. fig. CC.) 9Han fd;abt 
bag $leif$ wn bem ©cbienbein ab, unb man 
jfetft fobann bie Singer xroifc&en ben dürfen unb 
bie -Jpaut/ bie man baöon abfonbert. SSBenn 

man 



SSott &ett ttferffifHgen &fytvtn. 37 

man bic $)aut »on bem ©c&wanj nicfct ab&kben 
fann, fo mugmanbenfelben, bep feiner §ufam* 
menfügung mit bem SRütfen be$ ^ierö^ablöfen^ 
inbem man mit einer ^cfceere jwifcfjen t>ie £aut 
unt> ben Körper hineinlangt. 

SJian legt fobann ttc £aut/ gegen ben #opf 
be$ Sbiergju/ um, welches auf tiefe %t gan& 
leicht abgezogen werben fann. Solan lofet bie 
S3orberfüfTe bei) ibrem ©elenfe, (7* $af. 2. %. 
EE.) wo fie mit ber ©cbulter jufammcnbdngen, 
ab, unb unterläget niemals , HZ 3leif$ bason 
berabsunebmen. 9tfan fahret fort, bic £aut 
gegen bie eine unb ben Körper gegen bie anbere 
©eite jti lieben; unb man lofet ben ßopf be» 
feiner gufammenfügung mit bem £alfe ab. 

3ttan siebet ben Äopf , bis gegen bie |)dlfte bef* 
felben au, ab, bamit man ba& gleifcfc baüon abt 
fc&aben unb mit einer ©cfceete abfcfcneiben fann» 
Wim nimmt fco* ©ef)irn heraus burcty bie Def* 
nung an bem |)mtett()eil be$ tfopfeg, ober burd) 
eine Defnung/ bie man an bem Oberteil beS 

§ 3 ©au< 



38 Stentes gapttel* 

©aumenS macben fßtin , unb bie in t)ie Jpiwfd)alc 
geben mu§* SJtan füllet tie Jpitnfcbale mit t>en 
9>ufoern an, bie in bem Kapitel »on ben 936* 
geln angezeigt woiben ftnb; man reiftet bie Slu* 
gen unb Ut gunge l)erauS/ unb füllet btö SKaul 
mit ben nämlichen ^ulüern/ unb tfout aucfc etwas 
bat>on in fcie leeren .^Ölungen, worinnen bie$u* 
gen gewefen ftnb. Sftan füllet fobann bie ge* 
backten .fpoumgen oollenbö gar auf eben bie Urt, 
wie bep ben Mogeln/ au$. 9ftan muß aucty ni$t 
»ergejjm/ eine Slnjeige mm ber Sarbe ber Slugen 
beizulegen, wenn man feine mit garben ftbttflct» 
bete geit^nung bäüon machen t ann. 

€0ton fannaucfc, an (fort ben ©dmiMatfc 
ber Sänge beä $j)icr$, ju maeben, benfelben über 
bie <Quere machen* Sttan fangt bamit beo bem 
Wintern an unb füfyrt tyn auf beiden ©eiten in 
ber Sttitte ber glad?e eineö jeben ©cfelagefö auf 
bem innwenbigen$I)etlfort. (7* S:^f. 3. fig.B C.) 
SDie gigur wirb bannige, mtö i)ier gefagt wor* 
ben, ganj beutlicfc magern 



SBott bcn »terfufjtaettS&ietm 39 
5Ba$ biejenigen ^r^tcrc anbelangt; beren 23aucf) 
mit ©tadjefa ober borjtigen Jpaaren beroacbfen 
ifr, wie j. <5. an bem <gtac|)elfc&tt>ein unb ® $röein> 
»9*1; fo ifr eS genug, wenn man ben ©cfcnitt an 
bem Unterteil bes JpalfeS macfyt, unb it)n übet 
ben ganjen innroenbigen $I)eil »on einem bet 
58orberfüfie fortführet. £>iefe Oefnung ijl me|r 
alö ijinlanglid?/ um ben ganjen Körper l)inbur<j> 
^bringen, ben man, entroeber mit bem Singer/ 
Dber mit bem J)e|t be$ Snftrumentf, »öllig gar 
»on ber £aut IoS machet, $Die 4. Sigur bei* 7» 
Safel wirb ben Ort unb bie gorm be$ @$n«> 
teS, ingleicf)en auefcben 3«0 beffelbett/binlang? 
li$ ju erfennen geben. 

SEBenn bie £dute »on bem Jtörper abgefon* 
bert(tnb; fo muß man fte innwenbig mit einem 
Keffer abgaben , um laß, mag etroan notfr »om 
Sleifc&e baran geblieben/ ingleic&en au$ fo »iel 
»on bem gett unb S3Iut; als nur möglich ifr, &er* 
ab ju bringen* SHan Idfiet fobann ©eife in einem 
IauUcfctenSßaffer jerge&en, unb reibt bamit ben inj? 
wenbigen %tt ber 4>aut, aJSmie eine2Bdfd)e, 

<S 4 tk 



4° gttjentcg ffapitel. 

bie man rein madjen wollte. 2)«&ur^ nimmt 
'man »fei 3ettunbS5lut {jinrocg* Wan f ann aud}, 
an ffott bereife, ba$@5e&irm>on t»em $b?er fclbjt/ 
oberen einem jebenanbern, gebrauchen. £)iefe$ 
tjt eine gleichgültige ©aefce; benn baS ©e&iw wirb 
eben Me SBirrung tijun, al$ bie ©eife* Sittan be* 
(freuet fobann biefe ^aut, nur auf ber ©eite; wo 
bas gleifci) gewefen , mit ÄalfVber tum jlc& felbft ge* 
töfd?t/Unban einem feuchten Orte in ©taubjer* 
fallen ij$i 2lu$ biefem Äalf mad)t man eine Sfrt 
Von SöfcörteU <£ine93ermifcl)ung »on ungelöfcty 
tem Jfalf mit treibe in binlänglicfrer Quantität, 
um bie Sffiirffamfeit befieiben ju mdjtgen, fonnte 
aucM&ne fonberlic&e Unbequemlicfcfeit bie ©teile 
m an ber fcift gelösten Äalfö »ertretten. 

£)a ber tfalr" bie $&utx fe&r aü&rofnet/ fo 
bebeefen einige bie innwenbige ©eite berfelben mit 
©i)p£. untere bebienen (td> eineä $eig$ »on 
Qßei^enmebl/ worunter jte ein Wenig Sllaun un& 
£>elmifc&en. Unb Wieberum anbere gebrauten 
einen $eig »on IKocfen, worunter ein wenig 

SJleer* 



93ott bin inerfußtsen Sr^ferctt* 4* 

tNeerfafj fommt; unb wenn fteben erjfen $eig 
'ftroon weggenommen baben, fo tränfen jiebieimi* 
'wenbige (Seite ber #aut mit £>el / unb bebeefen 
fte wieberttm mit einem $*ig. SDa bie erftgebadj* 
ten Seige t»a6 §ett unb 23lut , fo in ber #aut ge* 
blieben/ an |t$ sieben füllen / fo wirb man mo^ 
*btm, wenn man »on Seit ju gett neue an flatt 
ber alten über bie innwenbige ^eiteber^)aut aufr 
breitet, unb man mu§ jebeSmal bie Jpaut reefet 
auef topfen, um bie ©c&aben unb anbereg Ung# 
lief er, fo bie|>aate abfreften fönntett^ wegjubrin* 



Vi 



£>iefe$ bi^er angeführte wirb beg ben Keinen 
»ietfütTigen gieren ^m!dn0ltc|) feijm SBenn ba| 
gett von ber#aut berfelben weggebracht ij^fobe* 
ftreuet man bie gebaute #aut innwenbig mit cal? 
cimrtem^llaun, ber bie Seudjtigfeit berfelben »er* 
je&ret , unb man füllet ben SKaum berfelben mit 
Baumwolle , 2Berg, ober anbern meinen unb 
troefenen Materien au$. 9ttan mu§ m$ ni# 
aergtfien, Dampfer hinein ju tfjun. 

■ - 



4* gwe^teS gTapfteL 

SRan witfelt fobann ritte UU %mt, fo ge* 
föwinb , als e$ möglid) fe»n wirb/ in eine eng ges 
webte ßemmont»/ unb pacf t fle et^ ttacf) ber beoben 
Söägeln vorgetriebenen SWet&obe. 

<& famt (t# ber gaU ereignen , ta§ berfenige, 
fcetbieSöerf^icfung t>er Sbierbäute beforget, bat 
%fytt nic^t unter feinen ganten gehabt bat/ um 
ibm bie Jpaut mit ©orgfalt berab ju jieben, unb 
ttefelbe alfofort jujubereiten ; fonbtrn ba% er nur 
fcie 4>aut Uttyittt von einem entfernten gorre« 
fponbenten befommen bat/ berfte ibm obnegube* 
reitung getieft 2fo biefen £äuten bat jtd> oft 
t>ur<$> bie Jemfjttgfeit, ein Slnfang &ur §4ulung 
«ngefetjt, ober fte ftnb von ben $Wben, ober an* 
Um Ungeziefer, angefreffen worben. <£be man 
fte, tiaeper vorgefc&riebenen SJrt, auffüllet, foijt 
tuMtyig, ba§ ntan biefen Anfang ber gaulung f)em$ 
W, ünb 16$ Ungejiefer tobe, gu bem €nbt 
t|ut man fte in eine geiftige flüjjige Materie i unb 
Jdffctipe jween Säge barinnert liegen; na# biefem 
loJKt man fte gefäwinb troefen werben; unb wenn 
fte völlig trotten fmb, fo i(l weiter nic&tsme&r \n 

tbun. 



93ott fcen titxfWm S&teretn 43 
tlmn, al* tag manjte, roiefonir gerootmlicfc, eins 
pafft unb ausfüllet* -<S$i(t unnötig ju erinnern, 
ba§ t>er Kämpfer , ber Serpentin unb t)ie anbern 
Materien, foroiber tie Sdulung bienen, no$ roe* 
niger gefpa&rt werben muffen; wenn bie Sdulung 
{typnroirfliel) angefangen I)at. 

£>iefe 5(tt t>tc £dute auffüllen, unb mit fo 
ttiefer ©orgfalt eirtjupaef erwürbe bei) bengroflen 
gieren uic&t angeben , wegen be« ubermdflgen 
Umfang« i&re« $örper& 50^an muß eS alfo beij 
folgenden SQerwa&rungSmitteln bewenben lafien» 

guettf mu§ man Ut £dute ttollfommen m$t 
trocfrtenlafien; bennbiegermgÜefeu^tigfeit wt 
urfacbet eine $dulung. 9?un »dre xwar bie @on* 
flenne foinlanglid), um jle au^utroeftten; allein 
fie wart ni$t |$M genug, um bie @ger &u toben, 
t>ie unterfd)iebene Sttfecten auf bie #dute gelegt 
Ijaben f önntem $>ie au« biefen @tjern auägefro* 
cfcene Snfecten mürben Vit £>aare abfreffe«/ wen« 
man ni$t @orge ttöge i fie umzubringen. tOlan 
mu§(!# alfo ber |)i^e eine« 25acfofen« bebienen, 

roeldje 



44 SmeoteS glapitel. 

weltbe fo grofj feon mu§/ alö f!c t>ie £dutc auöfte* 
I)en formen, obneba§ bie #>aare oerbrannt wer* 
ben. 5ftan fan fetjen, obber Ofen nic&t Ziffer 
ijt als e$ feon foü, wenn man gebern, £aareober 
Sßolle an bem (Sttbe eines ©tab* ftitteitr fcbieben 
$Benn biefe Materien nicbtoerfendt werben, fo 
f ann man bie £dute ganj ftctyer in ben O fen legem 
$)?an läget (te fe#$ @tunben barinnen liegen« 

■ . 

@o balb als bie £dute auö bemSSacfofenwie; 

Itt berauä jrnb, fo wirb man wobl tbun, wenn 
man jte eine Seit lang auf allen leiten mit bem 
©ampf ö0nbrennenbem@cfewefel rducbert. 5(Äan 
mu§ biefen 2)ampf re4>t genau einfangen, unb fo 
ml, aU nur möglic&ijt, in ben Rauten behalten, 
fcamit er geitbab*, jte re#t burcj)jubringen,ebeer 
|td) äcrtyeilet* &iefer JDampf itf bag alletjtc&ers 
|t Mittel, aUeS Ungeziefer ju toben unb bielSdu* 
hing ju oerbinberm SBenn biefe« gefc&etjen ifr, 
foljat man weiter nid)t$ mef)t jutljun, al$ba§ 
ji?an eine jebe £aut für jttfc allein in eine eng ge* 
nebte Seinwanb einwicfelt, worein man auej? $er* 

pentin 



55ort freu *>terfwfHgen öfteren. 4* 

pentin unb anbere Materien von fhtfem ®eru$ 
tint> beiffenbem©efcfcmacftlwnmu§, umbaöltn* 
ßcjiefcr ju entferne«/ roelc&eS von neuem (Stjet bar* 
auf legen fönnte. 

3n liefern Munt» in allen benjenigen, wo man 
nicbt^alöbie lautetet ^ierefd)i(fenPann, mdre 
c$ rcobl ju rounfeben / bajj man eine gcicfcnung 
mit überfenben fönnte, welche feie §igurcc$$bic# 
reg unöbie (Stellung bejjelben abbilbet«/ ober bajj 
man menigflenö eine SSefcbreibungbaöon beilegen 
mochte, worauf man jtcfy, fo viel afö möglich ei? 
nen QSegrijfbavon machen fonme. 

9Wan mu§ geffrbftt/ba§ tiefe Slrt, bie {>dtite fo 
aufgetrocknet, ju »erliefen, ni$t ol)ne Unbe* 
quemlid;feit ijh 2)ie Jpaute fcfcrumpfen ein, uno 
verliebten allemal ibre gehörige #orm t nxnn jte 
aultroefnen. 9Benn man jte jubeteitet, camit 
jte biefc Steife/ fo (te angenommen baben, ver* 
liebten / unt bamit man tfe aufflopfen fann, fo 
balt es febr fc&n>er / üjnen gerabe tit SmSbelmung 
unb bie Sorm wieber $u geben, melcfjefte an bem 

leben* 



46 %M\)ti$ gapittl 

lebenbigen $f)ier batten. (5$ wäre fef>r ju roun? 
fc^cit/ tag man/ um tiefet Unbequemlicbf eit abüus 
belfen/bte £dute gan^frifd) jubereiten fönnte, ebe 
ftenocf)/burcb bie Sluätrocfnung, etroaStJon tbrer 
©efebmeibigf eit obergorm »erlobren baben. SJiatt 
würbe noeb einen an&crn 93ortr)eil tabcp ftntcn/ ins 
bem bte £)äute i bie fo jubereitet unb baburety 
»on bem ^Baffer unb bem ©ebleim befreoetrcor* 
ben, fo bie gafern berfelben benejtenunbmadjien/ 
ba§ jte leicfct faulen tonnten/ (tc& unterwegs »iel 
fieberet erhalten mürben. 

38ir batten biet gerne eine umflänblicbe SHacb* 
ttebtttonbem, roa$ manbe93ubereitungber.£)äu* 
te ju beobachten bat / geben wollen. SiÜein eö tfl 
folcbe* alljumannic&faltig, nacb ben »ergebenen 
Wirten ber S^icre / unb Ut $w nötigen Jpanb* 
griffe erforbern alljuttiele SSebutfamfeit, unb jtnb 
ju vielfältig/ aU $a§ man jte biet beutlicfc erfldren 
fönnte, obneftcfc in eine SBeitläuftigfeiteinjulaf* 
Jen/ welche biefeS *3Bcrf alju lang machen rottrbe. 
pie ftnb über biefeg aucHo mübfam, U$ man 

ftAnufy unterffe&en barf, einen £orref»onbentett 

itt 






SBott freu tferfüßisen £()ieim 4* 

ju bitten , ba§ er jte felbjt »erriete. Solan em* 
pftblet i&rien nur, bag fic ft# bie QMegenbeit &u 
tftutj mac&en fallen, wenn ftd) an bem Orte ijj» 
Ve$ SlufentljaltS SKrbeitlleute befmben, welche bie 
£dute ^bereiten f önnen. Siber eft muffen tiefe 
S&beiteleute »crpdnbtö unb getieft feim, auf al* 
leg/ n>a$ nöt&igijt, 2ltf;tungju geben, um bie 
\f>dutc &u$ubereiten> olme ben £opf unb bie auf* 
ferjlen @nbe ber Q3eine, welche an ber Jpaut blei* 
fcenfollen, im geringen ju befc&dbigem 

Snben 2dnbern 7 wo SSranbroein ober anbete 
geijtige flüßige Materien um nroblfeüen ^>retö 
pt fyaben fmb, fannman bie SJJü&e erfpa&ren 
f leinen oierfü§igen gieren hk |>aut abjujie» 
$en / unb man fann jte in bem SSranberoein 
»etfc&itfem $lan tljut ttetoty weiter nichts, al$ 
ba§ man bie (Singerceibe burefc eine Defnung/ bte 
man beö bem ^intern maebt, beraugnimmt, un& 
J>en leerenSKaum mit weisen 9)laterien auffüllet» 
SOtan bat t)ietbeö alles t)tö su beobachten, tuaenj 
2lbji$t auf bie 93ögel ift »orgefebrieben roorbett; 
fcie man au# auf ebeit bieje 2lri »er Riefen ßma* , f 

JDie ©erippe, melcfce unö einen begriff t>onbee 

mnernSufammenfugung M Sftier* geben, fint> 

wenige 



48 gfoeflteS gapittl 

roenigflen* eben fo fc^a^bat/ aU bte ^>dute / wefc 
cbeun* nur einen begriff eonber dufierlid)en<öes 
jhlt befielben geben fonnem ©ie USSunbärjte 
auf ben ©Riffen/ ober biejenigen , welche in ben 
^flanjjfdbten ftnb, fonnten in biefem ©tücfeun* 
lere Üleubegterbe/in Sfafebungber ^biere x ber»er» 
febiebenen £änber leicbtlid) beliebigen. £0?anbarf 
weiter niebtg tbutt/ als nur \>a$ gleifcb »on ben 
Gebeinen beg tykti überbauptS berabmbmen, 
ebne eine befonbere ©orgfalt babty anjuroenben. 
<g>übann roitfelt man ein jebeä (Berippe in eine 
grobe geinroanb, unb legt ein jebeg in eine befon* 
bere ßiffr* Siftan mu§ biefelben fo einpaef en, baß 
fie unterwegs in ber$iffr niebt bin ünb bergerüt? 
telt werben, unbniebt jerbredjen fßnnen. SBenn 
bte ?b»ere ttmat groß ftnb, fo fann man tue ©e* 
beine berfelben jerlegen,unb fle genau mit Turnern 
bejeiebnen/ wiebie €>tücfeoon einem Simmerwerf* 
Söermitteljr biefer ÜJumern wirbeS aföbann Ieicbt 
feon^ite wieber jufammen ju fugen , unb in ibre 
roabre gormju bringen. (Ssift übcrftäfügauew 
tnmnt/ fca§ bie ©ebeine eineg jeben tym$ ober ei? 

tte* 

■ 



93ott Hn trierf ußtgett S&terett. 49 
nee: jeben ©erippeS befonberS eingepacft werben 
muffen, bamit f* e unterwegs ntc^t untereinander 
geworfen werben. 

Übrigen^ wenn oon biefen ®erippen Hai gleifcff 

nur überbauptS I)erabgenommen morben ifr, fe 

fann man jte leicfctlid) unb ol)ne €D?ür)e »oüenbä 

gar reinigen» S u ^ cm ^ n ^ c &ar f u™ 11 fa nur 

in #ijfen legen, reelle Sodjer, ungefä&r oon bem 

©urcbmejfer eineö Singeri ) f)aben. 2Benn matt 

auf bem Sfteer ijt, fo fann man biefe Jtijtoi mit 

einem leiten ba$ 3§Sc$ff fangen/ unb jte in ba« 

Sföeer hinunter lajfen. 3$ man aber auf bem 

Sanbe, fo lannman jte in ben 6troi)m eineö gfafs 

feS ober 23act>eg t&un. SM SBajfer, inbem e$ 

bie ®ebeine bejtanbig fort abmalet, wirb bic 

Ubevbteibfel beS gleifcfceg unb beS gefiel; unb fo* 

gar ta6 barinnen bejnibli4)e$?arf wegführen, un& 

jte werben in furjer Seit fel)r wei§ fe|tt] (£& j(f 

fogarju befürchten, bajjbiefeö ^bwafc&en/wemt' 

e8 ju lange anmalt, bie ©ebeine felbfr nid)tgar in 

©taub »erwanble. 5Watt mujj ba&er felbige$ etV 

£> m 



so drittes Kapitel. 

ne längere ober rurjere Seit bauertt laffen/ na$# . 
bem es bic ©tefe beS $!)ier$ , beffen ©erippe man 
Ijaben raill/ erforbert, ©ie (Srfa()rung wirb leicfct 
bie bei) einem jeben $l)ier f)ier£U notfyroenbige Seit 
lehren- (5$ ijt jubem (Jnbe genug, wenn man bie 
giften t>on $?it &u Seit aufmacht. SJtanroirb ol)$ 
ne ffiülyt feljen fennen, ob bie gröfietfen Gebeine 
fdjon einen gercijfen ®rab ber ^Beiffe erlanget f)a* 
hm? unb ob {1$ bie fleinjten no$ nicfyt jerreiben 
Uiflen. £5iefeS ift b«r 3«itpunct, btn man treffen, 
ober üon bem man {i$ bod) fo rotnig, aH nur 
moglid) ifr, entfernen mu§. 9)?an mu§ t>tö @e* 
rip.jje trotten werben laflen/ el)e man e$ einpacket/ 
um e$ ju »erlief em Unb roenn man e$ in \>a$ 
$flut gelaffenbat, um e$ ju reinigen, fo mu§man 
tym in füffem SBaffer bat, ©als rcieberum benel)* 
men. (S$ ijl fefcon gemelbet roorben, la§ i>tö 
$fteerfalj aöejeit eine Materie beo jld) Ijabe/ roel* 
fo bie geucfrtigfeit ber £uft anjiel)et. 9?un 
aber »erurfaefct bie Seuc&tigfeit allenthalben 






<5nb* 






; 









,ßx 



pt^rfilfstge ^T giere. 



Tai. PH. 




93ott &ett trierfüßtgett Sr^terett. yi 

@nbli$, wenn man nichts Riefen fonnte/ al$ 
nur einige #aupttl)ei!e »on genjiffen feltenen $l)ie* 
ren, aU $♦ 09 ben flopf, tie gä()ne, bic Süfte, bie 
•£)orner, ober \>a$ (Seroeil) je. fo roürbe man boc& 
fe&rroo&I tfotin, roenn man aud? nur tiefe fenbete* 

<£vMv\m§ fcer 7. SafeL 
SBtm i>en &ierfü(5i<jm S(jtereit. 

<CJ\te i* §igur flellet bie abgezogene $out eines 
^ »iwfugfoen Sfcier* »öS Sftan jtefcet/ wo 
bie erforberliclje defhung anfangt unb ein (Snbe 
bat 9)?an bemerf et auc^ , wie ber $opf unb bie 
Pfoten baben mufien baran gelajfen werben, 
9ftan fielet tk .fpaut, wie jte mit 33aumroolfc 
auffüllet ijr. 

©ie 2, gigur (teilet ben Körper ©or x nac|)bero 
bie^aut batron ijt ber abgezogen würben. SD?an 
fielet/ an weißen 4Drten ber Jpals oon bem 5t opfr 
bie 33einet>on ben @cbu!tern EE, unb »on bett 
@d)ldgeln CC, ftnb abgdofet mürben; unb 
folglich welcbeg bie $b?ifr jmb, bie tfon ber jpaut 
abgefonbert werben müjTen, wenn man biefelbt 
wn einem »ierfüf igen 3; bier ber ab^t* 



52 SntteS gCapiteU 

SMe 3« Sifltir jfigt ben Ort, roo malt ben 
©dmitt machen mu§, unbben3u«,beifelbenBC, 
wenn man ibn übevt>ie «Quere macfyt» 

£)ie 4. Siguv weifet , w man t>cn ©djnttt an 
fcnjenigcn $l)ieren machen mu§, beren 55aucj 
mit ©tacfceln ober fteifen paaren bewarfen tfir, 
welche »erbinbern, ba§ man ü)n niebt ber Sänge 
nacb machen fann. T freUet ben umgekehrten 
.ftopfbeö $l)ier$oor. 







SDntteS gTapiteU 

SSon M Mtfymkn Stierem 

enn tit friedjenben $l)iere, bieman wr* 
febitfen will, etroag groflfe <5i^t>ed)fe fmb, 
fo öfnet man fte an bem S3aucb, burd) 
einen langen ©ebnitt, berber Sänge nacb fort ge* 
bet^S-Saf. fig.B.) unbben man aucbjurSKecb* 
ten untSinfen auf Die »orbern unb bintern Steine 
fortfubret, um btö tykt, fo gut, al* möglieb, 
»om gleite ju entblofen unb auSjunebmen. 

©0* 



föott fcett fHed&ett&ett Stöterem s3 

<2>obann füllet man e$ mit ben ^ufoern unb t>cn 
SJtaterien au6, biefdjon angegetgt würben fmb. 
Sttan leeret ben $opf unb füllet i()n aus, wie ben 
ben »ierf uffigen gieren. 

3Benn man ©^langen Don einer beträcfctli* 
cfcett $Dt(fe »erliefen will/ fo öfnetmanjieburd) 
einen ber Sänge nad) fortgel)enben <§$nitt, ben 
man auf ber ©eite, ibrer ganzen Sänge naej) , fort* 
führet, inbem man ber gufammenfügung ber 
©puppen oon bem «Oberteil be$ ÄorperS mit. 
benen an bem fSaucfee folgt; (8* $af. fig. C.) 
welche, wie man aträ Der geic^nung ftejjtt, Slrten 
»on jirfelförmigen ©treifen ilnb. 5luf tiefe 
SÖSeife wirb man Weber ben SKücfrn, no# ben 
55au4> be$ $l)ier$ »erberben. 3Han entblofet 
es tjonbem gleite unb nimmt eg auf, tmb fül* 
let bat innere , fo wie beo ben (Sijbec&fen, aug. 
SOlantlmt in U$ Sttaul, fo wol ber einen, als ber 
anbern, eben folc&e $uwer , a!6 man |u bem $ör* 
per gebraust l)at* 

(5$ feinet unnötig jufeött/ wenn man faßt/ 
fca§ ber &opf an ber £aut bleiben folU flflan 

2) ? würbe 



54 Qtitttö gapittl 

mürbe inbeffen bicfc 5lnmerfung nidjt matten, 
wenn man nict>t manchmal gefefjcn l)dtte, tag 
©cfclangenf)dute ol)ne $opf ftnb gefdjitf t werben.* 

I 

2Benn öie £dute feucht, oberuom ttngvji?* 
fer angegriffen ftnb, fo legt man fte in einen SSacfs 
ofen. Damit fte troefen werben , wie Ui) ben \>krj 
fuffigen gieren ift gefagt würben. 

@g ift nic&tnßt&ig, iuerinnew,ba§ bie£>dute s 
ber irfec&enben Spiere wn bem gette gereiniget 
unb jubereitet werben muffen, wie bie uon ben 
Vögeln unb merföffigen gieren. 

Sftan mu§ biefe $5tere in giften einpatfen/ in 
benen fte tyrer 2dnge na# liegen f 6nnen. SBenn. 
inbeffen bie ©erlangen ungeheuer lang waren/ fo 
müfle man fof4)c in ber 5ftfre iufammenrollen, 
unb ibnen tk gigur geben, meiere fte felbft annef)» 
men, wenn fteftcl) jufammen rollert, btö ift, wie 
eine ©c&netfenlinie bre&en. 

3Benn bie Qfybedjfe, bie (54>langen unb feie 
anbern frieefcenben $j)iere mittelmdffig ober (fein 
ftnb, fo »erfc&icft man fte in einer geifiigen p|^ 

gen 



SSott ben MtfytnUn £()tetm 5? 

gen Materie/ wie man fte in bem 2at\U I)a6en 
f ann. SDJan gießt ein ober jroeomal tie alte Sftas 
tefie weg unb nimmt eine frifefce bafur, unb ti)ut 
jeberjeit Sflaun ober Dampfer, ober noct; beffer/ 
beybeö hinein* 

SSBenn man ®d)ilbf röten »erfdjiefen roill, e8 
feö nun fol^ey bie ft$ auf bem Sanbe aufhalten, 
ober t>k in bem Sfteer ftnb, fo macfyt man jroeen 
©c&nitte an bem Unterteil be$ Körpers ; ben 
er^en/8. $af.-fig. A. XX.) bei) ber gufammen* 
füguna, be$ 4)alfe$ mit bem ^ruftjtütf ; unb hn 
&tüei)ten,.(8. $af. fig. A. YY.) an bem hinter* 
tfyeil, inbem man unter bem ©cfcroanse bur^fä^vt. 
Sftan fann bur$ biefe Oefnungen aM Sleifd) 
be6 $f)ierg berauSnelmen, olme bag e$ nötfoia, ijr, 
ba$S8rußjKuf aufgeben, unb man barf roeber 
ben 5?opf , no$ bie 3lo§febern ober Pfoten abt 
fetmeibem SJlan füllet ben leeren Sftaum be$ 
§leif<fce$ mit 9>utoer t>on $alf , ber burefc bie guft 
gelötet ijt , unb mit Platin , unb mit SSaumwoKe 
ober 3Berg au$. SJlan erfüllet ben £al$ unb 

SD 4 t>a$ 



S6 Qvittet ffapttel* 

i>a$ $ftatil mit Öeti ndmlid)en ^ufoern, bte man, 
»ermittelfr eines (gtdbgeng, btneinbringfn fann. 
5(uf biefe 2(rt galten ftd) fcie ©cfcilbf röten leicht 
lid}, unb trofnen üoUfommen reof)Uu& 



5 



SSon i>en friedjenfcen bereit 

£J\ie gigur A. freuet eine umgefe&rte Speers 
*~ f4)iibr*röte m. Wim freuet baran bie©d)nits 
te; t>en einen XX, ber unter bem £alfe unb an 
fcem Söorbert^eil; ben anbern YY, ber an bem 
#intert!)eilbeg V5mty$, unb in biefer gigurburcfc 
fcie Pfoten &um Sljeil rcieber bebecft i|f. ©iefe 
Oefnungenbienen, bag gieifcfcunb tit ©ngeroet* 
te t)erau$ ju nehmen, fo wie au$ ben Körper mit 
SDJaterien anjufuüctt/ tk jur Siu&rocrnungtüc^ 
tt0 jlnb. 

£ie5iprB,tjlein groffer €öbe^ 7 t»er auf 
fcem SKücf en lügt* Sttan fte&et baran ben 3ug ber 
^Sdjnitte, tk man machen mü§/' um tyn öouV 
fommen auSjuneljmen, unb fobann anjufüllen. 

.60 



P*9 



//- 



-frtecfyervDe ^J}t 



tere. 



TzLb.VM. 













•■•• 



..■?■' 



33ott ben fmc^enbett Sfrtetm 57 

C ffrlict eine ©djlange sor. !Dlatt jtebet au$ 
ber Sigur,ba§ man berajeidjen gieren ben ^opf 
nid)t abfc^net&en mufj ; unb b$ man, um jtc m ö> 
nen unbau^une&men/ben ©djnitt aufbereite, 
Iartafl &er3ufammenfügun8ber@t&uppent>on bem 
«Oberteil be$ $örper$, mitbenenoonbem Untere 
t&eiL fortführen mu§, beren untergebene ©e* 
fralt in ber gigur fel)r beutlicfc inbie Stoßen fallt* 

Difhitt©efdjL reorinnen ein tnecfcenbe$${)iec 
in einer geiftia,en flugigen Materie iff . Sftan 
fyet/mit man über ben (Stöpfel eine Materie ■$& 
than bat/ roelc&e bie 33errau#ung ber PfRiftJ 
SOlatctie wr&inbern f amn 






SCtertc« SDapitel. 

CF\ cr Uriterfcfcieb unter ben Sifcfcen ifr ju be^ 
^/ trd$tli$ , unb in allen (gtücfen ju rnerf* 
lieb, alö ta| man fte alle gleich unb (üifei* 
nerlet) %t aufbehalten fönnte. 

© 5 5ine 



I 



58 Viertes gapittl 

Wt Siföe, feie manju bet®attung ter «SBftH^ 
ftffte rechnet, unb feie feaioon feen tarnen (Ceta* 
ces) führen, ftc mögen nun gto§ fegn, wiebet 
$Rett»olf / ber ©cbn)erbftfc& / ber .jpammetftfd) 
(Marteau,) weites Wirten feaoon ftnb; obet jte 
mögen mittelmäßig unb fogat f lein fc^n, wie alle 
9lttent>on bewerten gifeben unb (Eofferftfcfcen; 
(poiflbns coffres; ) btejenigen, welche fo rool 
auf ber ^tbe, als im Gaffer leben, wie bteigee* 
Iörocn unb ©eefdlbet; bie Sifdje »on ber Sftatur 
betSlale, Meeraale ,9Butenen, 9fteet|$langenf 
(trompettes de mer,) groffe /)omfif^e; 
( grandes aiguilles ; ) tu unb Diele anbete, beten 
jP)aut eben fo flatf ijt, atö biejenigeber »ietfügi* 
gen unb auf bem Sanbe lebenben §()iere, ik mv 
Un au$ auf bie nämliche 9lrt jubet eitet» €£Ran 
nimmt it)te #aut au$, imb füllet jte fobann mit 
Iinben unb troefenen Materien an , welcbe bie 
CESteUe beö 3leifc&e$ »erttetten muffen. Sftan 
j»n$ JiW bie 2lft unb 2Beife, wie man UUy »er* 
falten mu§, ni$t roiebetjjolen, als meiere febon 
in bem Sapitel »on ben Vögeln unb »on benwer* 

i* 



93ott fcett gifdjett. $£ 

fü§igen gieren ijl erf Idret roorben. ©ie i|t »oll? 
fommen einerlei? mit tiefer. <5e ifr genug/ bett «Ort 
beö @#nitte$ anzeigen /beti man unter bem 
95au$ na4> ber gänp gange beS $l)ier$ mad)t. 

. Oflan fann ben gug \>itfo (gdjnitteg (9* $af., 
gig. A.) auf. be.ro fo genannten £ammerftfcl) 
(Marteau) fcl)en. <2Benn bie 8ifcf>e Hein jtrify, 
fo fann man fie auSgeflopft »erfeicfen; wenn fte 
aber allju gro§ jmb, fo mujj man flc& begnügen, 
ble £)aut su Riefen. 

■ 

SDic gifc&e, Deren £aut nid;t {0 jfarf ifr, ba|» 
fie ^/ wn bem Körper beS $t)ier$ abgefonbert, 
«galten fann/ fännen in geizigen flügigen 
Materien »erfaßt werben. SDiefcö ijt fo gar faffc 
bie einige bequeme 2lrt, bie meinen gifc&e/ rote 
S. & bie $2eerpoU;pen, SMafjtfdje, @alemaren:c* 
SU oerfc&icfen. 

lH bie giftet uber§auptgüMg#tt)inber/aIö 
bie anbern §l)iere t>erfaulen , unö Ufa bie geiflfer 
gen fföjjiget* Materie«; in mtl^e man (!e legt, fef)*' 
bm f $tt> A0Vff> fr mu§ man n i#t nur «Hein of*- 

eint 



6o SSterteS gapiul 

eine frifdje geiflige Materie nehmen, fonbernman 
mu§ aud) eine cid ftdrfere, alö beij t>cti anbern 
gieren crfortJedtdi) #/ gebrauchen» dt ijr un# 
notbig / ju erinnern; ba§ man in triefe Materie fo 
»iel$Uauntl)un muß, als jte auflofen fann. Sttan 
tnu§ auc^ebemanbenSifcb in bie gebaute geijrige 
SÖlaterie fegt, bie Seber unb hk anbern Singe* 
roeibe, fo oiel nur möglid? i|f > l)erautfnel)mett. 
SDie &ber ift t>ornel)mlic& unter allen feilen 
derjenige, fo bie ©cfcwäcbung b<$ SEBeingcifJcö 
«m meinen befcfcleunigt unb folglich notbwenbig 
tmt§ weggetban werben* SOtan nimmt bie @n* 
geroeibe gewöhnlicher maffen entroeber burefc ben 
Wintern/ ober bur$ bie D&ren beraub Sttan 
bebienet (leb f)ierju eines frummen eifernen 
JDratö , beffen äufler jle$ (Snbe man platt gemalt 
ff& 1 } ebe man e$ gefrummet. £>iefer eifeMe 
3)rat mu§ biefe 3orm baben. 

Ungeachtet aller tiefet QSerma&rungSmifc 
tel mu§ man bo$ bie Sftetbobe, bie gifc&e 
in geizigen fltäfligen Materien aufjubeial* 
ttn, niebt el)er anwenben, als wenn man fie 
auf feine »ollfommenere unb bequemere 2Jrt 

auf? 



Söott fcett gifc&en* 61 

aufbehalten fann. 3Bir njoUen tecen po, fuc 
im Gattungen »on unterfc^te&enen 3if4)M/ 
anzeigen* £)ie erjte befielt barümen, ba|j matt 
fte rec^t austrocknen Idffet, unb fobann mit einem 
girni§ bebecfet, ber fte ,»or t>er $eucbtigfeit tec 
guft unbfolglid) »or ber 3äulni§ beroa&ret. SDie^ 
fe $ftetl)ebe ift bequem anjuroenben bep ben plat# 
ten giften, t>on ber (Wartung berjKödjett/ unb 
bei) benen t>on ber (Gattung ber @of)len > ©#ok 
lenic. roenn ftc nicbt allju tief finb, aB njelc&eä 
»erobert, ba$ fte nicbtrec&t au^trodnen. 

tÖlan nimmt bie gifebe \>on ber (Battung bet 
@ol)Ien, Spiattetfejc. mit bem fldnen frummen 
eifernen Sorot au$, t>ßn bem mir erft £D?eIbungge* 
tt)an fyaben. 9ttan febiebt ben £>afen bur$ bie 
Oefnungbel £%$ auf ber roeiffen @eite bineüu 
(@«i(f befannt, t>a§ W gifcfceöon biefer©attung 
auf einer ©eitemei§/ unb auf ber anberngratt 
fmb. ) 9Ma.n siebet mit biefem £afen bit 2tbtt 
unb bie ©ngeweibt beraub; unb wenn man Un 
Sifcf) redjt abgeroafeben bat/ fo legt man ilmto 
58ranberoein ober Sajfi«. SEßenn ber 95ran* 

b* 






6o Viertes gDapitef* 

bewein fcbt jhtf ijl, fo nimmt man balb 33ran* 
beroein unb balb SBaflfer. 9ftan Idffet ben gifcl) 
äwolf biö »ierjeljen $dge darinnen / bamit t»ag 
gleifd) t>ut*4> tw (Gerinnung alles beffen, roaä 
rodfferidjteg barinnen ijt ; reebtoefr werbe. $Benn 
mm ben $if$ roieber au$ bem Sßranbcwein l)er* 
aufnimmt, fo legt man ifon auf eine »ieretfigte 
©la&afeh ober auf ein reefct glatte« S3ret, unb 
jroar fo, t*a$ bie roeifie ©eite unter ft$ ju liegen 
fommt. 9ftan mu§ Sichtung geben, ba§ bie93dr* 
te unb ber ©c&wanj in if)rer natürlichen Sage 
auggejtrecft bleiben. Um fie in biefer Sage ju er* 
galten, fo legt man, wenn fie nocD nag jtnb, flew 
ne langlicfcte ©tude Rapier barauf, welcher* 
mitteljtber natürlichen flebricbten Materie be«3i* 
f($e$, baran flebenb bleiben, unb oeebinbern, ba$ 
fi# bie gaben ber 33drte nidjt »on einanber ent* 
fern«n, unbburd) bie SJuätrof nung in Unorbnung 
getatben» SSBaä bie 3 Webern anbelangt/ fo 
mug man ftc audj genau in u>e natürliche Sage 
fotogen, unb fie reefct an ben Körper be* gifc&e* 
felbft anfMwn;, nfcnn bief#gej$e&en ijl, fo fest 

man 



93ott fcctt &tfd)ett* 63 

man benSifä, fo wieer auf bem SBrei ober©Ia$ 
i(l / an bte @onne, ober nocfc befftr , an einen 
£)rt, wo ein ftarfer 9Bmb webet, bamit bergig 
aitftrofne. Stta4> Verlauf »on ungefähr »ierbi* 
fünf Sagen iji ertrofen genug/ ba§ man ilmoon 
bem ©lafe ober i>em 35ret berab tbun fan. sßlm 
bebienet jtc& ^ierju ber ©puje einer ftarfen 9Za* 
Del , t>ie man &mif(&en U$ SSret unb ben gifcfc 
hinein jhft, unb jwar jb/bajj man ben bem $opf 
anfangt» £)ie SRabel mu§ beftanbig »on bem 
$opf gegen ben (gcbwans ju geben; benn wenn 
man jte »on bem ©cfcwanj gegen ben ßopf ju 
führen wollte/ fo würbe man leicfctlicb bie 23arte 
unb biegloifebernumitülpen, ober fie gar jerreif* 
fen f onnen. SOlan trocrnet ben gijty »oUenbS 
gar aug/ inbem man ibn jum öfiern »on einer 
©eite auf bie anbete umwenbet/ bi$ bau er auf 
benben ©eiten »oWommen trotten ifh Sölbann 
ifhoeiternidjtSmebnutbmv al£ba§ man ibn mit 
einem bnrcbftcbtigen girniß überjiebet, ben man 
auc&recfot trocfen werben laffen muH, ebeman 
bie gifc&e empacfet, 

Sftan 



64 fötertcö gapttet 

Wlan bereitet beöna&e auf Die ndmlic&e STrt 
tit «einen «Kochen ju. $?an nimmt jte mit bei 
ndmlic&en ^acfenau*, boc& mit biefem Unter* 
fd>te& x t>a§ man fcie 2eber unb tic anbern <§m$v 
weibeburd) ben Wintern {Krauset. Sttan Idf* 
fetfeiefe gifcbe gleic&fall* $n>ötf big twrjebn Sage 
in einer SOlaterie, t>ie au$ 25ranbtt>ein unb SBaffer 
be^et, nacktem man fte »orber reefct geroafeben 
&at Sttan ftreft fte m$ auf einem ®la$ ober 
SS et au*; manbemubetfic^,bie!8drte redjt $ti 
legende mit ben gingern rec|)t gleiß $u machen, 
unt) ben (gc&roanä in feine natürlic&e Sage subrins- 
gen. «Jttan Idfict fte autof nen, tbm fte uon bem 
95i et berab, unb überlebet fte y gerabe auf bie ndm* 
H4)e Sirt, wie bie platten #ifc&e, t>on benen mit 
obengerebetl)aben, mitgirnig. 9ftan fann aber* 
bauptf biefe $fletl)obe ben allen ben Sifc&engebrau* 
c&en, bie re$t auStrofnen fönnen, ojme i&re auf* 
ferlic&e $orm ju »erliebrem 

£>ie aroote Sftet&obe, t>on ber wir banbeln 
wofltett/ ifl benben Sifeben, bie ©puppen baben, 
«n&utwti&etn JDiefe Sifc&c fintTmeiftoia ju btV 



-> '■ - ; 



*, 



93on fcett gtfc&em 65 

cfe/ a\$ ba$ jte rerf)t aultrocrmn fötititeti/ Mio 
ob man jte glei<t> > wenn man burcfcaug null, in 
ben geizigen Muffigen Wlautim aufbellten fann, 
fo ijf be$ mit tiefer QXetbobe eine groffe Unbe* 
quemüdjfeit üerfnüpft. ©aö fOor^üglic^e einet 
groffen $Inj|al)! t>on tiefen giften beßel)et l)aupt# 
fdcfclid) in bem ®lan&e unb SKei$tl)um il)rer gar* 
ben. Sftun fiint> ober tiegeiff igen fJüjjigtn %ft&* 
terien fajt allemal ber ©djonfyeit tiefer Sarbert 
na$tl)eilig,roa$ man au$ immer für 93orfh$t 
tabeo. gebrauchen mag« $ttan fann alfo ten 
ganjen Sifcfc, in feiner natürlichen Sotm niefot 
»erfcfyid'en ; unb ba bie -Oaut »on bergleidjen 
giften allju fcfcroacty ijt, atö baß man fte, nac^ 
2(rt ber t>ierfüj}igen $J)ierc, abjiefyen, unfc fo? 
bann ausfüllen formte/ fo mu§ man jtd) einer 
anbern $ftetl)obe bebienen / unb nur eine »on ben 
jroo «£)dlften ber £aut fcl)icfen; unb um bet 
©$ß>d$e berfelben &u £ülfe &u fommen, fo mu§ 
man fte,t>6llig ausgebreitet , auf ein 23lat Rapier 
f leben. £a biefe gifct)f aiii (roo^dtften for* 
miret jtnb , tie eine »ollfommene $lelmlid)feit mit 

@ einans 



I 

66 98tetteS gapitel. 

einanber baben, (o tt>irt> biejenigejpmanwrfcfricft 

fcen Dtatuttunbigern einen fo richtigen SSegrijj 

»on ber ®eflal't beg gifcfyg geben, a!£ jte nur 

»erlangen f ßnnem SJicfe ^ftetfjobe f)at über Mcs 

leg aud) noc|> bie ^Sequemmtifeit/ ta§ man eine 

fcl)t- greife Stenge \>on gifefo« n in einen mittel 

majfigen IKauro bringen fanm ©ie befielet in 

%eobacttung folgenber <5tuefe. $ftan mujj 

ben ,'grfd) in Der Sftitte, wm bem 9ftaul an big 

)u bem (gc^u'-an^ e'n|pep fdjneiben, (9-£af. fig- 

§.) tinb ben ©cljnitt langjl bee jKutfeng bürcp 

J%en; unb Äroar,fomu(i man ben gifd) fo ent* 

gtöjj fcfcneiben, t>a§ bte eine £ä!fte, bie man nseg^ 

wirft, ein wenig Heiner wirb, als biejemge, bit 

man aufbehalten roiü; unb tiefes ju bem @nbe* 

bamitmanbie 23drteunb glo§febern beg Ofacfeng 

unb bee feaudj)^ mdjt wegnimmt ober oerberbr, 

xoilfyt, als einige Sfceile, ju ben beiden £diften 

aepren unb notljwenbig finb, um einen begriff 

: pun ber ©e'jlalt ber gifcfce gu geben, $ftan mufj 

.alfp ben ©cjmitt^cin 3woiftJ)eü ober ©ect)«* 

tbeil 



SSon fcett gtfdjen, 67 

theil {inefSoDcä neben K» eigentlichen Sftitte be$ 
ßörperS, bur4)fü&ren» 

^Bennrnm bcr gifö.fo entpen geknittert 
ifr, fo mu.§ man ba$ gfeifcfc megne&men, unb 
jtrar \o, ta§ bic |)dlfte ter |)aut, t>ic man auf* 
behalten roill, üöllig ganj. bleibt, fo mie audj |« 
©puppen / roeld;e fie bebecten, unb bte glo&fe* 
pfiii/ me!d;e baran (!nt>. gu bem (£nbe mug 
man, naefc SSBegnejpunfl t>eö »ornebmfren ©rd* 
reg, baö gleifd) mit ber <gct)neibe bc$ Snflru* 
mentg n>egfra§en, unb nur fubtil barauf brücfen, 
unb eä bejrdnbig oon bem $opf gegen bert 
©djroanä ju fübren. , S)enn menn man ?6 um? 
gefebrt/ »ort bem <gd)wanj gegen ben.'#o.pf ja 
führen wollte/ fo mürbe man nici?t nur bie Jpaut 
icweiffeti/ fonbern e£ mürben M) Vit Sloüfeoerrj 
Herausgebern £>a bie £)aut ber gijtye con dien 
tur eine f lebrict)te Materie an jjj$, r)at , fo fönnten 
bie @ct)uppen ftet) an ben $ifct) anfangen, auf 
meinem man biefe gubereitimg üerritbtet. : gu 
SJerWtung beffen mu§ man »on Seit juBeit bk 

<5 2 £«ut 



68 SßterteS gCapttcU 

Jpaut »Ott auffctt abtrofnen/fowieaucfcbenSifd), 
worauf fte liegt 

$?an mu§ au$ M %tmm be$ ftopfeS 
red)t abfrage« , unb tai (Bebirn unt) bie $b<Ü* 
»on deinen/ weisse »ergebene 5lbfonberungen 
in bem Innern ber #irnfcbale fovmiren, njeg* 
nebmen. @6 giebt gifcfye, beren ßopfbetne über? 
am bief ftnb. Wlan mu§ jte auf einen ©tein 
ober $ifd) platt machen/ bo$ aber babe» biefe 
93orftcbt gebrauten , ba§ man etroaS weiebeä 
jwifeben ben $opf unb ben ©tein ober $ifd), 
worauf ber %i\$ ift/ lege. 9&an ntu§ fobann 
bte jerbruften 5?opfbeine forgfaltig abfc&neiben, 
bergejhlt, ba$ ber $opf nur eine (el)r geringe 
©iefe behalt. 

$lo$ t>or biefer Verrichtung mu§ man U$ 
3lug b^au^ne^men/ unb bie garbe beffelben ge* 
nau anmerfen/ wie wir febon in bem Kapitel oon 
ben Vögeln Reibung getljan \)abm t 

SBenn biefeSgefdje&en, foiflbietton Statur 
an ber $aut befmblic&e flebricfcte Materie bin* 

lang? 



• 



9Sott fcett 5'tfd)em 69 

Idnglid) / um fte auf ein 33lat Rapier &u f leben, 
tvelc^e^ man forgfdltig auf ber innwenbigen ©eite 
öiefer £aut ausbreitet/ unb überall ein wenig 
barauf t>rö<f et. SÖBenn man tiefet Rapier um? 
wenbet, fo flehet man auffen tiie «Odlfte bei Sifd)^ 
»ollfommen ganj. (9. $af. %. D.) 9ttan 
mu§ bie Sloßfebern bei SKucfeni unb bei 
SBaucfci reefct in ibre natürliche Sage bringen/ 
(0 wie aud) ben ©c&manj* UQ3aö bie glojjfebem 
an ber ©eite ober tk Obren anbelangt, (0 legt 
unb breitet man jte langft bei #orperi aui. $flan 
Iaffet fobann bie £aut auitrofnen, unb tragt 
©orge, tit glo§febem/ wdbrenb M 2(uitro?* 
neni , in if)rer Sage su erhalten, inbem man et* 
m$, fo niefct gar fcfywebr ijt, barauf legt. 

2Benn bie ^vaut ößüig troefen ifr, fo üben;«? 
l)et mon fte jweo ober bmjmal mit einem burd)? 
jtc&tigen girnif? , unb wenn biefer §irni§ troefen 
iftfa paeft man bie Rapiere/ worauf bie |>dute 
ber Sifc^e geflcbt jlnb/ ein ; unb t&ut jwifc&en je? 
\ai eine Sage wn Baumwolle. SDton muß aud) 
Dampfer, ©dnfefu§ ober anberebergleic&enSWa* 

<£ 3 terien 



7© Sßievtiß &apittl 

tcrtctt in tk $tj?e tbun, auf alle gugen Idtiglidjtc 
<§>tücfe Rapier leimen, unb t>ie Äifre von auffett 
reefct mit $eer überaieben, um aller §eu$tig,feit 
bevoräufommen. 

(5$ ijfnocj) ansumerfen/ ba§ fcie Sifcfye &u ges 
wifien geiten franf finb, unb ba§ e$ fleroiffc 
Sabr^citen giebt, ba man ifjnen bie Jpaut niefct 
abstehen fännte, ofyne fte ber ©puppen &u be? 
rauben. SflSbarm würbe e$ vergeblich feijn, 
wenn man »erfiic^en tüollte, bie vonunä beftyrie* 
bene 3ttetbobe anjurcenben. 5lber man fann 
Ieiefct (eben, ob bk gifc^e/ tk man verliefen 
will/ biefe Zubereitung auäjie&en fönnem ^SBenn 
i&re Jpaut jerreijjt, ober ibre ©djuppen abfallen/ 
fo mu§ man not&wenbig eine bequemere S«t &* 
warten. 

(SrfWrung fcer 9* £afel* 

- 

£J\ie §igur A jrellet einen grojfen Sif4)vor,von 
*>"• ber ©attungftr Sfteermolfe, (Requins) 
Sttan nennet ibn ben/.£ammerjtfc|) ober3oc$>fü|"c&. 
(Marteau , Zigene») S9l«n ße&et ben 3u0 W 

©cfcnit* 






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-z^- r " 






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. 



• 






paf. 7& 



Tat. JX. 




93ott Den gtfc&em 7ü 

(gcbnitteS, ben man an bem 33aud) machen mu§, 
ben Ort , roo er anfangt unb roo er ein (5nbe bat. 

5Me gigur B. ftellet einen gtfcb »or, t>en 
man in ber Witte cntjiüci; fc&neiben null, um Die 
^)aut beffelben auf ein 33lat Rapier ju fleben, 
unt) fo su t>erf4)itfen* ©er $if$ i|r in ber £age/ 
in ber er fepn mu§; wenn man ben ©dmitt auf an» 
gen will. 9flan fielet bie 3ftd)tung t>eö 3n jiru* 
mentg/ unb ba§ eS ein groolftbeil ober ©ed)^ 
tbeil einc$ gofle* neben ber eigentlichen $ftitte 
U$ ßörperö angefe^t i|h 

£)ie §igur C freuet ben n<!mlid)en gifd) »or, 
wie er auf bem SKucfen liegt, bamit man eö aufbenr 
25audj eben \o, roie auf bemföucfen.mac&enfönnf* 
£)ag3njtrument ijt in ber Ortung, in ber e$ fegn 
mug, um ben $opf entpei) $u feiweiben; mb 
cj)e$ leichter i% roenn man bep bem untern $inn* 
baefen anfangt; unb Ut klinge beS 3"^wment6' 
burefo ba6 innere ber $irnf4)aie l)ineinjtecft. 

2)ie gigur D (Met bie £aut eines gifcfceS 
»or , welche, »ermittelfr ibrer natürlich? fiebrig 
ten Sfttatcrie, auf ein 93lat Rapier geflebt ifh 

<£ 4 95*<m 



72 güttfteö gapitel. 

SOtan fielet ; wie bie gloifcbern bee %'tcf eng unb 
M SBauc&g, unb bie an bem ©c&roanje, recfyt 
aulgebreitet werben muffen. Sftan fielet auefo, 
wie bie gioifebern ber O&ren ausgebreitet/ unb 
langft bei föcrperä auf bie @eite gelegt werben 
müjfen» 

günfteS ffapttel. 

$on ben ^eerfpmnen ober 

^eefterneit/ben^tad&elfif^en/ un& 
t)ctt £l)terpflatt&ett. 

ir wollen in biefem Kapitel von verfcfyic; 
benen Sitten ber 9Jleertl)iere Ijanbeln/ 
twlc&e man roebtr al$ eigentlich foge* 
nannte gifefce/ no$ all 3nfecten f noefo als 9ttu< 
fc&elwerfe betrachten fann, unb welche eine ge* 
rcijfe SftittdjTrajfe galten- 

3ßir wollen beo tiefen flfteergewädjfen anfand 
gen, weldje nur eine fel)r bunfledmpfinbuttgbeö 
SebenS baben, unb welche aug biefem ©runbeoon 
bm 9?aturfunbigern Stympflcmfcti (tnb genem 

net 




53ött fcett SOlcerfpttttten tc. 73 

«et werben, (Sfijr fcfcwer, eine reefct beutlicbc 
SBefcfcrcibung, bat>on ju machen, weil e$ rool tau» 
fenb untergebene Wirten unter i&nen giebt , unb 
»eil ft« faft gar feine bejlimmte $orm fyabm. 
&itfc befonbern ©efdjöpfe bleiben meijfrm&eilg 
an wrf^übenen Körpern bangenb/ ot)ne eine fort? 
gängige Sßewcgung ; unb man erfennet nur bloS 
barau$, bajj fte roirftid) ein Seben fcaben, weil 
man (ieöet/ ba§ jieftd) aufammen jieijen, wenn 
man fte anrühret SDiefe ©ewdc&fe, fo wie aud) 
bi* Sfteerinfecten , werben nur blo$ in getfrigen 
flu§igen SOJaterien »erfc^tef t. 

SRlan nennet $fteerfpittttett (etoiles de mer) 
eine anbete ©attung oon ©efäöpfen, welche bett 
gieren ein wenig djmlic&er jtnb. ©iebefre&enau* 
wrfäiebenen fleif(|)igten Steigen , welche aug ei? 
nem unb eben bemfelben «Wittelpimct fommett/ 
unb jtd) auf einerlei) %\b$t ausbreiten ; baber jie 
au$ imSranjßjtf^enben tarnen Etoiles (^ter* 
ne) befomm n Ijaben* 35ie meinen tlrten Ijabeii 
fünf gweioe: (10. $af. i, unb 4.313. )93erfd)ie* 
bene Wirten fjabm inbeffen nod) mefrcre.(ii« 

@ S Saf. 



74 gfinftes' gapttev 

$af. i. gig.) 5)ic 2lrt, welche t>on ben SRatur* 
funbtgern 9ftefcufa genennet wirb, unb auf bec 
io.-'Äaf. 8.3ig. uorgefMlet ifr, [)at teren eine 1 
tmgebeuere ^lenge* *3D?an bereitet biefe 5SJ^eerV 
(pinnen auf folgeribe 9lr t ju , um jte ju erhalten« 

©o balb ffe au$ bem £Ö?eer gebracht roorbett 
jtnb, fo mußmanuVauf ein 35ret auf bie ©eite 
beS 23auc&$ 'ober beä 9ftaul$ legen» (£)iefeg 
ijr bie «Säte/roelcjje in ber orbenriicfcen Sage biefer 
5l)iere gegen ben ®runb beS 9fteer$ ju jtel)et.) £)ie 
©pinnen ffretfen ftd) t>on fetbjt auf btefem Jßret, 
unb breiten alle t^e- Steige au$. £)ie ^eerfpin« 
nen, bei; -tonen- man biefe ^orftdjt nic&t angeben* 
t>et i;at / t)aben oft iljre Steige natye bepfammen, 
fcur(& eine jufammenjiebenbc Bewegung , welche 
j^nen natürlich ijt, unb welche ü)re gigur »erfreu 
Ufi SDa^ec fommt e$/ bajj faft in allen (Sabine» 
teßbie tOieerfpinnen »on ber ©attung ber tOte 
twfeö, an jtatt ba§ (te ausbreitet fentt follten/ 
nj$t ajiberft, benn als ein ungejhlter klumpen 
arpfeben jtnb, wie man auf ber io, $af» 8*3ig» 

biefe$ 



55ott fcett ^eerfpttttten tc. 7$ 
tfofel fef)en fatirt. 9ttan Idftet bie Weerfpmnen 
auf tiefem 23ret/ bijTfte tob fmb, b. i. fem) bt§ 
tö'er £dge. 2lföbann nimmt man fte I)et ab , um 
fte auetrocfnen ju laffem 3(flein man mu§ t>ets 
fdwbene Mittel amuenben, bamit fte tei^t t>oll^ 

Fommen au^ttöcfnen fönnen» 

1 
<2£enn bit ^tteetfpinnen flein jmfc, unb &aupts; 
fdcbiid^ nur eine mittelmäßige £)itfe j)aben/ fo : 
befielen biefe Mittel nur bötinnen, ba§ man fte, 
auf einige 5lua,enblicfe , enttuebet in eine geiflige 
fmgige Materie, übet in jiebenbeö Gaffer wirft, 
(gme.e-fo wobl alö top anbete tfyut an einem fehlet* 
mtdjten QBefen/ woüon ber $Ieifcfcfötper ber 
Rinnen butc^brungen ifl , t)k nämliche <?Bitt 
fung ; wie an bem SSBeiffen im @ö; nämliö) e$ 
giebt ibm eine a,ewifte JDicfe unb S3ejtia,feit, in? 
bem eö baflelbegetinnen mac^t mobutcl) Me ftfug* 
trocfnurig befotbett witb/ 

933enn Sie Spinnen bicfer finb, fu i(t t$ ratfc 
famb#man f e^e man jte auätroefaen täflet (Ic 
ofmt/ tim bie 2(tt t>on gleifc^ ober ba$ $ar<n* 

cfcom« 



76 günfteS $apttel, 

cfcuma l)erau$ $u nehmen , roo baö innere berfel* 
fcen angcfuUet ifh 9?od) t>orl)er abev mu§ man 
fcie (Spinnen auf einige $lugenblicfe in eine gei|te 
ge $ü§ige Materie ober in ftebenbeS Gaffer legen. 
£>a3 §leif$ ober «Parendjoma erlangt baburefo eine 
Sßcjtigfeit, obne welche man baffelbe nic^t |o leicht 
ergreifen unb »on ber |)aut abfonbem fönnte. 
$Dod) rnufr man r)ierbeö biefee anmerfen, t>a§t>ie 
SBirfungbeö 298eingeijie$ unbbeg jtebenbenSSBaf' 
ferS biefe^aren4)i)maaüäu brühig machen, als 
taß man bie<Spinnen gleich in bem erjtenSlugenblir' 
cfnen tonnte. 9ttan mu§ fte notfyroenbig/ breo 
ober \>ier §äge lang, wieber ein wenig wei(fy wer* 
fcen laften/ er)e man baran gebenft, btö 3ftnwen* 
t>igefyerau$&u nehmen. 

Mm fanoeo ^eraugnefjmung beffelben, Ben 
wvfcfyebenen Sitten »on Stteeffpinnen, folgenbe 
»ergebene 9Jlett)oben beoba^tem Einige oon 
tiefen ©pinnen fcaben auf ber ©eite b*$ Sttaul* 
öberbeS SSauc&S einen @4>m>ober ©paltung, 
» 'tfyt bon bem SDJittefpunct f ommt , unb einen 

leben 



95ott fcett ^eetfptrtnen $c 77 

leben aon ben gweigen fcer ©pinne in äween$l)et* 
Ieabfonbert. (io.$af*4. unb 5. gig. n.Saf. 
5. gig.) €$ wirb W* f^ n / & a $ Sfctf$i)erau$ 
gu nejwien, wenn man einen ©djnitt ma$t,bett 
man nacl? t>er (Spaltung, in ber ganjen gange ei* 
ne$ jeknSweig^ fortführet 

5m anbern ©pinnen (10. $af. 3-SigOijt 
biefe (Spaltung entrceber nidjt angebracht / ober 
fte ijr burc|) eine fnorpelicfyte unb fyarte Materie 
wrfctyofien , toeldje allju fcfctper ju erofnen i% 
Slber ba$ Oberteil ober ber SKucfen beS $l)ier$, 
unb bat Unterteil ober ber 35au$ jtno beutlicfc 
»on einanber abgefonbert; bergeftalt, \>a§ tk 3u* 
fammenfügung ber untern 4)aut mit ber obem 
burd) eine merf lic&e Sinie bejeic&net tji , welcfceunt 
ben SKanb ber ©pinne i)erum geljet, inbem fiebern 
Umfang eines jeben Swifle* folgt. SO^an f amt 
einen ©djnitt auf ber ©eitebeS 53aud)$ machen/ 
ein wenig biffeitS beS SKanbeg / unb beolduji'g bie* 
fer Sinie folgen, wie in ber 1©. $af. 3. gig. an* 
gejeigt ijr. SRan ^attn ber gigur biefe Sinie et* 
ms jlarfef gejciitmt, aß {fe in ber Statur iff; 

(®ie|>* 



?8 Sanftes gCapiteU 

(©ietjebiejroo @pi^n A unb B, in ber r?$fe 

ber iQ v ?af.) SSermittelfr tiefet ©cfcnitteg fann 
man baö Unterteil unt) tag Oberteil t>on ber 
iDaut gdnjlic& abfonbern, wie in ber 1 1. $af. 2. 
«nb 3. S«0. ju fel)enijt, unb bie ganje $)ia\Je 
Ui Sleifdjeö roegnebmen. 

£>a e$ unmöglich, bie ©eiten ber |jaüi$öfc 
lig genau roieber mit einanber &ufammenju fügen, 
unb bie ©pinne in i&rer ganjen ®röffe t>oi zufiel* 
lern fo crtüa^Icn einige sperfonen lieber folgenbe 
Sttetbobe. 

©ie nehmen ba£ 3ttn wenige biefer ©attutig 
»on SOleerfpinnen l)erau$/ inbem fte nur an bem 
Sftittelpunct, bj. an bem Ott, roo ji# bie ©pi* 
$en auf ber ©.eite.be« SKucfen« »ereinigen , einen 
girfelformigen @d?nitt mac&en. 9ftan fann ben 
3ug biefe* ©drittes fe&en, in ber 10. £af. i.unb 
2. gig. £$ Iaflet ftcfo, »ermittelft ber burd) t>te^ 
feit ©c&nitt gemachten £>efnung, alles g(eifd) 
leiefytlicfc IjerauS bringen^ nait^)ülfe eines ges 
frümmteneifetnen&ratf, ben man in ta* Bum* 

re 



SSott fc>en ^eevfpintten tc* 79 
re ber Steige ^imin triebt. 2>iefe t0Zet^ot)e f)at 
tie Unbequemlid;feit/ t>a§ jte bre Spinne auf t>etr 
(geite beg SKütfettf ein wenig tjerunftaltet, roeil 
ber$beil ber Jpaut, ber in bem Birfelforraigen 
edjnittmit begriffen i(t, \>on bem 9Refl abgefon? 
bert bleibt» Sflan f önnte aber bie fer Unbequem? 
lic&feit abhelfen, wenn man ben £ixM nicfct ganj 
ausmachte , unb biefen $i)eil ber ^p8ut an einer 
@tite immer an einigen groeigen ber Spinnen 
t)ätiamt> 

9ttan mag eg nun matten wie man will, um 
bie SÖieerfpinnen ober il)re£dute aufbereiten, fo 
ijt bücfcjf notb^cnbig, i>a§ man fie recbt attftrotf? 
nen laffe. @S gefdjiebet foI<$eö am gefc()Tuinbe? 
fhn, wenn man jte mit einem gaben, üermittelfr 
tyrer %m'w, auffangt, bergejtait bag jte aüente 
falben frep jmb unb nirgenb^ anflojfen , unbmenn 
man jte foöon ber ©onne befcfteinen unb v>an hm 
CCßinb außmeben IäjTer* 2Benn fte recfyt trocfett 
jmb, fo ijt roeiter nicl)^ me&rju t&un, al$ bag 
man jte mit einem pUn fcwr^fi^tigm girnj 



über? 



8o göttfteS gapttel* 

uber&iet)et, unb (te fcbicbtiueife mit finben Sftate* 
tien einpacfet. Übrigens gebraust man babty 
bie allgemeinen ^erroafyrunggmittel, bie wir fefcon 
betrieben babem 

£ie ©tacbelftfc&e, Sfteerigehc. ftnb meiere $b»e* 
re, bie mit einer bieten (Schale bebeett ftnb y auf 
rceleber barte ©pi^en in bte Jg>6^c geben , baoon 
einige febr fubtil, Die anbern febr bitf, einigeJang, 
Die anbern fürs ftnb, nacb benunterfd;iebenenSlr« 
ten. Sbre gorm ift aueb überaus mannigfaltig ; 
bie einen ftnb fajl fugelformig; tit anbern ftnb 
platt; e$ gtebt aud) enförmige Je» Sie 12. $af. 
gig. A, B,jc.fann einen begriff »on biefen »er* 
fcfctebenen formen geben, 

SDtc 93orftcbt, fo man ben Surfet; iefung ber 
©tacbelftfcbe anjumenben bat / bejtebet barinnen, 
bafj manfte t>or ber gdulnijj »ermabre unb oer-; 
binbere, ba$ bte <?pi§en nk&t jerbreefcen ober 
beraugfallen/ menn bie ©tadjelftfcbe fef>r flein 
fo ijt e$ fdjon binldngli^ jur Stobinbcrung ber 
gdulnifj, wenn manltettlicfc« $dgein einer geifti* 

gen 



$ott t>ctt ^eerfptttttctt ic St 

gen ßüßigm Materie liegen, unb fobann ge* 
fe&roinb atiStvofnen Idffet. !€* ift aber in allen 
gdüen oiel bejjer, unb, wenn bie <gtad)e!fifd)eein 
wenig gro§ ftnb/ notljwenbig | b«§ man ba$ in 
ber (?$ale fhefenbe gleifdb »öllig \)tvw$M\)mt. 
S)iefe$ fonn leicht gefcfcejjen, wrmitteljt einer na» 
türlicfcen .Oefnung, welche ftd) an bem Unterteil 
be$ @tacbeljüf(&c$/ ober ber ©eite, bie gegen betl 
®runb be6 9fteerg ju gewenbet ijt, bejmbet. 
£}aS Sftaul beS $biet8 ijt an biefer Defnung. 
<S$ bangt an bem SKeft ber @$a!e nur mit ei* 
mmbünnert ^dutgen, unb egi|tleicl)t y baffelbc 
bmeinwdrtS &u ftoffem Sllebann nimmt man 
mit einem eifernen£)rat/ ober einem @tdbgen y al» 
leg in bem 3«m™ befmblicfee gleifcb beraub 
tiftan tbut herauf Gaffer ober SBronbwein bin» 
ein/ um bie <8cbale innroenbig gar ju reinigen, 
cjßenn biefeS gegeben ift, fo b«t man weiter 
nid)t$ &utbun , aU b$ man ben ©tadjeljifcb redjt 
auätrofnen laffet/ el)e man if)n einpacket. 

5Die Spaltung ber ©piöen beS @tad)elfw 
f$eg beruhet auf folgenben ^unetem i) Sttan 

3 mug 



82 günfteS gapittl 

mu§ ibn rec^t augtrofnen IafTcn y wnb i()n forool 
t>or ter Säumig/ alö ror bem Ungeziefer »ertrag 
rem 2) Sftan mu§ einen jeben ©tacfceljifcb in 

reine eigene (gd)od)tel legen, mit 35aumroolle ober 
anbern weisen Materien. 3) Sftan mufj ifm 

•fo. legen, t>a§ bie ©pitjen untern>eg6 niefct abbre? 

lifeht; noefy I)erau£get)en fonnen. 

$<an wirb ni$t übel tfjun, wenn man von 
Jetet 31« ber <Staci)elftj'cbe üireen fc^det* 2>on 
tem einen fann man t)ie ©pü§en foerabnelmien, 
fü ba§ nur feine blofe &&)ak ba ifh £ie £ieb> 
fyaber fet)en e^ gerne, wenn \k biefelben auf tiefe 
gedoppelte 5irt befommen f onnen. 5Die (glatt 
$cl|if4>e, fo iljter (^pi§cn beraubt ftnb/ fönnen 
auf bie ndmlidje Slrt unb in ben ndmlitijen ®it 
ffrn, tote bie (Scalen unt> 9ftufd;efn, »erlieft 
nxrben. 

9Bir trollen l)ier eine 5lnmerfung roieberf)o* 
Ien / t>ii mir fdjon gemacht baben, unb beren 
SSeobacfctung, jur (Sr&altung aller *D?eergef#öpfe 
!)6$ftnotöroenbig tjt dlamlify man muß nie* 

maß 



??a<?< t?£. 



Tah.JC. 




SQon &en Stteevfpmttett «♦ gj 
mal« unterlagen, fte in füftem ^Bafffr &u wa< 
fcfofn, ebe man fte au&rofnen Idffet. £a$ 
SKeerwaffe r fubret/ auffer t>em ©afj , ba$ man j« 
ben epeifen gebrauchet, twfy eine anbere $rt 
uon®a!jbei) ficb,roelcJ)e$ bie&ucbtigieit berguft 
an ftdniefjet« Mitbin würben bie «Öfcerförper, 
bie niefct tn füffem 2Baffcr geroaföcn ober »ort 
ibrer falzten Materie redjt befreoet morbett, 
aUemal eine fcbdblictje geuefctigfeit mieber anne^ 
men unb bebalten, roelcbe eine §4ulro| aller bau* 
tigten ^rbetlc »erurfaefcen mürbe; unb Ue ©ta* 
$M\fy, h & Wittben/ ofcne biefe Söorftcfct, all* 
ibre ©pi^en »erliefen. 

(Srflärttng ber Spuren 5er io, &Ä 
Sott $>m Sßeerfptnnetu .-. 

^JSit i» Sigtir jtellet eine $leerfpinne »on bec 
^ 2lrt ber jenigen cor, rcelc&e biet unb fleifefcigt 
ftnb, Sftan ftebet baran ben jirfelförmigert 
©c&nttt, ber an bem SWittelptuict be$ fftuefen* 
ifi gemac&t morben. 

8 2 £>i* 



84 güttfteg gapttel. 

3>ie 2.gi0urij?cine^eerfpinne^ont»crndtti* 
lidjtn ©attung, aber gröffcr* $ttan jtefyet f)ier, 
wie bie .Jpaut an bem fftanbe beä jirfelförmigcn 
^$nittf$ (14) ctroaö jwrüfgejogen ^at, ünö alfo 
*in wenig weiter baüon entfernt tfh SDurd) biefe 
£>efmtng nimmt man t»aö gletfcfc ber 9fteerfpinne 
erau& 



Sie 3 . Siflur ijr eine tftteerfpinne »on t>er ndm? 
liefert Gattung, welche oon ber ©eitebeSSSauc&S 
äejetdjnet ijt. ©iefes ifr eine »on benen @pin* 
nen, auä weißen man baSftleifd) foerau&te&men 
farni, wenn man ta6 .Oberteil Donbem Unter? 
tljeil abfonbert. -Die jroo etwas ftarfern hinten/ 
we!#e an bem tftanb ber swo @pi$en AB fort? 
laufen/ jeigen ben gua, be$ @d;nitte$ an, ben 
man/ ring« um hit @pi^en &erum, machen mu§, 
t»amit man bie jweenS&eile wn einander abfon? 
fcere. 

S>ie 4» St'3«r itf eine Sföeerfpinne »on ftetr 
3(rt ber Jensen, weiße in ber Sttitte einer jeben 
»oniljren ©pü}en/ an bem Unterteil ober SSaucfc, 

«inen 



einen @#Iii? ober eine (Spaltung fjaben* ©er 
Schnitt/ kn man madjen mu§, bamit man baä 
gleifd) &erau$ tf)un f önne , mu§ auf bie ganje 
Sänge tiefer ©paltungen paffen. 

©ie s* Sipr jWIetbie na'mlidje SHeerfpinne 
etroaS größer »or. Sttan fte&et baran ben 
©ebnitt, ben man ldna,ftfcer©c&liße ober6pal« 
tungen einer feben <&y\%t gemalt f)at/ fcur4> 
melden tag %\i\{§ herausgenommen roorben ifr 
SDtc |>aut ju beoben ©eiten be$ ©c^nitteö f)at 
(üb, burefr bie SfuStrofnung, jurüfge&ogen, unb 
lafter einen gtmfc&enraum in ber Sföitte* 

2)ie in ber 6. «nb 7. gigur öorgefreHten SÜleer* 
fpinnen ftnb »on ber 5(rt berienigen, ben benen 
e* nid)t nötl)ig ijr, baSgleijty ^erauSjutbun, 
unb bie man/ in einer geijtigen f!ü§igen Materie, 
ober auSgetrofner, Derfdncfen fann» 

£)ie 8. fym «ft «ine Sfteerfpinne »on ber 
Gattung ber Sttetmfett/ beren Smeige (ttt, in 
ber ä^nung/ in Sorm eines 5Uumpen$ ober 
ßneuelg sufammengejogen »feinen. SDton 

% 3 ftnbet 



86 fünftes gwtel 

ftnbet jte in ber 9?orbfce. $higbergleid)en Stteer* 
fpinnen nimmt man t»as 3ieif4) nicfct j)erau$. 

NB. £)ie 6. 7. unb 8. Sigur ftnb jufpät bin* 
ju gefommen; belegen f)at manbie ac^tc über? 
ouö fefor in baä kleine bringen muffen, 

11. &aftl 

■ • ' " 

<J\ie 1. $tgur iji eine Qfteerfpinne mit vielen 
>fr '©pi^eri/Don ber man tjier ben SKücfen ober 
1)tö Dbert&eü fiel)et. 

§ie 2. gigur (teilet bie ndmlidje SÜfteerfpinne 
»or , roie jte auf bem ^5aucb ober Unterteil aus* 
fielet. SDiefeä ifi eine von ben jenigen 9JJeerfpin* 
nen, au$ benen man ba$ gleifct) fyerauönimmt, 
inbem man $a$ Unterteil »on bem Oberteil 
abfonbeit, burd) einen @4mitt, ben man längjt 
beSSKanbeS ber ©pinne fo fortführet/ bajjman 
baben bem Umfang ber @ph$en folgt. Whn 
ffe&et, wie biefe Sibfonberung an ben @pif|en A 
unb B angefangen ift, 

3 S)ie 3. gigur ffellet U& Oberteil ber näm* 
liefen Weerfpinnepor, mit e$ inmwnbig auäjte* 

!)et. 



m§ . (?&> 



j^eTTJpmaetL^ 



TzlI.XI. 










s 






• 



• 









... 



. •: 









paf 



, <?r. 



c$tgcr)elflfc^ 



T^.JCE . 




fEott fcett Stteerfpmttett tc. 87 

&<t. Wm jmbet, ba§ e$ mm bem UntertbetI 
abgefunbert, unb t>a§ t>a$ 5leif$ berauggenom* 
mm i(L 

£>ie4.unb s* Stpt ftnb Spinnen auSbem 
inbianifc&at 9J2eer, bic in ber gckfyming ^ er ö ^ 
Heiner t>orgefleQt werben, al6 jte wirf lieft in ber 
Slatm fmb, üornefomlicft \>k Spinne No. 4. 

i2« XaftU 

35on t>en ©tacßelfifdöem 

ie gigur A jWIct einen ©tacftelftfcfc »or, 
ber in bem rotten unb in bem africanifefcen 
Sfteer fel)r gemein ifh 

©ie Sigur B frellet einen ©tadjelftfcfc mit 
langen unb stemhd) biefen @pit?en »or, berglci* 
cfcen ftc& in bem mittelldnbifc&en 2fteer bejmben. 

Die §igur C ifhin@tac&fljtf$ / ben manbe» 

%tit be grance fmbet. 
D ifl ein ©tacftelftity »on &« gemeinden 2fet 
2>ie Figuren E, F, ffnb ©tac&eljtfc&e, wefe 

c&e (?# in ben inbianifc&en «nb americamfäjen 

SWeerm befmben. 

3 4 SD« 



S§' 




88 (^edfjjfeS gapitel* 

2)ie $igur G, ffrlkt bcts 9ftauleine£ @tadjd* 
ftfd?e6 cor , welcfceg l)tcr greflcr abgezeichnet wor* 
ten/ a!$ eg wirfli$ in O^atuc ifh 

(Scc^fteö gapttel. 

SSon fcen gieren, tue mit <Sdjalett 
bettcft fmt>» 

diejenigen Sfjiere, (fte mögen jtd) nuninbem 
$fteer ; ober in glüjfen, ober auf ber Grr» 
be aufhalten, ) beren gleifcfy unb Qjinge* 
weibe mit einer $rt üon einer bieten SRinbe ober 
@d)ale umgeben ifr, meiere iljnen jugleicfc ftatt 
ber 5?nod)en unb ber Jpaut, womit bie onbern 
Spiere bebeeft jtnb, bienet, geboren ju biefer ©at* 
tung, unb werben bafjer t>on ben Sftaturfünbigern 
(Sc^alettt^tere (animanx cruftaces) genennet, 
dergleichen ftnb Ut Krabben (crabes) unb bie 
SSrebfe. 

Sie $orm ber Krabben ijt etwa« rünb unb 
jjemeiniglid) platt (SS'giebt beren unenbluft 
»iele Wirten. 3n ben inbianifefcen unb americanU 

fc&en 

■ 



SSptt fcett Styterett k. 89 

fd)ett beeren fmbet man fc^tr fonterbarc. 2Me 
tfrebfe Ijaben eine längIi$tere§orttw mit einem 
langen eebroanje. 93on biefer ©attung ftnb 
t»te glugfrebfe unt) bie großen 9fteerfrebfe, bie 
Duromer genennet werten/ mgktc^cn auefc t>tc 
S0ieerl)cimc Je. 

Ob mangteid) bie ärabben unb flrebfe, wenn 
man »ifl , in geijligen flüjfigen Materien wrfcfci* 
den fann, fo ij! bo$ mit tiefer Wetfeobe eine 
große Unbequemlicfcfeit wrtnüpft» Sebermann 
roei§, bajjbie £rebfe/ wenn man fte ftebet, ibre 
natürliche bunfelgraue garbe »erliefen unb rotb 
»erben* SCßenn man tiefe $l)iere in SBeingeifr 
legt/ fo bringt berfetbe eben biefe SßBirfung ber> 
»or unb »eranbert gdajlict) il>re natürliche garbe. 
2lu$ eben bem (Brunbe mu§ man tie $fyiere u 0n 
tiefer 5lrt/ meiere man »er Riefen will, niemals 
iteten laffen. ®ä giebt mbeffen bod) $()iere t>ott 
biefer Slrt, bie fo flein {int, ba§ e$au>fc&wel)r ifc 
tag Snnroenbige beraub ju nehmen/ um fle auf ei* 
ne wülommenere %t ju erhalten; unb manijl, 
roiber SSBiüen / gezwungen ; fte in Maffia ober an? 

8 5 bem 



} 

90 ©ccfjtfeS gapittl 

bern bergjeictyen Zügigen Sttaterien ju t>erfd)icfen. 
JJti biefem Sali mug man if)re Q3cmc unter ibrem 
SSaucfc jufammenlegen, unt> il)re $8ärte in bie ge* 
porige Sage bringen; fobann tmtfelt man t»a8 
ganje 21)ier in ein @tu<f Seinroanb, umn>el$e6 
man einen gaben etlichemal berumroinbet, bamit 
c6 »efr bleibe unb wirft bafieibe in bie fwgige 
Sftatetie* 

diejenige 2lrt tso« Krabben, roelcfye in bie 9ftu* 
fcfyelfdjalen frieden, unb bie man in?gemein @tt* 
fteMer (Bernard Thermite ) nennet (13. $af» 
7. fig.) tuirb auf folgenbe 5lrt in ben geizigen 
flügigen Materien wrftyicft. SDJan umroicfelt 
|te,nebfrt{)rer flttufc&elfcbale, mit ?einw>anb, unb 
Itgt fie fobann in bie flügige Materie» 

^a$ biejenigen ©c&alt&iere anbelanget; roefc 
$e grog genug jlnb , bag man ibr gleif$ betaut 
nehmen tan, fo »erfenbet man »on ibnen nicbtf, 
tft nur bie äuflfere ©ecfe ober ©#alc, 5ln beti 
SSmbhm barf man nic&tä f als ben &ib unb bie 
gufic ober ©beeren auSm&mem SBenn man 

beti 



SSott fcett Sfjteren ic. 91 

ben ?eib augnebmen nnü*, fo t|)ut man bie @$a< 
Ie, fo ben SKüefen formirt, weg, (13. $af. £ ! 
unb 3. gig.) unt> fonbcrt felbige t>on bem Untere 
tbeil ab, an roelcfcem bie ^ctyeeren unb fafr alleS 
Snnerütfjebeö $biei'3 (jdngenb bleiben« (13. £af. 
ij S«öO <5>obann reiniget manbag Snmuenbige 
be6 SHücfenä mit einer deinen @oatel/ ober mit 
einem (gtutfgen £oIj/ ba& an einem dnbe platt 
ijh Solan reibt eg Ijierauf mit einer f leinen 33ür* 
fte ober einem ^infel in einer ©$a(e mitSSBaffet 
ab , njoburcb H völlig gar rein wirb» D?a$ bie* 
fem reiniget man t>a$ Unterteil/ inbem man aüeg 
©ngercetbe unb gleifd) feerau* t$ttk 9ttan mu§ 
foIc^eö,.aud) jlotf augbürffrn, unb febr forgfdltig 
abroafcben, inbem man ^Baffer aus einem ©e* 
fd§ barüber gießt/ welc^c^ man etroaS I)od)auf;5 
t)ebt, bamitbaS Raffer mit einiger ©eroalt l)in* 
ab falle. SDiefcg. roteber&olt man jum äftern, ei? 
nen ober jroeen Sage lang. *D?an nimmt mfy 
auß ben jroo großen »orbern ©beeren ba$ Sleifty 
herauf/ fo bar innen |Mt, unb par auf folgern 
fec^rt» SSttan nimmt t>al fleinjie %ilber©#«* 

n 



92 @ec&jle$ gapittl 

u binroeg: biefeS ift allemal bagjenige/ fo wv 
wdrtg ift unb fid} in t>em ®elenfe bewegt; ee ijr 
in bei* 13. $af. 6. Big; mit E bejeic&neU £>utd) 
feie Defnung nun/ fo burd) SEßegnebmung fceffefe 
l>ett enthebet , jiebet man mit einem frummen ei* 
fernen 2>rat allel bat gleifty berauS, fo in bem 
Snnern beS geoffen unb bieten $beiB bec @cbee* 
re,baö inbefagter Siguvmitß bejäcbnet ifb flecft» 
©obiinn tl)ut man taö fleine £l)eil bec @4>eerc 
rciebec an feinen Ort* SKan f ann aueb ba$ Sf ?if(fc 
teon bem SKefl ber »orbern 55eine Ijeraug nebmen, 
n?enn man U$ £><iutgen, fo bie £)efnungen eineS 
jebtn ©elenfS »erfcfcliejfet, burd)fä)neibet. ©ie* 
fee bat feinen 3fau$en, aU nur be» fel)r groffen 
urib tücfeit S&iecen. 

SUiS ben©$alentl)ierett »on länglicfctecgorm, 
«nb »Ott bec Gattung bec ärebfe, nimmt man 
ba$ SWfcfc un ^ Singeroeibe, wiebe» ben&rabjs 
fecn becaufy fo»iel ndmlicfobengeib unb bie©cbee* 
ten obec gufle anbeteift. SIBag abec ben @d)roanj 
anbelangt, fo mu§ man if)n »on bem Selb be» 
fernem ©elenfe abtöfen, inbem man mit einem 

©c^ab* 



Sßott t>m Spieren & 93 

(gc&abmeJTer ober einem anbern fc&neibenben^n* 
jtrument tot |)autgen beg untern $f)eiB be$ 
«c&wanjtf queer entjtuep fc&neibet. (13. $af. 
5. S«8. ) <5obann fc&iebt man ein ^täbgety 
t>a^ eine Heine brumme ftat, unb an bem einen 
@nbe wie eine fcfjmale @patel formirt i|t/ ganj 
gemacfc jroifcjjen t>ä$ gleifcj) unb bie ©djale bin* 
ein/ tmb löfet bamit alle* Sleifcfc beg (gdjwan* 
je$ ring^erum ob. Sttan mu§ jtcl) in $cf)t 
nehmen, wenn man an ben auggel)üf)!ten $f)eil 
fommt, ber in ber 8- "gifl* mit A bejeic&mt ijfy 
ba§ man nic&t auf bie .Jpdutgen brücfe, ml$t 
bcn untern $l)eil betf <gcj)wan&e$ auämac&cn, in* 
bem man folc&t leicht aerreifien fönnfe. $ttatt 
mu§ im ©egent&eil mit ber Spatel gegen btö 
gleifd) brücfen. S8en biefer ganjen Verrichtung 
mu§ man fef)r gemacfc unb be&utfam »erfahren, 
bamit man ti^t \o serbre$u$en Steile nid)t be» 
fc&äbige» 2Bemt nun t>a& gletfdj auf biefc 9ftt 
abgeltet ijr, fa fann man cl olme $$ü|e au* 
bem <s5djw«n$ $aasi6iit)m». 

SBemt 



94 ©edjjfeg gTapiteL 

2Benn bic ©c&alentbiere, fte mögen nun tfrafc 
ben ober $rebfe (etw, aufgenommen unb geroa* 
fd)en roorben ftnb , fo mujj man fte trocfen wer* 
ben laflfen. Sftan legt fte ju bem (Snbe au%? 
fkecft auf ein SSret, unb bei) ben Krabben legt 
man bie 23eine fo, wie in ber i. $1$. angezeigt 
ift; beo ben Ärebfen aber legt man fte nacl) ber 
Sdnge gegen ben QSaudj, wie bie 5*§igur weifet, 
Sftan muß bie 23drte forgfdltig in ibre rechte 
Sage bringen ; unb bamit fte ftcb, im SluStroct^ 
nen, nicfct frümmen, fo legt man etliche ©tücfe 
^>ol5 barauf. 9ttan fe^t fte fobann jum 2luS* 
tr.ocfnen an einem -Ort/ wo bie guft überall freien 
gugang bat, aber bo$ in ben ©chatten ; benn 
wenn bie (gönnen jlrablen frei) barauf fallen , fo 
berurfacben fte eine 33erdntJerung ibrergarbewie 
t>a$ jtebenbe ^Baffer ober ber ^Beingeijh 

3Benn nunbiefe $b»ere auf fol#e $frt jubem? 
tetftnb, fo ift nic&tSmebr übrig/ al$ fte, ober t>iel^ 
mebr ibre (Scalen einjupaefem Sftan tbut alle 
§.fyik, bte man abgefonbert fyatte, mieber an ify 
u ©telle^nb füllet alle leere ffidumgen mit 23aum* 

»olle 



SSO« t>ert Saferen k. 95 

wolle auß, nebjtein wenig von calcinirtem 2JIamt 
ober $a!f, ber oon jtd) felbjf gelöst unb ju 
©taub geworben ift SKan legt alle Süffe un* 
terftd) unt) in ü)re natürliche Sage. Unb bamit 
alle$ befto unoerrutfter beofammeti bleibe, fo fönn* 
teman ben 2eib, tie $üfle tmt» ben ®4}wan$, 
(wenn man einen MvM oor ft$ bat/) &ufamrneit 
bcoeftigen, üermittelfr eineö eifernenSDratö, ber 
burd) bie Baumwolle/ womit tiefe $beile augge* 
füllet <tnt>, gel)en müjte. Man micfelt baö S&iec 
m geinmanb unb legt e$ in «ine ©c^atijtel , bic 
lang genug ijt, bamit oic Särte tarinnen Sftaum 
fcaben f 6nnen , otyne abzubrechen. (§g ifr leicht ju 
«ragten, k§ man beo (Sinpacfuna, fo xerbreebli* 
$er ©a$ennicbtiuoiel^orftc&t amm*nben fann. 
33or allen fingen ifr barauf ju fri)en, öa§man 
feine oerjtammelte Krabben fctucfe / haß ifr , feine 
folc^e, bie ibre Steine ober SBdrteüerlobren babem 
(^rflarung 5er 13. Safef» 

SBon (fit gieren, fcie mit ©djalm 

bebecft fwfc* 
<J\i« 1» Sfeur flellet eine Krabbe oor, an bec 

^ bie ®cbaVfobenSKttcfenformirt,meggw 

nomi 



96 @ec&ffe$ gapttei 

nommen i{!,umalle$ Sleifcfc, fo innmenbigftecff, 
rein l)erau$äu bringen; welcbeä an bei* Krabbe* | 
fo man bier {tebet, gegeben ift. 

£)ie 2* $ig. (teilet bie @c&ale be$ 9?ucfene cor/ 
wie jte »on Dem ?Kefl be$ $örperö abgefonbert, 
unb t>on aufien anjufeben i{t. 

SDie 3. Sigur tjl bie ndmlicbe ©cbalc^ wie fit 
umgewenbet ober uon innen auflebet. 

Sie 4. gig. {teilet eine auf bemSRutfen liegen* 
be Krabbe t>or, baran man feben fan , wie bie 
25eine jufammen gelegt werben muffen, ebe man 
fte mit geinwanb umwicfelt» 

SDie 5. gtgur {teilet einen groflen 9J?eerfreb$ 
uor» tSJlan {tebet, wie ber @djwan5 von bem 
Körper abgelöfet ijr , bamit man öa$ Sleifcf) bec* 
aus bringen forme. Sttan {tebet aucb , wie man bie 
güffe legen mu§, ebe man la$ ttytx in Seinwanb 
wirf elt, um e$ fobann einjupacfen. 

tÖie 6. Sig. {teilet eine grofle itrebäfcfyeer vor. 
SOfam tfebet bie? ^ kleinere $beil berfelben , E, 
bag man »Ott feiner ©teile wegnebmen mu§/ um 

fobann 



P*#-fff- 



j$ et) aie 



ert^ptnere + 



Tzi.XM. 



<#*< J, 




'■.- 






/' 



$8ou.&ett£&terett.*c. 97 

fpöann burd) tit Oefnung be$ ©elenfS ba$ trt 
bem gröjfern $j)eli B befinblictK pfeifet) Ijerau* 
ju nehmen. 

übie 7. gtgur pellet eine fold)e Krabbe m, 
bie man insgemein ben €mftet>ler (Bernard 
.Thermite) nennet, unb bieinbie^Jhifc&elfcbalett 
jwc&t. Sftan fielet , wie bie gujje beg £()ier$ 
gelegt roevben mäffen/ el)e man tt einmicfelt, uht 
eö fobann in eine geiftige flü§ige 9ftaterie jtt 
werfen» 

£)t'e 8» §i0. pellet ben £lueerfd)nitt an bem 
^4)wanj eine^ ÄrebfeS »or, befien ausgebt* 
@eite mit A bejeicfcnet ijh 

©lebend S&>feel» 

$on im Stifteten* 

^C|\ir befümmern un£ Ijjer niebt um bie Sin* 
«f4i? t&eilungen, unter n>eld)e bie Sttaturfünbi* 
ger bie t>er(c&tebenen2lrten ber^nfecten ge* 
bracht fcaben. <3Bitr betrachten fie nur in ,mt 
(tcfyt auf bie @prgfalt, bie man anwenden mu§, 

& um 



9S ©teben&eS STapitcK 

! um jte ju ehalten, unb teilen jte alfo in breij 

©äffen ein. 

gu bcr erjten klaffe rennen wir alle biejenis 
gen 3nfecten,beren Körper bauptfäcblid) w$ ei* 
tter 2trt »on $teifc& ober weitem $arenc&i)ma 
befielt, unb bai)er niefct auSgetrofnet werben 
lann/ ober bureb bic 2lu$trornung fajr gänjlidj 
feine fyxm »crlicfcrcn würbe. JDergleicben jtnb 
alle Wirten t>on Türmern unb »ort 'Staupen/ bic 
Motten, tk Saufenbfüfle, ( Mille -pieds,) bic 
Ulfiel? ober $ellerwurmer/bie ©c&arlac&wurmer 
ober SofcbeniUen jc. 2lUe Snfccten »on biefer 
(Stoffe fönnen nidjt anbjerjt, M in einer geiffigen 
pgigen Materie aufbehalten werben. SBcnn 
man fte alfo »erliefen wiH, fo barf man weiter 
nichts tyun, aW'nurjic in ein ©efägoolI25ranb* 
mein/ (»on welcher $rt berfelbe feon mag,) ober 
>U SBeingeift/ ber mit SBaffer gcfcfcwdc&t ift, 
legen. Sttart mu§ ben 95ranbwein, in ben man 
fie juerft gelegt bat/ wegftyütten unb frifeben 
darüber gieffen, unb baSjenige beobachten , m& 
hinüber in bem Kapitel »on bm Sfögeln ift gte 

m .... 

fagt 



95ott bot ^nfectcm 9# 

faßt warben. 2)ie @eewürmer unb t>crfd^iebcne 
anbere ^nfecten, bit fld? in bem ^Baffer aufhalf 
ten, muffen- auf biefe 2irt »erfcfcitf t werben. 

3n bie jwote (Elaffe fe^en wir diejenigen 3fa 
fecteO/ welche man ni$t anbetjt/ al$ auägetrof* 
net, wrfcfyitfen fann, unb welche burefo bett 
25ranbwein alle iljre ©cbägbatfeit »erlie&reh 
würben. £>iefe klaffe begreift nur bie @$met# 
terlinge unb eine geringe Slnja^l oon gemiflfen 
Strien von fliegen in jk^/ beren glügel, fo roie 
ber Schmetterlinge if)re/ mit einem gtänjenbett 
(gtaub bebeeft jmb, ben fle in ber flüjjigen Sitta* 
terie oerliefyren würben. £>a biefe Wirten tioVSJtp 
fecten gemeiniglich fe&r Heine Körper unb weit 
auSgebreitele glugel fcaben, fo laflVn jie fla> leicht 
jwifcfcen qfr0&&tm »on weiflem Rapier auf* 
behalten. 2Ban mu§ jte fo/ wie man fle nimmt/ 
barjwifcbe« legen, bergefralt, ba§ i&reglügel reefot 
ausgebreitet feigen. $lan Itgt beren wenige im 
fc^tti jebem &egen Rapier; benn wenn man \\p 
m »iel biminlegte, fo würbe bie geuefctigfeit iforer 
Äörper in ba^^ltr ^«ige«, unb ber ©taub 



/ 



joo {Siebentes Kapitel» 

ber glügel mürbe ftd) baran ddngett-/ woburcfc 
(lifo bie Schmetterlinge |il)re @$onf)eit »erlief 
ren mürben. $ftan legt jte fobann , fo gefc&roinb, 
als nur möglich in einen SBorfoferi/Unjb jmarjum 
oftern,menn eö n6tl)ig ift, bi$ bie geucfctigfeit 
ibreg $orper3 oollfommen »crtrieben ijh SBaS 
bie ^)i^e beS £>fcn$ anbelangt, fo beobachtet man 
t>abep t>ie SKegeln ber 33orfü$t, bie in bem (Sas 
pitel oon ben »ierfü§igen $I)ieren wrgefc&rieben 
Würben jtnb. g| barf aud) beo ben Snfecten bi.e 
jF)i^e beSOfeng fit>rt)ad)er feim, als bey ben öiers 
fü&igen gieren, bieroeil jte nur bloß au&rotfnen 
baffen» 

<S$i(lfd)r »al)*f(&einKc&,bag eS in fe&r Riffen 
Sänbern hinlänglich ifl, roenn man bie £efte ober 
5S6gen Rapier, morinnen bie ©cfcmetterlinge 
ftnb, lange genug an ber ©onne liegen Idjfet* 
iSSenn jte »oflfom'men ausgetrocknet jtnb, fo pacft 
man jte ein unb jroar auf folgenbe S(rt. Wim 
macfct juerjt eine Sage »on SSaummolle, auf biefe 
legt man jweo Blatter Rapier, jwifdjen weißen 

bie @$metterlinge ftnb; fobann fommt triebet 

eine 



eine Sage tum SSaumroolle barauf , unb fo fort, 
9#an t!)ut in tiic ©c&ac&tel dampfet; ®änfe* 
fug :c. unb lucnbet bei) bem (Sinpacfen aUe bie 
Sßorjtc^tati/ öon berwir f$on Reibung getban 

) , .■ - ■ ■ ^ . 

Unter bie britte (Slaffe gehören alle biejenigen 
Snfecten , beten Körper mit einet 4)«ut ober 
SDetfe umgeben ifi7 (fte mag feim öon welker 2ltt 
fte rooüe, fcfcuppigt ober bornigt,) weiße fo f)art 
ift, t>a§ ibre äujjerlicfce $orm aud) alSbann in 
tyrer SMfommenbeit bleibt , wann bie 2lu*trofV 
nung alle t^re weichen ^beile bepnaöe »erni^tet* 
Ijat, unb wenn fte in bem Innern beonalje ganj 
leer geworben (inb, ©iefe Sfrten t>on ^nfecten 
laffen jtd) folglich auggetrornet erhalten. iDa 
abet bie gebauten ©etfen ober |)dute , welche fte 
umgeben/ ni$t, wie bieglügel ber ©cfcmetter* 
Iinge, mit f leinen ©puppen ober fdjmacb ante 
benben <Stdubgen bebeeft ftnb, Bon benen ber 
©lanjibter fftrben frerfornrnt/fo fann man fte 
au# gar wo&l in geijtigen flüfiigen Materien 

© 3 wxi 



102 ©te&en&eg gapttct 

»erliefen* SMcfc <£lafle begreift ben gröjreit 
$f)eil &er Stifteten in jid) , aB nämiid) biegliegen, 
bie ®ra$oüpfer, feie £eufc&recf en , bie Slmeifcn, 
tie ©pinnen x feie ©corpionen; aUe tiefe Wirten 
öon flieg* nfeen Snfecten/ welche feie sftaturfünbi* 
fler unter feem allgemeinen tarnen fcer $äfer 
begreifen, unb feeren glügel unter fc^uppigten 
iDecten jufammengefaltet ftnfe; feergleicfcen feie 
Sttaöenfäfer, bie ©cfcrßter, feie fpanifetjen gib 
gen, bk gehörnten gliegen in ben 2fotiUif4)en 3n* 
fein Je. fmb. SD« Leerläufe unb «JHeerflobe, 
wie aucl) feie f leinen Garnelen/ tonnen aud) unter 
tu je (Siaffe gerechnet unb entrce&er in geizigen 
fluiden Materien /Ober auSgetrofnet, »erfenbet 
werben» Sfalejterm galle mu§ man bie 93or* 
ftc&t gebrauten/ fo be» allen Sfteerforpern, bie 
man austrofnen will, notgig ift; baß man naW 
li<fy üjnen »orber in füfiem Gaffer i|)re fal|icf)te 
Spatem benimmt UebrigenS ifi e$ niebt fon^ 
feerlicb not&roenfeig, bie ^lerfma&le, woran man 
bie Snfecten »on biefer klaffe erfennenfann, ge» 

«au unb umitanbiiefc ju betreiben, <S& wirb 

jeber* 



$3ott bm Snftcrett. 103, 

jebersett leitfet fep, einen 93erfutfe bamit ju ma* 
c^eii/ unb einige »on bmen Wirten y be» weltfern-, 
raanettuan imSweifel flehen fonntc, augtrotfnm 
ju laffen; unb, inbem man (leget/ ob jte i()te dufsf 
ferlitfee gorm »erlieferen ober ntdbt verliebten, jte 
entweber in t)it erpe, ober in biefe britte (Stoffe ju 

IT 

SDic Slrt, wie man W 3nfccten twn tiefet 
klaffe in geiftigen flujjigen Materien tterftfeieft, 
ift bie nämlitfee,bie man be» ben weisen Snfecten, 
ober benen »on ber erjfrn ©äffe, beobatfetet. 
SDiefer einige Unterftfeieb ijl i)aUt),U§ man ei» 
wenig mefer Sßorftefet anwenden tnujj, um m 
»erfeinbern, i>ci§ bie Snfecttn »on ber brüten 
(Stoffe in bem (Befd§ nitfet fein unb feer geftfeuttelt 
werben. £)iefe 3nfecten feaben mefereMfeeifö eittf 
groffe Slnjabl »on garten unb jerbrecfelitfeen §feef* 
Jen, als j. & 25ärte unb lange güffe, bergleitfeett 
bie weitfeen Sftfecten insgemein nitfet feaben. <S$ 
ijt nun aber feötfeft notfewenbig, baß biefe Sfeeilc 
erfealten werben, weil bie Sttaturfunbiger Dor# 
nefemlitfe burtfe biefelben bie flennjeitfeen ber un^ 

© 4 fe 



i64 ©febettbeS gaHtei : 

tetffcbiebetten ©attungen bestimmen, £)ie 'SSor* 
fldjt, fö «tan anroenben muß: um jic *u erljaltert; ; 
befielet barinnen, t><*§ man bie @efdfe genau \M { 
geiftiger flugiger CDtoterie anfüllet, unb tue 3nfe* 
ctch auf bem ©runb beS @efa§eg erbält, inbem 
matt, ofme fte jebocfc atlju fel)r &u brutfen, fo M? 
SSaumroolle auf jte legt, baj? baburcfc ber 9\eft 
»on fcer £>öi)e t>eö ©efdfieg big an ben @t6pfel 
«uSgefullet wirb* SDicfe 9ttetbübe, tie üortbeik 
fyaft genug ifr, um tk Sftfwten ttfllig ganu« 
ehalten x bat jebocb biefe tlnbequemlicljfeit, ba$ 
fit einigen bie @4>önbeit i^rcr garte benimmt/ 
HS meiere jtd? in bem ^eingeift nid)t credit* 
JDaber fommt <$, ba§ man btöhmlen bie SOte 
fbobe, bie ^nffcten au^getrofnet ju »erliefen, 
sorjtetjen mu§. 

&ie gemeinere 5frt, bie Smfecten Don biefer 
ßlajfe ausgetrocknet *u öerfc&icftn, befielet bar in* 
mn, baß man, naefcbem man fte inbemSSatfqfen 
reefct bat auStrocfnen la|Jen/ fte in @c&acbteln/ 
j|nb jroar fo legt/ ba§ allemal me^felgtüeife eine 
tage »on ^aumrobUe/ unb fobann eine 2aget>ön 

3n* 



33ütt 5ett ^nfectem 10S 

^nfecten fottimt;unb ift btcrbcp &u beobachten, 
ba§ oie erjteunb bie letzte ?age »on SSaumwolIe 
jtyh mu§. SM* feitifre unb linbeße 23aumroolIe 
ift bie taugliche jur ^ernja&rung ber ^nfectem : * 

diejenige, röeldje man in ben ameticanifcfcert 
Snfcln ftäöbaumwofle (cöton-fromager } 
nennet, ifHor allen ju biefem (Bebrau$ »ortref? 
lid). Sftan mu§ inbeffen bod) gefielen, t)a§ biefe 
jarten Steile, o&ne melcbe U& Snfect aller feinet 
©cfcdtjbarfeit beraubt feiert würbe, fo jerbrec^lid) 
jlnb, b<»§ fo gar btö anreiben ber 35aumrootle bi§* 
weilen tnnldnglicb ift , um fte ju befc&dbigem $3 
giebt nocfc eine anbere t^etfjobe/ welche jroar ein 
wenig mel)r (Sorgfalt erforbert, aber aud) oiel 
flcfcerer, t>iel twüfommener ijt,unb über biefeS aud) 
no$ ben SSoi \n Jjat , bajj fte \vx Söerfdjtchmg 
ber ©c&metterlihge eben fo bequem ift, atö ^urQSetrs 
fc^icfung berSnf cten üon ber brttten Stoffe. Mt 
bejtebet biefe Siet^cbe in Beobachtung folgenbet 
@tüc?e. 






© ? SDSenn 



«tf ©teben&e$ STapftcU 

«SBenn bie °$ni<ttm »ollfornmen au$ge trpcf net 
ftnb, fo legt man jte auf bünne^dfelgenttonQMag, 
»on ^)olj ober oon spappenbecfel; matt beoefte 
get (tetarauf an bem 58au$e mit ein wenig ©um* 
ntiwaffer, bat man jjernacfc trotfnen lafict. Sftan 
fi$?t leicht, ba§ man auf tiefe SHrt gar bequem eis 
ttefebr groffe 5lnjal)l oon Snfecten in einem fe&r 
f leinen iKaum bringen unb »erliefen fann. 9ftan 
muß bie platten ober Äafelgen fo gro§ fcfrneiben, 
«l§ ber 55oben ober eine t>on ben (Seiten einer 
<gc|)ad)tel ober eines $djrgen$ ift / fobann legt 
man fü über einanber/ bo# fo, ba§ manjmif#en 
ter untern unb obern platte SKaum genug Jäflet/ 
fcamtf bte obere platte niemals ben SKucfen beö 
Snfectf / fo an ber untetn platte Hebt, berühren 
fönne. <£$ ijt leicht biefe jmo platten, fo weit 
dl* man will, »on einanber entfernt ju galten, 
n?enn man f leine Unterlagen ober Seiften barjwi* 
feljen tfcut, ober no# beffer/ wenn man an jwo 
finanber entgegen ffrf)enben©eiten einer ©c&afy 
tel ober eines &äjtgen6 gemifie «eine Saljen ober 
Ginfctyiitte madjt, in beren jebett man eine »on 

biefen 



Sortiert Sttfectetf. td? 

Mefett mit ^nfectm be&ängten ^Matten fcfywben 
f arm, Unb bamit «UeS ©Rütteln ober @$lot* 
tern »erbütet roerbe, fo tnu(|tn- alle t>tefe platten 
wcbtflfft in üjren galten Men; tuenn ftc m#t 
rf d;t oefi barinnen jmb, fo muß man SSaumrooUe 
jirieih Rieben , um babureb biefer Unbequemlife 
feit abji^flfen. Um bie 9ÖWf>en abgalten, bat 
flfuntenüfgöbic^fectcrtni^tanfreJTen, fo nm| 
man ein wenig Dampfer unb Serpentin in bie 
©4>ad^tel ober ba6 Ädflgcn tf)«rt. '<$* ffl aüä> 
febr bwilid), wenn man auf bie gugen Wh^icpte 
©tuef e Rapier leimt, unbbiefgc&acfctelwnaüjj: 
fen ganj mit einem girni§ überlebet @nblicf> 
wenn man bie S3or(t$tfo weit treiben miß, 'dW 
möglich ift,fo umroicfelt man biefe ©djacfcteltt 
mit SKcergra*, meldjeg im füjjen 2Baf|eroon fei^ 
ner falzten Materie befrepet roorben, oberautö 
mit anbern meinen Materien l um jie »or a$i 
©töflert in @i^er|eit ju (eisen '( ober man ^aä^ 
mebrereeonbiefen @$adjtelnöbcr tfajrgen juänw 
wn m m : flroflfe Äifte mit meiern SRate^ 
rün. 



iog @ie&ettt>eg §apittl 

(£$ ifl unmöglich bag Steten, bie mit aller bies 
fer (Sorgfalt oerfenbet werben, nic^t »öllig ganj 
anfomtmn follten. 

(5$ giebt eine 2lrt t>on fe^>r aufferorbentlicfcen 
Sttfecten, welche man faum für Sjjiere galten 
(bitte* Bit bleiben ijjr ganjeä Seben burd; an ben 
SSlattew , ober an beti SKinbe/ gewiffer 33äume 
fcangenb, wie gewifie 3lrten von 33aumfrebfen 
ober ©allen ( galles : ) 2)aj)er jte au<^) ber £>err 
t>on SÄeaumur (Mmfecten (galles infeaes) 
genennet l)at ©a$ 7 wa$ man uneigentlid)2B an* 
Jen ber kommet an jenbdume nennet > ift einhalte 
infect ^Benn man (te »erliefen will, fo muß 
man ben Sweig felbjt, ober bal23lat,an welkem 
fte bangen , mitfeiern SOian laffet jte $uer(! ein 
wenig in einer geizigen flugigen SWaterie liegen,, 
ym tot Styer ju toben» tflafy tiefem läfiet man 
fterec^t au^troef nett/ unb palt (te mit ben ge* 
wöfmlicfcen SOerwa&rungämitteln ein» 

«Plan bittet, nt$t nur blol biejenigen Sfttfecten 

|u Riefen/ bie wegen i&rer ©röffe unb wegen be$ 

©law 



Söon Un 3«fecten* 109 

■©lau je« ibrer Sorben bie mevfroürbigften finb; 
fonbern au4> diejenigen / welche man für bie ges 
meinjren unb »erddjtlic^jren &dlt. @ie finb Ute 
wegen in t»en 2iugen ber SHaturfünbiger nic&tmin? 
ber fcbdtjbar ; unb roa« in einer SBeltgegenb am ge* 
meinjfrn ijl, US ift oft in einer anbern am feiten? 
pen» 

SRanmug Ut »erfcbiebenen ^nfecten mit yi\xt 
mcrn beseiten, unb ein SSerjeidjtti« berfelben 
auffegen ^orinnen man melbet, atö roa« für ei? 
nem 2anbe fte fommen; roa6 man ibnen in felbi* 
gern für einen Stimm giebt; ob eS ^nfecten jtnb, 
bie ft$ auf ber @rbe, in bem SNeer, ober nur über* 
baupt« in bem SBafier aufhalten; raa« für eine 
spflanjeober für ein $b«er ibiienjurSufwcfot/ ober 
jtc&ern 'SBobnung ,unb $ur ^a^rung bienet ; in 
welker 3af>r$&eit fte jtd) feben lafim ; mit einem 
8Bort/ man mu§ alle« anzeigen, ma« mantjonu)* 
nen f)at in (Srfabrung bringen fonnen; bo# »elfte* 
i)et ftc& bierbe» wnfelbfien, ba§ man in ftfbfic&t 
aufbiefen $umt, ni$t£ unmögliche« «erlangen 
barf. 

IStft» 



*if ®ie&en$e$ gapitel 

Man Minist weniger begierig, Die wrfifrebe* 
«en » r f e ber Snfecten, al* t>ie Snfecttn fclbft, |t 
fabelt. <& finb al fo bic 2Befpenmff er» 9Bad)fc 
f tK&en ber auäldnbifc&en dienen, t>ie<3en>eb.e Mb 
£<m§gen »erfc&iebener Raupen, Motten, 2Bür? 
mer ober ©pinnen, bte SBobmingen oerfcfciebe* 
«er grofier inbianiföer Slmeifen , ibre ©jene, 
fc^bare ©ac&en, roeldje man mit groffem 33er* 
gnugen annehmen wirb. 



SB! 



€rftörimg Der 14, Safe!, 
3?on i>en 3nfectem 

g^ie giguren A, B, C, D, E, F, jMert Snfr ctett 
t>or, beren Stägel mitf#uppigten imbbicfc 
ten SDecf en ober Überzügen bebetft ftnb. Me 
tiefe Snfecten, ob jre gleich t>on febr unterbiete 
nen Gattungen jmb, fommen bon) barinnen mit 
tframfceriberein, bajj bie£>e<fen if>rerg%efi>i(fft 
ftnb. 9)lan begreift jte bdfce* unter bem gemein 



■■:■ 



j?atf,.U0, 



Tal XTK 




i^litl.;) 



et 



.***.; 



A 



&tott ton 3«fectetn in 

H ift ein Snfect wm fcer (Gattung fcer ©rag* 
&üpfer* (Maules.) 

I ift ein 3nfect oon bcr Gattung t>er Spinnen, 
3n Sttartinique, wo e$ ju finbenijr/ nennet man 
e$$ra&bettfpmnc (araignee crabe.) 

K ijt ein ^nfect&on ber ©attung ber fliegen. 
2W)te$gapiteK 

^SS^ie flttufcfceln (Int) , wegen t»er 9&anni$fafe 
<£/ tigfeit if)ter §orm unfc ibver Sai'ben, eines 
t?on t>en Werfen Der Statur, foeonoen 
Siebljabem am eifrigen gefucfet roerben. <£$ 
giebt unter ifynen feine einige %vt, öornefymüä) 
in weit entlegenen Sdnoern, wekf>emd)t tKtt>ienm 
follte/ t>af man fteoerfc&irfe; inoem tiejenigen 
@ad?en , welche in tiefen Sdn&ern am gemeinen 
flnt»/ in t>em unjrigen gewöWidjer majjeh ;l $n 
feltenfhn angetroffen Wetten« ftie SDtofcjjetfilfe 
flehen uberfyaupf^nitweber au$ einem einigend* 
&i ttttotief* 'Än^celfthMl^^Wi 

9»atur* 



maturPunbigctncittt^etHgte^urc&eltt ( unival- 
ves) genennet ©ergießen fi.ibbieec&necfen, 
t>ie^orceaanmuf(t)eIn(Porce!aines,Dberpucela- 
ges,)Meq>urpurf*nerfen}c. Ober fieberen au« 
$n>eo unb manchmal no'cfr mefjrern^tucfen, tüHite 

ftdjöfnenunb genau fd)IieJTcn,©ie9?aturfuiibi^r 
nennen biejeniam, tüelc&e au$ jw» (gtucfe n befte 
f)en, §meot^ei(t9te 9Kufc&eln; (bivalves,) 
bergleic&enjtnbbie Lüftern, Sepien unb unja> 
lifywl anbew 2(rten. £)ie üflufcfceln, meiere 
me&r alö jmeo ©tücfe fcaben, werben iuelt&etltö* 
te (mukivalves) gertennet 

Sftan mug überhaupt« barauf fe&en/ bag 
man feine Sflufc&el ftieft, metye ibre «la> 
te ober ©lanj; ober i&re natüriieben färben »er* 
Io&ren fax, ober fünften an einem ibrer Steile 
burd) ben SBurmfticf) ober burd) einen anbern 
gufall befebdbiget roorben. Um fo »ielmeoraber 
nwg manfufc roof)l outen, frag man jte niebt an 
bem ©cgleifrab, ober fonfren tjerberbe, unter 
fcem Söowanb , (te ju potiren , fönen einen ® Jan j 
ju geben, ober an&y fie^u reinigen; 9ttan mug 

fr 



93on fcett Sttufc&elm 113 

fte ganj rob fcijicfen. 3«&#n/ wenn t>Cc tföm 
fcfceln üun einer febr fonberbaren gorm unb fo 
rar ftnb, ba§ man feine anbere befommen fann, 
fo muß man tod^I diejenigen Riefen, roefefce man. 
bat, fte mögen befdjaffen fepn-, wie fte möllern 

$?an mufj t>ornet)mlicParauf fetjen/baf t>tc 
Sföünbung ter fctjneifemüeiS gerounbenen WIM 
f$e!n ööllia ganj unb bie @puje berfelben utwer* 
febtt fepe«. 

SSaS biejenigen S$ufc|)eln anbelangt, bie au$ 
iwcg (gtücfen befielen, unb bie man ba&er pep? 
tfyetltgte nennet/ (0 mu§ manbaS Oberteil um> 
bat Unterteil sugletd) mit einantcr, unb niemals 
nur eines baoon allein fdjicten. SD?an barf alfo 
feine von benen SÄufc&eln fd)icfen,meI4)e man tot 
Ueberflu§ an benmeiften @eeufern fmbet/Wülnn 
fte son ben ^Bellen ftnb gefuljret roorben. S>iefe 
^ufc|)eln ftnb gemeiniglich ^erumgemdljt, abgei 
tuest, jerbroefcen unb jertfyeilt tvorben; burefc t>a$ 
öftere anreiben unb^lnflofien, fo fte auggeffan* 
ben l)abem 



114 2fcf)te$ gapittl 

m giebt inbeffen bocb einige ßüjfon, tie eben 
jlnbunb einen feinen ©anb Ijaben, aütuo man 
eine febr groffe Sftengc t>on SJttifcbeln ftnbet x un* 
ter bmen viele g«nj unb unoerfebrt jtnb. £)ie 
$üj?e »im (Senegal unb einige anbete bßben bie? 
fen SSört&cil; unb in biefem gaü* fann man ber 
SO^ü^c uberbüben femi, fte au$ ber ®ee berauS 
ftfdjen &u laffen» 

Ueberbaupto aber ifl bat befte Mittel, um 
»erfiebert ju fnm, ba§ bie Hüftbein, fo man wr* 
ftlrcft, völlig gang fmb, biefcS, ba$ man nur foI*= 
benimmt/ biegeftfeijt ober gefunben roorben jmb, 
UH8 $bier barinnen md) lebte, 9ftan nimmt 
6US ben meifren 902ufcbeln, Ut man »erfcbicr'ct, 
ten gifcb beraub 3" &em @ tt ** **"*§■ ra <*rt 
Ül ^ufdjel, morinnen barbier noct) leben* 
big ijl, in iiebenbeg Raffer werfen. @ö* 
bannig eä febr leidet/ baflelbe mit einer ©teefc 
Babel ober einem eifernen SDrat beraub &u iid)m, 
ebne t>k ftftufcbel ju behäbigen. 

S)en gif4) felbfl fann man niebt mitfcf)iefen; 
benn man fönnte ifon titelt anberfr, als Dermis 
teljlbeS SfBeingeifreS, erhalten/ unb biefeS nwr* 

be 



23ott btn $}uf#eltt. nj 

fce ein unnützer Slufroanb fenn, weil bie tytilt 
beS Einers, wenn eg tob ifr, aüc in einanber fte* 
efen, uiro mit bleibe fobann feine anbere gorm, 
als bietenige ber Sftufdjel bat» © ijt nid)tmel)£ 
»lögKcb , bie Sljeile befjelben auö einanber ju toi? 
etelH/um il)re befonbere 35efd)affenfyeit p ertem 
nen. $lber e$ würbe jur 2lufnal)me biefeg $j)eil$ 
conbet* 9?aturgefcbi$te fejjr nü&lid) feun, wenn 
fi$ *}>er fönen fdnben, bie genug ©efcbicflic&feit 
unb S5ereitwilligfeit l)ätten, um ji$ bie S9?üf)C 
ju geben, tit $l)iere/ fo in ben 9ftufd)em jfnb/ 
no$ lebenbig abjuneic^nen, et)e man fte auö ben 
SRuftyeln l)erau$ jiel)t» 

gu bem €nbe muß man bie SttufcfteJ, worin* 
nen U$ Sfoier nod) ijt, in ein burefcjidjtigeg @e* 
fä§ legen, U$ mit (üiTem Gaffer ober Man 
wafier angefüllet ifr / nad)bem nun btö $I)ier ente 
Weber in Slüflen, ober in bem Sfteer lebt» 911$* 
bann friert bafielbe au$ feiner SOtufcfoel &eraug, 
um feine Sfla&rungju fuefee«; e$ entwickelt uno 
ftreft alle feine Sbeile in ii)rer natürlichen Sage 

aat$ ; unb tiefen ^ugenbltf mt$ man jt# &u#?u$ 

.£> 2 ma* 



ii6 2(d)te3 gapttel- 

machen, um baffelbe, fo rcol t>on oben, atö von 
unten , abjujeicbnem 2Benn e£ ein Sttufcbeltfyier 
ift ■ "t>aö ftd) auf t>cr (grbe aufmalt -, fo ift leidjt \\x 
erachten, bajj man eg in fein SSBajfer legen fearf» 
Sftan mu§ nur ben Smgenbüf abwarten, ba e$ 
tum felbften aus feiner 9)?t#el fymuä friecbt. 

<£>ie öornebmfre Sorgfalt, fo bte 9Ruf$rin 
et fproern , befielet barinnen , ta§ man fte in 
«Baumwolle, SBerg, 9BoUe Je. rec&t cinpaefe* 
feie muffen »öllig barein eingewtcfelt werben ; 
man mu§ aueb M innere ber jweotbeiligten 9ftu* 
f(|e!rt y aBSluflern / Etilen x. (moules) bamit 
auffüllen. 2Benn man hat tyitt, fo ft$ in 
bief«n £$ufd)eln aufbält, beraubet, fo muß 
matt; fo oiel nur möglieb ift/ ba$ @ewinbe, fo 
bte jween tytikf ober Scalen berfelben, t>erei<* 
niget, unüerfebrt erbalten, fo, bajj biefebeffdn* 
bi$ an einanber bdngenb bleiben. Sttan fann 
fcuttlicfr SSaumrcoüe, SSBerg Je. {peinfe^ieben, 
Wenn man fte ein Hein wenig ton einanber tl)ut/ 
wie man (17. $af*) an ben jroo Sföufcfycln, bie 
mit I« unb 2. bejei^mt flnb/ fe&en fann. @o* 

bann 



fCott fcett SttufcfKltt. 1 17 

tarnt mu§ man hk 9ftufcbel wieber su machen, 
unb jte aucfc oon auffm mit ben nämlichen Wflat 
tericn umroicfeln/ um meldje man einen gaben 
ober 33inbfaben etlichemal Ijerumfc^linget, bamit 
(ie »eft bleiben. 

£)ieje Sttufc&efo muffen, ef)e ffe an ben bes 
frimmten .Ort fommen, jum 6ftern auf* unb ab* 
gelaben, unbju&mb fortgebracht werben ; unb 
folglich t ann man ni#t ju otel SSocftcfyt beo bem 
(Smpacfen berfelben anwenben. Oft werben (Ie 
aud) in ben goW^aufern aufgemacht woburefc ffe 
gän&licfc in Unorbnung gebracht werben. dB 
wäre bat)er wof)l ju wünf^em t>a§ eine jebe 9fc 
fcfcel für (tc|) allein in Baumwolle/ ober anbere 
weiche Materien eingewickelt würbe, welche man 
fobann mit einem gaben bewogen fönnte* "SBenn 
man biefe SQorftcjjt gebraucht, ^0 werben ben ber 
Unorbnung, welche bie £)urd)fu$ung bet gölte 
bebienten oerurfadjt, bie 9ftuf$eln ni$t.fo fjau* 
füg jetbreefcen. 

50^att ftttbet w (£nbe biefe« Kapitel« einige 
tafeln / worauf $lufcj?eln t>orge|?ellet finb;unb 

|> 3 vom 



&wcr öon »ergebenen Gattungen, um benjent* 
gen, wekbe ftc fammlen wollen, eine Anleitung ju 
geben. (Sinige mm benen Sitten , fo man gerodb* 
let bat, ftnb jiemlid) rar: man bat ftc mit 3le$ 
gemabiet, in ber Jpofmmg, ba§ fte gemein werben 
f innen-, wenn fte nur einmal ben ©eefabrern be* 
fannt jtnb. 9ftan bat für unnus gebalten, ben 
»ergebenen Sölufcfceln, welche man bat freien 
Iafien , tarnen ju geben. £)enn biejenigen, web 
4>e unter ben Sflaturfünbigern gebrauch (inty 
fcaben niebtf mit benen gemein , welche bie @ee* 
fabrer unb gifeber an ben »erfdjiebenen lüften 
ibnen beilegen/ unb würben alfo su niebt* bienen, 
aß nur Verwirrung ju mrurfacben. 

2ftan bfltaucb auf ber 19. %af. einige 9fö$* 
ren mm (geenmrmern, ein ©tue? mm einer ©ee* 
orgel unb mrfcfciebene Strien »on Sfteereicbeln 
(glands de mer) unb (Sntenmufcbeln (poulTe- 
pieds) äbjeicbnert laffen. 3lüe iMfr $Keerge< 
wdcbfe baben eine Slebnlic&feit mit ber @attung 
ter Sföufcbeln, wegen ber {reinigten £ecfe/ worin? 

nen 



SSott i>ett SBufc&elm 119 

nen Sbiere roobnen. ©ie fmb aber aud) »on 
berfelben unterfdjieben^ttrd) bie 2lrt unb ^Beife, 
rote (te an allerbanb bieten Körpern, olme fort? 
gebenbe SSeroeaung/ »eft langen; tnsktetjen au$ 
burd) bie 2lrt i&rer Sufammenfügung/ inbem fte 
neben einanbe^nnb fo &u fagen, rote @^ö§linge^ 
roacfcfen, eben fo, rote orbentlidje ©eroac^fe. .£>ier* 
bur# fommen jte ber üflam ber $flabrepoten 
naf)e, oon fernen roir in ber golge reben roerben, 

<£$ feinet/ bag (?e in ber (Stufenleiter ber 
©efdjöpfe bie mittlere ©c&attirung jroifcfcett 
biefen jroo klaffen ausmauern $u$ biefem 
©runbe baben roir fte auefc m @nbe be$ (SapitelS 
»on ben 9ttuf$eln Mit angelangt/ e&e wir no# 
»on ben Wabreporen Ijanbeln. 

UebrigenS etforbern biefe ©eroäc&fe/ wenn 
man jte »erfd;icft, feine anbere S3erroal)rutt0& 



? 



mittel, alf nur btejeniaen, foman beo ben fSfiui 
f#eln anjuroenben bat» 5Docb mug man bietjon 
bie Sntenmufc&eui/ (poufle pieds, ober au# 
barnacles ober conques anatiferes)fltl$nely 

jf> 4. mem 



120 %$u$ gapitel 

mm. (©♦ tie 19. $af. 7. unt» 8« gig.) ©a§ 
Sfcier unb feine 3ttufcbel ober <g($>ale bangen an 
fcen bieten Körpern mit einem langen ©tiel obet 
einer fnorpelic&tenSRö&re, bie man oorfufyig in 
Siebt nehmen unb erbalten mu§. gu bem £nbe 
ift e$ bienlicfc/ wenn man fte in geijrigen flüßigen 
Sftaterien, ober wenigfrenS reebt ausgetrocknet, 
unb mit §irni§ überwogen , »erfefciefet. Steter 
«ber mu§ man ibnen in füffem Gaffer ibre fal> 
Siebte Materie benel)men, unb fte einige Seit im 
SSBeingeijit liegen lajfen, bamit jte »e(ter werben. 

(Srtottng fcer gtgutretu- 

cj\te 15. unb 16. Safer {teilen wrfc&ie&ene %i', 
*^ Jen Von eintbeiligten, ober m einem ©tu* 
tfe befrebenben, SÄufc&eln ioil 

Die 17. unb 18» Safel (teilen »ergebene 
Slrten oon jwegt&eiligten, ober au6 ©tücfen be* 
tfefoenben, Sföufcbeln oor. Sie (17- SafO mit 
1. unb 2* bezeichnete SRufc&eln ftnb balb offen 
öbgebilbet worben> um ju jeigen, Wie man e$ ma* 
$en muß / wenn man ben Sifcfc {jei ät& nehmen > 

unb 



gg&gjg. clj e jjfolfcl) ein „ 



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lliuetfc^etit^te^Ifi^e^ ; Zd.JTHn: 




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121. 



^3vrmervaü^ Tsd. XIX. 




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.Vr'"", '^" T .""",'.-'■'' =•■* 



löott t>ett Sttufcfrelm 121 

unb ftc mit SSaumrooUe auffüllen will, of)tic 
taö ©eroinb ju behäbigen. 

19. $af. Nö. 1. ift eine Üflenge \jon fteinigs 
tett süßeren, bie mit einander jufammen gefugt 
ftnb unb eine gigur ausmachen, unb roorinnen 
gereifte Strien t>on ©eeroürmern (t(|) aufhalten» 
£)iefe3 ^emde^ö ift unter bem tarnen ber ©eel? 
orgel (tubulaire ober orgue de mer) befannt. 

2. unb 3. ftnb SKoljren »on ©eetuürmern/ 
bie aud) t>on fieinigter @ubjians jmb» Sttan 
jtnbet jiem!i$ grojje klumpen. bat>on auf bem 
©runb be$ 9tteer& 

4« ift eine Ü\öbre eines ©ctnwrm*, bie fc&ne* 
efenroeig gebrefyet unb einer $?üfct)el dl)nlid?er i$* 

5. unb 6, {teilen bie fogenannten SO?eetei$e;ltt 
(glands de mer) t>or; roelc&e$ eine 2lrt »Ott 
5Kuf(^eIn ift A bie fid) an aller&anb bicfyte $ßrper 
anbdn0en>unb bie man oft an bem auSwenbigett 
?feij be$ ©cfcijfbobfttg f lebenb ftnbet. * 

7-unb8.jtnb jttjo Wirten »on Sntenmuf^eln, 
we!$e$ein anbereä <5eegen?d$$ ijt, t>a6 (n$ aud) 

& 5 »n 



122 Neuntes gapittl 

«n aflerlanb Körper in bem Wlm f »ermittelft 
eine* fnorpelie&ten ©tieB, anbdngct. Sföan 
nennet tß aud) bisweilen SSarnafel, weil man m 
tiefem geglaubt bat/ t>a§ t>er Söafferoogd/ fp 
SSarnafel (barnacle, 2lrt t>on $tteerenten/) 
Jei§t, feine (im in t)ie ©cfoale legte, wenn er 
vorder baö $j)ier gefreffen batte. 

.9. iji eine anbere 3rt einer sftö&re twn @ee* 
würmevn. 

10. Sftöbre twn @eeroürmern aus bem in* 
fcianifc&ett tilükji £>k\t 2lrt ifl fc^r rar. 

Neuntes gCapitel. 

$0» fcen unterfctHeMc&eit 2fr* 

C*?n America, in 9lfrica unb in 3»bien fäffet 
_% man bie 9ttufc&e!n burcfc Söaffertauc&er 
^^ herauf ftfc&en/ unb man gebraucht t)it 
€>c&warjen ober ^nbianer ju biefer Arbeit. %t 
lein ba biefe $ttet&obe langweilig ifr, unb bie 

@c&war* 



23on &en tmterftf}tefclid)ett2(rtetnc* 123 

^tfctoarjen mit weit gröfferm 0?ut?en ju anbeut 
Verrichtungen biemn fönnen, fo tudcc ju nnm* 
fcfcen, ba§ man, an ftatt tiefet (Bebraud)«, bie 
»erfcbtebenen Slrten ju ftf4>en , t>ic in Suropa üb? 
lid) finb, einführen fönnte; wir Ijaben bal)er für 
bieniid) erachtet, l>ier eine Q3efcfcreibung t>on ei# 
nigen tiefer Sitten &u ftfc&en unb uon ben barju 
erforberlicfcen SSBerfseugen ju geben. 

Sondern -©atfnefc. (Gangui.) 

<J\ a« einfädle w>n tiefen SEBerfjeugen ift ein 
**$ ÖtüfTe^ 9?e§ in gorm eine« @acf«, roel* 
$e« man In Der «Provence ©cmpt nennet. 
3ttan fte^ct Die Slbbilbung bejfelben, (20. $af. 

i. 8««.) 

I 

■ 

£)ie ,0«f»umg tiefe« @acf« wab/iti bem 
®runbe $e$ 10leec6>- »ermittelt eine« (gtabg 
offen gehalten , fcen .man in fcer gfour fe&en famt, 
unb welker bie dufferffen $f)eile befielben »Ottfj? 
ner @efee jut umtbem »on einanber entfernt >#$• 
£>iefer @tab ift bera 2>ur$mefier ber Defnung 

be« 



i24 Neuntes &<tp\ttl 

beS ®acf$ gleich; unb t>a er waagrecht liegt, fo 
teilet er biefe Oefnung in jroo ^dlften, baoon 
bie eine bie untere, unb t>ie anbere tie obere ifh 
5Der ganje Umfang beg untern $beil$ ijt mit 
flehten ©tücfen VShx) oerfeljen, beren ©cfcroebre 
$n binunterwartS jiebet* £)er Umfatig be$ 
Obern $l)eiB hingegen ift mit fleinen ©tücfen 
Äorf »«rfefyen, meiere ibn empor beben. 5luf 
tiefe Strt bleibt ber (gatf in bem ®runb beä 
59leer$ bejtdnbig offen, ©tefer ©aef wirb/ wie 
in ber Sigur $u febm ijt/ oermttteljt eines ®eil$ 
ge$0gen,mit welchem er an ein (gcfyiff angebun» 
ben wirb, bejfenSßewegungen er folget. £)a$ 
SSleö/ womit bag Unterteil ber Defnung be* 
f#wef)ret ift, maebt, ba§ er flarf auf bem ©run* 
fce beä tOleerö f&leift, unb bie 9Nufcbeln unb 
SWeergewdcbfe berau^reijfet. 2Kan bat ibn in 
fcer Sigttr fo oorgejtellt, wie er aueftebet, in bem 
Slugenblicf, U man anfangt, ibn am bem QBaf? 
fer ju sieben, QJton fielet , ba& man fic& ju bem 
<5nbe einer SMe ober einer Slrt oon einer ©pille 
äebient, beren 2lre wagredjt ijt» 

SSon 



i 



gSon &ettunterf#iebltd)ett Steine, 125 
SSon t>em SJtedjenne^ (Rateau.) 

£jsa£ ©aefne^ ijl manchmal nid>t fhrf" genug, 
^ um diejenigen ^Mdjelnjerfe, tcelebe »e(l 
an ben gelfen auf Dem ©runbe beS Speers ^äns» 
gen/ roegju&ieben. Sttan bedienet ft$ alfO/ um 
(Üe wegzubringen, eines anbern 3njlrumcnt$,wek 
djeg man 9?ed)enne§ nennet/ unt> bejfen gorm 
auf ber 20. ?af. 2. gig. ju fet)en ifr 

£>iefe6 3nfrruimnt befielet/ roie man jle^et, 
aus einer eifernen ^ueerfrangC/ bie mit S^en 
»ccfe-bai/ unb an einem langen ©ttel beseitiget 
ifr-, in eben ber gorm, welchen bte SKecben baben/^ 
beren ftc|> bie ©artner bebienen A um bie ©arten? 
gange ju reinigen ; i>oty mit biejem Unterfc&ieb, 
bag an ben &roeö (Snben ber «Queerfiange sroeen 
eifeme SSögen f)er»orgebett/ bie jtd) mit bem 
©tiel Bereinigen, unb, mit ber Oueerjiange, eine 
5lrt eineg falben %ixhU formiren. 

©iefer b* girfcl bienet einem Sflefc in 
gorm eine* ©adtf aum 33anb unb jur öefnung. 
£>iefe$ 9?e$ ift in ber Sw Stowli* fcfolecbt »or? 

ßefleflt, 



126 Neuntes gCapttel. 

gcftcllt ^ alö wehbeman/nacb einer febr unt-otk 
fommenen geicbnung, bat machen muffen. 211» 
lein e$ tft leidet , biffen Mangel &u erfe|en ; unb 
jicD, an jratt bcö blofen DTe^eS, ba^ auögefpcmnt 
unb jTacb in ber gigut* erfcbeinet, einen i&irfiidjen 
@d)ubfad »orsujleüen / ber tief genug f fT x um eine 
germjje Quantität »on 9p7eerförpern in fieb jh 
faflett. SDicfeö $He$enne§ bangt mit bem @nbe 
be£ ©ttehSan einem @eil/ iermitteljt" bejjen bie 
in einem ©cfyffe fhbenbim §ijc|jer baffelbe, bur4) 
#ülfe einer SBelle, fortgeben« S)ie 3äbriet>e$ 
fKecbenß fcfcleifen auf bem ©runb beg $?eerS auf, 
unb reiften bie baran b«ngenben Äorper berab. 
£ieje Körper fallen fobann in ba$ faeffermige 
%lt$t wrmitteljr beffen man fte beraub bringt. 



. 









m 85t)R bem @djaflflie|U (Drague/) 

<Jyg ©cbarrne^ift ein Snftrumcnt , M febr 
*^ jtarf jum Slufrernfang gebraucht irirb. 
($$ tbut auf bem ©runbe beS «3D7ccrS betmabe 
eben bie 3Birf ung , wie btö 9fabenne§ , roelcbeS 
toir erj* betrieb«» \)tihm; tötö e$ i(l eigentlich 

nichts 



93ott t>enuMerfd)tei>licl)en Sitten lt. 127 
nichts anberS, als eine &rt ein<tf Svecbennelie^ 
baö üon unterer gorm unb ju bem ©ebraud?, 
n>oju eö Dienen foU, beffer jugeriifctet ijh; 

Um |tc& einen ricbtigen SSegrijf »on bem 
<gcbarrne§ unb ben feilen, atö welchen e$ bv 
fielet/ ;u machen, fo mu§ man jtcb eine eifern* 
(gtange t>orjreflen,bic in Sorm eineS gleic&feitU 
gen Triangel* B A C, (2i^af.i.2,unb 4.gig.) 
gefebmiebet ift, beren bept>e @nbe ftd; in A wies 
ber vereinigen, unb baburd) ba$ £>bertbeil ober 
bie ©püje be3 SriangeB formirwn (Sine lebe 
©eite ift gemeiniglich ungefähr fccfc.ö unb einen 
haiben ©ebub lang. Sie jroo leiten AB unb 
A C geben/ gegen bie ©runtyeite, etvuaö runb 
unb gefrommt ju. SMefe ©rtinbfeite B C, weis 
cbe ber ©pi^e A entgegen frebet, ift gefebmiebet, 
rote eine klinge, btejteben goÜ breit unb t>abcp 
binn ift, in gorm eines Stteffertf. ©er SKutfen 
ober biefenige @eite y weldie ber ^ebneibe biefen 
klinge entgegen jlebet, ift einen unb einen bal» 
ben SoU bief ♦ SSermittelft ber Krümmung b B> 
cC, (ü 2. * ttnfr |» gfej b«v beeben 9Ä8 

feiten, 



i28 Neuntes gapitel. 

feiten, AB , A C, f umtut Vit @d;neibe ber klinge 
B G weint wrrodrts, unb wenbet fldb «in wenig 
gegen bie <5p\fy A ju, wie man foldjeg in bem 
^rojül beS ©c&atrnefce« O-gig. AC)fef)enfann. 
©iefe ©cfcneibe ma$t mit ber g!dd)e be : $rian* 
geig, welche &wifcf)en ben geroben Sbeileh ber 
beeben l)inaufgel)enbett (Seiten AB, AC, ent? 
galten ifl, einen «SBinfel ömi ungefähr fj$$\$ 
(graben. 

%n ber @pi|e A f)dngt ein grojfer eiferner 
(King. 3J3enn man , wrmittelft eineö burd) t>iv 
ftnlKing gezogenen @eifo, jtaö ©cfjarrnetj auf 
bem (grunbe be$ SfteerS fortjieljet/ fu fd;avret bie 
©c&neibe B C, welche gegen ben ©runb ju gefyer, 
mit(§5ewalt alle baran^dngenbe Körper tjinweg,. 

»in eöifHoc&nictyt genug ^ag biefe Körper 

öonbem©nmbebe3^eergl)inweggenommenwer* 

ben ; ftc muffen aud),\)ermittelft eine$9fa§e0/ auf* 

behalten unb IjerauSgebrac&t werben; unb herauf 

*ejie> 



SSott t>en4mterfc&te&Hcf>ett Wirten k. 129 

blieben ftdj.bie S&eilebeS ©c&arrne^eg, welche 
wir nocl? befc^rctben muffen, 

£wfeg9fa&nKlc|)e$ anber^djarreljdngtunb 
it)r aufbem®runbe be$$?eer$ nachfolgt; um bie 
Äorper, welche biefelbe roeggernjen bat/ inftd) ju 
fafien , bat We $ox m einer SIrt t>on einem ©ad 
ober großem 33eutel,roie man in ber 4.unb 5.gi* 
gut fe&en fann. £>a$ Unterteil tiefet beutete, 
weites auf bem ©runbebeg 9fteer$ fortfc&leifett, 
unb folglich im @tanbe femt mu$ f ein &iemli# ge* 
waltfameS anreiben au$jujte&en, wirb mit SKiemm 
oon unbereitetem Ottnbleber gemacht/ welche auf 
bie gen>öl)nlicj}e 2lrt in einanber gefc&Iungen roor* 
ben. S)a$ Übrige be$ 0?e§eS ober btö Dbert&etf 
be$ Q3eutel$ wirb mitbem ndmlictyen SSinbfabm 
gemalt/ ben man &u ben Sfte^en nimmt, bie matt 
insgemein jum Sifcfcen gebraucht» £>ie Sfiemett 
»on Ü?inbleber,au$benen to$ Untertl)eilbe$35eu* 
tel$ gemalt ijtr werben in ac&t Sß^cr binein gw 
jogen, welche bur(^ ben SRücfen ber klinge BC 
geljen/Wie man in ber u 8ig v Met 2)ie klinge 
&at *igentli$ eilf Socfcer; aberbreo baoon fmb fa* 
U 3 I« 



i3o Neuntes gapitel. 

|U bcflimmt/ fca§ bren Stangen tt,Df,tt,(i. 
unb 2. gig.) burcbgeftecft werben/ bereit SHuijen 
wir in ber Solge er! laren wollen. , 

l ... ■ • 

&aS Oberteil beg9fa£eS ^dtigt an einer ttfw 

mn ©tange b c, ( i. 2. unb 4. 8ig.) welche in be* 

ßanbig gleicher Entfernung »on ber klinge BC^ 

quer über ben Triangel B A C gebet, unb uH# 

fafr jween ©ebube weit »oh biefer klinge ent* 

fernt ijt SDiefe ©tange i(t runb, unb bat faft 

breo 3°ß * m Storcbmejfer. Sbrc jt»en Snbe jtnb 

|efcümmet / unb ii>re Krümmung (?♦ 3ig. De) 

tragt fa(l einen ©dwb aug. £)ie jweö gefrömm* 

ten $beüe jtnb an ibrem Enbe platt gerichtet um 

$te |i»eo binauf gebenben ©eitentbeile AB, AC, 

ju ttmf äffen. SDte Krümmung biefer ©tange ente 

ferrtetfle, roie man ftebet , »on ber Stäche be$ 

$nangel$ b<Ac in einer SKieijtung, roelcbe berje* 

niaen entgegen gefegt ijt, inroeld)er bie©runbfefc 

teober klinge B C,0$üermitteIftber£rümmung, 

toelcbe bie jt»o binaufgebenben ©eiten AB, AG, 

an ibrem untern (Snbe leiben, ba»on entfernt. Unb 

tiefe »wo Entfernungen, in entgegen gefegter 0J!<^ 

tung 



23on fcen unterfcfjteMicDett Sorten ic. 131 
tung/ galten ben 53eutel ober tag 9?e§ bejMnbig 
offen, bellen Sftaföen, nu'cgefagt, auf ter-etnett 
©eite an ben .«Kücfen ber ßiinge B C, unb auf ber 
anbernanbie <Quer|Jange beange&a'ngt werben, 

SDiefe^Oucrfiangc mug in il^rcrSage re#t jrarf bo 
»ejüget werben. £u bem^nbe tnug jte ein roenig platt 
feon, unb in i&rer SföitteD ein 80* &aben. @nc 
©tange, AD , ( u 2. 3. unb 4. füg.) welche 001t 
ber @pifje A ber ©c&arre berabgeljet, unb welche 
au4) platt gemacht ijl , unb ein £0$ |*§ an %em 
@nbe D, fügt ft^ mit biefern @nbe in bie Wttt 
ber «Ouerfhnge bcauf ber runbf)el)Ien ©eite/(2. 
gig» ) bergefhft, ba$ bieget) 2öd)er auf einanber 
gerietet jtnb. Sftan ft eeft bat @nbe eines eifer* 
nen ^tangleinS Dfburd?, meines an ber anbem 
©eite ber öuerjhnge bc beraub ge^et, unb roefc 
c&eä man fobann Irumm biegt, bamit bie 0uer* 
jhnge bc unb hk (Stange A D oejt an einanber 
tleiben. 5Da8 nämlic&e ©tdnglein Dftwirb auf 
biendmlic&e Sfrt an feinem anbem @nbe f bet>efti» 
get , a\4 roel$c6 man burd) eine^unben Sofern 

3 2 tfeeft, 



i3 a Neuntes gapittl 

ffwft/ welche in bem SKücfen t>cr klinge B C flnb, 
unb e$ fobann frtimra bieget« 

<£$ ifr oben angefü&ret nwbe^bajj tiefe $lin* 
gerilf Sucher bat, rooöün nur ac&t barju gebraust 
werben/ baßman bie 9ftafcbenbe$3fa§e$ burt&jtes 
&et !£)iefe act>t Södjec f^eben paarroeife neben 
einanber, Sttan fann fieb einen Begriff oon ibrer 
ptrbnung unb »on ber 95e|f immung ber bre» an? 
bern machen/ »Denn man bie i. §ig. betrachtet» 
^Dasjenige in ber Dritte bienet jur Beseitigung beä 
^tdngleinSDf; bieder) anbern bienen auf bie 
ndmficfee 3(rt jur Behelligung sroener anbern 
(Btanglein m>n dlmltcber Befebaffenbeittt, tt, 
(i. unb 2. Sig.) roelcbe gleichfalls bar^u bienen/ 
ba§ biefe ganje SDlafcbine oefr beofammen bleibt, 
unb beten anbetet (Snbe an ber «Querftange b e 
mit einer 9lrt üon einem |)afen!)dn0t/ melier bie? 
fe £2uer|hnge umfaßt, 

Sie Stange A D unb t>&$ ©tdngfetn D f (tnb 
gegen einanber geneigt, rote man in ber 4» §ig. fes 
ben fanm 93ermtttel|i biefer Neigung lirgt bie 
(gtange AD, in welche $a$ (gidnglein Dftyn? 

ein 



Sßott freu uttterfd^tcMtd&ett ntttn x. m 
ein ge^tz fhtf auf ber Äuerffange bc,»on wefe 
cfjer jfe jtc& nic&t anberfr , al$ bur$ ba$ 2lu*fhe* 
tfen entfernen f önnte. 2>iefe Stange A D ifl 
niefct gar fo tiefste feie |Ȋ f)inauf gef>enben 
©eittnABunbAC; boc|> giebt man if)r böjna» 
be brey 3$ im S)ur4>meffer, £)ie breo ©tan? 
gen,AB> AC, AD, ueremigen |k$>, wie manjie* 
tyt, an bem.Obertt)eilober ber <gpti|eber©$ar* 
re miteinanber ; pe werben $ufammen gefdjnwbek 
fo,ba§ fte nur ein ©tuet auSmac&en, befien Sn? 
fee, wie man in A flehet , ( $.. gig. ) gefrümmtt 
ijt, um einen SKing juumfaffen, ber je&en bi$ 

eilf So fl im ^«^ m ^ er & flt ' unt) j? c ff$ Um * 
f rrijj beima&e &ween goß bief ijr. 

3n ber 4«gig. liefet man aßebiefe erft befetyte* 
bene^tücfe, wie fte Rammen gefügt fmb/ um 
bag ©cbarrnets tu formiren, unbbie 5. 8ifl.(Ms 
let biefeS Snjtrument in bem ©runb be$ Stteer« 
w,»iee6 gebraust wirb» ^an&at einen ^aag* 

jhb beigefügt, um M 93erf)ältni§ aller S&eite $ 
jeigen. £>o# i(! biefe* babeo &u bemerfen, ba§ 
man biefen SRaaffiab «I*t ben for ©räfie bei* 

3 3 99W$en 



134 SfteimteS ffapttel, 

Sttafc&en t>eö 9?e§eg, tue ^ter »orgejteüet flnb # 
anwenben barf; inbem folefee in einte \>ie! jugrof* 
fen «Proportion abgebiibet jinb, bamit eg in ter 
geidmung feine S3erwirrung gebe. Sftan fann 
leicht erachten, t>a§ bie Sttafc&en niefct fo gro§ 
feon bürfen, ba$ bie $ttufe&eln unb anbereSföeer* 
förper, t)it man berauben will, barjwifc&en 
&urc&fommen fönnen. 

Wm ift weiter ni$tt mefcr übrig, al« bo§ wir 
bieSlrt unb SBeife befdireiben, wie man biefe« 
Snfrrument gebraucht , um bie SSttuföefo au* 
bem OXeer &erau$ ju ftfc&en. 

$ttan sieget einen ©trief ober ein ©cfciffeil 
T bur$ ben SKing.ber an bem Obert&eü ober ber 
©pi$e ber ©efcarre ijr. din anberer ©tri* R 
wirb mitten an bie jQuerjtange bc gebunben,mit 
einem ßnoten, welker t>it 0uerfhnge b c, W 
fenfrec&te ©tange AD, unb US etänglein D£ 
an bem «Punct, wo fte ftcfc öeremigen, umfdfiet. 
SBemt ht Warfen an ben Ort gefommen jmb, 
wo man ftfdjen will/ fo wirft man $tö ©4M 
M& an bem ^)intertl)eil be$ ©c&iffeS/ wie einen 

Slnfer 



SSon &ett uttterfd)teMtcf)ett2atett k. 13? 

Slhfer tynauä, unb Idjfet ju gleicher gcit bie bees: 
tett@ctle T unbR fcbiefien. 2)iefe$ lejtgebacbtc 
(geil R bienet, baö ©$arrne§ in feiner g?bonV 
gen Sage ju ehalten, fo, ta§ bie klinge unter jtcfr 
Öcfc^rct ift, bi$ jie auf ben ©runb be$ Sfteerff 
fommt, unb tag fie ftc& unterwegs nicfct umfel)* 
ret* SBenn t>tö ©cbarrnet§ burcf) einen Seifen 
oberburct) bie Ungleichheit be$ ©runbes aufcje* 
galten roirb unb Ijangenb bleibt/ fo mug man t>a$ 
©eil T ößUig fcfciefien unb auf bem Sßafier 
fcfcwimmen lafic»/ twcfc £ulfe einer «ooe, wt 
mitbaSdnbe befielben »erfeben fepn muji/ unb 
unmittelbar barauf mu§ man M 6cfciff wenben/ 
um ba$ ©$arrne$ lo$ ju machen, inbem mart 
toi »ermitteljt bcS ©eil« R, in einer entgegen ge* 
festen SKicfctung fortgebet. Sftan nimmt fobann 
la$ ©eil T wieber, um t>it angefangene |)erau$> 
ftfc&ung ber flfluföeln jc. fortjufe&em SBentt 
manW 5. gig* nur anfc&auet, fo wirb man ab* 
ne&men fönmn, wie bie ©c&arre, inbcm fte auf 
bem ©runb be« Wltwt fortfc&leift, biebaratt 
Itfngenbc Äörper wegnimmt; unb wie tiefe äör* 

34 P* 



J 3 6 Neuntes gapiteh 

W tm® ben @acf aufgefangen werben, beflctt- 
spewegung jty nac& Der Regung bcr @djam 
Wet 2ßenn man ^^ bflg ^ ^ 

»«* «If/ fo fcf)ü man bie ®c|»arre mit Der ©piUc 
$et »Bewies an $orb, unb man nimmt 
flu f W ©»* t>ie ^ufc&eln unt) anbere @eege* 
»«# fjeraug, »elfte Darinnen liegen/ ober jmk 
föen &en Rafften befielben jiecfem 

so^af. i. $jg/ pcüet oor ba* giften mit bem 
~ @arf«e^ (Gangui.) 

*♦ $i$. freuet »otr ba* giften mit bem 9te 
C&enne^. (Rateau.) 

£«efe JttJO Figuren jlnb frftfoftaft/ »otne&m* 
«* t»ic festere, inbem bat 9ved)enne& ü&ne Stoei; 
fei eine §lrt eines (gacf* formiren mu§, an jratt 
W«3 wie man l>eer in ber Segnung Met, jfcjf 
«tttöimet ift »in wir fcaben feine anbere 
Wonrnwi f önncn, unb jtnb genöti)iget gen>efen> 
tiefe bier ab$$flm/äu hfi®, welche mir oon 
ben .-Orten Mfom man bergletyctt^fit umen* 
ff fcflt, erhalten ijaben. 

ai.Saf« 



& 






■pag,J.2i 



fas&charrnefy . 



Tai.JTJCI. 




SEett fcett Utttetfc^te^ltcE>ert ^(rten K* W 

21. $af. i. gig. ift t)ic ©djarre, welche ofyne 
©atf ober 9faj oorgeltellet ifr, wie jte auf bem 9Ru* 
dm, ber gero6ibten@eite ber klinge unb ber «Quer* 
ftange b c auSfte|)ct 

£>ie ?♦ gig. {teilet bie ndttilt^c gc&arre/ 
Oberlauf ber ©eite il)rer #6lung ober ber@$nei* 
be ber klinge, oor. 

A3, gig. flellet bic ndmlidje ©djarre im 
^Profil oor ; bamit man btc Neigung ber ©cfcneis 
bc ber klinge auf ber Stdcfce feeö Triangels c A b 
fel)en fann, ingleicfcen auc^, wie rceit ftd) bie 
©tätige A D oon ber nämlichen glddje> »er mit? 
teljt ber Krümmung ber Ouerjfange bc ent* 
fernt. $)iefe Entfernung ifl in ber gigur burefc 
bie 28eite »on De oorgefhllt. 

Sie 4- S<g- fallet bie ©t&arre »or, wie jte 
mit ibrem @acf ober -9fa§ öerfejjen ifr, unb atoac 
fo er [feinet jte in einer folgen Sage, ta§ man 
alle il)re Steile, unb bie §(rt unb ItBeift, wie jte 
sufammengefugt fmi, fe^en fann. <Die 25ud)* 
(laben, 'womit ein jeber »an biefen unterfc&iebenen 
feilen ■ wjeufenrt t(t# treffen in allen biefengigus- 

3 5 ren 



138 gclttbeö ffaptteL 

jcn genau mit einander überein; unb t»a wie in 
Um »ot'l)ergef)enben (Eapitel felbft baö Sftötijige 
fcaöon beigebracht baben, fo fönnen wir biet ber 

SHübe übet*l)ob?n fajn, eine um|tdnblidje (grfla? 
rung baoon ju geben, 

£)te s* Sig-fteUetbaö @ct)arrne$ »or y wie e$ 
auf beut ®runbe fccö tOleere» gebraust , unb 
tunt baö @eü T fortgejogen wirb» ©iefe %u 
fluv bat leiner weitlauftigen (Srfidtung nötbtg» 

8e&n&e$ Kapitel. 

; ....... ; , . 

SSon Den ^a^reparen, Soraf* 

lenpfen, '©tetrtpffanj'rn mtft'anbern 

<Ben>äcf)fen/ f)tc unter tiefem tarnen 

befannt ftnb. 

(f^ie 9ttabreporen ffnb CDfeergewac&fe twn ei* 
< j^J/ nerbarten unb ftetnigten ©ubfranj, in 
welcher gemeiniglich eine tOlenge f leiner 
£öd)er ift, bie eine regelmäßige Sorm fyaben, wel* 
cbi' in jebweber 2lrt allejeit bte nämliche bleibt/ ob 



SSott t>en Sfta&reporeti tc* 139 

jie gleid) in ben unterfc&iebenen Sitten u«cni>lic& 
mannigfaltig ijh 

£ie aufierüdje gorm ter Sttabreporen ift 
aud) fa'jl unenbltcfc mannigfaltig. Einige (tn$ 
platt unb gleiten biefen©eroäc&fen ober ©c&rodm* 
men, roekfce insgemein an ben ©tdmmen ber al* 
ten SSäume f)erüor fommen« (22* $af« %♦ A.) 
Stnbere fyaben bic gorm ber (sfrbfcfyrodmme. (22, 
$af. fig. C.) Sßieberum anbete gleichen »on 
auffen bem ®el)im cineö S&ierS. Einige f)abm 
tiefte ; (22. $af. fig. B. unb D.) hvi, mm fite 
bet beten üon aUetfyanb (Stoffe unb gigutem 

£)ie goraUen&infen jtnb, wie bie SOtabrepo? 
ren, wn ein« garten unb peinigten ©ubjfonfc 
©ie t)aben alle 5(e(fc unb fefoen au^/ wie fleine 
25dume,bie iijre. SMättct »erlogen (laben. (22. 
£4 fig. E. unb F.) 

&ie ^oranenjinfen ftnb manchmal für einerlei 
gehalten worben / mit üetfdjiebenen Sitten SKw 
bteporen mit ^lejlcn, welchen jebod) bie Statur' 
fünbiget biefen tarnen niefet geben, unb mlfye 

im 



i4° SefyttfceS gTapitel* 

cmlgen «perfonen unter bem tarnen &erfalfd)ett 
guorallenätniett befannt jtnb. Sftan mu§ gc* 
pe^eity t>a§ in tiefem ©tücfe bisher eine jiemli* 
cfce griffe ©unweit inben ©triften berSftatur* 
fünbiger gef)errfd;et ^at, att mltyt jt$ 9<n wW 
fonberJid) bemüht baben, ein eigentliche* Jtennt» 
jficfcen vedjt beutlid) &ubef!tmmen, burci) roel* 
4)e$ man t>ie magren goraUenjinfen »on ben an? 
fcern 5kten »on flftabreporen mit Slejfen unter* 
ftyeiben tonnte / berglei^en auf ber 22. $af» 
gig» B unb D »orgeftelkt (mb* 

JjDerr ^3n>tTöticl^at bat jenige, waSflein biefem 
@tücfe aus ber Siebt gelaffen baben ; »errietet» 
<Er fc^rdnft ben tarnen ber £oraflen&infen auf 
tiefenden Wirten ein, bereit innere ©ubftanj De|r, 
tft unb bidjt nl/ ol)ne irgenb eine jufctbare Cef* 
MUttg ober ?6$er ju Jjaben, ob jfe gleich mit einer 
toeinftemigten SKinbe überwogen ift, roelc&e fTOr? 
gen unb f leine Söc&er j)at/ melc&e in f leine Jpßlun* 
gen. ober gdc^lcin geben, bie man an ber Dberfld* 
ifce fielet, diejenigen Slrten aber > beten innere 
©ubjlanj jroar jeberjeit fteinigtifl, aberbocfcfleb 

ne 






8tott t>tn Wlabvtpovm ic. 141 
ne jtcfctbare 2cc|>er fat, nennet er bloß SÄabrepo* 
rem Sftan mu§ aflerbingS biefe gintfycilung an* 
nehmen, welche tie Statut felbfFbiefem beriu)m* 
ten Unterjuc&er »or fcie 9lugen geleget !)at. 

©a$ mitteUanbifc&e unbbag rütl)e3fteer/ in* 
gleichen <xu§ ba$ ittt>tanifd;e unb bie americant* 
feiert ^eere bringen eine groflfe Sftenge oon fe^t 
fonberbaren9ttabrepprenl)?n>or. 

$Die jteinigte @ubj?anj , wtaui bie USftabre* 
poren unb §i>ralknjinfen formirt finb, Idfietflcfc 
im geuer calciniren, unb Qitbt fe&r guten $alr\ 
«JJkn füfcfcet fte in America, um fte 311 biefem ®e? 
brau$ an&uroenben, unb man nennet fte inbem 
Sanbe fa(t niemals anberjb afö tfaiffJeine. 

&ie<^teinpffon&en(Lithophytes ) meiere eint* 
ge iftaturf unbiger *£>DrttpfTan§ert (Keracophy* 
tes ) nennen > {fnb @eea,erod$fe / tit $!ejh &fcs 
hm, wie bie (Soraflenjinfen. 5)er £äuptunter* 
f$ieb }n»f$ctt beeben beileget barinnen, bafjbie 
innere @ubjranj ber ©teinpfianjen niefct fo &art 
i{t , unb bem $m to Je f anrnuv 3&i* @tätnnrt 

unfc 



14* 3el?tt&e$ ffopftel* 

unb Slejte ftnb mit einer §Crt »on ftinbe Bcbecft, 

«jelc&e, fo rool in Sfbfufct auf bie $orm unt) 25itfe, 

all auc& in Slbftcfct auf bie Sarbe^nenblic&man* 
nidtfaltig i(t. 

SD« ©teinpflanjett roadtfen wie Die Korallen* 
jinfen, an Reifen ober an anbern wffen ßörperny 
an welken fte, oermittelfl eines Suffe* ober ©run* 
beg fangen, ber etroaS breit 8$ unb ii)nen an ftatt 
ter SBurjelbienet. £)a&er fommte$, &a§bie<5ee; 
fairer bi^meilen bte ©teinpfjanjen eben fo roie bie 
Sflabrepore^mitbem allgemeinen Sflamen ber £o* 
rallenjinfen benennen. 

2ln allen biefen ©eroäc&fert ' ftnbet man Sttan* 
nicfcfaltigfeiten, wel$e färbte maturftinbiger mm 
groffer SBicfctigfeit jmb. Sftan mu§ fold;e aufc 
fuc&en, welche »ollig gan* unb am »ollfommen* 
fte« mit heften »etfeben flnb. (S$ ijr auci) ibre 
§orm ju unterfuc&en, bamit man beren»on allen 
2^ten föicfen f6nne. JDa ft# beo biefen ©üb 
fanjen feine gaulnis anfe&en fann, fo erbalten 
fieiufc mm ftlbflnt/ unb f!nl> w benen 3ufdllen 

untere 



unterworfen, bie oort ibrer Serbrecbii^feituns 
trennbar fmb. @ie erforbern weiter feine anberc 
SSorjtcbt/ als t)ap man fte redjt einpacke / unb mit 
meinen Serien umgebe r fobafrfte auf feint 
Slrt in ber JTtfle bin unt» ber gerüttelt werten fön* 
nen. gu bem €nbe ijl niäjt* Beffer, als wenn 
man, im $aMa§ e$ groiTe<©tMeftnb,f!einbet 
m* mit3wet*W!jern'be»t(lfjjft;bie mit<2Ber§ 
ober Baumwolle oerfeben feon muffen, unb bic 
man auf bie bid)te|tett 4\0 unb ftärfften Siejte 
geben idjfet. 9ttan f an wty bie oornebmjten 
2lcjk ber SoraUeniinfen unb ber ©teinpflansett 
mit «inbfaben ober ^ejfmgbrat oeftbinben, weil 
cfcen man bur* Scfeer jie|)t, bie burcb bie Äi(!e 
geben/ unb mann fte alfo rec^t »efl gemalt pnb, 
fo füllet man bie äiffr »öUig gar mit SSaumwoUe, 
gReergraö , <s5agfpanen ober anbern weichen 2tta>' 
terien aug / »pn benen man fcfybn eine Quantität 
auf .ton «oben ber tfitfetbun muf , ebe mannoi 
ettta^binein legt. Sö&enn man eägjpaWobjfc 
fiepen/ ober anbere Materien genommen &at,wet* 
cjje bur# f leine Oefmwgen burcfc fallen fSttfiffl, 

f* 



i44 3ef)tibeS Stopftet, 

fo mu§ man tänglicfcte (gtücfe oon Rapier ober 
alter geinroanb über bie giigeti ber $iffr unb über 
feie Söcfcer leimen, burd) welche man ben SSinbfaü 
ü»en ober $leflingbrat burc&gejogen |)at. 

SOtan mu§ allezeit bir fcfyrocrffcn Sttabreporeti 
auf ben23oben beritijfe, unbbie leidjtemunb&er; 
brecfclicfcern über jene legen« (SS ijr bai)er öief 
fearan gelegen, \kji$ bic Giften niemals roeber in 
bem @4)ijfe no$ be» bem 9luf* ober Siblaben, 
umgefe&rt werben, imb um in biefem ^tütfe ber 
Una*tfamfeitbetSactorenunb@^i|f'Obetgub^ 
leute uorjubeugen, fb mu§ man ben SDetfel ber 
$ifft fo machen Jaffen, baß er oben fpitjig jugefa 
unb bie Sorm eines 3Da$e$ (jabe* 

Oft j)ängen &fe ©teinpflanjen, bii (Eoraflensin* 
fen unb bie $ftabreporen an (Stücfen oon Seifen/ 
ober fte finb in cinanber gefc&Umgem Stfanbaff 
(te in folgern Saue tiid^t trennen; benn berglei* 
eben Sbinae werben »on bm 2iebf)a&ttn fef)t ge* 

Ha 

JDie 



33ott bett Vflabvtpwm tc. 14? 

S>ie (SoraUen&infen unb @teinpfkn&en ftnb lan* 
ge geit für wirflicfyespflansen, wegen if>rcr duffev^ 
liefen §urm J gehalten werben. 5lber bie unter* 
•fucfyungen beg £errn 9>et)jfbnel baben uns gelel)* 
ret, t>o§ alle tiefe »ernmmte n ^flanjen , eben fo, 
wie bie CÜ?abreporen , nid)t6 anberS jtnb, alg eine 
$ufammengel)äufte SSÄenge ©i>n Jp6lungen ober 
f leinen geüen , bie \>on gieren äug ber ©attung 
ber Spotypen betuo^mt werben, welche über ein* 
anber auf eine fein* fonberbare 2lrt warfen / bie 
mit berjenigen gewijfer majfen überein fommt, 
welche mananben (Srbgewdcfcfen ; bei)bem|)ew 
üorwacfcfen ber %w ige über einanber wahrnimmt; 
woburef) bann einige oon biefen ©eege warfen 
bag Sinfeben einer ^flanne befommem SDiefe 
^bicre jlrecfen ft<^> aus, wenn jte imSfteer ftnt)A 
fommen ein wenig au$ iljren %tüm f)ert>or, unt 
fireefen gewifle Slrten »on 2(rmen »on ftcfc, mit 
welchen fie il)re Sftabrung ergreifen« 3« tiefem 
gujhnbe fe&en jte fajl üöüig wie Blumen m$, 
1 tml ber ©raf t>on «JHarjtgli, ber {t$ bur$ tiefen 
Slnfc&em bat »erführen Iaffen, f>at jte wirf lid) für. 

5? bie 



146 ■gc&n&eS gCapttel. . 

t>ie (SoraUenbluten ober SBIumen gehalten. 3)iefe 
frönen gntbectungen, auf welche furj I)ernac& 
Jbietentgen l>cö £>errn $remb!c » überbieSrjeugung 
unb neue gortfe^ung ber Polypen folgten, {jaben 
jben Sfugen Der *)>f)iIüfopf)en eine neue QtJafJe »ort 
SBesen bargeffrlit, welche ^vifd;en ben gieren 
unb (Ben>dct)fen gleia)fam in ber Wlittt ju #t\)tn 
(feinem 

^c öftere §6eo6ac^tutigen atigeffeüt roorben 

fi'nb/ um fo oiel t)dujtgcr t)at man gefunben , ba$ 
*>iele ©erodd)fe, meiere man fonfr unter bie Softer* 
pflansen regnete, gu biefer neuen (Stoffe »on @e* 
itjd^fen geboren, meieren man raol feinen anbern 
tarnen alö ^oIppettöett>ad>fe ( polypiers ) 
geben f am (Sä giebt eine giemner) grojfc 2(n$abl 
»on ©eegerodctjfen, tueldje, in 2lnfet)ung ii)rer 
gitjur/ itjrer kleine, unb ber 2Beia)e ibrer $t)ei? 
Je, noc|> mef)r 2lebnlict)feit mit ben ^gangen f)at 
ben, als alle biejenigen, von benen rotrerfi Reibung 
getban baben. «Jftan fotlte fi'e [eicbtlict; für Wirten, 
t>on SftooS galten. Sttan tonn ftet) baoon eine 
SSorjtellung machen , am 23. Saf* #ig t D. £)ie 

^!rdu? 



SSott bm SOZa&rcporett tc. 147 

jfrduterfennerbaben ilmenben tarnen be$@orak 
lenmoofeS ober WeermoofeS gegeben» 5lber |)ert 
Ä, 9ttitglieb ber flönigl. ©ocietdt &u Bonbon, 
l)at unä w>r ganj furjem bur$ feine 33eobad)iun* 
gen gelebret, t>a§ alle biefe wrmeimtlic&e Jansen 
eben fo, roie bie «Jttabreporen unb Qtor allen jinfen, 
nichts anberS als Wirten »on spolopengerodifc* 
(en finb. 

SDie geroölmlic&eSfrt, baS £oraflenmoo$ suwr* 
fcfcicfen, bejtunbe fonjr barinnen/ ba% man e$ 311 
erft »on t?er falzten Materie beS SfteerroafferS 
infuffem Gaffer reinigte, fobann jnjifdien bett 
flattern eines 95u$6 troefen roerben Heg, un& 
hierauf in heften »on Rapier mfü)idtt;m t§ 
bie .ftrduterr'enner machen, um ifore Jansen* 
fammlungen ober £rduterbü$er jufammen su 
tragen, unb wie man biSrueilen auefc Ui @$met* 
terlinge »erlieft* 

SDicfe Slrt, baS (SorallenmoüS ju tmfdjicfen, 
roar jur SSefriebigung ber 2iebt)aber ^inldnglic^, 
als man bergleictyen ®etodc^fe npti) für Jansen 
gleite. Slllein ^eut ju Sage f ötmen jte ein ^Ser? 

$ 2 langen 



148 3e&ttt>eS gapttel* 

langen tragen, auefy fcie ?l)icrc &u l)aben, beren 
<2Berf unb «SButmung fie finb. SiBir wollen 
fyier, na$ ber 9lnroeifung beä £)erm §öi$/ bie 
9lrt anzeigen, wie man fie erhalten fann. 

jjttfte manniefcfaltigffrn (Sorallenmoofe jün* 
„ben ftct> an ben Reifen /über an ben Sfafrernban* 
z/len, an n>eld;e man eine Seitlang nidjtgefom* 
z/men ijr. @o balo bie gifc&er puffern öS« 
„anbere Körper gefangen tyaben/ an benen Qfo? 
„ raüenmoofe ftnb, fo muffen jte folc&e gefc&tuinb 
„in einen mit SReeiwaffcr angefüllten €imer les 
„^en; benn biedere, fo in ben gorallenmoofen 
„roolwett, finb fo jart, t»a§ fie nic^t einen 9lu* 
„ genblicf in ber 2uft bleiben fönnen, ofyne ftcfy just 
„ fammen $u runsein. 9?a$ tiefem muß man 
„jte an bcö Ufer bringen unb ffe mit einem 
„gangiein oon ben 9ttufcfceln berabjief)en, fa 
„bann ganj gemad) in ein 55ecfen / roorinnen 
„rccfyt reine« Weerrcaffer feon mu§/ legen; nad) 
„ Verlauf einer ©tunbe, ober auefo in nod) für« 
//derer 3«it fann man /burcl) ein 93erge6fferung$s 
//flla^/ treffen ©tra&lenbe$trf (foi'er,) ober fo- 

//CUS 



föott t>ett t^at»reporctt ic. 149 

z/cus ungcfdfjr aroeen S^ö betragt , fe^en / rote 
// an ben Qtorallcnmuofen allenthalben Böhmen 
;/ t)eroorge()cn/ roeldje, t>a fte oon ber erlittenen 
//©eroalt roieber ju ftcfc> gefommen, nun anfan* 
//gen, ü)re Sfrme auämjfrecf en : fobann ergreift 
//man fdjneUe mit einem ganglein ober mit ben 
//Singern btejenigen/ roel$e man lebenbig fte()et> 
z/unb taucht fte in bem ndmlicfcen Sfugenblicf in 
//•ein mit SBeingeifr angefüllte^ ®efd§, m\$t& 
//man bepber Jpanb foaben mu§. £)a biefe Spiere 
,/febrflein ftnb, fo tobet ji'e ber SBeingeift, el)e 
// fte nocfc 3«it baben, ftd> sufammen ju jieljen-,, 
©er nämliche SßBeingeijr ift auc|> (jinlanglicfc, um 
fte ju erhalten. <£& ijl bienlicfo ; tag man tit tyo* 
mpen, roeldje ju ben »ergebenen Wirten ber (So* 
ralienmoofe gehören, in unterfe^iebene glaf$ett 
tfwe/ ober fte wü) befonberS in f leine ©tucfe 
»on Seinroanb einpacfe. £)ie (Soraüenmoofe 
mu§ man äugleid) mit fc&icfen, unb genau an^ei* 
gen, ju meiner 2trt t>on i^nen biefe ober jene $to 
fc&en ober ^acfete »on 9>ohwen gehören, SOtan 
barf fte nur mit ubereintreffenben Ütumern be* 

jdc&nen* 

M 1 «&ert 



i5o 3et>ttt>eS gtapitel. 

#err @llig fdjlägt no# eine anbere «JWetljobe 
»or, welche in folgendem befielet: ,/ 2cget/ fagt 
//er, t>te Sluftern , tooran bie Qtorallenmoofe jmb, 
;,in ein grojfe$ irrbeneg ober fernes ©efä§/ 
// mit fo »iel ^2Ba(fer A aU nöt&ig ijt , um bie So* 
/, rallenmoofe \w bebeef en , unb ni$t mefor. £afs 
// fet allcS eine ©tunbe lang fo flehen, ©ofcann 
//gieffet ganj gemad) auf ben SHanb beö ©efaffc6 
//fo \>iel ftebenbeS QBajfer, atö faltet barinnen if?. 
//^ßannbiefeg gej$ej)en, fo nehmet gcfc&roinb Ut 
//Sorallenmoofe »on ben duftem fetalen berab, 
z/unb legt fte in Slafcfjen/ Ut mit s 2Beingei|t an* 
„ gefüllet fmb. £>iefe $netl)obe, fagt4)err<SUi$, 
z/ift bie befre, fo man amuenben fann, um biefe 
//belebten Jansen $u erhalten; bergejtalt; bafr 
//au$ bie Ungläubigen, wenn fte folcfce fc&ert/ 
// ftc|> , in 91b j?4>t auf i()re Sftatur unb i&ren Ur* 
zzfprung, nicfyt irren fonnen.,, @r fügt bin^u, 
bajj man bergleicfyen Sammlungen im ©ommer 
»ornel)men mu§, roeil biefe $l)ier$en, ben SOBin* 
terüber, gemeinigüd) burefc bie $älte sufammen* 
gesogen unb er jtarret ftnb. 

<5S 



Stott Seit 9ttat>reporeit k. 15-1 

@3 wdre su wünfd)en, ba§ man bie etfle »on 
tiefen Sftetfwben anwenben fönnte, um bie $t)ie* 
re/ welche bie verriebenen Sitten oon Sföabre? 
poren, Prallen jinfen unb ©teinpfknjen bewölk 
nen, ju erbalten unb jm »erfefciefem diejenigen/ 
welche @ele f gen&eit Stäben rennen, fte in fomte 
genblttf , ta fte auö bem 9)?eer gesogen werben/ 
}ü befommen, werben l)iemit erfuefct, eine «Probe 
bamit anjujteUen* 

2Bag tk wirf lieben SD?eerpflanjen anbelangt/ 
als Sfteergraä :c. fo ift e$ genug, wenn man jte 
in füjfem QBafier »on iftrer faljicbten SJJaterie 
reiniget, unb wenn fte troefen geworben jtnb, ein? 
paefet. diejenigen, fo ft&r jart ftnb, fann man in 
einem alten $8u$ trofnen ; ober in einem £eft/ 
wie \>k Schmetterlinge, »erliefen; 

£)ie ©cfcwämme jtnb uon ben Sftaturfunbi* 
gern in bie (Stoffe ber ^eerpflanjen gefest mor* 
ben; aber u)re wa^re fftatur $$J$f Mangel 
&inlanglid)er ^Beobachtungen, annoej) unbefannt 
^ebermann wei$,wa* fte oonauffenfür einegorm 
§abem <5$ giebt ungemein »iele Slrten berfelben, 

$ 4 welche 



*sa SefmbeS gapttel, 

welche alle eine ©teile in 9?aturaliencabineten 
»erbienen. 9ttan bat bter einige t>on ben fon? 
berbarjhn (lecken lafletu 

Sftan bat bei; ibrer 33erfc&itf ung feine anbete 
Storjtcbt anjuroettben, al$ ba§ man ibnen im füf* 
fen SBaffer btc falzte Materie benimmt, (te jo* 
bann recf)t autofnen läffet unb einpaefet. Ob? 
gteid) bie ©cforodmme t>on meiner (Subjtan&fmb, 
fo rcirb man bod; roobi tbtui/ wenn man (te mit 
33aumrooUe ober SSBerg, SfteergraS tc. einpaefet, 
ebne (te atlsufet>r su preftn, aber bod) fo, bag 
(te nic^t bin unb ber gerüttelt werben fonnen. 

grftärtmg 5er gigurem 

22. SafeL 

(TJ\ie Sig. A. (teilet eine Sttabrepore uon ber 
Sfc (Gattung berjenigen wv» meiere bem £er> 
(^enfebmamm abnlicb (inb. 

£ie gig. B ijt eine SJtabrepore mit9le(ren. 

Sie gtg, C ift eine Sttabrepore, fo einem 
ßrbfebmamm gleist. 

5Dtc 



JL5Z 



DTlttfrrep oveix- > 



Tab.XXZ. 




fcßY 






' 









•*v 






-pa^ - U3> 



St elttv fl arg) e ^ 



Tal.XXIE. 




>ci)tpctttmte 




5Soti &en Wltövtpoxm tc* 153 

£)ie gig. D (teilet aud) eine 51« einer CDtobre* 
pore t>or* ©ie fann baju bienen , ba§ man jtd) 
»on ben (£orallenmoofen einen SSegriff machen 
fann, welche von getuiffen fef)r f leinen Sftabre* 
pmen faft einjig unb allein burefy bie 2Bei$e i&rer 
©ubfhnj unterfefcieben jmb* 

■ 

S)ie Siguven E unb F jlellen (EoraUenjinfen 
Pen untergebenen Slrten m. 

S)ie 23. $af. ftellet unterftyieblicfce SJrteh 
t>on ©teinpflansen (Lithophytes) ober öiel> 
me&r ^ornpflanjen (Keratophytes) »or. 

3uf ber 24. $af* l)at man »erfdjiebene 2fr< 
ten »on ©cfcrodmmen, unb »on @eegen>d#fen, 
welche eine 3kfjnlickfcit bamit l)abcn, abgebilbet. 
Sie meijfrn fommen au$ ben inbianijtyen unb 
americaniftyett beeren. 

£>iegig. A ijr ein platter ©c&wamm. B ijt 
ein ©c&roamm, ber au* fielen 9?of)rett aufam* 
men gefegt jfh C ijt eine 9lrt einer fonberbareti 
unb feltenen 5KeerpfIanxe, D {teilet einen 
©c&wamm mit Slejten m. E fhllet einen 
$ s ©cfcroamm 



iS4 ©IfteS gaplttl 

€k&wanim t>or, ber in 2(nfel)ung feiner gorm 
ft&r fonberbar ift. F itf ein ©djwatnm aus 
America/ t>er einige 2(et)nli$feit mit einet ®pij* 
morc^cl |)at. 

G ifr eine SÄeetpflanje »on einer fonberbaren 
Sttatur. 

•IMP W ' " ' ' ■ j i ii i , L i ii ■.■■■■ . i n < ■ . ■ , ,■ -i , 

<£üfM* gapittl 

S8on im tmterfc&teMicfeen %x* 

ten l>t$ £oraüenfang& 

ter tidmlidje ©runb, ber un$ bwogen Ijat/ 
eine ^Sefc^rctbung oon ben Snffrumen* 
ten&u geben/ welche pr |>et au? ftfcfyung 
far Sftufcbeln bienen, »eranlaflet un$ auct), bie 
imtttfd)ieblicfcen 9ftett)oben $u betreiben, wefe 
tfce bei) bem (Eorallenfang üblich (tob. 9Bir wofc 
tot feen ©runb befien/ \oa& wir batwn bepbrin» 
gen werben/ au$ einer ©c&rift t>cö -C>crrti 9>enf* 
frtuul nehmen, welcher gegenwärtig $r|t in 
©uabeloupe ijr, unb jtc& burcb bie (gntbetfung 
fcer 9?atur ber Corallenpfen unb ber SKabre* 

twrett 



93on &etttmterfd)te&ltc&ett%tetuc* i<tf 

poren berühmt gemalt f)at» £enn er ijl ber 
crflc y tetr bargetfyan bat, ba§ tiefe <2>eegett)äct)fe, 
welche man b\$ fcafyer für Jansen geilten, 
nid;tg anberS ftnb, «18 Raufen Bonfleinen gellen, 
tie oon rotrflicfcen gieren formirt unb bewohnet 
werben. 

9ftan bebient ftet; jwar untergebener SDfa* 
feinen jum (Sorallenfang; ba\>on Die eine $reuj* 
ties, (engin,) unb bie anbere ber $ame (truble 
ober in ber ^rooence falabrc ) genennet wirb, 
Sie 2lrt ber gufammenfe^ung fo rool ber einen/ 
als ber anbern von tiefen jtoo 5Kafc^inen grunbet 
jtet) auf einerlei) 2ßa&rnel)mung; nämlict)/ ba$ 
bie SoraUensinfen ftct)»ornel)mIid; an ben Seifen/ 
welche auf bem (Brunbe be$ 9tteer$ ftnb/ formt* 
ren, unb gemeiniglid) tk SSBa'nbe unb ©emölbe 
ber ©rotten ober ^Ölungen, roeldje tiefe geifert 
formiren/ auf allen ©eiten umgeben/ wie man in 
ber Vignette feiert fann. 

5Die.3nf!rumente/ beren man ftet) bei) bem 
(Sorallenfang bebienet/ muffen fo befefcaffen fetjtt, 



156 €Ufte$ gapitel. 

tafjjte in tiefe .Jpötungen fyinein fommen, tie £0* 
raUen&infen bcrabneljmefyunt jtemit jict aus tem 
SBSaffer herausbringen fönnen. SDie gorm teS 
«RrcujneijcS unb beS £>amenS iß tiefem ©egen* 
franDe gemd§ eingerichtet. 

£)aS ßreu($ne$ (25. $af. i« gig.) ijl eine 2(rt 
eines Jfreugty fo aus jroe» ©tütfen £olj for* 
mirt ijt , meiere fünf bis fec&g ©cbutt lang (int/ 
fenfrecfct an einanter liegen/ unt an ü)rer Witte 
frarf an einanter beifüget jtnt» 9in tiefer 9)lit* 
te mti§ man ein jiemlid? fcbroe&reS ©eroic&t loeft 
onljdngen, wie j. (£♦ eine gtojfe ßugel, oter ein 
(gtüd üon einem geifert , tamit baS ^reufcnelj bis 
auf tcn ©runt teS Speers binunter ftnfe. Sin 
jtebem Snte t>on ten Firmen teS ÄreufjeS muß 
man einen grojfen 23üntel wn 9?efcen, üier bi§ 
fünf ©cWe lang »efl anbinben. Sttan nimmt 
i)ieau alte Sifcfetie^c x jte mögen inSÄnfe&ung ter 
©tdrfe unt ter (Bröffe ter Sftafc&en befc&affen 
fetyn ; wie jte wollen. 

<3t?enn man an ten Ort gefommen i^woman 
tie Korallen ftfc&en will , fo wirft man t aS äreufc* 

ne$ 



93on fcen ttttterfcr)tet>lict)ett5(rten*c. 157 

neij in ba$ Sfteer; unb fo balb manmerft, U$ 
e$ auf ben©tunb gefommen if?, fo fcbüttelt man 
e$ r)in unb t)er , man jiebet eS über alle tjöcferigte 
unb unebene «Oettet/ t>tc auf bem ©runb be$ 
*D?eet$ ftnb, unb man fuc&et e$ in alle £61ungert 
hinein ju bringen, 3» &W man bat £reu§ne$ 
alfo bewegt/ fo ftreefen ftct> bie 9?e§eau$, Vtt 
Sie jte bei (Sotallenjinfen J)ängen ftd) an, unb fangen 
ftet) in ben Sftafc&en, «"& wenn bie gifefcer bafur 
^altetiy ba§ fte biefe Arbeit lang genug fortgefej^ 
fyaben , fo &iebf n fte t>tö $reu§ne§ roieber in il)rc 
Warfen , unb nehmen tk Gtorallen&infen unb an? 
bere @eegen>d$fe beraub , roelcbe in ben $lt§m, 
tk an ben Snben fangen, oetroicfelt pnb. 

25ie anbete Sttafftto«/ beten man (tcb bep bem 
<£orallenfang bebienet, ift ber {xime. (truble* 
.über falabre.) (5t ift in 2. Sig. 25. §af. »otge* 
freut. SDiefeö ift ein @tutf Jpolj , ungefaßt imrip 
$ig ©cfcufje lang/ -weldjcä an einem (£nbe mit ei* 
nemeifetnen #albjitfel »erfe&en ift/ meldjerburtft 
eine@tange von einem unb einem falben ©d;u& 
m ber Sänge , biti|mium£ur<&me§r bienet> $t* 



is8 ©IfteS ffapiteU 

föloffen ifl. 2(n bcc Witte tiefer (Stange ifr em 
{tarier unb langer (Sc&aft, um fte an bem (Snbe 
be$ £)ol$e$ ueft xu machen, ©er Jpalb&irfel ifl 
ringS&erum mit jtarfen eiferncn gdimen üerfeljeti, 
bieetn wenig jtumpf ftnb, unbin $orm eincö 9?e* 
d)en$ fiebert. S>iefe3af>ne mü JTen,wenn ba^njrru* 
ment in bem Sfteer ijt, ober jtcfc gefegt werben. 

5In bem SKanb biefeä ^albjirfete bangt man 
ein grojfeö 0Je$ in gorm eines SSeutefö, welche« 
fef)r jlarf unb febr bic&t fegn mu§. Sin bie ©et* 
ten biefeS 9?e§eö,unb um baffelbe berum, bangt 
man 25ünbel oun alten Sftefcen, fünf f>B fed>$ 
©c&ube lang ; wie an bem ^reu^ne^ 

3)iefe SOtafcbtne bangt an ftwei? untergebenen 
(griffen, wrmitteljt jweyer (geile,, tatwnba* 
eine an bem <5nbe be$ ©tietö M unb ba&anbere, 
fomit C bejeicfcnet ift, fünf big fec&$ ©c&ubc 
weittwn bem .#albiirfel weg, angebänget wirb; 
Sergejtalt ba§, wenn bie SHafc&ine mit biefem ©eil 
galten wirb/ ber @tiel beö $aflriimentf in bem 
SSaffer/ ungefähr ba6 ©leic&gemickt balt mitbem 



$3on t>en untcrfc&iebl jc^n^rten »♦ 1*9 

£albjirfel. 3* fage ungefähr; 1 ) mü ttt 
^eitc, roo ber ©ticliji/ ein wenig fct>roe^rci: fe^tt 
mu§/ ntc&t nur allein/ wenn.ba« Snftrument in 
ber ?uft ijl, fonbern au$ rcenn e$ in &em-S©af* 
fer ifl/ 100 ber bol^erne Stiel oon feiner ©cbroefj* 
re viel/ hingegen ber eifern? |>albjirfel fel)r roenijj 
»eriie^rt* 2.) <2Beilman gegen biefen 3ftitie!punct 
ber ©c&roe&re C ju einegroffe $ugelati ben@tiel 
bangt , roeldje bie gan&e 9fta[d)ine auf ben ©runfc 
be$ £D?eer$ t)ittab sieben mu(j,.9?iij) fan man aber, 
jnbem man biefe lugel von b«tn $unct C mtfyt 
ober weniger entfernt, bat (Bleictygenric&t toitjbtt 
berjfcllen, über ber ßeite, reo ber (gtiel iß, nacfj 
belieben ba6 Ubergetüidjt geben. £)aö €$iff, 
weI4)cß t>aö an bem *puncte Q angebdngte (&til 
bält, fäbrt ju erfl fort ; unb baf jenige, io bat an 
bem <5nbe be$ StielS angehängte <8etl bält, folgt 
nacfc. 5Benn man jtfcben rcill , fo Idffet man 
ben Rainen auf ben ©runb beS SStteerS fallen, 
reo er burd) Jpülfe ber an bem Sftittelpunct be* 
©cbroebre ober nab* tabtt) angehängten Äuge^ 

Ijinab fbift; untipm ..er auf )^M*9 

fom* 



a6o ©ifteS gaptteK 

iommm ijr, fo fangt lai erjfr <8d)iff t baSjenige 
nämlidj/ woran t>a^ an bem ^uncte C bewftigtt 
«Seil bangt/ an 311 rubern, unb oerfcfciebene 33e* 
wegungen ju machen, burd) rodele kr |)amcauf 
km ®runb be$9tteer$ bin* unb bergejogen wirb- 
£u gleicher Seit wirb auefy bie @enf ung ober 9?ri* 
gung ber 5SJlafdb»nc alle Slugenblitfe oeranbert ; 
weil bie Bewegung beö jweptcn ©WeS nid)t ab 
lejeit ber SSewegung be$ erjten »oUfommcn ajäd) 
ijt, unb mithin auc|) ibre Entfernung oon einan* 
ber ni$t immer bie nämliche bleibt: woraus benn 
erfolgt, \jcl§U$ ©eil, fo an bem jweoten ©ctyff 
ift, \>tö §nbe be$ @tiefö M, woran e6 pangt, balb 
mebr,balb weniger/ in bie |)öbe sieget ©ie' $?a* 
fcfcine, meiere auf tiefe 2lrt auf bem ©runbe be$ 
9»fteer$ t)in unb ber gebet, fommt unter oetfebte* 
benen Steigungen an bie Defnung ber »ergebenen 
©rotten ober #o!ungen in ben Seifen, unb bangt 
jtc&aucb enbli# barinnen an. OJJan merft foU 
cfceS, weil t)a« erjte ©cfciff niebt mebr fort fom* 
tnenfann. 5H6bannmugba§3weote©4)iff/W«l» 
ty$ H$ an bem (gnbe be* (Stiel* bängenbe ©eil 

Hft#- 



£*ott t>ett xmUYfd)kbliü)tn$lntn ta 16* 

|fö> in einer folcfccn SKicbtun^ fortrubern, tuelc^e 
ber $Kicbtung.beeerjren entgegen gefegt ifr, unbeS 
bringt auf tiefe 9Irt bie Sföafc&ine Ijeraug, intern 
jte foIc|)e jurücf jie&et* 

£)ie S&jne beSeifernen $<ilb$xUU / M\ä)t / wit 
gefagt, ober |tc& gefegt jtnb, unb weiche bie 
©$roel)re beg <Stiel$ »on bem Snfrrument frarf 
gegen bie ©eroölbe ber ©rotten j)at anbrücfenmtif» 
feri/ fonnen nid)t tytaui fommen, o&ne bie dot 
rallen&inf m unb anbere dfmlicfce ©eroädjfe foerab 
gu reiften, welche fobann in ben Beutel fallen, 
ober in ben ^ünbeln »on Stoßen fcängenb bleis 
ben, welche baran grbunben jtnb, unb ring$l)er* 
um fliegen. 2Bfnn man tiefe erjt betriebene 
Arbeit wrfc&iebene male rokberjjolty fo reißt man 
au$ ben |)ölungen unb Spalten ber Seifen bie 
barinnen j)ängenben©eegen)dd)fel)erau$, wie j.C 
bie ©cfyrodmme, gorallenjinfen unb (gtempflan* 
jen» $Kan nimmt fobann ben tarnen roieber au$ 
bem ^Baffer/ unb t^utallei beraub, rcaä in bem 
SSeutel unb Sfteijen gefangen iftl SDiefe jroote, 

2 m 



g$9 ©IfteS ffaptteU 

Strt te6 (SoraUenfangg ifi: fcbroelter unb fonber* 
barer, all bie etfre ; fie bringt aber aucb ben meinen 
j9?u§en, ttormbmlid) an foldjen Orten, wo man 
(hrf mitbem $reu$ne& geftfebet \)at-, weil biefei 
le&tere 3>nfaument nid)t, wie ber Jpame, bie ®e* 
Wölbe ber ^rotten abfragt, wo ftcb bie fcfconjkn 
^oraßenjinfen bejünben, welche aüba bcn man? 
perlen %ufBm unb ber Sßegierbe ber Si^er, 
ttict)t fo fei)r aulgefejt (Int) , unb mithin me&r 3«t 
ija&eit ju warfen, "unb- i&re Steige auf aller ©et« 
ten auSjufhetf em 

£>ie ©ef4>ic£lid)f ett ber $if$er befielet fyaupt» 
facfrlicfc in ber Slrt U$ $reumej unb ben ^arnen 
auswerfen, unb su gebrauten* ©a tk &* 
rallenjmr'en unb anbere ©ewdcbfe oon biefer $rt 
fr febr unebenen $elfengrünben wacbfen, fo giebt 
t& geroiffe Süortljeile, bie SOlafcfcine »on einer 
®ette auf tit artbere \Ü steuert , fie ju rechter Seit 
SU fjeben unb jut fenfen, ben Seifen absufratjen, 
unb ba$ 9?ej fobann fyerauö ju äiejjen, um ba$iv 
nige ju fammlen/ roaS abgebrochen unb abgerif* 
fen roorben ifh 2UM biefeS öefcjjie&et, inbem 

man 



SSon bm unterfct)te&ncr)en Wxunic. 163 

man bat Zubern ber ©c&ifffnectjte anorbnet unb 
einrichtet- ©er ©Ziffer, wenn er in ber gifdje* 
teij erfahren i(l, erfennet ba$, n>a0 er $u tlwn j)at, 
au£ t)em SufTanbc t>eö ©eilS, r»el$e$ er in feinen 
JDanben &dlt, unb roelctjeS il)m bte roirflicbe Sag« 
be$ Snjrrtimentg, unb ben gr&jjern ober gerin* 
gern SSBiberjranb ber 9?*$e auf t>cm ©runbe be$ 
Sfteerg anzeigt. 

(grftärung i>er gtgutm 

25» £afe(, 

ejSie 1. Sig» freuet ein 5?reu$nej üor. 
*^ 5>ie 2. gig. freuet einen tarnen vor. 

Sftan fielet baran ben etfernen £>al&jirM 
mit feinen S^nen, an roelcijem ber Beutel ijf, 
unb bie QSünbel »on alten 9?efcen, welche ring& 
rjerum Rängen» Sftan fielet ferner ben Sttittefe 
punetber ©c&we&re C, an wek&em ein (Seilen* 
get, roelc&eS ber ©Ziffer auf bem erfreu @<$iff< 
fcalt; ingkict^n aud) M (Inbe be$ ©titl* M, 
mit bem ©eil, toeMjeS ber ©Ziffer auf bem 
jraegten <g#iffe |)öJt. 9Ean fielet au$ bie grofle 

2 2 iftugeJ, 



164 3tt)61fteS gCaptteU 

$ugel ; welche tie Sftafäwe auf ben ©runt te& 
Speeres binabsiefyet Sftanfyatten^la&tcrfelben 
eben fo genau nicfyt anzeigen »erlanget, (£$ 
$ genug, wenn man merft, (ttrie aud) fc&on in 
bem $erttjt gefagt Worten,) ba§ tiefe ßugel ge* 
gen &en Sftittelpunct ber <gcfyn)ej)re ju an bem 
<g>tiel beifüget werten mu§; tergejhlt, ta§ b«r 
(ötiel te$ ^njrrumentg, in tem ^Bajfer, tem 
eifernen ipalbjirfel ungefähr tag ©leicfygeroicfot 
l)a!te,unt fogar ein wenig fi$>n>el)rer fei;e. 

($$ ifl leicht/ ftct> bie Bewegung teg erflen 
unt jwet)ten ©djifö, tie £age ter Beeten (geile/ 
unt tie 51rt unt Steife üorjuireüen, wie ter ei* 
ferne ^albjirfel unter ten Gewölben ter ©rot? 
teh fortfommt, unt feine SBürfung taran tljut. 
___— — -1 ; 

gmölfteg gtoptteL 

§Betfertiö«nfl einiger SitniiTe. 

k a man in tiefer ^nweifung einige Rubere» 
tungen »orgefc&rieben bat, be» welken 
man not&wenbig girniffe gebrauchen mu§ ; 

f o 



£ 






r *f.jiS+. J?mirwriente\o rollert ^Vififcnext» Tbü?.XXK 







- 













9ßerfertt3tw& einer girntffe. 165 

fo bat man für bienlkfc erachtet/ t)ier bi« $rt ber 
Verfertigung einiger Wartungen oon Birnijj mit 
SEBemgeijt an$ujet#en. 3Bir geben dergleichen 
girttiflfen t»eh Vorjug, weil jte ben gtboppelte» 
SSortbeil ()aben,ba& jte leichter p »erfertigen ftnb, 
unb oiel gefc&winber troefen werben ,. wenn man 
etwas bamit uberfttkJjen I)at. 

£)ie ganje 5?un(tbicfe$ girnip befreiet barin* 
neu, ba§ man einige ^jarje in ( 26eingeijr auflö* 
fet, unb bie SfuStüabl unb ^Proportion ber »ew 
fejjrebenen #ac&e »eränbert, naefy ber gröffern ober 
geringem sparte, unb naefc bem ©rabe ber £)ur# 
jteßtigfeit' fo man an bem Sirniß bnj bem ®(t 
braueb/ woju er benimmt ifr/ »erlanget, £)iet 
folgen einige SKecepte, beren ^bänberung bie <$xt 
fabrung lehren wirb, bie aber boefr &u unferm 
Vorhaben tynianglid) fenn fönrten* 

&\\ imrdjjldjttaer Sirm'fv tev fe^t* 
halb troefnet. 

gman nimmt rotf)e$ Slrfenicum/ fünf Unjen; 

"J* 5Wafrir,breoUnjen; Serpentin, ein 3>funb 

unb »ier Unjem 

% 3 mm 



i66 gtt>6Jfte$ gapittl 

Sttan fröflet Den flflafifr unb tag tot^c 2lrfe* 
tticum &u «Putoer, wrmifc&t ftc mit bem $<rpen* 
iin , unb tbut fie «cbft Dem $Beingei ji in eine gla* 
f$e ober 23outeiUe, beren $ftünl>ung man mit 
einem ©tuet «Pergament ober mit einer naffejj 
SMafe, »ermittelfteineäehcbemal t)erum geroun* 
benen §aben$ / treckt flarf unb »ejt üerbmfeet, unb 
man ma$t mit einer ©teefnafeel ein gpd? in bai 
Pergament. Sftan fe^t Die SöouteiUe auf eine 
Jeife 2Ifd)e ober in fhrfen @onnenf#ein, um feie 
Sluftöfung $u erleichtern» $tan bringt »on 3<it 
ju Seit feie Materien in 95eroegung, inbem man 
i>ie 58outeiUe«in wenig fcbüttelt, bamit (tdj feie Jpar* 
$e auf bem S3oben feerfelben anfangen» 2Benn 
alle ^arje, biß auf etwaS weniges, aufgetöfet jmb, 
jfpijt ber girnifj fertig, unb man fann ilm (ot 
bann gebrauchen* 

€m antwer &ur#(8tfÄer gtrnip. 

CJjolbei Wvfenfarm/fe^ntnjen; ©ummi<5le* 
*J* mi üier Unjen; ^ßeingeift,ein unb ein Ijai* 
fceg $>funb* 

tiefer 



^erferttgtwg eitriger gtrm'ffe* 167 

SDiefer girnijj wirb gemaebt wie ber erjie / je£ 
tod) mit bem Unterfcbieb, t)a§ t»aö @ummi die* 
mi nic^t ju spufoer gejlojjen wirb, weil t$ gu wctd) 
i#. ©iefe tidmltcfee SBeicbe beffelben ttiacfct, taf 
tiefer §irni§ ein wenig langfamer trocrnet, unt» 
ba% er um etwas weniger f)art / weniger brüchig/ 
unt) hm 9ibfpringen weniger unterwarfen ifr, al$ 
ber erjte. 

Sftan ftnt?et in (Sbina unt) in D(r * 3nbien ein 
jfü§tgeg #ar$, welches fel)r gemein ijr, unt» weis? 
djee man aU einen »on berSftatur fcbon»erfertigi 
ten Sirni§ gebrauten f ann, ber eben fo gut ift* 
al$ biejemgen, fo man burcty Sftmfrsu ©tanbe 
bringt. 2>iefes |>arj tfl in bem Sanbe unterfcent 
tarnen be$ $oi$äl4 befannr. SDJan fann fl$ 
beffen bedienen/ um bie Sifcfce unballe anbere©in* 
ge bamit $u beftrniffen , \>it fülc^cö ju iijrer (5rl)al# 

tungttotbtgfyaben. 

. 

Slufier bem £oJjol gtebt e$ in Ojfrunb 9gBe|k 
Snbien aucfc noc^ eine grojfeSWenge »an £ar$en, 
(tu* welken man gar Jeicbt aerfc&iebene Sirniffe^ 

2 4 nacfr 



168 Stt>6lfteö Kapitel, Verfertigung ic. 

nad) bem 50Zuflcr berer, troju b«r bie IKeceptc 
finb gegeben ttjo^cn, wirb üerfertigenfönnen. 

*Efl<m fann biefe Ü?ec?pte in allen £dnbern ge< 
braueben , obgleid) ber SBeingeijr ein tuefent!id)e$ 
&tüd babei) au&nacbt, unb in geroiffen Sdnbern 
feiten §u befommen ifh £>iefe ©eltenbeit beffel* 
bers bavf niemanb in QSerlegenbeit fe^en, weil man 
allemal eine geizige flü§ige Materie uon ber ndm* 
lieben ^tdrfe, roie bei* 'SBeingeift, obetmelmebr 
einen njobrbaften «SBeingeift befommen fann.roenn 
man nm anbete geifrige flügige Materien bat/ ftc 
mögen feön^onroelcber SSefcbaffenbeit fte wollen. 
9ftan mag nun ^Branbcnsei« baben ober SKaque, 
übet Maffia, ©ang-tfonjc. fo barf man weitet 
8ti$t$ tbun, &U biefe flü§ige Materien im Sftas 
rienbab bijrilliren laffen> ©er geiftige Sbeil wirb 
anfdnglicb allein in bie Jpobe feigen; unb wenn 
man nicbtS nimmt aU nur bie erfle^dlfteoonber 
flüjjigen SKaterie, fo baj bem ^ifrilliren berauS 
fommt, fo wirb getmfj biefer geifiige tytil fp rein 
unb fo wenig com SBaffer gefebwdcbt feon , als 
möglicb ift, unb folglicb wirb man einen 
njobrbaften ^Beingeijl babem 

€ 3ft 2) £♦ 

Sfamet* 



H ® 9§? l69 

inweifung, 

rote i>te Saume, bte $jlanjen/Me©<i& 

mtn t «k& t>erfc^te£>eitc anfcere ©cltettc? 

Reiten £>cr 9totursefc&ic&te*'ftbet? SReer su t>er* 
fc^icfrn ftnb* 

1 * * 
S?or6erid)t 

<5^iefe@d)tjftijlaitfdn0!i^allcin y unt> nacfc $kt 
^y fem in betn Journal economique beraub 
gefommem S)iefe jroo Slttfgaben treffen t>oll# 
fommen miteinanber tiberein; biejenigen, fo fte 
gefeben fyaben, werben ftnben/ t>a§ biefe f)ier an; 
febnlify i>ermef)rt ifh Sföan bot folc&eS ben 2lns 
merftmgen jmbanfen, welche wrfebiebene getieft« 
$rduterfenner,ober foldjc perfonen, bie fid) mit 
QBartunu ber ®etüa$fe bef$dftigen/ mgleidjen 
anefc einige (Eotrcfppnbenten,gelUfert t)aben, betten 
manbaä erfte perf ju§ef4>icft ^atte. 

tDlan hoffet, ba§ je allgemeiner baflfelbe befannt 
werben wirb, um foöielmebi Iperfumn |t$ ftnben 

2 5 wer» 



17« #? & $° 

werben, roeldje geneigt fmb, etroaS &ur Söollfom? 
menbeit befteiben beizutragen ; unb man bittet fte, 
bie Mittel bierju in bem Journal economique 
anzeigen. 

3Bdbrenb t>e$ Stöbrucft biefeö SSßerfa bat man 
tie 35efrdttigung crt)a(ten , t>on bem, wa$ tn bem 
»28. 5lrticM ifl votgetragett roorben, über bic 
(j?rba!tung ber ^aamenförnerin ibremauägetrof* 
tteten gleite. Sftan fcat im 9ttdr$ 1753. S« J 
genfmume gefefren, tii roenigjhng M)t goü boefc 
waren, unb tit ju^arißin bem SrübHng \>on 
1752. obne bk £ulfe ber mannen ©en>äd?$bdt« 
fer / aträbem @>aamen biefer Seigen au$ ber ^>roi 
»ence , bie man in ber gaften iflfet , unb bte, wie 
hthmt/ an ber ©onn« geb&rret fmb, ^eroor 
jjewatfefen maren. 

%Rm §ti über biefeS au# erfa&ren , Uü man 
«Bba QBeinftötfe gejogen t)at/ au$ ben fernen 
fctefer burren Weinbeere, meiere aus ber^rooen* 
ce/auS^pamen unb anbern Orten Jammert* 

^'Ißfcfe Erfahrungen, nebjlberjentgen, welt&ein 
bem 237. unb 238. Htfc umpdnbli^ befc^rtebett 






m m ^ l 7i 

ijt, magert auc|) gtaubac^ / t)a§ berSucfe^ber \M 
3let)nlu1)frit mit b<r innern ©ubtfanj ber türmen 
g*igen unb ber bürren Weinbeere \)0i, jur@r^ 
timg tmb QSerfc&icr'tmg ber ©aamen nü#iu) W 

9ttan bat aud? feit bem neuen SHbbrucf biefe* 

Söerfg gemerft, tag man barinnen bie Sftetijobej 

litt Muterbucö ju machen/ ^dttc anfübrm 

i füllen, £)iefe$ SSort barf biejenigen/ fo feine 

Süräuterfenner jtnb, niefct erfc^reefen. 2)ie gan; 

je ©a(^e fommtbarauf an. 

in 
<3Benn man einige ^ßanjen fmbet, welche mm 

nic^t imm, ober bie man geroiffer majftn fümrp 
§a| t ober über meiere man bte Sttennung b$ 
^räutetfenner , mit benetiman in (Sorrefponbetti 
jleljet/miffen mochte, ober bie man i&nen becamtj 
machen will, ober oon benen man fortgefe#e 
Sammlungen anfreflen unb bie maturaliencabtf 
nete bamit bereichern mill; fo fan man nic&t be# 
fer t&un, al$ wenn man fie in 58lge« Qßapiti 
tretfnen Iafien 

-®ne jebe Sammlung »on 9>flan$ett, bie auf 
fciefe W auSgetroefnet (mb, jjeijit tm&x&uttxt 



IT* §?• m # 

fcud)/ unb Idffet ffc& ganj leicht &u@tanbe bringen, 
wenn man folgende ©tücf e beobachtet. 

2Ba£ in ba^rauter&udjyommettmujL 

enti bie ^flanjen fef>r Hein jinb, fo reiffet 
man jte ganj au$, unb läffet jte fo üollig, 
tnitberSBurjeljbem (Stengel , ben Ewigen, ben 
flattern , SSlumen unb grüßten, auStrocfnen. 

SBenn bic SSlumen unb grüdjte ffd) niefct $u 
gleicher geitanber^flanje befmben, fo (äffet man 
einen 3.WHJ mitSSiumen, unb einen mit grüßten, 
jeben für ftet) befonberS, augtroef nen. SCBenn bie 
«5>flanje groffer tjt, fo bebt man ben Stengel unb 
fcte SBurjeln nicfcuuf , unb man begnügt ftd) nur 
mit ben groeigen, bawn bie einen mit SBlumen 
unb bie anbern mit grüßten bedangt fe»n muffen. 

3Benn bie ^ffanjen febr gro§ fmb, wie bie mei* 
ften 35äume, fo iff eS genug, roenn man@nbe»on 
ben Steigen nimmt. Solan muß aber aflejcit, fo 
IWw nur möglich iff, barauf feben, bafj auf* 
gegangene Blumen ober ©täten baran fenen, be* 
ten uriterfebiebene tyt\U, fo wie au$ bie $j)eileber 
Sru#e, f ennilicfc fenn muffen. 3n 



9Ü? §*■ $? 173 

3tt allen fallen/ wenn Sie mit Blüten obet 
grumten beengte gweige wä) il>rc blattet baben, 
fo ijl tiefet am beften. Ann aber folcfceg ni$t 
fcon fann, fo mu§ man in t>a$ ndmlicfce Rapier 
einen gweig legender mit üöüig ganzen Glattem 
»erfeben ijr. ©enn e$ ifl ben ^räuterfennei n üi*l 
bar an gelegen/ juwiffen* wie t>tc blattet an bett 
groeigen in Drbnung fiesem 

(Sinige grödjte f önnen befonbere* gebürret un& 
in ©cfcacfcteln »erlieft werten. 

<i$ giebt SSdume, unb aud? fogar siemlidjflefe 
ne sßflan&en, wel$e fo t>icfc ober fo faftige 5Mdt* 
ter ober Blüten, unb fo groffe , fo reiche tinb fo 
faftooUe größte tragen, b$ man fte nid)t m 
Söldtter tton Rapier legen fann. 3n folgern §al> 
le mu§ man fte wie tit Snfecten/ in glafdjen oUt 
Sd§gen, mit Maffia ober SSranbemcin erbalten 
unb oerfefcief en. 

9Benn man aber bie »ergebenen $J)eiJe eine? 
«Pflanje, auf biefe SBeife twn einanber abfonbert, fa 
mug man pe auf baö forgfdltigfle mit ubereintreffen> 

Un 



t74 * » $ 

$en Turnern be&eißmn, welche ju erfenntn ge* 
be» y ba§t>icfe ober jene Srucbt, bie in bemSSran* 
bewein liegt/ ober befonberS gebärret roorben ijr, 
$i biefer ober fener 9>flanje, bie in bem trauter* 
&üdMf*/ geboret. 

®te SCrt, tt>te matt fie Gurret 

§V\>an mujjbiegroeige meinem alten Q3ud), ober 
*^ in SSudjern t>on ?ö ftypapier ausbreitend unb 
(Sorge tragen/ %$ bie3$la e tter nicbtjufammenge* 
bogen fepen, ober auf einanber liegen. 

©en folgenben$agunterfucf)t man, inweUfrem 
gujtanb ftd) bie s 7>flanje bejinbe. ©emeiniglicfc 
ijr jte »erroelft. Einige SMätter unb fluten jt'nb 
umgebogen ober wrfebiebene mit einanber jufam^ 
men gerollt. 3ttan breitet |?e fobann uon neuem 
aus, mac&t bie glatter, fomUm Rapier bänden, 
kwn lo$, nimmt ben gweig baoon weg, unb 
legt um jwifdjen anbere ^Matter. SDenn wenn 
man ibn in bem na'mlicfcen Rapier liefle, fp ©ür* 
h n Vit glatter »erfdjimmeln t inbem t>aö.95apier 
JK*8«tt#tigf eit berfelben an fu$ gebogen bat. 

Einige 



9§? * * V5 

Einige $dge (jernaef) (lebet man wiebet nad) 

ben spflan$en,unb legt fte wieber in anbere troefene 

Rapiere» ^Diejenigen, worinnen fle ju er jr gewe* 

I fen finb, f ßnnen wieberura gebraucht werben, wenn 

[man jte am Seuer/ ober an ber ©onne, \)at aufc 

gtrocfnenlaffen. 

9SBenn bie 9>flanjen wenig @aft fyabm, fo ijl 
je$ genug, wenn man jte nur ein? ober jweomal m 
j frtfcfceS Rapier legt. ®$ giebt aber einige, bet) be* 
nen man folcfoeg breö^btö wer mahl) un muß. 

@o oft man fte in frifefreä Rapier legt, fomu§ 
man Ut Blatter ausbreiten, unb bie SSlumen ober 
SSluten oon einanber abfonbern, unbeg fo einriß 
ten,ba§ alle $I)eile fic^mitfo wenig Verwirrung 
als möglich ijr, jetgen, 

<2Benn tk Jansen i&re gr offe §eu#ttgf eit oew 
{obren baben, fo legt man bie Rapiere unter eine 
trefft/ ober man befc&webrt ftemit©ewüt)tern/ 

Obgleich bie 3>ffonjen burre genug fc&etnett, 
wenn fte au$ ber treffe f ommen, fo ift e$ bo<fe 
Wetili(&, fte anbie (Sonne, wenn folty mfctimg 

($efr 



m$ & b $g? 

fdjenet, ober itt einen 23acf ofen, ber wenig #üje bat, 
iu legen, e&e man jie in bie flijfrn einfallt jf«t/ 
unb »erfc^tefet* 

2>te Riffen muffen tag rechte €D?oa§ fjabetty 
fo wof)l in Sfofe&una, ber Sänge unb breite be$ 
s}>apier$/ alö auef) in 9lnfei)ung ber £>icfe bet 
über einanber gelegten 356gen, wenn ftc anberfi 
ni$t reefct &ejt in Seinwanb, ober jwifeben jwij 
©tücfc oon <pappenbecfel/ eingepaßt jinb. £)enn 
wenn jie nidjt »ejtunb unoerrtteft bleiben / fo fom* 
men bie Jansen in ©taub jerrieben, ober we* 
nigjhnä fe&r oerunjialtet, an. 

©obann ijl weiter nidjtS me&r ju tbun, als 
U% man bie 5ti(le # ober ben Heinen 9>acf, mit ei> 
ner mit %ßa$$ ober £eer aberzogenen ober ge* 
trueften ßeinwanb bebetfet/ bamit man »erfiebert 
ftpn fonne, U§ bie^flanjen in einem folgen 3u* 
ffanbe ankommen, t>a§ jie oon ben ßräuterfen* 
nern mögen erfannt werben* 

SKan wirb wo&l tl)un, wenn man (ic^ biefe 
$xMttbvi$tv geboppelt anf#aft, mit überein* 
%■ treffen* 



$? 



177 

treffenben iTJumertt , bamit man ftc& ber 9>fton* 
jen roteber erinnern fonne, welche bie Kräuter* 
fenner »erlangen, ö&ne biefe 23orjt$t würbe 
man oft $lül)e \)abm, fte roicber ju fmbem 



lote tu 33aume/ spffanjeti/ <Saamett 

unt» t>erfc^>fc5cne andere SRerftDörWgfc^ 

ten ber ^1atws^id)tc übet ^ecr ju t>erfc^t> 
efen fmb. 

©nletörnj. 

SfHgememe un& fccrlaaftgeSmric&tuitaein 
^^enenjenigen, welche um tyrr* 9?u§en$ mife 
15/ &*> ober um i&rem ©eftymatf, ober bem 
©efc&macf onberer ein (genügen ju (ei; 
ihn, Jansen, ober ©aamen, ober anbere Sfterf? 
rourbigfeiten ber 9?atur, von einem Ort an einen 
anbern fein* roeit entlegenen fenben wollen, bies 
«et jur mac&ridjt, bafj btefe SSerfenbungen fajt 
«flemal gan$ »ergeblic& ftnb, weil bit not&igen 

3tt <8txt 



i?8 f i f 

SJcrwa&rungSmittel tabc^ nid&t «ngewenbet 
werben. Sftan Ijatjid) vorgenommen, biewefent* 
licfcften berfelben in gegenwärtige!; ©c&rift anjtt* 
jeigcm 

i. <£$ ifl unumgänglich notljwenbig, &a§ 
man für jtc& felbft genaue 53erjeic^ni|Te von allen 
3krfd)icfungen mafytf unb 5ibfcbriften baöon 
tiefen nämliefcen 93erf4>ichingen belege. 

2. SMefe SSerjeicNiTe fannen folgenbermaf* 
fen in Qtolumnen abgeteilt werben. 

3. £)ie erffr Kolumne führet ben$itel: Wut 
mev\ 

£ie &wote: ®etttf$e tarnen r fo an fcem 
£)tte gebrauchte!) fmk 

Sie britte : S8aroanf#e öfter fremde 9to 
tttett» 

£)ie vierte: $5al>re 9?.amett«. 

©ie fünfte: ©gettfe^aftett» ^)iefe (|eW 
ne mujj wenigjteng boppelt {0 gro§ feim, al$ bie 
anberm SOlan fann hinein fe^en / wenn e$ ein 
35aum ijt, ob bie Sruc^t, bie Blatter ober bje 

2Bur* 



m 



2Bur&el &u eften ftnb, ober ob fte gut Svenen 
r fiter ju ^unfltuerfcn fönnen gebraucht werten; 
bie^lrt utib SEBsff^wie man fte brauet Je. SBBenn 
aber tiefe tlmfrante roeitlauftia, unb wichtig jtnb, 
fo ijl eS befler, wenn man fte in einer befonbern 
©ebrift aufzeichnet. 

S)ie fe#e: £tf>e,tt>orMttett&ie$PJl<ut§e 

5>ie iiebenbe? Seit, t>a f>w ©aame <je* 
fammlct, oi>ert>ie $pftan$e au$ fcer €rfce t|t 
gesogen »ordern 

4. SSBenn anbere^adjen/afö <pftonjen, »or* 
fommen, fo mu§ bie fec^fle Kolumne sunt $ttel 
baben: £)mtv,<m$ bmtn fte ftergefornmer?/ 
unbbie ftebenbe: %$tq\xemt%cit)V$Zt\U 

5» 58ei) jebem 93erseid;ni§ mt$ tk lejte §0* 
lumne, welche bier bie adjte ift, ben $itel Ijaben : 
f8eobad)tttngert. ©iefe Kolumne muß wenig* 
jfen$ aud) boppelt fo gro§, alg W »orbergeben* 
ben feon. %ü<m fann binein fe^en/ wag in ben 
»or&erge&enben ntc&t «pfas'gefunben&an 

9ft 2 6. «Wart 



m * m $?. 

6. $2<m fann öud) bie SSerroa&rungSmittel 
darinnen aufzeichnen , bie man ben gactoren, 
wel#e bie SSerfcfcicftmgen in Empfang nelmten, 
anettipfef)len will £>fe twrnelmtjten uon bers 
gleiten S3crwa()rung$mitteln werben iu (Enbe 
tiefer ©$rift angezeigt werben. 

7. Sftan l)at fein Sineal unb feinen girfd 
»onnotjjen, um ein fo!$e6 columnenweis abge* 
tl)eilte$ 3}eräetdmi§ ju macljen. SKanbarf nur 
tiaS 9>flpier »erticai ober fenfelred)t A äebnfad} ober 
äwölffad), wenn man Sftdnbe l>aben will/ ober 
Dier^^nfd^tig jufammen legen , wenn man bie 
(Alumnen oermefyren will, t)k einer Söerme!)* 
rung nötfoig fyaben. 

8. £>iefe$ ^3erjeicf;ni§ mu§ auf biefe 3(rt &u* 
rec&t gemalt werben, cl>e man no$ angefangen 
I)at/ ^it (Sammlungen anjufreUen; ober wenige 
jfenS, el)e man \)k 93erfd)icfung in Orbnung 
richtet. 

9. SRan mug jtcfc aucö im 93orau$ mit Si* 
teln ober Sitelplatten »erfe&em 

10. ©ie 



* m * i8i 

io. ©ie mufltcn mit bem 33eräeid)tti§ übers, 
eintreffen, unb fte muffen einander roed)fel$roeife 
jur (Srganjung bienen, oorne|mli# t>ermittelft 
bet Säumern. 

1 1. SJlan f ann auf t»ie ©acte, auf btc @djars 
rnrnsel ober «patfete, ober auf bie ©cfcacfctem 
fc^treiben* Sillein Uifi gut/ wenn auefc Sitel bar t 
innen ftnb. 

12. 2Ba§ bie SSäume ober ^flan&en anbe* 
langt, fo fann man mit einem ©rat &öti£R8finay 
unb ni$t \>on (Sifen, Sitel baran Rängen, bie 
mit ©liefern gemalt jmb, auf melden man 
mit einem eifernen Griffel fc&reibt. Sftan muß 
leferlicfc treiben, unb Ut 533u4)ftaben tief ein* 
graben. 

13. Aftern ma$t m$ $fM fconSSattenpa* 
pier ober Pergament. 3n folgern gall mü§ 
man jl* fo jufammen legen, ba§ bie ©cfcrift ein* 
wart« fomme, unb beren »ergebene beolegetu 
S)enn (te f ömten »erfaulen ober ft$ »ertm* 
ft&cn. 

®l 3 i4-£ie 



% 



182 

14. Sie Q3lumenbdnbler magert bigraeilen 
einige/ welche t>ic Sorm flcincr ©tabc f)a6en^ unb 
man fann auf eine (Seite berfelben, o^nc ein an? 
fcere$3Berf$eug, alö ein Keffer, ju gebrauten./ 
Uiüttid) mit romijc&en ga&len XXXXIX. 
(treiben. 

iS* Sttan fann mfy $itel machen, aus ei* 
mm garten £oly auf roelc&eS man eiferne SSucfc 
(laben ober 3ifern,bie man gtäenbma(j)t / brüd i et» 

Pfl SDie bequemffr 5lrt ijl/ wenn man spiätfc 
gen Don SSIeo t>asu gebraucht, aufweise man 
mit ©rabeifen, bie aber niefot glüenb fep büt* 
fen y Söuefcjhben ober^ifern mac^t* 

17» 5Wan fmbet bei? ben $leineifenfrämera 
<Ef)aracteret>onbiefer lejten%t fd?on ööllig fer^ 
tig; fo rool wa$ U( 35u#aben, als bie Siftxn 
anbetvift. 

18. Sie Site! muffen an ben 35aum felbft, 
wnb sitc|>t an t>it $w\$t, gelängt werben* 

19. 2Benn matt 35äume tait ü)rer (gebe em* 
jeln in ©cn>4c&$fäjren »erfefcieft, fo muf mdn 



*§? m $? m 

aucfc eine« %itd auf bett SSüben befl ßaffcng 
legen. i 

• 

20. SDie bcflc Krt bet> ben meiften burrcntmb 
wjfen ©acfcett/algC^cfcalentbieren, 9Ruf$eIn'/ 
©trinen Je. ift tiiefe, t>a§ man tic $itd auf tue 
©tuefe/ fo man beseic&nen roill, felb(t aufleime» 

21. Ucbcrfjauptö ift e$ jwar bequemer, wenn 
man mit %\ftxn &ei$net/ tiefte^ auf tag gemachte 
55erjeid)nt§ bejieben; aber e$ ift fixerer, wenn* 
man aud) bie fftamen baju fejt. 

22. %$a) sielen ©elegen&eiten muß man flc& 
au$ f$on im SöorauS mit einer troefenen <£M 
wrfeben, bie re#t ju 9>ufoer gejroffen unb fcurcfy? 
geft'ebt feptt mu§, obne uerbratinten Sftifr, noefc 
Düngung. 

23. 3« tenen Sanbetn, beren $immeföjfric& 
mit lern »on granfreid) unb (gngellanb überein 
fommt, ijl e6 febr bienlid), wenn man fid) einen 
Söorrat!) »on 99loo$ anfc&affet/ e&e tn<m noefc 
jur ©npatfuna, unfc Skrfcntwng freitet. 

Wl 4 24. £)a$ 



»84 * m * 

24. £)a$ Idngfie unb grünjle 9ftoo§ wirb 
für i>aß befle gepalten, ^nbeffen ijt bo$ ta«#- 
jenige, fo man mit ein wenig (£rbe, unb ölcic^fam 
wafenwriä, tjcrauö |icl>t , nocfc befler. 

25. SO^an mu§ e$ gemad) beraubteren, unb 
e$ nid)t &erreijfen; unb man barf t$ wcber au&' 
trocfrien lafjen nod) benenn. (So bidbt fo, »er* 
fcfciebene Monate lang , oljne &u werberben, unb e$ 
fr&ält burdo feine griffe bie 9>ffanjen unb &aa-, 
tnttt/ fo barinnen »erwafyret werben. 

26. <2Benn ber 2Beg lang ifr, fo fedlt man 
für fixerer / wenn man bie mit 9ftoo$ »erfe&enen 
$ijten ober Stoßen nur mittelmä&ig bitf machet; 
bamit $a§ Wooö nieijt warm werbe, unb alle* 
»erberbe. 

27» 5lug bem ®runbe barf man e$ aud& 
titelt t>efl jufammen pteffen, »ornel)mfo& in bem 
Innern ber Giften ober ^>acfete. 

08. 3nglei(|m muß man auc^ be§wegen fa(t 
bei) allen ©npaefungen Ik Blatter weg tfyun, 

alt 



§§? m §? m 

al« wdcbe eine ©abrung unb gdulni§ üeranlaf* 
fen würben, Sftan mu§ (te aber mit einer (Schere 
abfebneiben/ unt nieb* abreißen. 

I 

29. 3n Souhlana, unb aud) ju ©t S)omin* 
p/ in (Saoenne unb anbtrwärtS/ fann manben 
fogenannten fpantfcfjett 35art(b.arbe d'Efpa- 
gnol,) ßott beg SJÄoofeS gebcauefeett. ' 

30« S" liefen nämlichen 2dnbern fann man 
aueb börre glatter oon 25ananagjtauben gebraut 
$en, um tte ^flanjen barein su wicfeln. ©ie 
erhalten fleb fe^tr woj)l barinnen» 

3 1. 35eo $?uf$elwerfen ; unb anbern mt 
btetjli^en ©ac^en/tbun bie ©ägfpdne ober 
Stiegen gute £>ienjte; bo$ iji bie SSaumwoHe 
wrjujie&ctu 

32,^anmu§ jlc&jebocb nicbtgän$c|) weberauf 
tiefe , noeb auf jene, wrlaffen ; fonbern man mud, 
ebe man fle tweb gebrauch, bie jetbrecblicbett 
<ga#en in ben ©cbacbteln beoefrigen, wie att 
feinem Ott angebt werben, 

$R 5 33.tD?an 



33- Sto ^n«/ t>prne&mli(& betten, roel$e 
weit entfernt jmb, nid)t ju forgfdltig empfehlen/ 
fca§ftet?on einer leben ©a$e »iel, unb einerlei) 
(Sachen burd) oerfcbiebene ©elegenl)eiten jtyitfen 
füllen. Saufenb 3"f^le, bie man ni$t tvorber 
je&en fann, machen tk meifJe geit über bte 23er* 
fc^tcfungen tinnü^ 

1 — ' — ! 1 1 ■ _ — — 

SBon VjSI 3Serfd)tcfuna &rc Raunte 

tmb ^flan^en» 

&jte Sl&fdptt 

SBal)l ber SBäume tmb ber ^(!att§ett ; 

Seit unb 2lrt , fte au$ ber £rbe ja mijmm. 

J4.re^ie $3äume, weiße ?weo btö breo Sa&re 
<J ^/ in einer SSaumftyulegewefen jmb/ ge* 
ratzen t>iel befter , als biejenigen , wel» 
$e man in ben SBfilbern au« ber @rbe nimmt, 
$Bbn man ftdjalfb vornimmt, 35äume atifftfe 
lettf &rtbe in ein anbereä, fo weit entlegen ift, au 
»erliefen/ fo i|r e$ gut/ wenn man bergleic&en 

SSdume 



ogf m $° i87 

aSdum'e" jung in einen ©arten pflanzt, unb jte erff 
jwepbi« trei)3a[)re bemacfy t>erfd)ic£t. allein 
ob man glei$ mit bemn m$ ben SSßdlbern nifyt 
fo fi$er ijl/.fo t^ut man jebocfc wot)l oaran/ 
wenn man Dergleichen [Riefet/ in Erwartung/ 
biö manbie anbern fyaben fann. 

jj. Sftan mu§bie25dume,bieau$@aamen 
gewacfcfen, tonen, bte man als Ableger gesogen 
unb binwieberum biefe benen, bie oon ©pro§lin* 
#n bekommen, t>oräteben. ©ie muffen tfoq 
biebreü/Wobl gar vier, Sabre alt fe»n, unb $r 
£olj mu§ ftcfc genugfam formirt baben, bamit e* 
bie 53erfrt)ictung auSffeben fonne» 

3& SBenn man ^3aume »erfc^ieft/ t)it grojj 
werben follen, wie $ <§. Sttuibdume, fo mu§ twih 
Siemlid) bief* auSfucben, Don brei) bi$ fe$$ 3oI< 
Icrt im Umfang, ^t orbentlicfcen grucbtbdum* 
wie &. <?♦ Birnbäume ic. muffen einen Umfang b«* 
ben von xmeen bi6 oier g^Uen; biejenigen aber, 
fo ff ein bleiben muffen , lonnen oiel geringer aw 
nommen werben. 

r 37« ©ie 



37- 2to Södume/ welc&e wegen ber ©ute ber 
Crbt, ober wegen i^rcr 2Bartutig in furjergeit 
betrachtet) tiefe gcttjorbcn jlnb/ »erbienen aUe* 
mal ben&orjug, üornejjmliei) wenn ber @tamm 
rein ifl oon Sweben unb tieften, unb wenn jte 
mit ftarfen »irjeln wo&l »erfe&en, tutb oijne 
.g)aupt* ober 4?etpmr$el ftnb. 

38* ©a manntest allemal t>ie3a^^eitennac8 
«igener^iafi^rwablenfan«;fotiettetjutSna(^ 
tiefct ; t>a§ man in ben 2dnbern, berenJpimmelft 
frricfc mitbernttonSranfreieJimb (Sttgellanbüber* 
ein fommt/ bic meiften einl)eimifd)en 334ume &u 
feiner anbern 3«t/al$ »on ber Sftitte be$ £)cto* 
fcers an,üi§ ju enbe.be« Mptüt, au^ber drbe 
nehmen unbjöerfc^icfen fönne, Witt biefe le$te 
Sairtjeft ift je&r mpef> für btc meiften SSdume, 
welche t&rc 35ldtter »erliefen. 

j9> IDieSSdume, weld)eu)re glatter itic&t »er* 
lie&rett/ wne&mlic&biejenigen, welc&e einen &ar* 
äi$ten ©aft fjaben, flnbmel fc&we&rerjtt »erfe* 
|en/ alabieanbern/ tmb geraden Keffer/ wenn 

man 






man jte gleic&mv Sflonat (September unb Dcto* 
ber megnimmt, atö im 5Bint«r. 

40» ©« roabtc Sd^NK »« &* man bergleu» 
d)en S3äume aus Ür £rbe nehmen mug/ i|i im 
$ptil. 

41. 3 tt &*^en S^^en mu§ man jte fogleicfr 
mietet einpflanzen unb flc inten ©Ratten ließen/ 
b$ &ut 9lbfenbung obet bem erfien Siegen. 

42» 3«'^« n ^* utt ^ W* usSngeflanb muffen tiie 
55dume, t)ie in ©ew4#$f äflett foUen gepflangt mtt 
ben,fd)on inbem.£)erbfi: ober auf bat fpdteffe in bem 
grüfyling wt tyrerSSerfdjitfung hinein gefegt n>er* 
bem «XJhnfarinfteinbeffen bo$ au#in(55emäc&& 
fäjten t^un/ unb fte föiift&ictat/ fobalb jte auSber 
dxU gefommen jlnb» allein man mu§ tabtr) ge# 
wattig femt/ U$ ein großer $f)eil t>on ü)nen »er* 
fcerbe* 

43» $Jan muß bie 33aume/ tmn mdcfcer 9Irt 
(teau4) femt mögen/ mit S3orftc&t au* fcer <£rbc 
tlwn, bamitmannicfctfserfplttteK/no^ß bie%^ 
bt abftmfe. 

44»2Beim 



* 



190 

44» 3B<«n fte aus ber (£rbe heraus (Tnb, fo 
mu§ man bie SSBuraeln beliebigen , unb wenn fte 
nitfct gefunb unt) jung jlnb/ bie 3$äume wegroevs? 
fen, wenn man fo »tele l)at/ t»a§ man eine 2Sufr 
mabl anbellen fann. 

45. (Sinige geben bie SHnroeifung/ man folle bie 
<5rbe,bieum bie<2Burseln berum bangt, forgfäl* 
tig n?egtl)un/ unb H& gaferigte abreifien. 

46. 5IUeinman glaubt, ba§ beijbeS fdbÄb 
ijt, unbmanbalt bafur , baßbie^ibe/bieumbie 
.cjBurjeln berum bleibt, jie erbalte/ unb ba§ man 
bureb SÄbrciffung be$ Saferigten/ bem33aum eine 
grpffe$Jtenge Heiner Verlegungen beibringe ,wtU 
t$i bat irrige baju beitragen, ba§ er »erbirbt. 

• 

47. 9#an befc&neibet fobann t\t Steige unb 

felbfi bie ©tamme^ bamit man fte bejlo bequemer 
fortbringen fönne; unb man pacftbieSSäumeeitv 
iJöie in bemjmepten abfcbnittauJfu&rlicb foll ange* 
geigt werben , mo man »on ben gemeinen Daumen 
lanbdtt AHb 

48.2B<mt 

■ 



$? m s? 191 

48. SBenn e$ leicfct ijt/ bie S3dume fort jtt 
bringen/ unb wenige Sofien ©erurfactjt / fo t^ut 
man febr wof)l/ wenn man »iele Steige baratt 
lagt/ bis man ftc einpflanzt» 

49. 2Benn man SSäume fort jn bringen/ ober 
eine-^eit lang su wrroabren fyat , unb wenn fte 
nidjt wtrHicb in (£rbe ober in SSftooä eingepackt 
jtnb;fo barf man jte burdjauS liiert in ein 3tm* 
mer,unb no# oiel weniger in einen Heller fe^ett/ 
um jte oor bem grofi ober SKegen ju oerwa&ren. 
SEBenn jte eine ober äwoSftacfctefo eingefperrtbüejs 
ben, fo mürben fte oerborren/ obne U§ i&nenim&r 
ju Reifen wart» 

50. SSBenn aber unter tiefen Umftdnben ober 
au$ ju ber 3^/ wenn bie Sßctume eingepaßt fnttv 
einftarfer Srofi einfallt; fo mu§ man fte in einem 
©arten, tief genug in locfere <5rbe/ eingraben/ W 
mit wenigften* bie ^Burjeln baoor aerwabret fe^e». 

5 1. gur einige $b* Ue t>on Qmba unb fttrber* 
gleichen Sanbe*/ ift <me&folgenbe 2(rt t)it: 93<jumc 
SU t>erf$i£en / wobl m gebrauchen, 9flan flic&t 
L 2Bafen t>on %flm au$ , in welchen pc& ^amfett^ 






m ?§? © $? 

t>e »Ott Keinen SSoumett/ fo in Dem Sa&r aufgcs 
gangen, unb oft aucfc »iei ©aamen beftnöcn y Die 
in Dem folgenben aufgeben follen. *D*an legt tte^ 
fe SBafen f$id)temüeife in ßijhn. 9ftan bat ei* 
nifle ju 9>ari$ oon «Ouebcc anfommenfeben/ttJürs 
innen eine Stenge »on *pflanje« war/ bie fe!)r 
t»oI)l geraden |tnb« 

Smeoter Stbfc^ntft. 

•iSerfdjicfuttö t>er gemeinen 33<Sttme/ wtb 

Derjenigen tt>el#e man in Dem SfBinter fortfebief en 

Fan ; äuc& Der felrenen Sötae, wenn man Deren 

genug W> um öon jeDweber 2lrr einige auf &erf4>f» 

bene 2ßdfe ju »erliefen, unD «jenn man fit 

nic&t in ©emäc&efa'fkn gepftanjr 

wrfcßicfen fann. 

52. OTjjÄtt mufj Die ©tdmme etroaö abfärben, 
*^ aber üielmeniger aI6 wenn man fte in 
©ewdc^Wen pflanzen mollte, mie Die feltenen 
55«ume» 

53» Solan tnug fte jufammen paefen, allemal 
itnober aroeij Dufcenb mireinanber, mtb allelee* 
renfRäume mofclmit Ww$ ÄttffuHen, ofmeeg 

iebocfc 



m m $° 



193 

jebud) jufammen $u preffetty unt> t»en ganjen^ad! 
bamit umgeben« 

54- ^«n frmn bicfe jufammen gepacfte Q3äu* 
me mit 2einwanb umroicfeln; aber e$ ifr befifer/ 
luenn man jte in lange Giften legt. 

55- ^iftni^tn6t|)!0/t>agf?*t>iefe Sftjren ge* 
naufcku'ej]en,eg ijl genug,' wenn nur tk SKattert 
iunt> Sftäufe nidjt hinein f ommen f önnen* 

56. 9>Jan mu§ in fcie Giften nichts als 9ttoo$ 
itl)un, unt> biefeg ni$t allju wU, SSein^eu, fein 
@tro|);benn wenn tiefe @ad>en anfangen ju 
jfaulen, fo würben (Ie ben SBurjeln (Sc&abeit 
tfymn 

57, ^enninbeffen ber£)rt,wo jte bingefökft 
erben ; nicfot weit entlegen tjt, unb wenn matt 

fein SJlooä bat, fo fann man retfrt burreS @tro&/ 
aber niemals -£>eu, no# oerfaulenbe Kräuter, ge* 
brausen» 

58«.©ie5ti(ten ober «JA t>on Räumen bu> 
ftn nic&t in b*n untern SKaum no$ an W leiten 

$1 U$ 



be$ <§5d)ifFeg gefegt werben, aUwo fle kö gefalje* 
ne Gaffer üerberbt» 

59» ©onbern man mu§ fte, wenn man fann,in 

t>ic frege Suft aufbenbocbitenOrtinbem 4?»nter* 

ttjeil beS SdjiffeS feien/ unb wenn übleg »t* 

ter einfallt, fo fann man fte auf wenige ©tunben 

in t>ie ©c&laframmer kr Dberojficiere bringen. 
■ ; 
6o* <2Benn t>ie SKeife lang unt) tue Witterung 

troefen (fr, fo fann man fte twn 3«t su Seit mit 

fufjeth SBaffer anfeuc&tem 

6 1. Obgleich biefe §(tt fte $u wrfc&tcfen, »or* 

ne^mlic^ in bem £erbfi uno SBinter am bejien 

angebet, fo bat man bod) aud) gefe^cn^ ba(j in 

bem Svü^lmg eine faß: älwilicfceSlrt mit gutem Qxt 

folg ffi angewendet werben, 
- 
6*» 3" ©amteSttalo legte man in eine lange 

Stifte Dbftbaume, beten ©tamm manabgefürjt 

bätte- Sftan legte ein wenig (Srbe um W 3Bur* 

sein berum, unb man füllte ben SKefl mit grünen' 

SorbeerWdttern äu*. ©ie langten ungefa^rtm 

i£; Sutiuö $u Quebec in fe&r gutem guftanbe am 

5Wan 



3$ 



I9J 

ft&m pffonjte-fe- alfobalt» ein, fie gerieten alle, 
unb ftnb felp'ftydite Q3dume geworben. 

63. c^genn man biefec Sftetljobe folgen wollte, 
(b ifl bie|e$ ju bemerfen, baf bie SSdume auSber 
<5rbe genommen werben muffen/ ef)e jie nofy an* 
fangen Slugen ju geminnen ; eömtig ndmlicfc faU 
$e$ in Dem £ornung ober £ö?drs a,efcM*n» 

dritter Stöföjiiitt 
SSon 5en feltenen Baumert/ tm& von t>tn* 

jenigen, weiche man im @ ommer , unb fn mit« 

f einziger &uantftät; mtftyU 

cfenfann. 

64* SJDenn bie SSdume ber $2uf)e wert!) finfy- 
"** fo Idjfet man Mafien oon $annen&ol$ 
mac^en^ mit aufregt fre^enfcen $0& »on <£it 
$enf)ols ober einem anbern oejlen £olj» SOiefe 
haften muffen auf allen ©eiten fort in bem inner« 
SXaum/ swifc&enben ^vettern/ einen @c&u& f)afe 
ten, unb wie bie orbentlic&en ©ewdc&gfdflen ge* 
mac&t fep. £ie aufregt ftefoenben Sfoeile müf* 
fen unten über ben S5oben ber Waffen, Wollen« 

9t 2 sweett 



i 9 6 *§o m §g§ 

qßM.Qdk weit binaug geben/ um an ffatt ber 
güffc ober ©tollen ju Dienen, unb an il)tem obern 
(&jbe muffe» fie bte gigur l leinet- knöpfe/ eine« 
golleS l)oc&, &aben. 

65. S)ie 35öben unb t>tc Unterteile bet ©eiten 
muffen viel göcfyer baben, bie man mit einem 
SSobret ma$t, bcrmenigfleni ba$ 2)rittbeileine$ 
golleg im Smrdpeffer tyaben muß. 

66. SBan mu§ niemals, wenn eS nic&t bie 
t)öii$e 9?otl) crfovbert/ ftd^ balb entämeo gefcfcnit* 
tcnet Tonnen ober falber gaier, an jtatt bet $Ut 
flen, bebienem S)ie Sfleiffe rutfcben berab obet 
»erfaulen, ber SSoben fallt beraug; tit (Srbegebt 
»on einanber 7 unb alleg rca£ eingepflanzt ifr, baä 
ifr wrlobren. @S ift audj oiel fdjroebrer als beg 
fcen Säften, rec&tbamit umzugehen , unb fte gut 
fort ju bringen. 

67. ^Benn man burc&auS nid)tg anbetS, al$ 
balb. entsroep gelittene Tonnen baben fann / fo 
mu§ man fle, el)e man (Srbe hinein tfmt, roieber 
re$t jufammen treiben iaffen; \>\% meijten pfiffe 

M 



$ i $ i97 ; 

Ott ben £>aubm mit fUdgcln betreff ig^n^ie mwen** 
big umgebogen öfter wrnietbet feon muffen; einen 
ISKeijf tnwenbig an ber @infal$ung Der £)auben; ; 
unb auffen an hm Soben/ring« um ben befagten 
SSoben betum, mit Keinen Nägeln annageln, 
t>te auffen an ben Rauben wsnwt&et feon müften* 
gerner mug man jebebalb ent&weo gelittene 
Sonne mit jween berum gekannten ©trief mm* 
(eben , unb übt igen« beo benenfelben alle bie 33or* 
fiebt gebraueben/ bie in bem 65. 73- 7S- 7jh** 
Slrtirf ein in «Snfe&ung ber Stöm ijt an empfofc 
Icnworben. 

68. Sie 5?6rbe taugen eben fo wenig jutr 
SBerfcbitfungber ^umes wenn anberftberSßeg, 
ben fte &u ma$en baben, niebt fe.br fürs i|t / ober- 
wenn man bie $örbe niebt auö einem #ol& maebt, 
baS ber Säulntö niebt unterworfen ijh 

69. 2(n ben beeben (Seiten eine« jeben flaftenS; 
muffen jwe» ©tütfgen »onSfteiffen fo eingefcbla* 
gen werben/ t>$ fte eine £>efttung bar&wifcbm 
jaffen, unbpo£anb&ebettoorjtellen. ©iemüf» 

ftn »ertical fte&ett/Unb bie Sftägei mit benen fte einge* 

$1 3 febto« 



m * m f? 

fragen ftnb, muffen mroenbig üerm'etljetfeim. (5$ 
lflauc&gut, wenn man ® trief e berum fc& lingt, 
um fie bejb letzter fort $u bringen. 

70. 25« (Sr&e.mit t>er man fie anfuüft/muü 
fe&r gut aberofme ©ungung feom 

* 'ju IDieCSrbe, bie ein wenig »efr ifr, i(r t>cr 
leisten ßrbe üo^ujte^en; weil ffeni^t fo balfc 
»on ber SBurjel berab fällt, wenn man ben 58aunt 
m$ bem Mafien fyut. 

72. ^an fället jule^t ben Waffen mit <5rbe big 
Sür £älfte an ; unb legt baritfrten bte ^SBurjel beö 
SSaumtf in bie gehörige Sage/ naefcbem man ftf 
m#el fauber jugefänitten jjat. 

75- 5>r 23aum mug fo eingepfTanjt werbe«/ 
ta§ er ein wenig über ben Waffen beroor fcbc, weif 
tfoifäm ber 3*»t ber @inpflan$uHg unb ber (Sin? 
fc&iffung W @rbe fic|> fenft , unb ber 33aum wag? 1 
reebt mit bem Mafien. #1 freien fomme, tfcr«t» 
wa«tieferal0^6ber/ 

74- Sßmn bie Dfoife meitget)et; fomug man 
erbe mit ju ©c^iff nehmen / lim bie #4ftot wie* 



9§? B c§§ 199' 

bes'bamtt ju wrfei)en/ mcnnfic^ ein ^awöel&iarcwi 

75. <2BetiH ber 5$aum eirt3epflan$t ifl, fi> 
f^reibt man mit «Ocifarbcaufbcn haften tt*Bft* 
fer be$ ^itefö, ober ben 9?amen t>c6 3$aum& 

76. $lan muf niemals mcljr , aiä einen SSaum 
in einen haften tljun, 

, 77» ^Benn man peen binein^ut/ fomufiefc 
jje üon einerlei 91« feim; unb man mu§ ftc& ent* 
fcfclieffen/ einen $u t>erliet)ren y wenn man pea^ 
Ort un& ©teile in bie (Srbe pflanz 

78» SBenn ber Saften bejeic&net, unb bet ; 
55aum hinein gepffanjt ijl , fo mug man ba« t 
«fcaafj t>on ber £>öbe beg SSaumS ne&men, um 
ein ©ebäufe t>on ©ittemwf ju machen. 

s 79. £>iefe$ ©ebäufe mu§ au$ a#t ©tuefen, 
von neuen Sönnemeifen bejkfjen. £0?an muß 
biefelben einige Sage *>or!)er , ebe man(te ba&ua,e< 
brauet, im^BafTet: liegen iaffen. 

8©. ©iefeSKefe muffen an einem je&en Snbc 
etwa« bunn flemaefct, unb mit bem Snricfbobw 

9? 4 turft* 



aoo cgo ® c^ 

tur$bol)ret werben, oljne jebocfc t»ie 5ö4>er ju jet* 
fpliitern; unb man mu§ ftc an bic haften mit 
jween hageln anjebem <3nbe annageln» 

81. X)bcn werben jte burefc oiet SSerfc&lingun? 
gen mit einänber beoeffiger. 

82. <2Benn ber Q3aum ein wenig fcoefc ift- , fo 
muffen bie SKeiffe/ ober fyinauf gef)enben $beile be$ 
©eWufei/ an tyrer Sftitte burd) einen anbern 
SReijf beoefriget werben, an ben jte alle gebunben 
werben. 

83* Wan formte jmar, wenneä notbwenbig 
wäre ; an Bier @tücf en, oon Reifen bei) jebem (Bv 
kaufe genug I)aben; allein e$ ijl jlc&erer, wenn 
man adjt nimmt 

84» £>ie ©ebaufe burfett ni$t befonber« ge* 
macfctunb fobann erfr auf bie $djten genagelt wer* 
ben. mm mu§ an tiefen ßajren felbft bie SXeiflfe, 
einen na$ bem anbern, ju red?t maefcen/bamit man 
wenn einer jerbridjt, ober ji$ serfplittert/fogleic^ 
wieber einen anbern nehmen 1 önne. 

85. 2)ö« 



9§? ® ä? • äoi 

8 ?. &a$ ©el)äu$ barf niemals ben 23aüm 
berufen, no# baran fangen/ eä feg womit c* 
«olle. 

86. SBenn bie ®el)dufe jureetyt gemalt jmbf 
fo Idffet man CKegenfappen »on grobem jhrfer 
ftinwanb madjeh, bie big an bie £älfte tec 
•£>6l)e be$ ßajtenS I)inabgel)en muffen. 

87. SDtefc SRegcnfappen muffen an bie £>anb* 
l)eben angebunben werben, baöim oben in bem 
69. %t. Reibung getfoan worben. 

88. (Eine iebe SKegenfappe mu§ mit ber ndm*. 
liefen -pZumer-/ ober mit bem nämlichen tarnen/ 
roie ber Soften, beseiebnet werben. 

i ; 8?. 'SBenn bie Seinwanb nidjt reebt ffavf ijr, 
fo muß man fie mit jween 2lnjrri<$en ober &Mi 
\>on «Oelfaibe überjiebem ^ 

90, SJlan gebraust bei) ben @tengclgeroacj>* 
fen ober pflansen/bie lange auf etntm ©tengel 
blühen ki fajr bie ndm»$e SSvrMt, wie tyU* 
Daumen. 

$1 s 91. & 



91. (5$ giebt fette ^«ajen/. wie $♦ <& bie 
9^/ Jinaaa^ gemiffe atoflfe amerjcanijftt -SDfe 
fleltt/ (ciergcs,) <§upf)orben :c. i>ie man. nur 
fcloS in einer (gcbacfcrel ober Käfigen, mit tec^t 
trocfmem tDtopS, ttjun barf* v ®/w<rö 'ftbtt. 
Set? Wanaf £tt €nt>e te£ io* #bf<&jiitt$, 
»fr& a>fägt toer&etu 

sä? Ali 

§33te matt mit bett Zäunten umgeben m«§/ 

ef>e man fite au (Skiffe tririat. 

►an mtifr t>ie haften in einen ©arten 
^ in bieWe eingraben/ um baS 
Söegleffen ju erfparett» 

l^i ^ärabieSBitteruag ttodin tfr, fo fatin 
tttan bie Sßaame ettt timiig begießen; t)it t$MM 
ttöt&ea ju &aben fcfeeiaea, 

*$& gßeaabie QBitteruag fe^r regnertfc|) ifr/ 
foJjm*§ man Mt ffäfhn auSber (Srbetlmn» 

^fi*$ßm ## einem SaHt^ tfl > wo e$ fe&r 
f arf geftieret, fo mug man bie haften bi$ an 




§§? 



203 

*te ^ndpfe eingraben , unb mit <gd)nee, ober 
aucfr mit <Stroi)/ in Ermangelung be* ©cfcneeS, 
bebetfen. 

96. Oßenn&ic (griffe in ^ereitftöft jtnb, 
absegeln, fo mujj man t>tc Sßäume bejic&tigen, 
unb alle biejenigen, fo niefct redjt frifefc augfeben, 
augmuflern, ober il)re SSerfcfoitfung auf ein anbe* 
xt$ jtaljr »erfparem , 

■ 97* SOlan fielet rljierauS, ba| ti ein S8or* 
tbeil fet)n raärbe, wenn man me!>r 2$äume, ä# 
man »erfc&itfett mill , »orljer f4)on in Äajten 
batte, 

98. ^Sßenn bie 33a e ume ©proffen treiben^ 
fep nun »or , ober naefc ber ©nfdjiffutig , fo mug 
mom üon Seitju Seit mit bem S^agcl/ ober mit 
bem Keffer baf auftetjfe ßhbe ber Steige ab* 
jroicfertbber b^nejben, bamit htct>t^ m$ bem 
6eWu|e1>eraura^e. ; 

99. J93enn ber ^aum obenan^ feinem ©tanw 
mejjarl treibt/ fo jmiß man i&m unten feinen 
gtoeig iafien. 



r * W * 



ioo, 93or 



204 : W © 'SS? I 

loo. 33or ber Sinfctyffuna, mug man bie ©e* 
Ijäujc mit einer %t »on Sfatj, t>on «Pecfcbrat 
ober geteertem 35inbfaben überstehen ; unb biefe* 
9Ref mü§ fo enge feim , \><§> feine SOtaue bin* 
burefc fommen fann. 

ioi. SBenn man biefe33or(t$tetjr gebraust, 
n>erin bie SSäume fc&ort auf to$ @d)iff gebracht 
(!nb/ fo jleben (te in ©efafor , in ber erjten 9?a$t'" 
mn ben hatten oerberbt juroerben; SDiefe tykt 
te freffen ben geteerten § a fc e n niefct an* 

102. SBenn Vit 35dume fet>t f oftbar fmb, fp 
fann man ibnen ein ©ebdufe *>on ©fen mit ei* 
nem ^tttertüerf »on ^o^ingbrat machen lafc 
jen. 

103. SBenn man bie SSdume auf ba$ ßefriff 
brm|t/fb muf? man ftc^i büten, ba§ man bieÄds 
f$n ni^t fö lege, ba§ \>tä Unter jh ju oberft 
f , i)t. SJian barf fte nitfot einmal auf bie ©eite, 
m d iei$en au$ tti<t>td barauf , legen. (Sben fo 
wnig batf matt fle auefc be» ben ©e&dufen, unb 
W$ weniger beo ben #appen,anfajfem 

104. Sftan 



H m w *** 

104. SJian fann au# oben an jebem Soften 
i»t9 &öläerne Sroercfcjtücfe einfevben unb anna? 
gein, jtmföen welche unb feie (£tbe man<fc5trol)i)in* 
ein Rieben fann, um b\c Sufdlle, bie aug km 
Umftursen ber ßdften entfielen, ju wrmeiben. , 






gönfter a&fcöttitt 

!233ie matt eine größere 2(n^aJ)l t>on S3<*u* 
tuen ober ^ftonjen auf einmal t>etfd)icftn (Mi 

I0 ^ß?itte 9>erfon, bie ber SBartung t»cr m* 
^ wde^fe fej)rroof)lfunbtgijr; fc&ldgt no$ 
folgend 5lrt cor» 

io6 4 Sftan Idffct einen ober mehrere 5tdjl?n 
madjen, tie jween (Sdjuije/Ofeer &roeen unb einest 
falben ©e&uf), lang, fünf jetyi bis acfctge&n Solle 
breit, unb ungefdf)r sroeen ©cbu&e l)od) flhfy 
fo, \>a§ iween $?enfctyen jte leicht tragen f$nnen/ 
wenn fte &alb mit <£ rbe angeföUet finb, 

107. ©amit aut^ bie Ädjlen rec^t oej! fafe 
ten ; fo muffen jroar bie @eitenbretter fcorijon* 
tat, biejenigen aber bet @nbe »ertical jeon/ ünb 
an ben beeben anbertteinnnjrtrMen/bamit^n 

bem 



2o6 jgä a ^§ 

©em JTaften f eitle Sftägel im ^oljc aufregt jü fte 
&en fommen, intern folcfce nic&t galten» 

108. Sftan muß iit jweo @nbe beS &af?en§ 
mit #anb&eben unb ©triefen verfemen, bamit 
man (te bejto bequemer fortbringen fönne/ wie 
oben in bem 69. 2lrt. ift gefogt morben. 

109. @&e man ben Mafien jufammen .fuflt, fo 
mu§ man an bie jroo Reiten inmoenbig unbber 
Sänge nac&, mentgflen^ einen ®$uf)!)oc& utyr 
bem 25oben, po j)6ljerne geiften annageln, t>\t 
me&r als einen falben Soll biet, unb mebrafö-c* 
nen unb einen falben goll f>oc|> / feon muffen. 

110. SDiefe sroo ßeijten müjfen an i&rem ober« 
Sljeil ©nfcfcnitte ober Serben &aben, »on einem 
goü* tnber ©reite, unb »on breo SSiert&eüfyoum 
mber#ol)e. 

in. 2)iefe Äerbett mitfett genau auf bi* 
groifc&enräume »on ben OJei^ett ber S54ume ober 
©tauben paffen. 

■ . - . i 

112» fltfan mug gwer^jliKfft Wen »ott wt 
|ef% einem 30« in bal gierte, beren (5nbe 

burefc* 



t>urc^6o^tet fei)» muffen, bamft man jte mit tit 
nem Sttagel in t»en Serben t>er Seiten beuetfigett 
farnie ; roelc&eg abernic&t et>?r gefc&iebet, al* 
wenn tot ©eroäcfcje in ben Mafien ötfommen 
ftnb. 

113. SSBemt tcr Mafien jufammgefugt/ tinb 
mit feinen £anbl)eben unb Seiften wrfeben ift, 
fo tl)ut man einen ober sroeen Soll i>o$ (Srbe&ins 
ein. 

114. <§obann fejt man bie ®eroä$fe, eineö 
pon bem anbern jn)een btö t>rcr> 3oHe weit, bin? 
ein, unb $ar in fcfcnurgeraben tRettjen/ bie mit 
fHumern bejerd;net fepn möjjen, welche (leb auf 
balS3er&eic|m$ bejicljen. 

iiS» tOlant^ut^tbena(^bej!immtem^aa| 
binein y foy ta§ jte in allem ungefähr neun Bolle 
1)0$ in bem Mafien liegen« 

1 1 <s. 9ftan f ann in ben tKei&en @aamtn »0« 
ben nämlichen ©ewacjfen eittfaen, tterin mart 
emen befommen fann, 

U7Ȁeut 



■«* $? m 

117. $ein ©tamm tarf oben über ben#a|?ett 
tycroorragen. 

118, £a* Oberteil be$ Mafien« muß mit et* 
ftem ©itterwerf oon #01$, ober beffer »an eifer* 
nem ©rat/ ober wenigjtenS »on spe^brat, t>er* 
macbt werben. $lber eg i(t gut, wenn e$ an einer 
SKabme ijl/ unb wenn man e$ weg tl)un unb wie? 
feer baran machen fan» 

119» 2Benn man mehrere @ewd4)fe bat, U$ 
ren SfiBurjeln mit ü)rer (Srbe in Seinwanb emge* 
pacft jmb, wie [unten (9lrk 202. ) be» ben 9>o* 
meranjenbdumen fofl gefagt werben; ober wenn 
jtein Sorben ober lleinen halten, ober aucfHn 
köpfen ftnb, fo fann man fie in einen folgen £a* 
flen tbutt/ inbem man (!e anbem SSoben unb rings 
Jerum mit €rbe öerjtebet. 

120* SEBenn allef rec&t »ejr in Orbnung ge* 
brad)t ifl, fo nagelt man bie 3werg(tücr> auf t)it 
£ei(len , unb giebt wobl ac&tung, ba$ fle nirgenb* 
bie©ewd^ie berufen» . 

»Uta :■■..•■ "■ ' 

m« 3Jianmu§, (0 »iel.moaJi$ ijt, siemticfc 
Irocfene <§rbt mimen. SBann aber alle* an fei? 

nem 



* 



209 

mm Ort ijt, unb »ornebmlicfo wann t>er Waffen 
foll fortgefcfycft werben/ fo mu§ man begießen. 

122. ©obann, (jumal wenn bie Mafien 
auf Mnm ober auf $ferbe follen gelaben wer* 
ben,) füllet man bert SKaum, ber jwifcfcenben 
gwerc&ftüden unb ber (Srbe geblieben ifl, mit 
©trolje ober gafornfraut / ober SKiebgraä ober 
au# mit |)eu au« ; unb man breitet biejeS ©trob fc. 
aus / fo w\ man fann ; bergefhlt/ baß ber haften 
fan gerüttelt unb umgeflürjt werben/ ofone bn$ 
weber bie £rbe no$ bie $äpfe in Unorbnung ge# 
ratzen. 

123. <2Bennber ^eglang unb 6efc&wel)rlic& 
i(r, wenn bie haften öfters auf? unb abgelaben wer* 
ben, unb febr ju befürchten ijt, fo$ eine j&rrüttung 
entjfrbenfönnte, fo füllet manaucfc benganjen 
SRejt be6 SSaftenS mit (Strol), ober mafman fonjl 
t>on obgenannten Materien bat/ an. 

124. 58e» allen biefen^3erricbtungenmu§ matt 

'{!$ fefyr woi)l in 9l$t nehmen, bamit man bie 

©ewäcbfe nid)t befc&abige, .(£$ wirb biefeS fejt 

leicht ju oermeiben fepn / wenn man be» 23erfew 

O tigung 



sio §? m f? 

tigung beg .ftafftng, bie gejj&rigen (Sinri^tungm 
gemacht !>at» 

@ed)fto- $&fdjmtt 

iSBfemati mitten Zäunten un£> @tenaef? 

Sen>4c^fen auf Der ©e? umsehen tnujj. 
125. VpHe mujjen, fo cid afö mäajidjift/ in M< 

^ fm;e 2uft unb oben auf tag (gcfciff 
gefMetrcerben/ öornebmltd) im (Sommer , unb 
unter ben fronen £immelgfhi$em 

1 26. £5ep grpffen ^turmtüinben, Koffer $ak 
fe oter überma&iger igrife/mgieitjjcit auc&beplang 
an^altenbem SKegenroetter , mug man jte in tk 
©cfclaffammer ber Öfflciere f^en, ober fte xgv 
mgffrnS mit üjrer Etappe, ober einem anbern Ob* 
!>a$/ bebetfen. 

127. $*<m mug jle ft ftetlen, ba|j ftc nic&t in 
©efafrr fommen, burd) bie $Benbungen U$ 
©elftes jerbroe^ert ju werben. 

128. Snterfc^önenSa^äe^oberinbennjar^ 
men ©egenben.mug man allemal/ wenn e$ fc&ön 
SEßetter ijr unb fein ftarfer SEBinb geriet/ e* fep 

be» 



5§? W *$ 211 

bei) £ag ofer beo 9?acbt, bie tfappm t>on ifjnen 
berab tbun. 

129. 3n fem gettidgigten ©egenben wirb e$ 
nkt>tnott)ig feim/ bte$appebarüberäu sieben, um 
fte üor ber^onnenbitje ju uewabren ; e6 fenbenn, 
bag «on n($t genug ^Baffer "6abe y um jte ju be* 
Steffen» 3n biefem gaUmu§-tnan bietfappe nur 
in feer gr6jten ^)i|e barüber sieben, 

130. $*an mu§ ffe notjwenbig »on %tit 311 
geit begießen; unb wenn \>a$ SEBafier in fem 
(griffe rar ijr , fo mu§ man trauten SKegenwaf* 
fer ju befommen. <S$ itf gut für bie ©eroäc&fe, 
ob eS gleich mit $eer untermifc^t ifr, roeic&e* 
»erurfad)t, tag e$ ben ^ienfdjen unb gieren fo 
fcbäfelicfc/ alg unangenehm ijr, 

eiebenfcet* Stöfdjnitt 
UÖSie man mit t>m Räumen umgeben mag/ 

wenn Jte angelandet ftnD. 
ennbie SabrSjeit nidjt bequem i(r, um 
jte em;upftan$en, fo muß man bte 
Mafien in einem (Starten, balb in bie (Srbe, etn^ 
graben. 

Ö2 % z23*<2Bmn 



131. S$< 



sfeg cg§ m S? 

132. ggenn tiefer ©arten re$t roof)l umge* 
ben unboernjal)reti(t/ fo mu§ man bie @M)dufe 
äug emanber ttyutt^ neue <£rbe barju legen, 
jwnn ftd) *m 2%ana, baranjeigt; &ie gneiie 
tmtei'äu redjt macjjen unb abformen/ unbbaSab? 
geftanbene Sboly wie auc^tie Sweige/ fonic&tre^t 
jr4en, wegnehmen. 

13g. $Dic SSdume bürfen roeber in ben<Scbat* 
ten no4) unter anbere Q3aumt/ nw& nafye ju 
Sraufrinnennocb an einen fumpjtgten «Ort gefegt 
werben, wenn es anberjf nicbtSSdume jtnb/bieim 
Ößaffer warfen. 

134» 3Benn bie 23dume lange unter t>cr ^a|?^ 
pe gewefen (int)/ unb garte ©cböjjlinge besorge* 
trieben baben / fo nw§ man fle cor ber großen 
(Sonnende unb cor frort«! SBinben »ermaßen. 

135- SOSatt mug fte »on Seit ju geit begieß 
wenn eä notbig ift, 

136. Sfton fcdlt «tc^t bafür, tag e$ auc& in ben 
idltejteit 2 dnbern, triftig fe^e/ su warten , btf&er 
Sßinfcr wruberijl/ umtoV&4ume wn einem 

ber* 



9§o m §§? 2i? 

bergkic&en SanbeSjfticb an ben Ort }tt fe^en, roo 
jte bleiben foüen. Wan glaubt üielmejjr, bafc 
man fte an ben betfimmten Ort fe$enmu§/ fobalfc 
t>ie blattet abgefallen (int 

137. Snbeffen ifl bod) ju bemerfen/ baß ge* 
fd)icfte ©erode&Sroarfer in bem 2anbe$jtridb »on 
«Paris bie SSäume au$ öer ^roöence/ au$ WifftV 
itpiunbauganbern gemäßigten, aber boc&roarj; 
mem Sänbern att btö irrige ifl/ niebt e&er al$ 
nad) Verlauf beSSBinterS einpflanzen; weil fte 
glauben, b$ einem neu gepflanjten SSaum bie 
jtälte fdjäblicberfei) 'als einem anbern/ ber ft# 
mit feinen SBurjeln in ber (Srbe »eft imWU 

138. OTan mag pflanzen, in meldet 3a&r&* 
jeit man wolle/ fo mu§ man ik $djlen rec&t ge* 
fd)icft t>on einanber t|)un , olme bie an ben SSBur* 
jeln f)dngenbe §rbe $u jerjfoffen ober *u erfc&üfr 
tern, unb ol)ne bie SBursemju entblöfen; unb 
man mug jeben SBaum an feinen 9>la$ fe§m,ber# 
gejratt, U§ ernoej) t)ol)er gepflanjt feoe, als« fo 
bem £ajten war* 

# 3 i39»2Bamt 



ai 4 s§? m *§? 

13?. SBannman pflanjt, fomug man bieget* 
cöen ot>er ^Titel rec&t untevfudmi, unb fte in ein 
Gegiftet eintragen, um t>ie 2lrten folgend wie* 
fcerum $u ftnben. 

; 140. SBenn ba« Seic&enbeä £af?en$ augge* 
loför/ unb wenn bannige, fo an bem 93aum 
&ieng, oerlobren ifl, fo &at man bod; baSjenige 
übrig, fo auf bem SSoben M Mafien liegt. 

141* SBemt man alfo ben 95aum an ben Ort 
pflcmjt, mo erbejlanbig bleiben foü" , fo mug man 
forgfaltig alle* abgejhnbene unb unnü&e £ol$ fo 
»on abfonbern. 

- ■ 

142* SEBenn eg in einem falten Sanbe ijf , (0 
mu§ man, mann bat ©dmeetuetter angebt, um 
ten^aum fcrum ©djnee aufkaufen, bamitec 
in bief m ertfen hinter, ta er no$ nicfct t>iel 
f$fi bat, bem Sroft nic&t ausgefegt fene* 

14* 2Benn ® fpdt anfangt ju föncncn, fo 
fann man um ben 93aum berum einen balben 
©M bo$ frifd)e0 SftooS legen, aber (gtreu 
«1* einem «Stalle, jeboty o^ne SSie&fotl), ober 

aud) 



I 



?&■ m s? *** 

(web bürre SBldtter, aber burc&aus* o&ne $tt#; 
unb fo balb ta^ ©djneeroetter angebet, fo mu§ 
man alles, roaS man berum gelegt bat, roegtbun, 
iunb nicbtä als ben ©cbnee baran laffem 

Sichtet» Stöfc&nftk 
2Bte man mit Den SBäumen umgebet* M© 
bte unter 2Begu ^etb gelitten baben* 

144. SJDenn e6 fcj)einet,al$ ob bie 35dumeau&? 
^^ geborrt rodren, ober einen S?(nfa$ 
iur SdulniS Ratten; unb wenn fte fo balb nietyt an 
ben bejtimmten Ort, roo jte bleiben muffen/ gefegt 
werben fotten; wenn ber grübling naben?, unfr 
man ju befürchten bat, U$ t>k 25dume, wenn 
man fte fo fcblecfcterbingS in t>it freoe (£rbe fe^te, 
nicbt Seit baben motten, neue SSßurjeln nod) oor 
ber$i§e ju bekommen; ober enblic|), wenn fte oon 
feltenen Strtenjtnb, bie man oorjuglic|> trac&ten 
mu§ ju erhalten; fo htbiM man {?$ folgenber 
SRftte!. 

145. SSttan muß einen groffen ©raben'mac&en/ 
tot flcV t)on Sölorgen gegen Sfbenö erjttecf et. 

O 4 146, 2)te 



n6 $* m # 

14^ liefet« ©raben mu§ an einem Dttefegn, 
ber »Ott groffm 25dumen unb Ijoben «DJauttnem* 
fernt/ unb t)en jfarfen SBinben roenrg/ noc^iDcm? 
ger aber ber geuc&tigfeit / ausgefegt ijl. 

147. SDJan madtf tiefen ©raben fo lang uno 
fo breit/ all e$ bie&uantitdtber !8dume, btc man/ 
eingraben miU/erforbert; aber er muß mej)r als 
bren ©c&u&e tief feijn. 

148. SOßenn bie 58dume nur fc&lec&tmeg/ in 
Sftöög eingeroitfelt, jmb uerfc&icftroorbett/ fomu§ 
man iljre S2Burjeln bejtcfctigen , fte mit ber |)ippe 
reinigen/ unb biejenigett/ fo faul ober angebrochen 
(tnb/ oöllig roegfc&neiben/ unb enblici) auef) bit 
Steige befdjneiben. 3ct>oc|> mu§ man tytbttyfo 
»iel möglich ifr, einige knöpfe »erfdjonen; bann 
beo »ielen födumen bdlt e$ ferner /bis mieberutn 
neue baran beroor fommen/ unb fte treiben alle 
Ieic^tcr> roenn fte formirte knöpfe fyaben. 

149. SJlan pflanjt bie SSdume in ftdjfrn ober 

in sbpfe ober gerben, bie »iele Si|er fjaben 

müffen-4 ober auc^ in $örbe/ unb nimmt Perjtf 

gute @rbe/ roie oben f$on ijl gefagt roorben. 

iSo.©ic 



# b # 217 

250» ©ie SButjcI» muffen- in 6er <5rbe in ge* 
poriger Drbnung unb Sage fepn, unb t»ie (Svbe 
mu§ alle ifyre Steile berühren» gu bem (Snbe 
bruft man biefelben ein wenig mit ber #anb ju# 
fammen. 

151. $2an fejt bie Shk, Mafien ober Säpfe 
in bem ©raben inOrbnung, unb füllet ifm mit 
spferbemijtan, worunter man, menneS füajtcfy 
gefc&e&en fan / ein wenig Saubenmijl menget, 
um ein ^Wtflbcet ju formiren/ welc&eei lange Seit 
feine 2Barme behalt. 

152« S>ic@treu au$ einem ©talle mugoben 
über ben Äben üier Singer bief liegen, bamit 
bie <&be, burcl) beß $5egie(fert, jtd) ni#t fenfe/ 
unb feine SKiffe befomme, Sn biefer ©treu 
aber barf weber Rauben; nod) (pferbmift ftm 
inbem bie SBdrme beffelben bie SSdume ju fei)* 
autofnert wutbei - 

I53» ®$ fc&einetunnpt&ig, S« erinnern, t>$ 

W Äme 7 bie in ^jlen fmb dejc&itft ww 

1 ben, niefct bürfen l)erau3 "genommen werben, unb 

O s ba§ 



m » * 



m 

J)a§ e$ genug ijf ; wenn man bte Mfim in Sttijt 
emgrdbt, wie bie Stör be, oonbenen erftiftSftel* 
bung getban worben. 2lber ee ijt gut , wenn 
man ein wenig oon ber oben liegenden @rbe weg* 
nimmt; unb anftatt berfelben eine frifc&e Darauf 
legt» 

15-4. SBenn matt feinen ^ferbmijl bat , fo 
fann man tiefe Sftifibeete mit btirren blättern 
madjen , worunter man ein wenig Sauben* ober 
©c&afmijt menget; öfter au$ mit 2of)e, foman 
or§ ben Gruben genommen; ooer mit SßBeimre* 
flern. 

1 55. ©0 balb bie SSäume in ben SDflftbeeten 
ftttyn, fo mu§ man ben (Stamm unb ik gwetge 
mitfriföem SSKooS umwicfeln, welc&eSmanmit 
SSinbfaben anbinbet , jebocfc nic&t ju»e|t/ U', 
mit bie Slugen baburd) nicty an i&rec (Entwicfo 
lung »er|)inbert werben» 

156. «Olanenbigetbiefe^erriitungettmiteijj 
nnvrei*Ii*en tßegiefiimg* 



§§? 



219 

i57* Wo« ba«öt / 8Wn bie @eite »on Sttit* 
tag ju, jrarfe ©trobmatten an gute «pfäble, fca^ 
mit feie (gönne algbann nicbt auf t>ie Södume, 
bie Sßurjel faflen füllen , fcfceinen f önne* 

158. SBenn nun aUeg fo eingerüstet ijt, fo 
mac^t man f leine, aber oftmalige SSegieffungen, 
unb allemal in gorm eines ?Regen$ / um ju gleis 
d)ev Seit bie @rbe, welche bie SBurjeln bebecft, 
unb t>a& SftooS , womit bie ©tdmme umwicfelt 
finb/ anzufeuchten» 

159- SSSann e$ regnet/ Obermann ber #»m< 
mel trüb ijt, ingleic&en aud) beo ber Sflacbt, fatm 
man bie ©tro&matten wegtun/ welche bie ©es 
wddtfe auf oer (Seite vom Mittag bebecfett. 
SBanh aber bie (gönne febr &ei§ (feinet , ober 
wann ein febr warmer unb tro(fnenber 5JJinb 
gebet/ fo mu§ man nocb mebr Strohmatten m* 
ma$en, um einer 9lu$trocfnung »orsubeugett/ 
bie bie fd)limm|ten folgen na$ jtc& stehen würbe. 

16a SBann bie SSdume treiben, fo nimmt 
man na$ unb nactj taö Sftooe weg/ bamit bie 

jun* 



»2© % m *§? 

jungen gmeige Vit (gtdrfe erlangen fönnen, t>ie 
irrten notbig iff , um in bem hinter au^u« 
bauern. 

161. ^Bann tfc& bie f üblen SfBinbe fpüren 
laffen/ fo mu§ man bie ©trobmatten auf bie 
(geite gegen Mitternacht ju bringen , bamit Ut 
garten 9lugen ni#t t>on bem £erbjrfroft befcbä* 
btget werben. 

162» 9flan barf (leb feine (teuere ffted)nung 
niac&en , $a$ ein 23aum QBurjel gefaxt bat unb 
fortfommen roirb/ mann er einige klugen Ijerpor 
getrieben bat; bennber inbem33aum enthaltene 
©aft fann bmianglicb fet;n, um otogen beroor 
ju bringen/ roeldje aber balb roieben>erberbett, 
wenn jtcb feine neue SSßurjeln formirt baben, 

Uh Sftan barf aber auefc niebt an bem gort? 

fommm eines QSaumS üerjtöeifeln, mann bie er? 

fienSJugen »erberben; benn man (lebet btöm'v 

len aebt ober mer&ebn tage bernaeb neue bervor? 

fommen; unb biefe testen fmb ein beonabe (tc&e* 

$$ 'gtlcDtri/ ba§ ber SBaum SEBurseln formirt 

jabe uttb aufler ©efabr fege* 

164» & 



m 



l o$ 221 

164. (5in Söaum, ber feinet 9fatur na# ut 
unfern bdrtejten Wintern auebauern fann, top 
birbt oft in einem mittelmäßigen grofk/ wenn et: 
jung, ober nicfct red>t mit SBurjeln üerfe&en i|K 
<Sö tfl t»af>eir fe^r ratbfam/ tag man ben 35<fu* 
men, t»ie aus weit entlegenen .Orten bekommen, 
einige |>alfe leijte, wenn aucfr gleich t>a§ 2anb, 
woraus (te fommen/ f alter tft, atö baS jenig*, itt 
meinem man fte aufstehen will. 

16s* Watt fann ju bem <5nbe bi? Mafien ober 
$örbe ta ®<»4(&*Wuftt fäen; aber oft ijt e« 
fcbon genug; wenn man an Den jwo ©eiten J>ft 
83dume 5trten »on S&rfcblägen ober @#eibe* 
wanben mit ©treu ma$et, welefee man mit 
«Pfählen unb HBeibenbdnbern an ibrem Ort tt* 
bdlt; unb im jw«9ten ober brimn 3^r i(l man 
biefer Sföü&e überhoben» 

i6<J, Wt bie ^erwaforungSmittel/ fo fcfcr ati* 
gejeigt worben |nb , $$||i$ in ben falten unb$* 
magigten Sdnbern anjewenbet werben, 3» ftfb 
Wien mm feinet V* «nn^ : ^,(^^t 



• 



222 c§o m * 

Sttijrbcet um bie 93dume $u machen. 3>enn ba 
bie SSerborrung am meinen &u befürchten ift , ;o 
f ann man jt# begnügen/ bie$ä|ren ober ftörbe 
in bie <5roe einzugraben, bie (Stamme mit $)?oo$ 
ober einer anbern Materie, fo bie (Stelle befiel* 
ben fuglic^ »ertretten fann, ju umroicfeln, unb 
bie 23äume t>or ber ©omteju. »erma^ren» 

föott bctt Sfblecjent ttnb ^fropfretfen, unb 

öon Den Bh>iebeU unb ^noßensercäcfcfen , ober 
oon tm 3»ie-befo unb ^Burjeln. 

i^.^jsie (Bewäcbfe, fbje&r lange auf einem 
^ ©tengel fortroacbfen, unb biejcnigeit, 
fo leic&tlict) »on Ablegern fonnen gesogen wcrbei, 
wie j. (§♦ alle £tte«btf SBcinftocf* unb »erfcbte* 
bene ^olsartige aufmdrtß fleigenbe ©ett>dcfr r e, bie 
inben americanifc&en Snfeln unb in 2ouijiana 
unter bem ©efc&lec&tgnamen ber £ianen (Lia- 
nes) bef annt jlnb ; fajt alle %ten »on Reiten/ 
f a(l alle SSäume , bie t>iel <JHarf ^aben / faft alle 
tt)ei<$e 4Ä*/ DorneftmU^ biejenigen/ jo in bem 
^SSaffer WÄC&foi/ fonnen, mtweber spacfmeife, 

icbocfr 



ejo m Ǥ? 223 

jebocfc nic&twft aufammen gebunben , ober auc& 
unäufammengepatft, in verfdjlofiene Mafien ober 
in gä§gen, bie an beeben (Snben mit 236ben m* 
feben ftnb ,. gelegt werben, SDiefe aber.' bar f man 
ni<t)t ju unterji in US &$\ff feiert/ unb man 
mug (te »öHig mit @rbe ober $Koo$ anfüllen» 

168. «-SBemt man (te <m$ ria«frai3 t>ie na&e 
beo bemSEBenbejirrel liegen, na# Europa fct)icfr, 
fo muffen (te im tyläxy ^priUbec Ütfao anfom* 
men. 

169. SBenn man (te aus Europa in £dnbet 
fcfcicft, bie natje beo bem ^Benbexirfel liegen/ fo 

.-formen (te im £>ctpber, Jftot>ember, SDecember, 
Sanner/ £>omung unb SWrj fßttgef^icft wei* 
N». 

170. £)ie meitfen ableget mujfen ungefaßt 

oben (35* unb 36» %vt.) i(l attgejeiget werben. 

17 u ©ie fommen befler , wenn (te nur m tlt 
nem oon ben (Snben alte* £olj fabm* '»ß 

17*. Sto 



<224 €? m *§§ 

172. &ie spfropfreife werben mit ber ttämif» 
djen 93orf?c&t »erfc&itft; aber bie ableget |trtb 
tiefer unb langer; unb bereinigen Gattungen, 
%Jiej. <£. ben Seigenb4umen 7 wüben *Öuitten* 
^bäumen, SSBeibenbdumen -sc- muffen fte gatij wh 
altem #of$e fetyn. 

173. SEBenn man einen Ableger \>on einem 
>95aum tyerab nimmt/ fo mu§ man itm/ iwenn ■■# 
ityti ht\t mitbem ^genannten ^uljr jeegael)* 
men; e$ tragt folc&er müt$ jum gortfommen 
Mdbenbet> 

174. ^ i(t gut/ wenn man bie Slbleger, in 
fcem SfugenbJkf, ba man jte befomnuV mitbem 
untern $&til in einSKafler fe§t 



* ':. 



175. SEBenn ber Ott/ ben man für jte beflißt* 
tuet/ in gehöriger 35ereitf$aff ift, man mag jte 
nun in einen $opf ober gerben / ober in bie 
fre»e ßrbe/ ober mein ^eeVfe^en wollen, fo fejt 
man jte aufregt hinein /. jeboc& ein wenig ge* 

176. <Z$ 



p • 



m ® m 22^ 

176. @g i(J befannt, t>a§ fem 6c(ftre« SSföf* 
tel Kl) bag flute gortfommen ber mugepflfanjte« 
SBeinftöcfe &uöcrik&ern, als menn man fol$c, 
flleicfcfam wie in ^aulnuirftbaufen, einpflanzt; 
unb man bat Llrfac&e au glauben/ t)a§ biefe 2lrt 
Su pflanjen bei; allen Sitten von Ablegern mof)I 
anklagen mürbe. 

177* Stoan ftecft ba6 SBeinflocfreis in bie £r* 
be, fo t»a§ nidjt me&r, all wo; ober brei? Sfo* 
gen oberbaib berfelben bleiben/ unter benen to$ 
niebrigfte t>er <5rbe gleich jjh 

178» Sftan kaufet bie <?rbe rings berum auf/ 
bergefhlt, ba§ U$ SBeinjtocfrei* gän&lid) »er* 
becft, unb bie @rbe, fa barüber liegt, einem 
Sttaulrourfgjjaufen abnlicf; iji 

- 

179., 9?acb biefer Verrichtung, roelcbe gemei* 
nigiicfc imTOrs gefcbiebet, märtet man ben neuen 
©ejjtocf forgfditig, unb ajebt Rettung/ ba§ er 
niefctentbioftmerbe; man reiffet \>tö ©ra«/|V 
babep macfcfen mill, aus :c, 

» I80.3U 



* 



180. 3" 8mfan0 beg 3«"»"^ &*#* wan bie 
^genannten 2&auliuurf$I)aufenauf/unb giebt ei; 
ne gute Jjpacfe/ unb furj bar auf treibt ber SSBein* 
(loci fefjrfrarf, sumal wenn man mit ber ndm* 
liefen SSemü&ung unb (Sorgfalt be» iijm fort? 
fa&tt, 

i8 1« Sftan glaubt, ba§ matt naefc 8(rt be$ 
SftaulwurfSfyaufen auf 9ftifrbeeten otet anbern, 
wie in freuet (Srbe, pftonjcn.fann, 

,-.. 182. Sföan wirb wol)l ti>uti / wenn man bei) 
ben Ablegern Die 93en»al)r.ungimittel anroenbet/ 
bie oben jum @ebrauc|) für bie S3äume,fo unter? 
wegS dlotfy gelitten f)aben , angezeigt werben 
fmb. 

183. 3 u ^ em ©npÄcfen berfelben fan man jtcfr 
beö Sfloofe$,ober beSfpanifdjm^artS/bebienen/ 
wie oben (24.25. 29. 2lrt» *c.) ifr gefagt mxt 
ben. 

184. £>ie ®ew4#fe, fo fnolligte SBurjeln 
Gaben, wie bie«}>atatett/ 3fönamen, ßtbdpfel/ 
^enacle«/ ^aliper^momen/Sittwei:/ Sngwer, 

Sparen? 



9§? m $ 22 7 

$?arenta, ^urfumeo/ ^ömpferia unb anbere/ 
f önnen tmrdj tt)te SSSur&eln oerfttycft werben» 

185* 9#an nimmt &u bem @nbe einige üon 
ben jldrfften Knollen ober Kolben/ ober einige 
,»on ben jldrfflenunb frifcWen SBuueln. 9)?ati 
Iüjfet fte einige $age über/ bebeeft in einem £au5 
fe, unb niefct an ber ©omte/ troefnen; fobamt 
fließt man jte in eine ©(^ac^te!/ oberineinSdfc 
gen/ mit febr trotfenem ©anbe. 

■ 

186. 3n tyB gemdfjigten gdnbern ftnb bie 
Sabr^eiten/ in benen e$ am bejten ijr / bie SSBuw 
jeltt/ fo man oerfc&kfen will/ aug ber <£rbe ju &ie* 
j&en/ entmeberber Anfang beS Sruj)ling$/ ober 
ba$ @nbe beä $erbji$/ ober aud) ber hinter/ 
wenn eS niefct gefrieret» 

187* 2M* Srofe&elgeroäc&fe ober S^iebeln, jte 
mögen nun biefote ober au$ Reifen ober Rauten 
Sufammen gefejt fenn, muffen mit ber ndmlid&en 
Söotftc|)t aus ber Srbe geigen/ getroefnet un& 
»erfc&icf t werben. 






<p 2 $tf)tu> 



22g 



* 



Sefmtw äfcfüjmtt 

©tttge ^Citmcvf uitgett, t>te ftc^> inSbefottbere 

auf Die beißen Unbu bejie&en. 

i88» $ft>an mu§ üornebmlt<b barauf feiert/ feag 
^* * bie ©eiüdd)fe/ fo man hineinbringt, 
ttorber.£)i§e, unbbtejenfgen/ fo man herausbringt, 
tot ber Jtfite »ermaßet raerben* 

189. SDie ^omeranjensunb gifronettbäume 
fönnen oiel gr6jjer unb alter fortgefcbüft werben, 
oft bie meifren anbern (Gattungen , beren 2Bars 
tung man fennet. 

190. Solgncb ifl e* eine vergebliche ^ttü&e, 
wenn man »an Martinique ober »on €>. 2>omin# 
go ^omeranjenbäume bringt , ok einen balben 
goü im 2>urcbmefifer baben, unb in Äajren ge* 
pflanzt (inb. 3>icfe^ macbt, bag man e$ beo einer 
fe&r geringen 2fn&al)l beroenben Iaffenimig, oon 
«?dcber man erjt lange geit bernacb grumte bofc 
fen fan. 

191. Sfoibefren ifl eö/ wenn man lieber in Den 
©arten als in ben SSBalbern / junge bittere «Po# 

tmran* 



%> m 9§? 329 

meransenbdume ausfliegt £>i?fe fmt» ben £itro* 
nenbäumen ober ben fuffen <Pomeranjenbdumen 
»orjujie&ett. S&r £)urd)mejjer mu§ ungefaßt 
jween Solle betragen/ unb i&r @tamm mu§ üier 
bis fünf <S4)ul)e fwcfc fewn / o&ne 3weige nod) 
beträc&tlic&e spalten ju f)aben* 

19*» Sftanbefc&neibetbie 3gur$eln fauberlid)/ 
unb man läfiet ober legt t>cfrc §rbe/ eines ÄopfS 
0tro§/ umbiefelben berunt/ unb patft folcfce re$t 
»ejf mit grober Seiniuanb ein. 

19?» SOton tl)ut I)ier feine (Srnjdfmung »Ott 
bem9ftoo£/ weil manjtdj nic&t erinnern fann ; 
$$ e$ in €5. ^Domingo ober in Martinique eines 
gebe/ wel$e$ &u bergleicften Öinpacfungen tu^ 
tig wäre. Sftan glaubt inbefien/ £>a§ ber fpattffd)e 
S3art bie ©teile bleiben wrtretten t önne. 

194. 9Natt legt jween ober bren üon biefett 
SSäumen jufammen in einen SSünbel, ben matt 
mit geteerter &inwanb überjieljen mu§/ wegen 
Der SKatten. SOton i)dngtbenfelben in ober auffec 
bem ©c&iff* auf/ bergejtalt/ ba§ bu SSäume we* 

9> 5 Uv 



* 



230 

I 

ber »on ber (gönne ober ben ^Binbcn auggetrocf * 
net, nodjoon bem gefallenen 'SBäfiet benehmet* 
t)en fönnen. 

195. $Zanmu§bie ©emdcfcfe niemals su uns 
terfl in baö ©djiff fe^en , eS feo benn rodl)renb 
ber geit eines ©cffc&tel» 

196. tUucty fogar bie <Saamen jtnb an gebad)* 
tcm<Örte übel aufgehoben. 

197. Sänge Mafien Idnntcn gute SDienff e t^un ; 

allein fte würben oft entroeber ju öiele Unfoiren, 
ober wty su groffe 35efd)mel)rni$ »erurfadjen. 
SBenn man |t$ berfelben bebienet> fo fann man 
eine groffe 2lnjabl t>on Daumen ober ©emdc&fen 
»on »ergebener (Brojft hineinbringen. 

198* ®in Hauptmann eines ßauffarbeufd)if* 
fe^ ber Sßdume in langen Mafien mitbringen moü? 
te/ mürbe mof)l nicfctä babei) »erliefen, wenn er 
feine haften aug einem .fcwlj machen liejfe, ta$ in 
Europa tbeuer fann »erlaubt werben/ unb menn 
er menig Sttdgel hinein fd)lagen lieffe» 

199. SMefeä mürbe t>ornebmlic& eine (Sacfce 

fe^n / für W ßauffleute $u Bonbon unb £aüre be 

©ra* 



• 



©race, unb ftir Öle ©d?i jfe, fo oon Hernie ober 
anbern .Orten (jerfornmen, wo Die fernen 2frten 
t>on 4>ofj gemein fttib, 

200. $2an bdltbafur, oageg jumftortfom* 
men ber ^omeranjenbdume nötbig fco/ t>a§ jte in 
t>er Seit t>on t>em $?onat £)ctober an bi$ auf ben 
apriimonat in granfreid) anlangen; unt> man 
glaubt auc&M§biefe lejteSabrSjeitöoraujiejjett fei). 
Sftan bat beren einige bit auf ben ij» SMiu* be* 
f ommen/ welche beffer geraden ftnb, aU biejenigen, 
t)k im ^annenmb Jpornung angcfommen waren» 

201. Unterwegs mu§ man t>k an ber 5ßu^l 
I)dngcnbe Srbeoon 3«itju 3 ilt *& föftem Raffet 
anfeuchten. 

202. SBann bie ^omeran&enbdume SBurjel 
gefaffet baben/ fomu§ man jte pfropfen» §ie 
meijten »on benen au$ 5lmetica befommen in 
granfreicfc nur febr wenig 35lüte; ibre^omeran; 
jen laben feinen @aft/ unb jte bluten fe&r lange 
geit gar nid)t. 

203. SKan fcdlt für bienlic& &ier ju erinnern, 

ba§ t>k Sitronenbaume ,;iemlic& gut von Ablegern 

«p 4 forte 



23^ 9§§ ■ & 9§? 

fortfommen, fo t»a§ man e$ wobf auf tiefe Sltt 
mit tynen wagen fann. Jpieburcfc würbe e& fefor 
leicht werben, eine groffe linM betfelben ju brin? 
gen. unb bie spomeranjengdrten in Stanfvetc^ ge» 
fcfcroinb anzufüllen» 

204, $ftan bemerft aud) in 5lbftd)t auf bie 
SwanaS, baßbiefeS ©ewäd^ tiiel leidjter juioer* 
(Riefen \t\), als man roobl glauben follte» 

20 5 ♦ 3Han mu§ ju bem (Snbe einige 3*it twrs 

I)er/ ebe man twn Martinique ober ©. Domingo 

«bfeegelt/beren fo ml, att man nur htm, in £ä* 

fleri pflanzen / atö wenn man ftc barinnen aufeie* 

|>en tvoüte / aber fte muffen »iel enger bepfammen 
0e^en* 

ao6» £>amit ibrer Diele SKaum l)aben/ unb tot 
mit fte bejb befiec fortfommen/ fo mufs man tun? 
ge spjkn&en nebmen/ welche/ wo möglich einwe* 
tiig SSBurjel unb feine Stuckt l)abem 

207. $lan fe&t m Mafien in to$ ©c&iff / unb 
gebraucht babei) bie SSorftcfct/ ba$u oben ift Sin* 
weifung gegeben roorben ; unb man crf)dlt jte alfo, 
fcutcfc fülfe bie'fepappen, big man über bie ber* 

mubi* 



tnubifc&en Sftfefo ptoauS , ober an bie 9l$orifcbett 
gefommenifr, nähern bie Ädlte großer ober ge* 
ringerijf. 

208. SBamt jtd) Die Saite fpüren läflet, fo 
nimmt man aüc §faana$ aug bet (£rbe oeraug, 
unb bangt jte mit ber 2Bur$el ju oberfrin bie 
©cfclaffammer ber Dberofficiere ober in ber©a* 
Ierie auf, bamit fte einen $i)eil i!)rer geutbtigfeit 
»erlie&ren. 

209. ©obann roicfelt man jebe* ©tütf befon* 
berS in ein Rapier, legt jte in einen $ajten ober 
in ein Sftjtgen, fo, bag bie hatten nic&t ba$u 
fommen fonnen, unb fc§t fte in Ui grojfe Sam» 
mer ober in einen noc& l)öi)ern Ort beS @$i(fei 
unb burefcauf ni#t ju unterjt in bafielbe. 

210. Sföan bejtcfjtiget fte oon Seit }tt Seit, um 
fte oor bergdulniS ober übergroßen 2Iu&rofnung 
ju »erroatyren* 

211. ®ie bleiben langer aU oierjtg Sage gut, 
fo , üafr fte jum (Sinpflanjen taugen ; unb be» be* 
5lnf traft be$ ©ctyffeS fan man fie mit bem SBo* 

9> 5 ten 



*§? m $& 



234 

ten ober mit ber «pofr fjmjdjierVn, an welc&en .Ort 
te ^onigrddie man will* 

212* «SBann jtc an bem «Orte, wo fle bleiben 
fotlen, angelanget jinb, fo mu§ man fte in einem 
gereisten (Sewdd^auS aufjiel)en. £>enn etf wd* 
re eine Sljorjjeit/ wenn man jt4) fc^mdd?ein woü> 
te, fie in freier 2uft/ oberauefc inten ordentlichen 
@sewdc|)gf)dufern fortzubringen* 

Stentes gapttel. 

9S$m M ©aamem 

213. fä\& Die Skufcbitfung ber 93dume Diele 
l2/ Sorgfalt erfordert/ unb einige Um 
foften oerurfac&t; fo ifr eö oft befier 
imD fafl aß mal leicbter/@aamenju überfenben. 

214, (Ssiftein Srrtlnin^benjtbermann ableu 

m\o\\, wenn man glaubt/ ba§ man bie meiden 

grumte niefct anberff alel mit23dume"n»erfd)itfen/ 

v^m§ man fle nur blo$ burtfc ©e$flötfeöber 

^e^flannen/bieSlBunel gefafiet l)aben/Ober bur# 

9ibfenfe/ ableget ober spfropfreife »ermebrenfön* 

ne. Obgleich bie $?etyobe mitben ©aamen lang* 

famer 



* 



famer, unb in Slbjtßt auf t>ie genaue Sleljnlißfeit 
ber grüßte nißt fo ftßer ifr, fo gelingt (te boeb 
febr oft, unt» (te t)at fogar einige Söorjüge oorben 
antern , weiße, bie meijfc Seit über / nißt t önnen 
angeroenbet werben* 

etffer Stöfdjnttt 
5CIIgemetne Erinnerungen ober fite (Em* 

fammtung Der ©aamen. 

2i5» SNVßn ^ ann m£ &* & u °f* wiederholen/ baf$ 
**^ man bie ©aamen muß jeitig werben 
Iajfen , e&e man jte einfammlet 

216. ($g giebt inbeffen boß einige wenige Sirs- 
ten, beren @aamen, wenn (te mty gleiß noß 
grün eingefammlet werben, in tyren^eefen ober 
£dutgen ganj wof)l jeitig werben. $ftan fann (te 
baber noß grün nebmen/ wenn man bieSeitigung 
nißt erwarten fann. 

217. fJBefln bie natürlichen £>ecfen ber <5m 
men nißt ju »tele $8efßwerni$ maßen, fo snu§ 
man (te baran Iaflfen. 

218. 97?an fann baraulam oeften urßeilen, 

baj$bie°©aamensur Sinfammlung taugliß (Ino, 

wenn 



236 $ ® & 

wen« tue grumte jid) twn felbflett/ober »ermitteljl 
cineö geringen <g$üttelnS, *>on t»en ©ewdcbfen 
ab!6fen; ober wenn t>te grüßte jtc& dfnen/ unb 
tie ® aamenforner anfangen foerauS $u fallen ; obet 
enbücb/wennfte »6llig an bem 23aum felbft au& 
troefnen; welches aber mir be» fe&r wenig Strte« 
$ef#ie&et. 

219» Sftan barf niemals einen ©aamen neb* 
tnen/ber angefangen bat su feinten/ e$ fepbenn, 
t>a§ man ibn fo leicht an ben Ott feiner Sßejfim* 
mung liefern fönnte / ba§ man uoUfommen Urfas; 
<fce !>dtte ju hoffen/ ber $eim werbe niefct »er? 
Serben. 

220. tföan fannbenenjenigen, weldje ©aa* 
wen oerf^iefett/ttiebtsu oft empfehlen/ 1)$ fte b<* 
ren oiel, unb burci) »ergebene Gelegenheiten/ unb 
«ad) unterfc&ieblK&en 3(rten ber Sinricbtung/ fcfci* 
dm follen. £>ie ©aamen jmb fo Dielen ©efabren 
unterworfen/ ba$ man mit aller möglichen SOor^ 
fidjt gemeiniglicfc nic^t einmal ben bunbertjten tyül 
letfdben erbalten fann» 






3tw 



3n>e#er SÄfeBnitt. 
föorflenttttg twu Den t>erfc&tet>ertett ©at* 

lunseti Bei @aamen, »on ber 2lrf flecin» 

2nfammteo un& ju erhalten. 

221, | -ttiter ben ©aamen/ bteüon3Raturtrocfeti 
** fmb, giebt e$ fel)r öiele, tie in ©e&äu* 
fcn ober Qtapfeln jf ecfen» SDie m? iffrn »on biefen 
©eljäufen äfnen (td? / unb l)ierauS erfenmtman 
oft / t>a§ tie ©aamen wM ommen seitig jmt>. 

222. $f giebt ®c^aufe y t>ic fe&r gefdjnjinb au& 
trocfnen/ unb bie man bei? Seiten emfammlenmuj^ 
roenn man ni$t (&tfa\)x lauffen raifl, fte leer jtt 
jmben. 

223. (Sbenbiefef ereignet ft$ au$ beo ben©e$ 
Raufen an Eitlen, unb an weltn fdjieferic&ten 
grüßten/ als $♦ & &enen »on $lmöa/»on giifo* 
tett/ Pannen, 2erc&en&4umen x 

224» itiM giebt einige /tie an i&wm Unterteil 

fleifc&igt ftnt) / unb» t>ic man in einem Simmer auf 

einem tifä bürv werben [aflfen mu§. SWan barf jtt 

nic&t in bie ©c|a$t«In/ ©acte, ©cjarmü^et 

ober 



238 $? 1 % 

ober $üten tjwn, fo lange fte no$ t>ie geringjte 

225. ^Inbcre \>on tiefen ©eefen, ober Mtw& 
niffen bet©aamen, J)ei(Fen ©cfcotenober hülfen. 
SDJanf an ernennen, ba§ jte jettig fmb,wannße 
ein wenig gelb werben/ unb wann e$ fc^einet/bag 
fte anfangen flcfc juäfnen anbaitfjutwcfnen. ©ie 
meijftn muffen eingefammlet werben, wann fte fo 
befc&affen ftnb, wie erfr gebaut worben ift.<2Benn 
man langet wartet, fo (intet man (Je leer. Ubri* 
geng »erf4l)rt man mittynen m mit ben®efyau* 
fen ober (Sapfeln. 

226. S(rtbere@aamenjhcfett einzeln ober tiM 
rere bet)fammen in einer 9lrt »on Mü) , roie j. d. 
lit ©aamen t>on Slrtifcfcocfen unb gattkV tfo* 
bere jtnb ganj bloß, wie W von speterftlien unb 
fjenc&ehe. Sittart erfennet barauä, ba% fle&eitig 
flnb, wenn fte anfangen (tc^absulöfen» SBenn 
inan einige ftttbet, bie ji$ fc&weljr ablöfen,fo mug 
man fte butt werben foff«*> «nbrait i|n«n, wie 

mit&ett€a|#!,Mfa|re»» 

. i 



227« «SBa&bie (gaamentJOttben grumten m* 
belangt/ bie #erne \)abm, rote j. d. bie 5?irfd)en, 
«Pflaume«/ Olufic Je. t>eren $ejn mit einem fafti* 
&en 5teifc& umgeben ift; ingleic&en auefy voa$ bies 
jenigen anbelanget/ roekfcein Sttenge bepfammen/ 
in bem gleifcb &<* faf^** 1 grumte/ jlecfen/ wie 
j. & in ben Weinbeeren/ ^c^annisbeeren, |)tm? 
beeren/ Maulbeeren jc. fo fann manfieaufü.ierer; 
lei) %t in Drbnung rieten. 

228* ©ieerfle befreiet barinnen, bajjmqnfte 
fbseitig aber reif/ als nur möglich ijl/ einfammlet, 
unb jte gan& mit i&rem Sleifdje austrocknen Idjfet, 
unb jte/ wann jie troefen ftnb/ in Rapier einroi* 
tfelt. 

229» ©fe SttJQte 2lrt ijlbiefe/ ba§ man jte <m$ 
ibrem SIeifdje berauö jie^ct/ roel^egganj leicht ans 
ge&et/ wenn feie @aamen gn$ ftnb. 

230* SSSenn jt« fleht jtnb/ mies- <5. in ben 
Maulbeeren/ abbeeren ü fo jerbrücft man bic 
grumte im2Baj|er;ber @aame fallt fubann auf 
ben 35oben/ unb man roäfdjet um juiw oftern ab? 
wfo nimmt allemal ff if$t$ SBaffer bajUo 

.-• j ■ ■„■■■ 

L- ;' W*t 
231. 



240 $? & 3£ 

231. ^an mag nun erwäl)len, welche 3(rt man 
will / fo mu§ man ben @aamen im hatten tro* 
cfen werben laffen , unb t'bn fobann einwicr" ein. 

232. SDic dritte SHrt befreiet batinnen/ bag 
man jte in ftrem 3leifc& täflet, unt) fte in einer $i* 
fte ober einem wobl vermalten 3ä§gen mit ®anb 
ober fefw troefener <5rbe vermenget/ ober eigene 
li$ fd)icfytenwei$ legt* $ttanmu§@anb oberer* 
be in genugfamer «Quantität nehmen/ bamit ji$ 
bie geuc&tigfeit berfelben hinein sieben forme. 

23I3. SJiefer 2lrt UWnt man ftd) bei) ben <&aae 
mett/ mit benen man allju viele SOWibe&at/ wenn 
man [fte vonibrem Sleifcfc abfonbern will; malei* 
$enau$ ben benen/ bie nic&tleidjt troefen wer? 
ben, wie j. <£♦ ber (Saperfaame. 

234, £)ie vierte 2frt beliebet barinnen, \>a% 
man jte von ibrem ftleifc&e abfonbert, unb mitfri* 
feiern 9ttoo$ vermenget, ober f4)icj)tenwei6 legt. 
SDtefe SJletbobe ift gut be» ben jenigen ©aamen, 
weli«|art (inb unb lange Seit brauchen, biö 
fte aufgeben; ingleicfcen auty benjenen, welc&e 
«Kitt aeföwinb au$tra$nen unb verberben. 

235- w»* n 



§ § # 2 4 I 

2%: Sftanbatf tie wrfcbiebenen ©cbicbtcn ober 
£agen t>on ÜK006 unb »on @aamen nicfct garbic( 
madjem 

• 236. Solan fc&Iägt nocj) eine fünfte $rt t>or/ 
ööii welc&er man folgende ganj neuerliche (Srfat)* 
rungf)at 

137» <£$ bfltte jtd) jemanb ju ©. ^Domingo* 
mit einem 95orrat|)Don §leifcbe t>on Samarinben 
fcerfe&ett/ WOrinnen bie $erne geblieben waren* 
Um tiefen $etg ja «galten, welker/ wenn matt 
if)n in SSBaffei? abtütet/ einen f«br angenehmen/ 
uhb(wie man behauptet/) auefc feljr gefunben 
$ranf «bgiebt/ ^atte man äerfrojfetten ober ya* 
tiebenen Surfer/ ber ungefäbr eben fo »iel wog/ 
al$ber$eig/ barunter gemifc&f* 

238, iflaä) Verlauf »Ott aweogaljren/baber* 
jenige/fo tiefe 9lrt »on eingemachtem ®aft gebabfo 
foie^e »erbrauebt batte/ fo warf fein QSebimter 
bie Äerne in einen ©arten/ in welchem fie fe&t? 

1 fcfcön aufgegangen ftnb, 

239. SDie grämte/ fo baflenwetö warfen/ wie 

tic&irm/ Ouittenjc. muffen, wie bie fleifebigtett 

Srueb* 



24* * ■ ® m 

gtmtye/ bie fo n>ol)l eitistlne afö meiert tferne 

in fic& f)aben / tractitt roetben* 

240. Sttan f an fafl an allen fernen/ unb an ei* 
m gtoffen $njal>l anbetet ©aamen/etfennen,ob 
fle gut jum (Sinfden jinb; wenn man fie in tin 
Raffet wirft, diejenigen/ fo oben fdjwimmen, 
pnb inigemein leer 7 ..unb »erbieuen nißt/. bag 
man fte aufbebe* Um |)intcr bie 2Bat)tl)eit m 
fornmen, barf man nut einige »on iljncn auf* 
machen. 

241* 3nben2anberö, wo e$ ajoffe Kälber 
giebtr wie 3. <S. in <Sanaba/ fwfcet man oft »ofli* 
ge ^lagaiine »on fe^t guten @aamen; namlicfc 
benSSocrat^ben feie ©ebböwer unb »etfebieoem 
anbete %tym, in Sößet »on Daumen, jufammen 
ttagem £>iefe «Dlagajine trift man bäujtg genug 
an ; fo ba§ man allein barauö eine anfe&nlic&e 
Ouantitat »on febt guten ©aamen befommen 
tonnte, wenn t>te §v\fowx etmuntert würben, 
Sl^tungbataufju geben. 












S)nf* 



a? m m 243 

©rttter ä&fcfjmtt . 

\Qcn fcer föcrfc^icf ung Der ©aametn 

242. ä« giebt »tele @aamen,bte man, nad) ge* 
IT m<imx®<wbnty\t,tvofan in (Sc^ac^ 
teln twföiceen fann. allein man roirb fe&r mhl 
tijun/mmn man j5c|> amt> beeilen, bep Stoffs, 
äung berfelben, ber antern 2*rten bebienr, btemiir 
*)w anzeigen wollen, £>ie (Srfa&rung wirb je 
me&r unb met)r befWttigen, wofür Stoben, 
N jeber ©attung »on ^aamen, bie oonualicb* 
ftm finb. _ 

243. Sie erfle von tiefen Wet&oben, unb üiefe 
Um au$ bie jtc&erfte,iff biefe, tag man ben @aa* 
men in eine troefene unb moty jufammen gebrücf* 
te @rbelegt ©iefe ^ctböbegrunbetji^ auf bie 
Sfomerfung, meiere man au$ ber <£rfa&rung w, 
ba§ Ut ©aamen fe&r »ieler ©ema# in ber "<&; 
be »ergebene Sa&re lang fönnen »ergraben biet? 
be«, ol)ne i&re ffraft ju f eimen ju »erliefen« Sftan 
f ann nic&t ^5orftd>t genug anrcenben, um ju t>er* 
fynbern, baß bie geuc&tigfeit, melc&e jeberjeit aujf 

Ö'a bell 



fcen ©cfcijfen fef)r gro§ ift, nicfotinbie ßijte bringe, 
unb jtd) in fcie (Srbe jiel)e, in weißer t>ic<5aa; 
tnetr liegen. 9ttan wirb wobltfyuti, wenn man 
auf bic gugen ber ßijten Idnglk&te ©tücfe t>on 
Seinwanb ober Rapier leimt/ bie ^ijten fobann 
forgfdltig mit$eer ü&erjieljt/ unb fie no4> über 
tiefet mit einer fhrfen geteerten £einmanb umwi ; 
efeuy ÜÄan fann audj, wenn bie Steife nur wm 
mittelmäßiger gange ifl, wie ■$♦ ■& »on America 
naefc Sranfreicf), t>ic @aamen in eine <5rbe legen'/ 
bie niefct ganj troefen, tmb in einem gdjjgenrecjt 
aufgekauft ifr, welc&eS man nid)t nötl)ig &at mit 
$eer ju überstehen* 5>ie @aamen werben oft alle 
leimenb anf ommen,aber jte werben um fo melbetfer 
geraten» $J2an i)at auf biefe Slrt 9?üfle unb &mt 
mentjon Söonbüc erhalten, mit benen man fefor 
toofyt m f rieben gemefen ifh 

244. ©ieäwoteSfrtbejrefyet barinnen,bajj man 
(ie mit frifdjem^t'pDg »ermenget/Ober fc&id}tenwei$ 
fegt. iOte&a'it biefe^Irtfür öor$üglif& unter üielen 
tlmjrdnbett/ unb e$ wäre ju .yünfd?en,bajj jte aU 
iimal wo^l anfragen möchte 5 weil baburefc bie 
^erftipicfungenfefir erleichtert werben würben» 

a 4 * & 



9§? • # Mf 

245. <5ö ift tytt eben biefeö ju bemerfen, roa$ 
oben (c&on beo t>cn 58a'umen erinnert morgen; 
namlid) t>a« man t>a« SttooS ni#t aüju fefcr |u* 
fammen bruefen barf; inbem e$ fonff »erberben/ 
unb mit bem be^Iiegenben ©aamen »erfaulert 
würbe, 

246. QBenn e$ nic&t anberjt feimrann, fobarf 
man allerbanb 5uten \>on @aamen / in einerlei? 
gdjjgen ober $ijr>/ mit €rbe ober mit SBooS/ uni 
ter einanber mengen, 59fcm!fdet alle$, wie e$ un* 
tereinanber ijt, mh mann eäanbem bejrimm* 
ten Ort angelanget; unb wann fobann t>kft®m 

men aufgegangen ftnb , fo unterfc&eibet man jte oon 
einanber. 

247. Wim hitft SJermengung barf nur im 
|)5d)fkn SfotbfaU gegeben; benn 1.) t$ giebt 
eaamen/ meiere erfi ein 3aj)r ober noefc fpdter 
naä) ben anbern aufgeben» 2.) £)ie einen erfor* 
bem ein trotfeneS, Ut anbern ein feuc&teS <Srb* 

Sitten unb Sannen, ijl e$ befier/ wenn matt 

fle an bem gMaieinfäet, wo (le bleiben foEIcm 

£3 5Wft 



H 6 *. © * 

Sftit ben<£ici)en*unb gaflanienbdumen bat egfajt 

fcie namlic&e 93ewanbn& 

248* <Ü8 mögen nun t»ic @aamen vermenget 
feon ot>ernict>t,fo ijt eäratbfam, ba§ man flc nic^t 

e&er auSber (Srbe ober aue bem SttooS |)erauö 
mimte, al$ in bem Swgenbltcr, baman fäen will* 
SBenn man alfo @aamen, bie an wrfebiebenen 
£>rten folleneingejaet werben, »et febaflfen will, fö 
tfl e$ befier, wenn. man mehrere ^iftaen bat. 

.... . . 

aSiertet Sttfc&nttt 
UKfe man mit bttt ©aamen umgeljcn mufo 

wann flc anbelanget ftnb. 

*49- &$ aiebt @aamen , wie j. (5. bte tfracfc 

^" manbeln / SWelonenfaamenK. t>ie »ew 

föiebene Sa&rc lang gut unb jum ©nfden taug? 

!ic& bleiben : Slbet bie meiflen werben febr balb un* 

brauc&bar* 2)ie (Siegeln unb (Sa jhnien fcaben bie* 

(e unbequeme 23efcbaffen|)eü\ £>iefe (gaamen 

»erborren ober »erfcbimmeln , unb »iele önctye 

©aamen werben fltncfenb. 

250. Sftan glaubt/ ta§ man wele Gattungen 

»on ©admen, jiemli# üiete 3aj)re fa«9/ erhalten 

fonn> 



* m H7 

fönnte, wenn man jte mit Mb trocfener <2rbe in 
kröpfe tbdte, unb in einen fe&r tiefen unb febr tro* 
tf enen Heller fe$te. »in man ijr boc^ jjierwn 
nic&tööUigtferjtdjert/ untberglekfoen tfefler (tri* 
fcen fid) febr feiten. 

2?i v 9Ran glaubt äud)/ b«§ man einige ber* 
felben leichter, «I* bteber gefc&eben, ehalten unb 
»erliefen fönnte* SJian müjte fte nämlid) mit 
girnig überleben, eberöiemiebrmit SBac&S/ ober 
no# beffer mit arabifc&em ©ummt , ober jerftof* 
fenem- Surfer/ (ttrie in tem 236* tm& folgen* 
fcem Sfctttf el gctxac^t tvortett/ ) ober au<fc mit 
f altem unb bitfem gucfcrflrup/ ober mit $>onig 
umgeben. 

252. SKan muß jeboef) aud> metoen, ba$mn 
biefeä lefjte Mittel einmal gebraust bat/ um 
spfropfreife im QBinter ju oerf^icten/ unb ba§ 
fol$e nic^t geraten (Int. 

253» 3n jebwebem Sanbe mu§ manbie @aa* 
men alfoglei# einfdett/jte mögen fommen/tn web 
$er Soweit pemoKen. 

& 4 a^SKerni 



248 $? B c§§ 

2*4. SBennman folcfceg aug einem ober bem 
andern ©runbe unterlagen mu§, fo ijt erforber* 
Itc^/tag man jtein einer ernten gefdjnittenen 
Sonne, ot>er in einem ?Topf mit <2rbe »ermenge, 
«nb (te nur gehörigen Soweit mit bei: ndmlicfcen 
grbje unter einander einfae* 

255- , ; ,JDie auf getaute SBeife mit (Srbe »er» 
mengten «Saamen muffen in einem t leinen geller 
0efc#./ unb forgfaltig »or *>en hatten wrwa&rt 
»*#*«» $emeinigli$ werben fte allba leimen. 

256, $ftan siebet au« tiefer $lrt bie ©aamen 
ju er&aiten, einen brt»fa$ctt 9Sortf)eil. ßr|tlic& 
»erroaljrt man (te&aT>ur$öor ben ^amjfern/ roel' 
$e bie feimenben (gaamen niefct fo fel)r anpaefen, 
tmt> wenn e* auefc ja gefc^en foüte, boc& ttic^t 
3*it fcaben alleö $u frefien. gaepten* fdet man 
auf biefe §lrt, wenn man wiuY feinen anbew 
{gaamen au$, ala folgen, ber getpifraufge&et. 
Spritten^ (0 f ann man auefc bie £auptnwrielber 
^eiuadije beftyneiben, reelle gemeiniflli^ aljju< 
ftfor in bie ßrbe l)inab n>a$fen,n!ie $, j&jj$j$& 
Hume, @icfcenbaume :c» unb itefeö ^ait man für 
fe&r ilufluf* i58.3n 



257* $olglid> wenn man im ©den bie ßeime 
abbricht/ fo bat folc|)e$ nichts ju bebeuten; intern 
bie ©aamen wieberum einen ot>er au$ meiere 
anbere berioor treiben» 

258« 3 n btt Sttürmanbie bebienet man ft# fol* 
genbeS CDtfttetö / um SEBeijjborne ju sieben / web 
cfce gemeiniglich lange Seit nötj)igi)aben, umjtt 
feimen, gftan füllet mitreefct zeitigen grumten 
»onfelbtgen irbene ©egalen an, reelle »iele ty$ 
c&er baben, bie boc& aber fo enge fernimüften/ $4 
bie |)am(ternict)t binburefc fommenfömten.$ian 
grabt jle jn>een bis bren ©cfcube tief in bie (Srbey 
unb fdet (le nic&t eber alg acfctjeben Monate ber* 
na# au$» SOlan bat au$ tiefen SQerfucjj anberfc 
wo mit gutem (Srfolg ange(hllet. 

259; SBann man feine ©aat vornimmt, fo 
mu§ man ben groffen , bief en ©aamen tiefer In W 
(Srbe tbun, als ben f leinen^ fubtilen; unb biefetf 
le&tere*rforbertau<& einelocferere&be, als jener. 

26or<& giefct®ewd#(e, meiere beflermober; 
unter oem tOloog geratben, aföin ber Srbe (elbfK 
Serglekfcen i(! in SatoU bie gelbe Sifiauoiane* 
Q S 261. Über* 



*5° ܧ B *. 

' 26 1. Ubcr&aupttf fann man bette njenigett/ mU 
cfcefäen, ntcfjt ju febr anempfebfen, ba§ ffe.bie 
CJaametv fcorneljmtid) biejenigen / t)ie fefyr Hein 
flnb, ttic^t ju tief in t>ic @rbc ffetfen. SBennmart 
nicfct ju befürchten l)ätte/ ba§ fte t>on benSSögem 
luejjgetragett / »on bemiKegen roeggefdjttjemmet/ 
übet bt\) bem Smfgeben oon ber ©onne unb bem 
SSßinb motten »erbrannt unb auägebütret wer* 
fcen/ fo burfte man fte faum mit €tbe bebeefen. 

262« 3Seö einigen febr f leinen ©aamen ift rat&* 
fam/ baß man ein wenig mit ber $)anb oben auf 
fcie (&be. brfcfc / fobaitn barauf fit, unb ein 
Söfcfopapter barüber lege, unb mfbtä Rapier 
SBaffev gieße. 

263» £)a bie 3ajjre A ber (Srbboben unb bie 
SabrS&eiten nic&t alle unb nid)t jeberjett in gleichem 
©raöe günftig (Int) / fo werben biejenigen, bie eine 
jiemhc&e Sftenge von einigen @aamen {jaben, wor>l 
t^un/ wenn fte ju »ergebenen Seiten, in t>erf$ie? 
hnen Umftdnben, unb in aHer&anb Sfrten von 
(grbe, $« »0» »ergebener SöefcfcafFen&eit finb, 

ba* 



batwn einfden, unb fogar aud) »on einem 3a&r 
auf t>ag anbete etwas baoon aufgeben. 

264, 9?oc& beffer ifl e$ / wenn man einer grof* 
jen Slnjabl twn *}>erfonen an »ergebenen Orten 
batwn mitteilt. 

26s. & fc&einet gewig &u fcpti, bag&ie @aa» 
men in einer leisten (Srbebejjevaföin einer oe? 
ften, aufaßen» 

266» 2Benn ber 58oben, wo man j?$ befttts- 
t>et/ eine »ejte (Srbe bat, fo wirb man wobl tbun 
wenn man alten unb rec&t faulen SSftift w$ einem 
Sttiftbeet / leiste (Srbe, ober aucf) @anb barunter 
menget, mib bie (Srbe burcfc eine #firte, ober burcfc 
ein ©ieb twn eifernem$Drat,bur^(tebt. 50?it biv 
fer €rbe füllet man bie irbenen ©c&aalen an, unb 
bebetfet au$ ba$ «Obere ber ©artemunb 9Wi|fe 
beete / wo man ben ©aamen einfdet. 

267. 9Han fann, nacfrbem bie Urnftanbe be* 
Isafen, (tnb, entweber in \>k freoe Srbe, ober auf 
^ijibeete, ober in Söpfe, wie biejemgm,m benen 
man bie helfen aufsteht/ ober auc^ in irbene 

©cjjaa* 



•*»- * m m 

@d)alM/ &ic andrem 33oben \>i«Ic ßötf>cr ^abett 
muffen / ober auf alle tiefe 9(rten jugleid)/ bie @aa* 
wen einfden. • Qftanf ann au# bie $öpfe unb ir* 
fcenen ©c&alen in SÖttfrbeete ober in bie (Srbe ein* 
graben, ober fle auc|> an ber $uft laffen. 

268« SSSenn man oiele @aamen mit einanber 
tinfdet, fojinbbie irbenen ©cfcalen ben köpfen 
»orjujiebem 

269» ^35enn man^etod^fe^at/bie üerfe|tn?er* 
t>ert muffen/ roenn fte f$on ^Burjel gefa§t&aben, 
fo fann man ffd) ber ßörbe ober melmeljr foldjer 
$6pfe bebienen/bie ringsherum unb auc^ auf bem 
!8oben groffe 2ö$er t)ab*n. 

27©» SÄan fann mü) in freoem gelbe auf Sttaul* 
Wurf Raufen ober in SSradjen, unb an bem SKanb 
fctr ® ef)ol*e im Ratten (den ; unb e* giebt <Bw 
tnen/ welche nur allein auf biefe 2lrt geraten. 

271. SSßenn man alten (gaamen einjufden Ijat, 
fo wirb man roof)i tlnm, wenn man u)n in SIBafc 
fer fünf jelm bi8 jroansig ©tunbe* lang einweicht, 
ot er aud) noc& langer/ nac&bemberSaamenme&r 
ober iöeftiger l)art t|h 272* 






m © * 253 

■ 272. SDton fann ben neu*gefäeten ©aamen 
mit 3tfifl oul einem alten Speere, einen Singet 
fyocfc/ Ober mit alten unb »erfaulten SSBe'intrejferfy 
jween Singer $a$i0 ober mit ©treu au$ einem 
©talle ober mit Wirren SSIdttern,; breu finget 
|#4 oebecfem Sttan t&ut fole^eö r)auptfdcr;ltclj 
ju bem dnbe/ bamit bie @rbe tur$ $a$ SSegiefleti 
ftct) titelt freefe/ ober burefr bie £)ürre ntc^t^att 
werbe unb serfpringe. SOton t)tf fte bisweilen au# 
jnit.SRoo* bebeett/ unb Ut ©aamen jmb jiemlicjj 
roo!)l geraten» 

273. Sttanmäg fle nun fcberTen, mit roeldjet 
SKaterie man roüL fo mu§ man barauf [erjenJbaJ 
bie i)ecfe nic^t bie! unb nic^t jüfammen gebrückt 
feoe; unb man rrfu|?Ic|)tung geben , bag bie juw 
gen ©eröäcfjfe barunter nid)t roetli unb faul w* 
ben, unb baffiefc fein f$ablit&e$ Ungeziefer au> 
U fammle, 

274» iDie^aameii/ roelc&e man unmittel&ar> 

na$bem fte w ifrer IKeife gef ommen jtm) / ete 

fae^ge&en gememtali$ im erfreu 3ajw auf. '8CNr 

diejenigen/ f» man lange »or&er auffe&o&rrt $m> 

ei* 



*54 * B %> 

ebe mott (te etngefdet/ fommen oft in jwet) bis breg 
3al)ren nid)t jum Söorf^cin. 

275» ©ae$mitbenmeijlen©aamen,bieau$ 
entlegenen Orten fommen, biefe 35en>anbni§ bau 
$o Darf man nic&t ttyv, al$ nad) Verlauf beS brit* 
ten^flN/ bie ©artenbeete umprsen, no$ Vit 



irbenen ©c^ajen augleeren* 






276. '-Die «SBdrme «nt» Seudjtigfeit bffd)leuni* 
ien t>aß keimen t»er @aamen ungemein, ©i« 
geben baber toiel gefcfjroinber auf , rcenn man jte 
auf ^ijtbeetefdet/ als in freier (Srbe; »ornebmi 
Iic& ; wenn man jte oft unb nur leicht begieffet. 

277» d& »erurfacfcet aber aud) t)it ^SBa'rme be$ 
OTiflbcctö unb btö Ungeziefer, fo allba auf* 
bdit/ba§ wU junge ©erodcfcfe »erberben* 

278. 9)?an bat el fo weit gebtac&t, t>a§ ®e* 
wä#fe, tit insgemein im jroeoten 3«br au£ ber 
<&be tyxm fommen, gleicfc im er (len aufgegangen 
fmb » unb biefeä baburefc, baji man ben @aamen, 
fo balb er gefammlet morben, fogki* festen* 
$ßto erbeute, 

279. 



#? ® * 255? 

279. d$ wirb bienlicfc fet)n, tag man bfe @aa* 
ten t>or bem 5Binb unb twr ber grofTen ©omtcn* 
bt§e »erwa&re. gu bem @nbe fann man jte mü 
©to&matten / unb »ielleiify auc|> mit .$Rooä, bebe? 
cfen ; welches nur ganj leidet barüber ausgebreitet 
werben mu§. Stiefel trdgt/ fo wie aiicfc bie 33e* 
gieffungett/ etrooö $m bny, bafi bie jungen <$& 
tuddjfe nic^t »on einem SSranbe angegriffen wer* 
ben, ber ffe oft öerberbt/ nacfcbem fte fäon auf* 
gegangen ftnt»/ unb ber/ roie eS fc&emft/burcbbert 
SDrurf ber drbe »eranlaJTet wirb/ wdcfceum bie 
nod) -Hatten (Stengel &erum l)ßrt wirb/ unb fte 
quetfefcr. 

280. Sie Baamen mögen gefemmen jei)n,au* 
welchem Sanbe fte wollen/ unb wenn aurt> gleich 
baffelbe fciel faltet wdre/al$ bannige, wo man 
fte einfäet/ j.& wenn fte atö Samba mü) granfc 
reiß fdmen;fobarf man fte bo$ nic&t bet<gtren# 
gebeS 2Binters autfgefe^t feon lajfett/ folanjt 
bie ®emä4)fe noc& jung ftnb; unb man mujj jte^ 
wentgfrenl in bem erffen %aty, in ©ewa^j^au^ 
fer bringen , »ber fte iubetfen, wenn ber Srofl 
fratf ift 281* 



*$$ S? m $& 

a8 1 . SDldti bcmerft fogar / ta§ »iele ©tauben 
«u8 Satitttift In 3ranfreic|j erfrieren, weil |<e aßba 
ttiebt mit ©<&nec bebeft fmb, wie in bem ganbe/ 
t»o fte warfen. 

182. Utiflan wrju$ert/ ba§ t>jcerfle ^Öctfc^utt^ 

ber barsu^ten unb flebric|)ten 23äume/ (&mh§* 
feunb ©tauben/ unter bem £immel$jlri$ »on 
granfreiefc/ t>on bem Sttonatf^ril an, bis ju @n* 
jbe beöDctober^orgenommen merben müfie/ unb 
|>a§ folc&e in bem SBinter nic&l glucflid^anffat* 
in flebe# <£$ i(f gewi§/ t>a| ffc überfjauptö in 
jeber SfabrSjeit/ ben t>tn meijren ®enja#n »on 
tiefen (Gattungen/ fe&r fc&n?ebr wn jfatten gebet; 
aber man bat burefc roieberi)ol)lte (Srfabrungenge* 
lernet/ ba§ biefe $dume beffe geraden/ wenn 
man jte in oemgrüblmg wrjeijt/ als wennfold)e$ 
, m Um ^erbjl gefc^iebet. pan ijt eben fawenig 
ptfiu$ bamit gewefe«/ wenn man ftc im'@om# 

v 5t] i»üi r . ■ i if fifi 

J fflttfr 



I 



€? ® * 2 *7 

günffer 3l&fd)itftt 

93ott Den ©aamett/ bie matt attg tyetflfett 

£änt>ern in falte gönöcr bringt , wie j. <£. 

öon <g. ©ominao nac& $ranfrel<&. 

283. /JJineSüon t>en erflenOtütfen, wpfur matt 

fw -ju- for'flcti Ijat/Mi&iMefleit&t&aS fc&roew 

ffr/ ijl bief«g/ba§ man fte vordem Ungejiefer »er* 

wafyre. 

284. SÄan fatm fte ju bem <5nt»c in ©äcfeobec 
inC5c&armu$cl t^ah / Deren Rapier mit $erpen* 
tin überwogen/ ober mit bem £)ampf oon brennen* 
bem ©c&roefel ijt geräubert worben» 

285. Sttanfann au<$ <2rbe befonberS mit itt 
btö ©cbijf .nehmen./, tmb bie <Saamen re#t tro* 
efen auf bettjaljren / big man unter fcengemä&igtett 
£immel$jfri$en ijr. SUSbann fann man (te itt 
bie Srbe tbun / obne bajj man Urfac&e bat ju be* 
furzten/ jte motten auf biefe ^lt:t allju gefc&minb 
leimen. 

286« ©a man ftd) feine Jpofmmg machen batf ; 

trgenb eines oon biefen ©eroä^fen in freier (Srbe 

aufwiegen , fo mu§ man fie in irbene ©c&alen 

m fae», 



*58 §§§ B 9§? 

facti/ unb e$ ijj genug/ wenn manberen nur wem* 

ge auf einmal aufjiefyet. 

287» ^SBenn man feine gef>eif|ten $ewäc&$i)duj: 
fer i)at/ fo mu§ man t>ie ©aamen , fte mögen an? 
Rammen fei)n 7 in welcher Sa&rgjeit jle wollen/ 
nur gegen ba^ Qmbe be3 2ttärj/ Sfprilö ober<3)Zao 
ftnfdcn; c£ fei) benn/ baj? man n>tffc,ba§ t»ie 2(rt/ 
ju ber jle gehören / lange "ßtit nötl)ig ^abe/ brä jte 

■auf 0d)c. 3» & ' e f em § au " mu § mftn fr. «mfden/ fo 
-balbfrfflifommen* 

288. 3ftan sieget fte auf / entweber mit ®lafc 
glocfen ober mit genjlern, fo über bie 25eete ge* 
mac^t werben, ober in einem freien SÖftflbeet/ 
ofe aujj in trbenen@d)alett/ ober $öpfen/bieman 
in Mijtbeete eingrabt; unb bie ®ewdcfcfe muffen 
barinnen bleiben/ bi§ fie frarf genug fmb/ba§ man 
jte in #dffcn oberbefonbere kröpfe pflanjen fann; 
welches oft gleich beobem erfren Saör gefc&iei)ek 

28?. ©iefe Q5erfe^ung ber ©ewdc^fe mu§ mit 
aller möglichen SSorjIcfrt gefc&e&en; tamit Üt 
$Burjeln ni$t an bie fttft fommen; unb alfobalb 
m§ biefer Verrichtung mu§ man bie haften ober 






Kröpfe in «W» ndmfktie SJtiflbeet eingraben, 
roorinnen bie ©erodi^fe waren; unb fte barinne« 
laj]en , big fte frarf genug geworben ftnb* 

' 290* g)a| erfle 3a|)r muffen Die jungen (Be* 
rcäcbfe fef>t fröljjeitig in bie gelten ©ewdcfjfc 
fcdufer ober in bie Sinterungen gebracht werben; 
Jcmi aufferbem würbe fte ber |)erbjrfrofr gdn$Iicj> 
ju ®runbe rieten. 

©elfter StöfcWtt 
Äfc» i>ett ©tarnen/ meiere matt <w$ fatt 

£5nbern , bie unter bem gemähten «afBeitjtrltfr 

liegen/ in iik unter Dem ^eijfen Ue# 

genbe Sänber bringt. 

spi. ejSieienigett/ welche in iit na&ebe» bettt 
"^ SBenbejirftf gelegene unfein ©aa* 
wen üon Daumen au$ unferm Santo, wie j. (£♦ 
»Ott t>erf#ieberon %tett oott SPomeranjen un& 
Zitronen , Mattem fe Bringen wollen/ bie f önnett, 
«He man glaubt/ fogleicfc bm &er Slbreife unb in 
«HenSEafagseiten, einen guten ^(^il ifcret (Saamett 

in (£rbe legen; lt*m#e» wirben gan* feinten* 
««langen $ welcfce^ aber bat glütffic&e gortfom* 

^ * mm 



m 



men berfelben ni$t üerf)inbert, wenn man (te nur 
fogleic^ einfdet» 

292, 3n biefen obgebadtfen gdnbern f ann man 
fle ivol)l nirf)t anberjt als in bie frepe (5rbe legen ; 
unb im Anfang mu§ man »or allen ^Dingen bar* 
auf bebaut fepn / fle \>or ber ©onne ju wrwaf)* 
xm , u>eld;e^ ft$ jum $beil tbun Idjfet/ wenn 
man eine %t eineö £)ad)e$ »on 3 wci 9 cn über fi* 
macfct. $uf tiefe %xt unb burcfc Dielet Söegiejfen 
bringt man cö m ben unter bembeiflfen SSBeltflric^ 
Jiegenben 2dnbern ba^u, ba§ bie meijfrn utropdi* 
fcfcen- Jpulfenfrü^te roac&fem 

2>ntteS £apitef* 

SSbtt. i>en Riefeln/ <Sttiwt\ f ®lu 

nwalien, ^affameiv 4?ar$en, ©um* 

mt/ €rt>ped) twfc t>ott fcett 
^uttjlmerfem 

►an f ann Jowyt, 95alfame unb ©um 9 
mi »errieten ; man wirb aber 
iw&UJwi/ wenn man tineSSw 

fßrefr 




m 



i % 26t 

fc&reibung beölegt tooti bctt ©erodc&fen , welche 
fteberwr bringen/ unb oon bem ©ebrauefc, t>en 
man »on tiefen Materien in bem Sanbe mafyt, 
«u$ welkem fte berfommen. 

294* Sttan mu§ aua), fo Diel e$ ftc& tl>un laf* 
fet, t»ie Seit unb bie 9Irt jle su fammlen/ anjeigen. 

295* SSBennman Srbreicb/ fo ausgegraben 
Wirt), @teinfob!en ober febroarjen Slgtffrin »er? 
fc&icft, fo tfl eg bienlicfc, t»a§ man ben Ort genau 
anjeige/ reo man biefe SDJaterien jtnbe, rote tief 
fte in ber @rbe jreef en , »on roag für SSefc&ajfenbeit 
ber (Srbbobm in ber umliegenben ©egenb fet) K. 

296. SEBenn man einige $iefeljteine »erfebief t, 
fo muffen fte etwa* »orjüglicbeS baben, in $lnfe* 
&ung t&rcr Sarbe, ü)rer#ärte ober ibrer £>urc&* 
jtc&tigf eit, wie 8» & bieQtröjtaUen/^cbaten/SJte 
mor> bie jufammen geronnene Sttaterien, (Con- 
gektions,) ktV&fonifyü auc|> wobl/ wenn man 
fcie SWuföelroerfe/ fo auSber (grbe gegraben wer* 
fcen, belegt r beoberen ©nöatfung man eben bie 
Söorjtc&t anroenben mu§, roie be» ben orbentli$en 
SMcfcelm ©ut ifteö/ wenn man au<f> bie Ckv* 
Ux genau benimmt, wo fte aus ber (Srbeftnb ge* 



*&% *§? m $$ 

Sogen worben* ©iewrfc&iebenen %xkw »on (5r* 
tc/ foju Äunftwerfen öebrauebtwerben, fint>nic^t ? 
weniger fd)ä§bar. <3Bag bie <8teine»on Derfötaft 
fcenen anbern Wirten anbelangt, fo f ann tnan ba*> 
»on melben/ wo man jte ftnt>e / unfr raoju wanfte 
flebraue&e. 

297- 2BaS bit Mineralien anbetrift, fo mu§ 
man anmerfen/ wo bie '-(Srjgr übe ober SSergabei? 
ifr, wenn jte anberfl gebraust wirb; "wa$ (te für? 
eine Sage, für eine Siefe f)abe; ob jtefe|)t ergiebig 
i(t,ic. 

298. S8e» ben SBerfen ber <5ingebof)rn*tt t>e& 

SanbeS mu§ man melben, wie fie folcfce auSarfcei* 

fen/ waö jte für ^erf&etige top gebrauten/ wie 

«nb mit wag für einer SRatÄfefk.ftte.garbttf 
bereitende. 

299. ^5oranen©ingenabermu§manii^nief 
mall auf bie §r&af)lung anberer £eute üerlajfen, 
unb nichts für gett>i§ ausüben/ 0mtö man fel&ft 
H$t in Slugenj^in genommen ($t^ . ni $ 
1 3oq. SJJan nuifc jebe$ §in# &fonber$ cittwi* 
dein, ben Umfd)!agmit ^um«rnb^eic|men/ unö 
ein rec|st umjlänblic&eö Söenei^nig jc&üf en, inw$ 



c&em 



a| 263 

$em ein jebeS £>ing eine Turner babett mu§, t>ie 
mit jeber turnet be$ Umfd)lagg über ein triff. 

9tadjtfc|>t luegen i>er ©en>äcf)fe/ ©amnett 

imD anDerer Seltenheiten / wann fie In Dem 

#afen ongelonaet ftnb. 

301. CfW«n erinnert no$ einmal Diejenigen, 
4/JV ml & ® enj äd?fe, <5aamen ober 
anbere (gelten&eiten bringen, ober 
wrfd)kr"en r bag Die «Dtölje, fo |te jtc$> * 9«N 
J)en,meijkntH$öergeblid?fen; wegen unterlaß 
ner Beobachtung folgender fleinen Regeln« 

302. £>ie öornefpjfe tarunter t'ft biefe, t>«§ 
manjtean forgfdltige gactoren fc^iefe, ober be» 
becSlnfunft überliefere, wck&e'fte fd)leunig unt> 
ftefeeran ben Ort i&rer Beftimmung überfenben. 

303» $a egjub oft juträgt, bajjbie «perfonen, 
an meiere man bergleicfoen fcfcicft, abwefenb jmb, 
fo mu§ manme&r, als eine $erfon Daben, an bie 
man ftefann befallen laffen. 

304. ©ie jwote Siegel itf, W man tiefen 
nämlictyn gactoren rec^t umflanblic^e Sijtenübet' 



264 <%> m §§?. 

fcbicfe, btc mettigftcitS eben fo balb,al$bie<3acben 
felbfl, anfommen muffen; t>ocnel>mlic^/ roenneg 
©erodcbfeobev ante (gaefcen (tnbjbie jt$ ferner 
«galten laffen» 

305. Sluflet ben oben angezeigten SSott&eilen 
bienen biefe Siften auefy noc|) baju / t»a§ jle ben 
9>ad)tbeamten unb Siuffe^ern btt öffentlichen 
Subtroetfe biebienlicben (grflätungen wrfcfcaffen, 
in (Srmangelung beren bie $ijren oft aufgehalten/ 
in ben §oflämtern je. aufgemalt, auSgepacft unb 
fc&lec&tioiebev eingepackt, ober enblic|}aucf)bur4> 
folgen @elegenbeitenfortgef$id i t werben, bie für 
fte nic&t anftänbig (int). . 

306. ©ie t önnen auc^ bienen A ben Sactoten 
bie erfotbedic^en33emjabtung^mitteI oocjuf4)reb 
Ben, welche jur (Stiftung b.et überfd)itften@as 
c&en, oonbem Ortetet Sluöfcbiffung an, bis an 
ben Ort, reo ftc bleiben füllen / anjuwenben jtnb. 
SDiefe ^etrcabrungämittelfiub bie notbroenbigjren 
unter allen, weil gemeiniglich alles beobiefer le$* 
ten Q3evf$i(f ung »erbirbt. 

307. SDJan tan, &. d. forgfaltig anbefehlen; 

ba(i man alle sevbred)li$e ©aefcen, ober au# 

bie* 



* m # 265 

biejenigen, fo »ongtofferSt&we&re, groffemtlm* 
fang ober an bem Orte, t>on wannen fte »erfcfycfo 
werben/ »on mittelmd§igem SSßertyober ber®e* 
faf)r ju Derberben, bei) langem Sfoftalten, titelt 
untcrtDorfen.(tnt>/ *u Gaffer, na* ©elegen&eit 
U&Dttä , entweber auf einen Sfu§/ ober au* auf 
ber ©ee, fortliefen* dergleichen @a*en jtnb 
fcie Steine, bie «JWabreporen, bie groffen Sftu* 
f*elwerfe , bie groffen mit ©trol) umwicWtett 
$!)ieteoberij)re©erippe, bie 3«fecten oberste* 
re, fo in $aftaober in SSranbewein wrfc&icftwer* 
ben, bieöele ober flügigen £ar je & 

308. CKan muß ingleidjen au* t>te ©erod** 
fe, fo mit i&rer Srbe »erlieft werben, ju 5Bafs 
(er fortbringen ; inbem biefelben in fe&r »ielen gab 
len ni*t auf «Pferbe, unb no* weniger auf jför* 
ven geiaben werben fönnen , wenn fle lang untere 
weg* feönfoUen/ o&ne ©efa&r ju laufen, mu 
f oljren ju gef)em 

309. ^Bennfteinbeffen im hinter anfamett 
unb »on einer folgen matur mdren, ba§ jf* 
üc 93erfe|ung auSfte&en f tarne» , (9 Surfte man 

m f fte 



266 *$? m 4| 

jte aus tcr <§rbe iie&en, unb ftc entweder mit ein* 
<mber ot>cr tbeilweife, n>ol)l in SRooS eingepackt 
fcurcl) gefc&winbe ftubrwerfe, an benDrt if)rer 33e* 
jtimmung (Riefen, 

iio.sffl&n htm aueb 55efel)l geben, bie 35afe 
len aufzumachen, um fcfcleunig burefc btc orbente 
liefen Su&rwerfe ba^jenige, waö gefcfcwinb fort# 
0ef$icft werben mu§ ; su »erfenben: wie 5» (5. t>te 
(gaamen, jte mögen gelegt fepti , wie fle wollen/ Vit 
©ewäc&fe, fo in tÖiooS eingepaeft (Inb, Je* 

3ii» (Snbli$ rann man aueb ben gactoren, 

wenn man wei6/ ba§ (te btc erforberlicbe©efcbick 

IhtjWt babett , bie (Sntfc&eibung überlafien, übet 

ta^enige.wagtn gejjörigem ^tanbe tjl; um mit 

glucflicbemßrfolg öerfenbet ju werben , unb m& 

p*bert)Jlül)eöerIi3bnt/ba§ man e$ »erfenbe. 3$ 

gleic&en fann man ilmen aueb auftragende 

Ginballirung xu beftc&tigen unb 

auSjubeffern je. 

e 9? £>e 



SJm'c&t <m Jett 33ud)&m&ei\ 

SDic fec&öerffrttffupfertafefo fommett snrifc&ctt&ie 

34.uni>25. ©<&♦ 
£te 7- $af. smifd>en ®« 50* tm& 5-1. 
Sie g. $öf. jwifd)cn 0. 56. unf> 57. 
©ie 9. $af* $wifc&en @. 70. unb 71» 
©ie 10. 11. un&i2.$afan#&m@.84.tmt>87. 
SDie ig.Saf. gwiföen ©. 96. unt>97. 
SDif 14, $af. iwif^en <g. 110. ttnb in. 
Sie 15. 16. 17. i8,uttt) 19. Saf.jwifc&ett®. 

120. unb 121. 
SDie 20. unt> 21. 3:af.iwifcj>e« @. 136. tm& 137. 
£>ie22. 23.1m!) 24.$aferoifc&eit 6.152,^ 1 $£ 
SDie 2* $af, triften ©♦ 164» unt> 16* 



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